AT210632B - Kunstharzmasse - Google Patents

Kunstharzmasse

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AT210632B
AT210632B AT292856A AT292856A AT210632B AT 210632 B AT210632 B AT 210632B AT 292856 A AT292856 A AT 292856A AT 292856 A AT292856 A AT 292856A AT 210632 B AT210632 B AT 210632B
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sep
resin
synthetic resin
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Kunstharzmasse 
Die Erfindung betrifft eine Kunstharzmasse aus einer mit einem ungesättigten Polyesterharz imprä-   gnierten Glasfasermatte,   welche   zum Schützen und Konservieren miteinem   Polymeren von Diallylphthalat überzogen ist. 



   Bei der Herstellung von durch Glas verstärkten flachen oder welligen Erzeugnissen aus Glasfasern und, wie üblich, Polyestern enthält das Endprodukt nach dem Härten einen ziemlichen Anteil an Glasfasern knapp bei oder in der Oberfläche. Während des Härtens des Polyesterharzes tritt Schrumpfung auf, die ein Abziehen des Harzbinders von der Faser mit der Folge verursacht,   dass oberflächlich   liegende Glasfasern nur von einem bloss einige Tausendstel eines mm dicken Überzuges aus schützendem Harz bedeckt sind. 



   Das blattförmige, glasarmierte Ausgangsgebilde ist durchsichtig und eignet sich für Aussenwände von Wohnhäusern, Treibhäusern, Fabriksgebäuden usw. Die Erosion des gehärteten Polyesters an den oberflächlich liegenden Glasfasern bringt diese Gebilde in Kürze zum Versagen, sobald sie Witterungseinflüssen ausgesetzt sind. Da Polyesterharz selbst nicht gänzlich wasserfest ist, werden dünne Überzüge aus demselben rasch angegriffen und durch Feuchtigkeit zerstört, so dass das Glas ungeschützt freiliegt und dadurch an Lichtleitfähigkeit verliert. Liegen einmal die Faserenden frei an der Oberfläche des Gebildes, so dringt Feuchtigkeit in dessen Inneres ein und zerstört in der Folge das ganze Erzeugnis. 



   Zur Beseitigung dieser Übelstände wurden bereits viele Versuche gemacht, z. B. wurde eine grössere Menge Polyesterharz in der Glasfasermatte benützt oder es wurden die Blätter in zwei Stufen gehärtet und imprägniert. Diese Methoden erwiesen sich aber unwirksam und in der Praxis unausführbar, so dass bisher die Aufgabe ungelöst geblieben war, plattenartige Erzeugnisse aus glasfaserverstärkten Polyestern gegen Witterungseinflüsse zu schützen. 



   Das übliche Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen der erwähnten Art besteht darin, eine Glasfasermatte mit einem ungehärteten oder unvollständig gehärteten Harz zu imprägnieren, das meist ein Polyesterharz ist. Nach der Harzimprägnierung wird allgemein auf jede Seite der Matte ein inerter Film, etwa aus dem unter dem Markennamen "Cellophan" bekannten Material aufgebracht. Das Erzeugnis wird dann unter geringem Druck gehärtet und der Cellophanfilm abgestreift. 



   Es wurde nun gefunden, dass   durch Aufbringen eines Überzuges aus polymerem Diallylphthalat,   welches von anderer Zusammensetzung als der für die Imprägnierung der Glasfasermatte verwendete ungesättigte Polyester ist, aber zum Teil mit diesem verträglich ist, auf den Cellophanfilm und sodann durch Aufbringen der harzüberzogenen Seite des Cellophanfilmes auf jede Seite der harzimprägnierten Glasfasermatte der Überzug während der Härtung vom Cellophan auf die imprägnierte Glasfasermatte übertragen werden kann, wodurch auf der Glasfasermatte eine mit ihr fest verbundene Schutzschicht von gleichFörmiger Dicke gebildet wird. 



   Beim Aufbringen des Belages, wofür erfindungsgemäss ein Diallylphtalat-Vorpolymer oder ein mit einem Polyester modifiziertes Diallylphtalat-Vorpolymer verwendet wird, muss Sorge getragen werden, lass ein stärkeres Mischen des Belages mit dem zur Imprägnierung   derGlasfasermatte   verwendeten Polyester hintangehalten wird. Tritt ein solches Vermischen ein, so könnten die Glasfasern doch wieder an die Oberfläche zu liegen kommen und die Schutzwirkung des auf die Oberfläche aufgebrachten Films wäre vermindert. 



   Anderseits muss das   Belagmaterial mit dem Polyester einigermassen verträglich   sein, damit eine innige /erbindung zwischen den beiden Harzen zustande kommt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die erfindungsgemässe Überzugsmasse aus polymerem Diallylphthalat ist äusserst widerstandsfähig gegen Abnützung sowie gegen den Einfluss von Wasser und Licht und schrumpft beim Härten nur wenig. 



   Als Grundmaterial für die Massen dient eine wie üblich aus kontinuierlichen oder kurzgeschnittenen Glasfasern hergestellte Matte, die mit einem aus Glykol und zweibasischen Säuren einschliesslich Maleinsäure hergestellten Polyester imprägniert wurde, wobei das Harz mit einem peroxydischen Katalysator aktiviert wird. 



   Zur Illustration der Erfindung wurden Lösungen der nachstehenden Zusammensetzung auf Cellophanfilme in der Dicke von etwa 0, 12 mm aufgetragen, so dass der trockene Überzug ungefähr   0, 06 mm   dick war. Die Teile sind Gewichtsteile. 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Diallylphthalat-Vorpolymer <SEP> 90 <SEP> Teile
<tb> Diallylphthalatmonomer <SEP> 10"
<tb> tert. <SEP> ButylperbellZoat <SEP> 1 <SEP> " <SEP> 
<tb> Methyläthylketon <SEP> 50"
<tb> Toluol <SEP> 50"
<tb> 
 
Diese überzogenen Cellophanfilme wurden, wie aus der folgenden Tabelle ersichtlich, getrocknet und auf einen Stapel von 6 Lagen aus harzimprägnierten Glasfasermatten aufgebracht, bei welchen ein Verhältnis von 30 Teilen Glas auf 70 Teile Harz bestand. Diese Massen wurden 35 Minuten lang bei 1320C unter den aus der Tabelle ersichtlichen Drücken gehärtet. Die Filme wurden mit Pigment versehen, um das Aussehen des Überzuges leichter beobachten zu können. 



   Tabelle 
Mit Polydiallylphthalat überzogenes glasfaser- verstärktes Schichtprodukt 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Filmtrocknungszeit <SEP> in <SEP> Min. <SEP> Druck <SEP> in <SEP> kg/cm <SEP> Aussehen <SEP> des <SEP> Belages
<tb> 1000 <SEP> c <SEP> 1770 <SEP> c <SEP> 
<tb> 10-2 <SEP> floss <SEP> in <SEP> das <SEP> Schichtprodukt <SEP> ein <SEP> ; <SEP> Filmoberfläche <SEP> zerfallen <SEP> ; <SEP> 
<tb> 15 <SEP> 20 <SEP> 2 <SEP> gleichmässiger, <SEP> nicht
<tb> gebrochener <SEP> Film, <SEP> sehr
<tb> wenig <SEP> fliessend <SEP> ; <SEP> 
<tb> 15 <SEP> 40 <SEP> 26 <SEP> gleichmässig, <SEP> nicht
<tb> gebrochener <SEP> Film, <SEP> kein
<tb> Fliessen.
<tb> 
 



   Die Ergebnisse in obiger Tabelle zeigen   die Notwendigkeit der Einstellung der Viskosität des an der   Oberfläche befindlichen Harzes - was in diesem Falle durch Wahl der Filmtrocknungszeit erfolgte-damit während der Härtung ein übermässiges   Einfliessen   des Überzugsharzes in das Schichtprodukt verhindert werde. Man kann auf diese Weise gleichmässige, festgebundene Filme herstellen. 



   Die   erfindungsgemässen   Massen müssen nicht nur als flache oder wellige,   blattförmige   Gebilde vorliegen, sondern können auch in Rohrform aufscheinen. Weiters können sie zur Herstellung von AuskleiJungen von Behältern oder Tankwagen dienen. Auch können daraus die verschiedenartigsten Gegenstände hergestellt werden. 



   Die Überzüge können natürlich auch gefärbt oder mit einem Dekorationsmuster bedruckt sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Kunstharzmasse, bestehend aus einer mit einem ungesättigten Polyesterharz imprägnierten Glasfaser- EMI2.3
AT292856A 1955-05-20 1956-05-16 Kunstharzmasse AT210632B (de)

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US210632XA 1955-05-20 1955-05-20

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AT210632B true AT210632B (de) 1960-08-10

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ID=21802132

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