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Schuhabstreifer für Personenkraftwagen
Die Erfindung betrifft einen Schuhabstreifer zur Befestigung an drei-oder vierräderigen Kraftfahrzeugen. Er ist ausschliesslich für Personenauto gedacht und soll den Zweck erfüllen, während der Schlechtwetterperioden den Innenraum des Fahrzeuges vor intensiver Verschmutzung zu bewahren. Dem heutigen Stand der Kraftfahrzeugtechnik entspricht eine saubere, geschmackvolle und moderne Innenausstattung.
Zur Erhaltung derselben soll der Schuhabstreifer bzw. die Auto-Schuhbürste wesentlich beitragen. Der geforderten Bequemlichkeit entsprechend, wird eine derartige Vorrichtung nicht erst durch verschiedene Handgriffe in Bereitstellung gebracht, sondern. ähnlich wie z. B. der Schaltkontakt für die Innenbeleuchtung, einzig und allein durch das Öffnen einer Wagentüre.
Es sind bereits Schuhabstreifer für Kraftfahrzeuge in verschiedenen Formen und Ausführungen bekannt.
Bei einer bekannten Ausführungsform ist der Fussabstreifer als eine Art Klappbürste ausgeführt und in der Wagentüre untergebracht. An zweiDrehbolzen ist der Bürstenrahmen klappbar gelagert und dadurch in die Bereitstellung zu bringen. Der Rahmen selbst ist rechteckig, besitzt für das Reinigen der Sohlen einen Rost und je eine seitlich angebrachte Bürste. Die Verriegelung für die Ausserbetriebsetzung im hochgeklappten Zustand erfolgt durch einen abgeschrägten Bolzen mit Federzug. Dem Federzug entgegen wirkt bei Betätigung eines Druckknopfes ein Winkelhebel, der zugleich auch den Bolzen anhebt und den Bürstenrahmen zum Ausklappen frei gibt. Zwei gesonderte Federbolzen bringen den Rahmen aus der Gleichgewichtslage, und durch sein Eigengewicht klappt dieser in die Gebrauchsstellung. Das Hochklappen des Bürstenrahmens erfolgt ebenso mit der Hand.
Dieser Schuhabstreifer besitzt den Nachteil, dass nicht nur die gewohnten Bewegungen einer Person beim Besteigen des Kraftfahrzeuges vollkommen geändert werden müssen, sondern dass man auch mit gereinigten Schuhen wieder den Erdboden betreten muss, da die Bürste in der ausgeschwenkten Wagentüre in Bereitstellung ist. Die zusätzlichen Handgriffe, wie Betätigung des Druckknopfes und Einklappen des Bürstenrahmens, entsprechen ebenfalls nicht der geforderten Bequemlichkeit.
Gemäss einer andern bekannten Ausführung wird durch Handauslösung ein gleitend am Trittbrett oder Fahrzeugrahmen befestigter, schlittenartiger Rahmen durch Federdruck in Bereitstellung gebracht. Für die Ruhestellung ist ebenso das Einschieben mit der Hand erforderlich.
Als dem letzten Stand der Technik entsprechend sind Schuhabstreifer zu nennen, welche durch das Öffnen der Wagentüre eines Fahrzeuges, ohne weitere zusätzliche Betätigungen oder Handhabungen, in die Bereitstellung treten. Die Ausserbetriebsetzung hat jedoch wiederum durch gesonderte Handgriffe zu erfolgen.
Die Bereitstellung des erfindungsgemässen Schuhabstreifers wird durch das Öffnen einer Wagentttre ausgelöst. Eine unterhalb der Türöffnung in einem Gehäuse gelagerte Bürste tritt durch Federdruck rechtwinkelig zur Fahrzeug-Längsachse und horizontal aus der Begrenzung durch die seitliche Verstärkung der Bodenplatte in die Bereitstellung. Die Art der Anbringung der Bürste bringt den Vorteil mit sich, dass die üblichen Funktionen einer Person und die Handhabungen beim Besteigen eines Kraftfahrzeuges nicht wesentlich geändert werden müssen.
Entgegen der bisher bekanntgewordenen Erfindungen über denselben Gegenstand, die zur Herstellung eines derartigen Gerätes ein Vielfaches an Einzelteilen erforderlich machten, wurde dieser Scbnhabstreifer in seinem konstruktiven Aufbau so einfach als möglich gewählt, um kostspielige Erstellung, Fehlerquellen und damit Unzweckmässigkeit von vornherein weitgehendst auszuschalten. Der BUrstensatz wurde so angebracht, dass er beim Reinigungsvorgang in der Hauptsache die Schuhsohlen von Schmutz säubert und ist zu keinem andern Zweck vorgesehen. Für die Herstellung dieses Schuhabstreifers wurde auf die herkömmlichen Borstensätze verzichtet und statt dessen ein auswechselbarer Satz mit sehr starken Borsten aus Kunststoff verwendet.
Dieser hat nicht nur den Vorteil einer grösseren
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Dauerhaftigkeit, sondern er wird auch bei profilierten Schuhsohlen die Reinigung einwandfrei durchführen. Die Dauerhaftigkeit und Zweckmässigkeit dieses Schuhabstreifers für Kraftfahrzeuge wird durch Verwendung von ausschliesslich verschleissfestem Material erhöht.
Durch die Art der Bürste bedingt, ist der Raumbedarf zur Unterbringung derart gering, dass jede herkömmliche Wagentype mit diesem Gerät ausgestattet werden kann. Auch bei Gebrauchtwagen ist die Montage höchst einfach und unkompliziert.
Durch das Schliessen einer Wagentiire wird die Bereitstellung des Abstreifers aufgehoben. Da das Einklinken einer Autotüre meist nur durch Zuschlagen hervorgerufen wird, ist der erforderliche Mehraufwand an Kraft für das Ausserbetriebsetzen der Bürste als unerheblich zu bezeichnen. Der geringe Nachteil, dass die Bereitstellung der Bürste auch beim Öffnen der Wagentüre zum Zwecke des Aussteigens erfolgt, muss um der Vorteile willen in Kauf genommen werden. Es wäre wohl leicht möglich, eine Sperrvorrichtung zu konstruieren, die nur nach jedem zweiten Öffnen der Türe die Bereitstellung der Bürste zulässt, doch wird vorläufig zu Gunsten der einfachen und billigen Konstruktion und damit im Hinblick auf eine leich- tere Verbreitungsmöglichkeit für den allgemeinen Bedarf darauf verzichtet.
Bei Nichtbedarf der Bürste über längere Zeiträume, z. B. bei Schönwetterperioden oder ausschliesslichem Stadtzentrumverkehr, kann die Funktion der Bereitstellung durch Betätigung einer Sperre ausser Kraft gesetzt werden.
Die angeschlossenen Zeichnungen zeigen ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Schuhab- streifers, u. zw. s Fig. l eine Draufsicht, Fig. 2 einen Schnitt und Fig. 3 die Anbringungsart.
An der Stirnseite des vierwandigen Blechbehälters h ist innen ein Bolzen k verschweisst, über den die Druckspiralfeder f geschoben wurde. Eine Hülse bzw. Rohr 1 ist mit dem lichten Durchmesser so gewählt, dass ein leichtes Hin- und Hergleiten auf dem Bolzen k möglich ist. Diese Hülse l ist der Länge nach mit einer Führungsnut g versehen (in der Fig. 1 um 1800 versetzt gezeichnet), welche jedoch nicht durchgehend eingefräst ist. Der passende Führungsstift m hiezu ist am Boden des Blechbehälters h verschweisst, u. zw. so, dass er zugleich den Anschlag für das durch die Druckfeder f bewegte Rohr l bildet. Über diesem Rohr 1 ist eine Bürste aus Plastik mit Perlonborsten i gezogen, ähnlich wie bei modernen, auswechselbaren Haarbürsten.
Die Elastizität der Plastikhülse ist so gewählt, dass ein fester Sitz auf dem Rohr 1
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te die freie Bewegung des Führungsstiftes m in der vorgesehenen Nut g nicht behindert. Als Abschluss ist eine Gummikappe d aufgestülpt, welche durch eine ringförmige Kerbe im Rohr l auf diesem fixiert ist.
Die Anbringung des Blechbehälters h richtet sich bei vorhandenen Fahrzeugen nach der Fahrzeugtype und wird in der Regel nach Fig. 3 erfolgen. In die Seitenwand a der Bodenplatte b, u. zw. unterhalb dieser,
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schnittes des Behälters h angebracht. Der Blechbehalter h wird eingepasst und von unten an die Bodenplatte b des Wagens angeschraubt. Die Bürste i ragt nunmehr über die Seitenwand a der Bodenplatte b hinaus und kann bei geöffneter Wagentüre c zum Zwecke des Schuheabputzens verwendet werden. Ist auf Grund der Fahrzeugtype eine Befestigung unter der Bodenplatte b un. durchführbar oder unzweckmässig, so kann der Blechbehälter h auch darüber angebracht werden und wäre in diesem Falle ein fünfwandiger zu verwenden.
Er würde im Wageninneren nicht hindern, da er unter den Vordersitzen zur Montage kommt. Unter der vorerwähnten viereckigen Ausnehmung ist das Verriegelungsblech e (Fig. 2) mittels Niete oder nachstellbarer Schraube befestigt. Das Verriegelungsblech e hat den Zweck, bei Nichtgebrauch das Herausschnellen der Bürste i zu verhindern und so ausser Betrieb zu setzen. Beim Zuschlagen der Wagentüre c drückt diese auf die Gummikapps d, welche den Schlag etwas abdämpft, dann wird die unter leichter Spannung stehende Druckfeder f zusammengedrückt und die Bürste i in ihren Behälter h geschoben. Die Bürste i kann bei geöffneter Wagentüre c und im nicht verriegelten Zustand durch leichtes Anheben entfernt werden. Der Führungsstift m gibt dann die Nut g frei. Der Behälter h ist für eine Reinigung nunmehr leicht zugänglich.
Sollte der Bürstensatz i ausgewechselt werden, ist dies nach Entfernen der Gummikappe d ohne weiteres durchführbar.