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Dichtungsring
Die Erfindung bezieht sich auf einen Dichtungsring mit zwei am abzudichtenden Maschinenteil anliegenden Dichtmgswtlsten, der mit einem die Dichtumgswülste tragenden ringförmigen Halteteil in einer durch ein Paar von im Abstand liegenden Platten gebildeten Ausnehmung gelagert ist, wobei jede Platte
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des Dich-tungsringes anliegt.
Die Erfindung bezweckt, einen verbesserten Dichtungsring dieser Art zu schaffen, bei dem ein erhohter Dichtungsdruck an den Wülsten entsteht und ohne zusätzliche Teile, z. B. von Federn oder andern metallischen Teilen, aufrechterhalten wird.
Dies erfolgt erfindungsgemäss dadurch, dass sich der von radialen Seitenwänden begrenzte Halteteil
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zu divergierende Konusflächen übergehen, so dass sich bei Einspannen des Halteteiles, im Bereiche der Konusflächen, eine erhöhte Einspannpressung ergibt.
Diese Dichtung vermag einen Gegenstand od. dgL zu tragen, insbesondere ein Schmiermittel fest halten und ein Eindringen fremder Stoffe unmöglich zu machen ; sie ist dabei derart leistungsfähig, dass das Lager anfangs mit dem Schmiermittel versehen werden kann und dann während der gesamten Gebrauchszeit der Teile kein zusätzliches Schmiermittel mehr benötigt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Beschreibung an Hand der Zeichnung erläutert, in der Fig. 1 ein Schnitt durch ein Lager mit erfindungsgemässen Dichtungsringen und Fig. 2 eine Teilansicht gemäss Fig. 1 in vergrössertem Massstab ist, den Dichtungsring mit doppeltem Wulst in der Betriebsstellung zeigend und Fig. 3 ist ein Teilschnitt, der die anfängliche unbelastete Gestalt des Dichtungs- ringes vor dem Einbau zeigt.
Bei dem Ausfuhrungsbeispiel nach Fig. 1 ist beim dargestellten Lager ein Dichtungsring gemäss der
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eines Gleis-KetteniahMeuges verwendet.Hohlraum 11 die äusseren Lageninge von KegelroUenlagern 12 und 13 auf. Eine nicht drehbare Welle 14 ist normalerweise am Rahmen des Fahrzeuge : befestigt und ragt über beide Seiten der Büchse 10 hindus ; ire besitzt in der Mitte eine Verdickung 15, die einen Anschlag für die inneren Laufbahnen der Laget 12 und 13 bildet. Die Büchse 10 sitzt auf diese Weise drehbar auf der ortsfesten Welle 14.
Doppelte AbschluBkappen Iss an beiden. Enden der Bohrung 11 halten die Lager an ihrem Platz fest, so dass eine Dichtung entsteht, wodurch ein Entweichen eines Fettes oder andern Schmiermittels aus einer Kammer 17 Innerhalb der Bohrung 11 unmöglich ist. Alle Endkappen 16 besitzen einen kreisförmigen Flansch 18, mit einer Anzahl Öffnungen 19. Mit Gewinde versehene Befestigungselemente 20 gehen durch die Öffnungen 19 hindurch, kommen mit dem Material der Buchse 10 in Eingriff und halten so die Endkappen fest, die auch einen axial in die Bohrung 11 hineinpassenden Teil 21 aufweisen. Dieser axiale Teil kann mit einer Nut 22 versehen sein, in die ein Ring 23 oder eine Dichtung anderer Form einpasst.
Der axiale Teil 21 liegt an einer Abstandsplatte 24 an, die ihrerseits mit dem äusseren Lagerring des einen Lagers in Berührung steht.
Gemäss der Erfindtmg ist ein Dichtungsring 25 besonderer Gehalt in die zwischen den Endkappen M und der Abstandsplatte 24 befindlichen Ausnehmungen eingelegt, der aus einem massiven, ringförmigen
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Zwischen den ebenen Ringflächen der Abstandsplatte 24 und einem hiezu parallelen Flansch 28 der Endkappe 16 ist der Ringkörper 27 eingeklemmt. Die schrägen Seitenwände 38a werden von der Abstands-
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platte 24 und dem Flansch 28 zusammengedrückt ; das Ausmass der Pressung des Ringkörpers 27 wird durch die Berührung zwischen einer Schulter 29 und der Abstandsplatte 24, also zwischen Metall und Metall, bestimmt. Der Dichtungsring 25 wird auf diese Weise an relativen Drehungen zur Büchse 10 gehindert und die Druckbeanspruchungen werden über den gesamten Ringkörper 27 verteilt.
Zwei kreisförmige Dichtungswùlste 30 ragen vom Ringkörper 27 radial nach innen und symmetrisch auf entgegengesetzten Seiten vor. Beide Wülste 30 besitzen eine konvexe Aussenfläche 39 und bilden die seitlichenBegrenzungeneinerzentralenNut31desDichtungsringes. Im Querschnitt kann die Aussenfläche 39 gekrümmt sein oder nach mehreren geraden Linien verlaufen, wobei es wichtig ist, dass sich die Fläche 39 nach aussen wölbt. Im (unbelasteten) Anfangszustand nach Fig. 3 hat jeder Wulst eine kegelstutzförmige Dichtungsfläche 32, die bei relativ grossem Durchmesser in der Nähe des Einschnittes 31 beginnt und bei relativ kleinemDurchmesser in der Nähe des äusserenRandes des Dichtungsringes 25 endet.
Sobald letzterer auf die Welle 14 aufgezogen wird, ändert die umlaufende Dichtungsfläche 33 der Welle 14 die Form der Wülste soweit ab, bis die Flächen 32 zylindrisch werden und mit der Fläche 33 zusammenfallen. In dieser Lage geht die Begrenzungsebene jeder Seitenwand 38 mitten zwischen den Enden der abdichtenden Fläche 32 des betreffenden Wulstes 30 hindurch. Die Umfangsspannungen in den Wülsten 30 nehmen proportional mit der Dehnung 2M, die beim Aufziehen des Dichtungsringes 25 auf die Welle 14 entsteht. Infolgedessen sind die Umfangsspannungen in den Wülsten 30 an den äusseren Enden 34 am grössten und in der Nähe der in der Mitte gelegenen Nut 31 am geringsten. Am besten legt man die Dichtungsflächen 32 so an, dass deren grösster Durchmesser fast keine Kraft auf die Fläche 33 der Welle ausübt.
Auf diese Weise werden die äusseren keilförmigen Enden 34 der Wülste 30 gegenüber der Fläche 33 der Welle 14 luftdicht abgeschlossen.
Bei der Zusammenstellung der Teile werden die Abstandsplatten 24 so gewählt, dass die gewünschte Dicke und ein geeigneter Spielraum zwischen den sich bewegenden Teilen der Lager 12 und 13 entstehen.
Die in der Mitte gelegene Kammer 17 und die zentrale Nut 31 sämtlicher Dichtungsringe 25 werden zu Beginn mitFett oder einem andern Schmiermittel gefüllt. Bei der praktischen Anwendung hat es sich gezeigt, dass bei solcher Füllung mit einem Schmiermittel zu Beginn des Betriebes der Dichtungsring 25 aussergewöhnlich lang betriebsfähig bleibt. Dieser Ring 25 mit doppeltem Wulst hat sich bei der dargestellten Konstruktion sehr vorteilhaft erwiesen und verhinderte zuverlässig das Eindringen fremder Stoffe, z. B. von Feuchtigkeit, Schmutz, Staub usw. in die Kammer 17 des Lagers, wobei die Abdichtung erreicht wird, ohne dass zusätzliche Teile, z. B. Federn oder Andere Metallteile. verwendet werden müssten.