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Rechengerät für die Lohnverrechnung
Die Löhne werden in den meisten Betrieben in kleineren Zeiträumen, z. B. jede Woche oder zum
10., 20. und Letzten eines jeden Monats ausgezahlt. Dazu ist in jeder Auszahlungsperiode eine genaue
Lohnverrechnung notwendig. Bei wöchentlicher Auszahlung sind daher 52 Abrechnungen im Jahr für je- den Arbeitnehmer durchzuführen, die in einem grösseren Betrieb eine ganz beträchtliche Belastung darstel- len. Es sind daher viele Betriebe mit wöchentlicher Lohnauszahlung zu einer einmaligen monatlichen
Lohnabrechnung übergegangen, wobei jede Woche ein fixer Pauschalbetrag als Wochenentlohnung aus- bezahlt wird, der oft beträchtlich positiv oder negativ vom Wochenverdienst abweicht, weshalb viele
Lohnempfänger mit dieser Auszahlungsmodalität unzufrieden sind.
Um bei einmaliger Abrechnung in einem grösseren Zeitraum, z. B. einem Monat, in den unterteilten
Zeiträumen, z. B. einer Woche, ohne Rechenoperationen den auszuzahlenden Nettoverdienstbetrag bis auf geringe Toleranzbeträge annähernd zu erstellen, wurde das erfindungsgemässe Rechengerät geschaffen, das in Abhängigkeit von Stundenlohn, Fehl- und Überstunden sowie gegebenenfalls eines fixen Zuschlagbetrages durch rein mechanische Tätigkeit in ganz kurzer Zeit den Nettobetrag ermittelt, der auszuzahlen ist.
Beim erfindungsgemässenRechengerät ist auf einer Platte verstellbar ein durchsichtiger Skalenträger mit zwei Skalen vorgesehen, u. zw. eine, welche die in Betracht kommenden Beträge für den Stundenlohn und eine zweite, welche die Beträge des auszuzahlenden Nettolohnes eines Arbeitszeitraumes, vorzugsweise einer Woche enthält, wobei auf der Platte ein mit der Stundenlohnskala abzutastendes Stundendiagramm der Arbeitsstunden des Arbeitszeitraumes und ein mit dem Stundendiagramm korrespondierendes Entgeltdiagramm angeordnet ist, dessen Kurven in Deckung mit der Nettobetragsskala die auszahlenden Nettobeträge anzeigt.
Zusätzlich können mit dem Rechengerät auch fixe Pauschalbeträge berücksichtigt werden, wenn auf bzw. in der Platte ein zweiter Skalenträger verstellbar angeordnet ist, der zusätzliche Skalen für die Erstellung der Nettobeträge durch die Nettobetragsskala bei Berücksichtigung von Ergänzungs-oder/und Korrekturbeträgen. wie fixe Lohnzuschläge, eine notwendige Korrektur für einen andern Arbeitszeitraum, z. B. statt einer 45 Stunden- eine 48 Stundenwoche als Berechnungsbasis, sowie gegebenenfalls für einen andern perzentuellen Überstundenzuschlag ode dgl. aufweist. Die Skalen des zweiten Skalenträgers werden durch eine Markierungslinie am ersten Skalenträger mit dem Diagramm in Beziehung gebracht.
Vorzugweise liegen beide Skalen längs einer Markierungslinie des Skalenträgers, wobei im Bewegungsbereich der Stundenlohnskala das Stundendiagramm und im Bewegungsbereich der Nettobetragsskala das Entgeltdiagramm angeordnet ist. Im Stundendiagramm ist die Normalstundenzahl eines Arbeitszeitraumes durch eine schräge bzw. gekrUmmte Linie dargestellt, welcher auf einer Seite die Linien der Fehlstunden und auf der andern Seite die Linien der Überstunden, vorzugsweise polar, zugeordnet sind. Die Kurven des Entgeltdiagrammes sind unter Berücksichtigung der anfallenden Abzuge für die Sozialversicherung, Lohnsteuer, Kammerumlage u. dgl. in den einzelnen Steuerklassen erstellt.
Praktisch kann das Rechengerät auf verschiedene Weise ausgeführt werden. Vorzugsweise ist eine rechteckige Platte in zwei Felder zur Aufbringung der beiden Diagramme (Stundendiagramm, Entgeltdiagramm) unterteilt, zwischen welchen die Fuhrung zum Parallelverschieben eines als durchsichtiges Lineal ausgebildeten über die ganze Plattenlänge sich erstreckenden Skalenträgers vorgesehen ist, wobei gegebenenfalls entlang einer Plattenbreitseite ein in gleicher Richtung wie das verschiebbare Lineal beweglicher Schieber mit den zusätzlichen Skalen angeordnet ist, die vom Lineal Uberdeckbar sind.
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Gemäss einer andern Ausführungsform ist die Platte als Kreisscheibe ausgebildet, auf der das Stunden-und Entgeltdiagramm zueinander korrespondieren und zentral drehbar ein durchsichtiges Lineal oder eine Scheibe mit der Stundenlohn- und Nettobetragsskala sowie gegebenenfalls auf einem drehbaren konzentrischen Ring die zusätzlichen Skalen angeordnet sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Draufsicht dargestellt. In der rechteckigen Platte 1 sind senkrecht zur Längsrichtung derselben die Führungsschienen 2 und 3 sowie 4 und 5 bzw. 6 vorgesehen. Zwischen den Schienen 3 und 4 ist das Stundendiagramm 7 und zwischen den Schienen 5 und 6 das Entgeltdiagramm 8 ausgelegt. Zwischen den Schienen 4 und 5 ist eine Leiste 9 verschiebbar geführt, auf der der Schieber 10 befestigt ist, welcher ein durchsichtiges Lineal 11 trägt, auf. dem im Bereich des Stundendiagrammes 7 die Stundenlohnskala 12 in der Währungseinheit und im Bereich des Entgeltdiagrammes 8 die Nettobetragsskala 13 in der Währungseinheit längs einer gemeinsamen geraden Einstellinie 14 angeordnet sind.
Im Stundendiagramm 7 ist mit der schrägen Linie 7a z. B. die Stundenanzahl 45 für die Normalwoche eingetragen. Unter der Linie 7a sind die Linien 7b für fehlende Stunden in gleichen Abständen polar angeordnet. Über der Linie 7a sind die Linien 7c für Überstunden im Diagramm polar eingetragen, die entsprechend des perzentuellen Überstundenzuschlages in grösseren Abständen als die Fehlstundenlinien angeordnet sind, wobei jede Linie 7b bzw. 7c eine Stunde bedeutet.
Die Kurvenpunkte des Entgeltdiagrammes 8 werden einmalig errechnet und im Bezug auf das Stundendiagramm 7 im Entgeltdiagramm eingetragen und so die Kurven 8a bis 8d fesgelegt, die für die
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Skala fürfür die Wochenlohnauszahlung von untergeordneter Bedeutung ist.
Zwischen den Schienen 2 und 3 ist ein weiterer Schieber 15 in der gleichen Richtung wie das Lineal
11 verschiebbar angeordnet. Der Schieber 15 trägt eine Skala 16 für fixe Zuschläge in einem Arbeits- zeitraum, die eine analoge Teilung wie die nichtdargestellte Bruttolohnskala längs der Linie 4'aufweist.
Ferner sind am Schieber 15 Korrekturskalen 17, 18 vorgesehen, um die Lohnverrechnung z. B. auf der Ba- sis einer 48- oder 44-stündlichenNormalwoche berücksichtigen zu können, da es in Betrieben vorkommt, dass ein Teil der Arbeitnehmer auf Grund der 48 Stundenwoche und ein anderer Teil der Arbeitnehmer auf der Basis der 45 Stundenwoche zu verrechnen ist. Am Schieber 15 könnte selbstverständlich auch eine Korrekturskala für eine 42 Stundenwoche vorgesehen sein.
Sind die Überstundenlinien im Stundendiagramm 7 z. B. mit 50 Ufo Aufschlag berücksichtigt, so kann für einen 25 loigen Überstundenzuschlag die Korrektur einer Überstunde in der Weise vorgenommen werden, dass der Differenzbetrag durch eine zusätzliche Einstellinie 20 der Stundenlohnskala 12 berücksichtigt ist.
Die Gebrauchsanweisung für das erfindungsgemässe Rechengerät ist an einigen Ausführungsbeispielen erläutert : Beispiel l : Ein Arbeitnehmer hat einen Stundenlohn von 9, -- Währungseinheiten, seine Normalwoche beträgt 45 Stunden, hat diese voll gearbeitet und wird in der Steuergruppe II verrechnet. Zur Ermittlung des auszuzahlenden Nettobetrages wird das Lineal 11 mit der Linie 14 beim Teilstrich 9 der Stundenlohnskala 12 mit der Linie 7a in Deckung gebracht, worauf im Schnittpunkt der Kurve 8b mit der Linie 14 auf der Skala 13 der auszuzahlende Nettobetrag ablesbar ist. Der Nettobetrag der Lohnauszahlung wird mit 373,--Währungseinheiten abgelesen, wie dies der Linienzug a, b, c veranschaulicht, der das Verschieben des Lineals 11 ersetzen soll.
Beispiel 2: Ein Arbeitnehmer hat einen Stundenlohn von 11, 50 Währungseinheiten und 7 Über- stunden in einer 45-stündigenNormalwoche ; verrechnet wird er in Steuergruppe I. Das Lineal 11 wird mit der Linie 14 beim Teilstrich 11, 5 der Stundenlohnskala 12 mit der Linie 7c'in Deckung gebracht, worauf im Schnittpunkt der Kurve 8a mit der Linie 14 auf der Skala 13 der auszuzahlende Betrag abzulesen ist.
Beispiel 3 : Ein Arbeitnehmer hat einen Stundenlohn von 8, -- Währungseinheiten, in der 45- stündigen Normalwoche, zusätzlich 4 Überstunden und einen Fixbetrag von 130,- Währungseinheiten pro Woche ; er wird in der Steuergruppe m/1 verrechnet. Die Linie 14 wird im Teilstrich 8 der Stundenlohnskala 12 auf die Linie 7c"eingestellt. Hierauf wird mit dem Schieber 15 die Linie 0 der Skala 16 unter die Linie 14 in Deckung gebracht und das Lineal 11 verschoben. bis die Linie 14 unter dem Skalenstrich 130 der Skala 16 zu liegen kommt. Im Schnittpunkt der Linie 8c mit der Linie 14 wird auf der Skala 13 der auszuzahlende Betrag abgelesen.
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