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Gerät zur Raumluftbehandlung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zur Raumluftbehandlung, insbesondere auf ein Absorptions. gerät zur Luftentfeuchtung und Raumtrocknung, das aus innerhalb eines Gehäuses untereinander angeord- neten Lagen eines aktiven Mittels, vorzugsweise aus hygroskopischem Salz, und einem Gas bzw. Luft über die einzelnen Lagen führenden Gebläse oder Exhaustor besteht.
Bei bekannten, zur Raumtrocknung dienenden Geräten dieser Art setzt der auf durchgehenden Sieben aufliegende, hygroskopische Stoff der geradlinig durchströmenden Luft einen bedeutenden Widerstand entgegen, was eine rasche Luftumwälzung behindert und dadurch einen unverhältnismässig grossen Ener- gieaufwand des Exhaustors bedingt. Die übereinander angeordneten gleich grossen und vollständig be- schichteten Siebe können nur mit bedeutendem Arbeitsaufwand gereinigt und betriebsfähig gehalten wer- den.
Dazu kommt der wesentliche Nachteil, dass bei diesen bekannten Geräten zunächst Verkrustungen auftreten und ausserdem durch das Abtropfen der verbrauchten flüssigen Salzlagen die Aktivität der dar- unter liegenden Lagen vorzeitig verlorengeht.
Es wurde daher schon vorgeschlagen. Auffangböden, die unter den Lagen des aktiven Mittels angeordnet sind, vorzusehen. Diese Auffangböden sollen die aus den Lagen des aktiven Mittels, meist eines hygroskopischen Salzes, abtropfende Lösung von den darunter liegenden Lagen abhalten und einem ge- meinsamen Sammelbehälter zuführen.
Auch sind Vorrichtungen bekannt, bei denen durch geeignete Anordnung der Auffangböden bzw. der
Lagen des aktiven Mittels ein schlangenförmiger Verlauf des durchbewegten Luftstromes erzwungen wird.
Allen diesen Geräten haftet aber der Nachteil an, dass das wirksame Mittel, meist einhygroskopi- sches Salz, direkt auf gelochten Platten oder Sieben ausgebreitet wird. Dadurch kommt es leicht zur Verschmutzung und Verstopfung der Öffnungen der Tragplatten, die zur Reinigung aus dem Gerät ausgebaut werden müssen.
Auch bei einer Auswechslung des aktiven Stoffes muss die gesamte auf einer Tragplatte befindliche Menge auf einmal ausgewechselt werden, gleichgültig, ob sie an allen Stellen in gleichem Masse verbraucht war.
Diese Nachteile werden bei dem Gerät gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass die Auffangböden, über denen sich das aktive Mittel in mehreren perforierten, mit Füssen versehenen, nebeneinander angeordneten Gefässen befindet, von zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden des Behälter- mantels wechselseitig im Abstand angeordnet und zumindest an der tiefer liegenden Seite, die z. B. durch einen Rohrstutzen mit dem Abflusskanal in Verbindung steht, aufgebördelt sind, wobei gegebenenfalls der untere Teil des Behältermantels zur Flächentrocknung glockenförmig ausladend gestaltet ist und nahe der Aufstellfläche endet und vorzugsweise ein mit der Aufstellfläche abschliessendes Übergehäuse vorgesehen ist.
Dadurch wird in erster Linie erreicht, dass das aktive Mittel seine lockere, poröse Beschaffenheit im wesentlichen während der ganzen Betriebsdauer beibehält. Besonders bewährt sich als aktives Mittel zur Raumtrocknung Chlorcalcium in Schuppenform.
Die Anordnung des aktiven Mittels in mehreren perforierten, mit Füssen versehenen Behältern auf dem jeweiligen Auffangboden erleichtert das Auswechseln des aktiven Mittels und bringt den weiteren Vorteil, dass nach einer bestimmten Betriebsdauer nicht das gesamte aktive Material eines Auffangbodens entnommen werden muss, sondern in einfacher Weise nur der Teil, der am meisten verbraucht wurde.
Dies trifft für das aktive Material in denjenigen Gefässen zu, die mit dem durchströmenden Gas auf dem
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jeweiligen Boden als erste in Berührung kommen. Das Aufstellen der Behälter auf Füsse vergrössert anderseits die Berührungsfläche des aktiven Materials mit dem Gasstrom.
Durch die Aufbördelung der Böden wird ein Abtropfen der Lösung des verbrauchten aktiven Mittels auf die darunter befindliche Schicht sicher verhindert.
Mit dem erfindungsgemässen Gerät lassen sich aber auch desinfizierende oder sonstige biologische und chemische Wirkungen hervorrufen, indem man als aktives Mittel Stoffe verwendet, die z. B. desinfizierende Gase abgeben, um den Luftraum zu sterilisieren. Gegebenenfalls lässt sich das Gerät auch als Befeuchtungsgerät verwenden. Es bedarf zu diesem Zweck nur der Verwendung eines Feuchtigkeit abgebenden Stoffes.
Bei Vorhandensein von verhältnismässig staubfreier Luft und Verwendung eines Trockenmittels, das in der inaktiven, in Wasser gelösten Form eine relativ hohe Dampftension bedingt, erweist es sich als zweckmässig. wenn die von zwei, einander gegenüberliegenden Seitenwänden des Behälters wechselseitig mit Abstand angeordneten Auffangböden untereinander etwa parallel gegen eine Behälterseitenwand geneigt sind, so dass die von den einzelnen Absorptionsmittelzonen abtropfende Lösung unmittelbar entlang dem jeweiligen Auffangboden, beispielsweise durch einen Rohrstutzen, direkt in einen, etwa lotrecht an dieser Seitenwand angeordneten Abflusskanal gelangt, der in einen, gegenüber der Aussenatmo - sphäre praktisch abgeschlossenen Sammelbehälter führt, welcher durch einen Hahn entleert werden kann.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung werden die Auffangböden ausserhalb des Abtropf- bereiches der zur Aufnahme des aktiven Mittels dienenden Gefässe mit nach oben aufgebördelten Löchern versehen. Dadurch entsteht neben der schlangenförmigen auch eine turbulente Bewegung des Gas- oder Luftstromes.
An Hand der Zeichnung werden das erfindungsgemässe Gerät und weitere vorteilhafte Ausbildungen desselben beispielsweise näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Gerätes mit perforierten Gefässen zur Aufnahme der Aktivmasse und mit seitlich angeordnetem gemeinsamen Abflusskanal, der in einen Sammelbehälter führt, schematisch im Schnitt. Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach Linie A-B in Fig. 1, die Fig. 3 und 4 Schnitte nach den LinienC-D bzw. E-F in Fig. 2. In Fig. 5 ist ein Gerät mit nach unten erweitertem Gehäuseteil und einem Übergehäuse für die Flächentrocknung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform des Gerätes, bei der auf der oberen Stirnseite eines Gehäuses 1 ein Ventilator 2 angeordnet ist, der unten in das Gehäuse feuchte Luft einsaugt und die getrocknete Luft oben aus dem Gehäuse hinausbefördert. Von einer Seitenwand des Gehäuses 1 nach der gegenüberliegenden Seitenwand verlaufen schräge Auffangböden 5, die von den Seitenwänden derartig mit Abstand angeordnet sind, dass ein schlangenförmiger Luftstrom entsteht, der dadurch besser entfeuchtet wird, dass er über mit Aktivmasse, z. B.
Chlorcalcium 4 gefüllte, perforierte Gefässe 8 geleitet wird, während die von der verbrauchten Aktivmasse abfliessende Lauge von den an der tiefer liegenden Seite aufgebördelten Auffangböden 5 durch Rohrstutzen 9 in einen gemeinsamen, lotrecht an dieser Seitenwand angeordneten Abflusskanal 10 geleitet wird, der in einem unterhalb des Gehäuses angeordneten, gegenüber der Aussenatmosphäre praktisch abgeschlossenen Sammelbehälter 7 führt. Bei dieser Anordnung ist eine einfache und leichte Reinigung des Gerätes bzw. ein leichter Austausch der verbrauchten Aktivmasse gewährleistet.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach Linie A-B in Fig. 1 und stellt eine Variante dar, bei der die Auffangböden V-förmig gestaltet sind und die abtropfende Lösung von den einzelnen Auffangböden durch die in der Mitte derselben gebildete Rinne 12 in den gemeinsamen Abflusskanal 10 fliesst. Durch die aufgebördelten Löcher 11, die ausserhalb des Abtropfbereiches der perforierten Gefässe angeordnet sind, entsteht neben der schlangenförmigen auch eine turbulente Bewegung des Gasstromes.
Fig. 3 stellt eine Draufsicht gemäss der Schnittlinie C-D in Fig. 2 dar. Der V-förmige, mit Löchern 11 versehene Auffangboden ist in Richtung zum Abflusskanal 10 geneigt. Der Abfluss der verbrauchten, verflüssigten Aktivmasse erfolgt an den aufgebördelten Löchern 11 vorbei zur Rinne 12 und von dieser durch den Rohrstutzen 9a in den Abflusskanal 10. Der Auffangboden berührt die Gehäuseseitenwand bei a.
Fig. 4'ist eine Ansicht in Richtung des nach Linie E-F geführten Schnittes in Fig. 2. Um die schlan- genartige Luftbewegung zu erreichen, berührt der dargestellte zweite Auffangboden die Seitenwand, an der sich der Abflusskanal 10 befindet, und ist von der gegenüberliegenden Seitenwand abgesetzt. Zur Ableitung der Lösung in den gemeinsamen Abflusskanal 10 wird die Verbindung desselben mit der Rinne 12 lurch den Rohrstutzen 9b hergestellt. Die Anordnung der Gefässe mit Aktivmasse entspricht der in Fig. 3 largestellten.
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In Fig. 5 ist eine Ausführungsform des Gerätes dargestellt, die zur Flächentrocknung besonders geeignet ist. Die mit 14 bezeichnete glockenförmige Erweiterung des unteren Gehäusemantel hat den Zweck, den in das Gerät unten eintretenden Luftstrom zur Flächentrocknung über einen Teil der Bodenfläche zu ziehen. Um eine möglichst intensive Trocknung zu erreichen, grenzt ein Übergehäuse 15 den aus dem Gerät kommenden Luftstrom ab, so dass die Zirkulation innerhalb dieses Übergehäuses stattfin- det. Ein Heizgerät 16 sorgt für die weitere Intensivierung der Trocknung durch das Aufheizen des Zirkulationsstromes.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gerät zur Raumluftbehandlung, insbesondere Absorptionsgerät zur Luftentfeuchtung und Raumtrocknung, bestehend aus innerhalb eines Gehäuses untereinander angeordneten Lagen eines aktiven Mittels, vorzugsweise aus hygroskopischem Salz, und einem, gegebenenfalls erwärmtes Gas bzw.
Luft über die einzelnen Lagen führenden Gebläse oder Exhaustor, wobei innerhalb des Gehäusemantels unter den Lagen des aktiven Mittels untereinander etwa parallele, zur Horizontalen geneigte und von einem Teil der Seitenwandung des Behälters im Abstand angeordnete Auffangböden vorgesehen sind, welche die von den Lagen des aktiven Mittels aus vorzugsweise hygroskopischem Salz abtropfende Lösung unter Fernhaltung von den darunter liegenden Lagen über einen an einer Seitenwand des Behälters angeordneten Abflusskanal in einen Sammelbehälter leiten, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangböden, über denen sich das aktive Mittel in mehreren perforierten, mit Füssen versehenen, nebeneinander angeordneten Gefässen befindet,
von zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden des Behältermantels wechselseitig im Abstand angeordnet und zumindest an der tiefer liegenden Seite, die z. B. durch einen Rohrstutzen mit dem Abflusskanal in Verbindung steht, aufgebördelt sind, wobei gegebenenfalls der untere Teil des Behältermantels zur Flächentrocknung glockenförmig ausladend gestaltet ist und nahe der Aufstellfläche endet und vorzugsweise ein mit der Aufstellfläche abschliessendes Übergehäuse vorgesehen ist.