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Kontrolleinrichtung für Schmieranlagen
Für Schmieranlagen sind Kontrolleinrichtungen, bei welchen die Schmiermittelförderung nicht kontinuierlich, sondern pulsierend erfolgt, bekannt, bei welchen in den Weg des Schmiermittels ein Kolben eingeschaltet ist, der mit Spiel in einer Zylinderbohrung geführt ist. Dieser Kolben wird durch das geför- derte Schmiermittel entgegen einer Federkraft mitgenommen und durch eine Feder in den Förderpausen wieder zurückgeschoben. Die Bewegung des Kolbens ist hiebei durch ein Schauglas kontrollierbar, so dass aus der Bewegung des Kolbens auf die richtige Funktion der betreffenden Schmierleitung geschlossen werden kann.
Solche Kontrolleinrichtungen weisen nun den Nachteil auf, dass die Beobachtung des Kolbens bei der unvermeidlichen Verschmutzung des Schauglases erschwert ist und dass eine Beobachtung des Kol- be. n durch ein Schauglas überhaupt nur aus der Nähe erfolgen kann und eine entsprechende Aufmerksamkeit erfordert. Ferner sind solche Kontrolleinrichtungen nur für niedrige Drücke verwendbar, da die Schaugläser hohen Drücken nicht standhalten können. Es werden nun häufig Schmieranlagen verwendet, bei welchen das Schmiermittel den Schmierstellen über Dosierelemente unter pulsierendem Druck zugeführt wird, welche durch intermittierende Druckgebung in der Zuführungsleitung betätigt werden. Bei sogenannten Einleitersystemen dieser Art wird eine Zuführungsleitung periodisch unter Druck gesetzt und entlastet.
Während der Druckperiode wird eine, durch das Dosierelement bestimmte Schmiermittelmenge zur Schmierstelle gefördert, während in der Periode der Druckentlastung das Dosierelement wieder in die Ausgangsstellung zurückgeht. Bei sogenannten Zweileitersystemen werden zwei Zuführungsleitungen abwechselnd unter Druck gesetzt und entlastet, wodurch die an diese Zuführungsleitungen angeschlossenen Dosierelemente betätigt werden und stossweise bestimmte Schmiermittelmengen in Zeitabständen zu den Schmierstellen fördern. Bei solchen Schmieranlagen ist es bekannt, diese Dosierungselemente mit einem Bewegungszeiger auszustatten, der die Bewegung des Förderkolbens des Dosierelementes mitmacht und aus dem Element herausragt.
Solche Bewegungszeiger sind teuer in der Herstellung, weil sie gegen den hohen Druck der Zuförderleitung abgedichtet werden müssen und die Kontrolle ist wegen der kleinen Hübe, die der Bewegungszeiger vollführt, sehr schwierig. Um hier die richtige Funktion einer Schmierleitung zu kontrollieren, muss die Bewegung des Bewegungszeigers beobachtet werden. Die Förderintervalle sind wesentlich länger als die Förderperioden, so dass die kontrollierende Person, wenn sie bei der Kontrolle den Kolben ohne Bewegung sieht, daraus keinen Schluss auf die Funktion der Schmierleitung ziehen kann. Jede Kontrolleinrichtung, die längere Zeit beobachtet werden muss, um festzustellen ob sich der Kolben bei der nächstfolgenden Förderperiode bewegt, ist mit einem Unsicherheitsfaktor behaftet.
Die Kontrolle unter Vermittlung der bekannten Kontrolleinrichtungen ist somit schwierig und vor allem bei den üblichen Schmieranlagen mit einer grösseren Anzahl von Schmierleitungen unübersichtlich und daher unsicher.
Die Erfindung zielt darauf ab, eine Kontrolleinrichtung für mit pulsierendem bzw. intermittierendem Druck arbeitende Schmieranlagen mit einem durch das geförderte Schmiermittel bewegten Verdrängungsglied zu schaffen, welche die oben erwähnten Nachteile vermeidet und eine übersichtliche und sichere Kontrolle der Schmiermittelförderung selbst bei einer grossen Anzahl von Schmierleitungen gewährleistet.
Die Erfindung kennzeichnet sich hiebei im wesentlichen durch die Kombination der an sich bekannten Merkmale, dass das Verdrängungsglied in allen Stellungen nur einen Drosselquerschnitt für den Durchtritt des Schmiermittels freilässt, dass das Verdrängungsglied einerseits vom Zuführungsdruck des Schmiermittels und anderseits vom Gegendruck in der Schmierleitung beaufschlagt ist und dass das Verdrängungsglied mit einem aus der Kontrolleinrichtung herausragenden Zeiger ausgebildet ist, welcher während der
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betriebsmässigen Förderintervalle ausserhalb seiner Ruhestellung verbleibt. Nur durch das Zusammenwirken aller dieser Merkmale wird der angestrebte Effekt -einer sicheren und übersichtlichen Kontrolle des ordnungsgemässen Funktionierens der Schmieranlage erreicht.
Wenn nämlich das Verdrängungsglied nicht so ausgebildet bzw. angeordnet ist, dass in allen Stellungen ein Drosselquerschnitt für den Durchtritt des Schmiermittels vorhanden ist, so ist dieses Verdrängungsglied nicht mehr strömungsabhängig, sondern druckabhängig und in diesem Falle würde dann ein Nichtfunktionieren der Einrichtung nicht mehr mit Sicherheit angezeigt werden. Wenn nämlich hinter der Kontrolleinrichtung die Schmierleitung verstopft ist, so entsteht ein erhöhter Druck, welcher in der betreffenden Schmierleitung aufrechterhalten bleibt und daher immer das druckbeaufschlagte Verdrängungsglied in der Anzeigestellung hält. Eine derartige Kontrolleinrichtung funktioniert also nicht mehr mit genügender Sicherheit.
Fehlt nun aber das Merkmal, dass das Verdrängungsglied einerseits vom Zuführungsdruck des Schmiermittels und anderseits vom Gegendruck in der Schmierleitung beaufschlagt ist, so ist auch wieder die Anzeige nicht mehr verlässlich. Nur dadurch, dass auch der Gegendruck in der Schmierleitung zur Wirkung gebracht wird, wird erreicht, dass im Falle einer Verstopfung der Schmierleitung hinter der Kontrolleinrichtung der sich in der Schmierleitung beim Druckstoss entwickelnde Druck auf beiden Seiten auf das Verdrängungsglied wirkt, so dass das Verdrängungsglied somit in der Ruhestellung verbleibt und auf diese Weise das Nichtfunktionieren der Schmierleitung anzeigt.
Fehlt das Merkmal des aus der Kontrolleinrichtung herausragenden Zeigers, so wird die Kontrolle nicht mehr übersichtlich. Schaugläser verschmutzen leicht und es ist nur mit besonderer Sorgfalt feststellbar, ob ein Verdrängungsglied hinter einem Schauglas in der Ruhestellung oder in der Anzeigestellung
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leitungen vorgesehen sind, welche zu kontrollieren sind und dass daher eine grosse Anzahl von Kontrolleinrichtungen vorhanden sein müssen, welche in übersichtlicher Weise gleichzeitig mit einem Blick kontrolliert werden müssen, so zeigt sich, dass der sichere Effekt nur durch einen aus der Kontrolleinrichtung herausragenden Zeiger erreicht werden kann. Es müssen eben bei einer Kontrolleinrichtung, um sie verlässlich zu machen, zwei Bedingungen erfüllt sein, u. zw. die sichere Funktion des Anzeigeorgans und leichte Beobachtbarkeit desselben.
Diese leichte Beobachtbarkeit des Anzeigeorgans wird aber nur durch den aus der Anzeigeeinrichtung herausragenden Zeiger ermöglicht.
Wenn nun aber das Merkmal, dass der Zeiger während der betriebsmässigen Förderintervalle ausserhalb seiner Ruhestellung verbleibt, nicht erfüllt ist, so ist auch wieder eine übersichtliche Kontrollmöglichkeit nicht gegeben. Die kontrollierende Person müsste dann jede einzelne Kontrolleinrichtung während längerer Zeit beobachten, um festzustellen, ob sich die Zeiger bewegen oder nicht. Dies ist aber
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heit durchzuführen. Es muss immer mit der menschlichen Unzuverlässigkeit gerechnet werden und diese kann nur dann ausgeschaltet werden, wenn gleichzeitig und auf einen Blick sämtliche Kontrolleinrich - tungen beobachtet werden können.
Dies ist aber eben nur dann der Fall, wenn die herausragenden Zeiger auch während der betriebsmässigen Förderintervalle ausserhalb ihrer Ruhestellung verbleiben und daher be- obachtet werden können. Zum Zwecke der grösseren Übersichtlichkeit soll gemäss der Erfindung der Zeiger so bemessen sein, dass das Zeigerende, wie bekannt, in der Ruhestellung völlig oder nahezu völlig mit der Durchtrittsöffnung abschliesst bzw. in ihr verschwindet.
Erfindungsgemäss ist die Anordnung so getroffen, dass der Zeiger in Verbindung mit dem Verdrängungsglied wie bekannt ein Betätigungsorgan für das Zurückdrücken des Verdrängungsgliedes bildet, wobei der Zeiger gegebenenfalls mit einem Griffteil bzw. Tastknopf ausgebildet ist. Diese Möglichkeit ist dadurch gegeben, dass die Zeiger eben aus der Kontrolleinrichtung herausragen und der Vorteil einer solchen Ausbildung ist darin zu erblicken, dass nun auch die richtige Funktion der Kontrolleinrichtung selbst überprüft werden kann und dass eine vollständig sichere Kontrollmethode ermöglicht ist, da nun die kontrollierende Person die Möglichkeit hat, während eines Kontrollganges sämtliche Zeiger hineinzudrücken, so dass sie in ihre Ruhestellung gelangen.
Nach einer gewissen Zeit, welche grösser ist als ein Förderintervall, wird dann der Kontrollgang wiederholt und es müssen dann, wenn die Anlage richtig funktioniert, sämtliche Zeiger wieder in der Anzeigestellung sein. Auf diese Weise wird auch noch die Fehlermöglichkeit ausgeschaltet, dass bei Hängenbleiben einer Kontrolleinrichtung oder bei einem Bruch
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Anschein erweckt wird, dass die betreffende Schmierleitung richtig funktioniert.
Es ist hiebei auch möglich, auf eine Federbelastung oder Gewichtsbelastung des Verdrängungsgliedes überhaupt zu verzichten und auf diese Weise die kontrollierende Person zu zwingen, die Kontrolle in zwei Arbeitsgängen durchzuführen, wobei im ersten Arbeitsgang alle Zeiger niedergedrückt werden und nach einer entsprechenden
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Zeitspanne im zweiten Arbeitsgang alle Zeiger mit einem Blick kontrolliert werden.
Gemäss einer bevorzugtenAusführungsform der Erfindung ist das Verdrängungsglied von einem an sich bekannten Kolben mit einer den Zeiger bildenden, aus dem Gehäuse der Kontrolleinrichtung herausra- genden, abgedichteten Kolbenstange dieses Kolbens gebildet. Es kann hiebei beispielsweise die Kolben- stange gewichtsbelastet sein oder das Verdrängungsglied selbst so schwer ausgebildet sein, dass es in seine
Ausgangsstellung zurücksinkt.
Um nun auch bei diesen automatisch wirkenden Kontrolleinrichtungen mit gewichts-oder federbelaste- tem Verdrängungsglied während der Förderintervalle gleichfalls eine sichere und übersichtliche Kontrolle zu gewährleisten, sind gemäss der Erfindung die Feder-oder Gewichtsbelastung des Verdrängungsgliedes und die Grösse des Drosselquerschnittes so gewählt, dass der Weg, über welchen das Verdrängungsglied während eines Förderintervalles zurückgeht, kleiner ist als der Weg, welchen das Verdrängungsglied von der Ruhestellung aus während einer Förderperiode ausführt, zweckmässig nur einen Bruchteil desselben be- trägt. Es wird somit auch bei Verwendung der automatisch wirkenden Kontrolleinrichtung der Zeiger immer in der angehobenen Stellung gehalten, solange eine Schmierleitung in Funktion ist.
Erst wenn der nächste Förderstoss nicht zeitgerecht einsetzt, wird der Zeiger in auffälliger Weise abgesenkt und verschwin- det letzten Endes vollständig im Gehäuse der Kontrolleinrichtung, so dass ein Übersehen einer fehlerhaften Funktion auch bei geringer Aufmerksamkeit kaum möglich ist. Die Kontrolle kann noch weiter erleichtert werden, indem das völlige Absinken bzw. Verschwinden des Zeigers, sobald ein Fehler eintritt. beschleunigt wird. Dies kann erfindungsgemäss dadurch erfolgen, dass die Grösse des Drosselquerschnittes in Abhängigkeit vom Weg des Verdrängungsgliedes in der Förderrichtung abnimmt. Damit ist auch gleichzeitig der Tatsache Rechnung getragen, dass die Federkraft beim Zurückgehen des Verdrängungsgliedes entsprechend der üblichen Federcharakteristik abnimmt.
Die Abhängigkeit der Grösse des Drosselquerschnittes vom Wege des Verdrängungsgliedes kann bei Ausbildung des Gliedes als Verdrängungskolben dadurch verwirklicht werden, dass der Durchmesser des Zylinders in der Verdrängungsrichtung des Kolbens konisch oder stufenweise abnimmt.
Die Anordnung kann nun so getroffen sein, dass der das Verdrängungsglied bildende Kolben in an sich bekannter Weise mit Spiel im Zylinder geführt ist und. der Spielraum zwischen Kolben und Zylinder während des gesamten Hubes des Kolbens den Drosselquerschnitt bildet, über welchen die gesamte geförderte Schmiermittelmenge geführt ist. Gemäss der Erfindung kann aber auch der Kolben zumindest über einen Teil seines Hubes dicht am Zylinder geführt sein, während der Drosselquerschnitt in einer die Räume zu beiden Seiten des Kolbens verbindenden Kurzschlussleitung angeordnet ist. Eine solche Anordnung ermöglicht in einfacher Weise eine einstellbare Ausbildung des Drosselquerschnittes, was dann von Vorteil sein kann, wenn sehr kleine Schmiermittelmengen gefördert werden sollen.
Es wird dadurch ermöglicht, für alle in Betracht kommendenschmieraufgaben mit einer oder wenigen einheitlichen Grössen von Kontrolleinrichtungen das Auslangen zu finden.
Erfindungsgemäss kann das Verdrängungsglied in an sich bekannter Weise von einem Stulp gebildet sein. welcher in dem ihn führenden Zylinder so angeordnet ist, dass sein freier Manschettenrand von der Zuführungsseite des Schmiermittels abgewendet ist, so dass der Zuführungsdruck eine Undichtheit des Abschlusses des Stulpes im Zylinder bewirkt. Der Stulp legt sich nun an die Zylinderbohrung leicht an und die Undichtheit des Abschlusses des Stulpes im Zylinder ergibt den Drosselspalt, welcher sich infolge der Elastizität des Stulpes selbst einerseits durch den Schmiermitteldruck und anderseits beim Rückgang durch die ihn belastende Kraft regelt. Eine solche Ausführung bringt den wesentlichen Vorteil mit sich, dass auf eine Präzision bei der Herstellung des Zylinders verzichtet werden kann und dass der präzise auszubildende Kolben entfällt.
Gemäss der Erfindung kann nun auch die Kontrolleinrichtung gleichzeitig als Überlaufventil ausgebildet sein, über welches das Schmiermittel bei Überschreitung eines vorbestimmten Maximaldruckes entweicht, wobei das Austreten des Schmiermittels im Bereich des zu kontrollierenden Zeigers die Störung anzeigt. Dies kann in einfacher Weise dadurch verwirklicht werden, dass der betriebsmässige Hub des Verdrängungsgliedes federnd begrenzt ist und die den Zeiger bildende Kolbenstange od. dgl. eine Ausnehmung aufweist, welche bei Überschreitung des betriebsmässigen Kolbenhubes die Abdichtung ihrer Führung überbrückt.
Eine in der erfindungsgemässen Weise gegen Störungen und Fehler gesicherte Schmieranlage ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Schmierstellen und den letzten eine Verteilung oder Dosierung des Schmiermittels bewirkenden Organen Kontrolleinrichtungen der erfindungsgemässen Art in die Schmiermittelwege eingeschaltet sind.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen schematisch erläutert. Fig. 1
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zeigt eine Ausführungsform einer Kontrolleinrichtung im Schnitt. Fig.'2 und 3 zeigen verschiedene Aus- führungsformeneiner solchen Kontrolleinrichtungim Schnitt, bei welchen die Grösse des wirksamer. Drossel- querschnittes vom Weg des Verdrängungsgliedes abhängig gemacht ist. Fig. 4 zeigt eine andere Ausbil- dung einer Kontrolleinrichtung im Schnitt. Fig. 5 zeigt eine mit einen Dosierelement zusammengebaute
Kontrolleinrichtung im Schnitt. Fig. 6 zeigt eine andere Ausführungsform einer Kontrolleinrichtung im
Schnitt ähnlich der Ausführungsform nach Fig. 1.
Bei der Kontrolleinrichtung nach Fig. 1 ist in einer Zylinderbohrung 1 des Gehäuses 2 ein Kolben 3 mit Spiel geführt. Diese Kontrolleinrichtung ist in die Schmiermittelförderleitung eingeschaltet. Das
Schmiermittel tritt in den Kanal 4 ein und gelangt aus dem Kanal 5 in die Schmiermittelleitung und zur
Schmierstelle. Zwischen dem Kolben 3 und der Zylinderbohrung 1 verbleibt ein Spalt 6, welcher den
Drosselquerschnitt bildet, über welchen die gesamte zur Schmierstelle geförderteSchmiermittelmenge geführt wird. Der Kolben 3 ist durch eine Feder 7 belastet.
Durch eine Verschraubung 8 hindurch ist ein von einer Kolbenstange 9 gebildeter Zeiger aus der Kontrolleinrichtung herausgeführt, wobei 10 einen Gummiring darstellt, welcher den Durchtritt der Kolbenstange bzw. des Zeigers 9 durch die Verschraubung 8 abdichtet.
Durch den im Raum 11 unter dem Kolben 3 auftretenden Druck des durch die Bohrung 4 zugeführten Schmiermittels, wird der Kolben 3 angehoben. Das Schmiermittel tritt hiebei durch den Drosselquerschnitt 6 hindurch und gelangt in die Leitung 5 und zur Schmierstelle. Der Drosselquerschnitt 6 bzw.
Spiel zwischen Kolben 3 und der Zylinderbohrung 1 ist so klein bemessen und die Kraft der Feder 7 ist so abgestimmt, dass der Kolben 3 entgegen der Kraft der Feder 7 durch den Schmiermitteldruck angehoben wird.
Wenn eine solche Kontrolleinrichtung für eine mit kontinuierlichem Druck arbeitende Schmiereinrichtung verwendet wird, so wird der Kolben 3 dauernd in seiner höchsten Lage gehalten. Der von der Kolbenstange gebildete Zeiger 9 ragt aus der Kontrolleinrichtung heraus und zeigt die richtige Funktion an.
Falls die Förderung aus irgendeinem Grunde unterbrochen wird, sinkt der Kolben ab, wobei das Schmiermittel durch den Drosselquerschnitt 6 in den Raum 12 über den Kolben 3 hindurchtritt. Das Verschwinden bzw. Absinken des Zeigers 9 zeigt den Fehler in der Schmierleitung an.
Meist aber fördert eine Schmiereinrichtung, beispielsweise eine Kolbenpumpe intermittierend, so dass auf einen Druckstoss eine drucklose Periode folgt. Der Drosselquerschnitt 6 und der Druck der Feder 7 sind nun so abgestimmt, dass der Rückgangweg des Kolbens 3 in der drucklosen Periode kleiner ist als der Hub, welchen der Kolben in der Druckperiode ausführt. Der Kolben wird daher dauernd in seiner angehobenen Lage spielen und der Zeiger 9 verbleibt in der aus dem Gehäuse 2 herausragenden Stellung und zeigt die richtige Funktion der Schmierleitung an. Dies gilt insbesondere für solche Schmieranlagen, welche mit pulsierendem Druck und mit durch den pulsierenden bzw. intermittierenden Zuführungsdruck betätigten Dosierelement arbeiten.
Bei solchen Schmieranlagen sind die Förderintervalle verhältnismässig gross im Verhältnis zu den Förderperioden und es muss nun der Drosse1querschnitt 6 so klein bemessen werden, dass auch hier die Bedingung erfüllt ist, dass der Rückgangweg während eines Förderintervalles kleiner ist als
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ben 3 im Betrieb. u. zw. auch dann, wenn diese Kontrolleinrichtung für Schmieranlagen mit pulsierendem
Förderdruck verwendet wird, in dem Teil 15 der Bohrung spielt. Der Zeiger 9 ragt daher weit aus dem
Gehäuse 2 heraus.
Wenn nun bei einer Betriebsstörung die Förderung des Schmiermittels aussetzt bzw. der nächste Förderstoss den Kolben 3 nicht rechtzeitig wieder anhebt, gelangt der Kolben 3 in den Be- reich der grösseren Zylinderbohrung 16 und sinkt infolge des vergrösserten Drosselspaltes schnell ab, so dass der Zeiger 9 schneller verschwindet und die Störung schneller angezeigt wird. Die Ausführungsform nach
Fig. 4 unterscheidet sich von der Ausführungsform nach Fig. 1 dadurch, dass der Kolben 17, welcher nun beispielsweise mit einerStulpdichtung 18 ausgebildet ist, dicht in der Zylinderbohrung 19 geführt ist. Der
Drosselquerschnitt 20 ist nun in einer Kurzschlussleitung 21 vorgesehen, welche den Raum 11 unter dem
Kolben mit dem Raum 12 ober dem Kolben 17 verbindet. Die Grösse dieses Drosselquerschnittes ist durch ein einschraubbares Nadelventil 22 einstellbar.
Die Funktion ist die gleiche, wie bei der Anordnung nach Fig. l, da der Drosselquerschnitt 20 die gleiche Wirkung hat wie der Drosselquerschnitt 6, jedoch bietet die Einstellbarkeit dieses Drosselquerschnittes Vorteile.
Die Kontrolleinrichtung kann nun gleichzeitig auch als Überlaufventil ausgebildet sein, welches bei einem übermässigen Druckanstieg in der Schmierleitung den Austritt des Schmiermittels gestattet. Auf diese Weise dient die Kontrolleinrichtung gleichzeitig auch als Sicherheitseinrichtung, welche Schäden an der Schmieranlage durch übermässigenschmiermitteldruck verhindert und zeigt auch durch Austritt des Schmiermittels Fehler an, welche eine Drucksteigerung bewirken. Eine solche Ausbildung ist an Hand der Fig. 4 gezeigt. Der Hub des Kolbens 17 ist elastisch durch eine Anschlagfeder 23 begrenzt. Bei übermässigem Anstieg des Schmiermitteldruckes wird nun die Anschlagfeder 23 zusammengedrückt und eine Ausnehmung 24 gelangt in den Bereich des Dichtungsringes 10.
Der Dichtungsring 10 wird durch diese Ausnehmung 24 überbrückt und das Schmiermittel tritt aus der Führung des Zeigers 9 in der Verschraubung 8 aus. Dadurch, dass der Schmiermittelaustritt unmittelbar beim Zeiger erfolgt, wird ein solcher Fehler dem Kontrollorgan mit Sicherheit angezeigt.
In allen Fällen ist der Zeiger 9 so ausgebildet und so robust mit dem Kolben 3 bzw. 17 verbunden, dass durch Druck auf den Zeiger 9 der Kolben herabgedrückt werden kann. Auf diese Weise kann auch bei einem eventuellen Bruch der Feder 7 oder bei einem Steckenbleiben des Kolbens 3 bzw. 17 in der angehobenen Stellung eine Kontrolle mit Sicherheit erfolgen. Es ist ohne weiteres möglich, auch die Feder 7 völlig wegzulassen und die Kontrolle nur dadurch durchzuführen, dass vorerst der Zeiger 9 herabgedrückt wird und dann abgewartet wird, ob der Zeiger wieder aus dem Gehäuse 2 heraustritt. Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 zeigt eine Ausbildung des Zeigers 9 mit einem Tastknopf 25.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 zeigt eine Anordnung, bei welcher eine Kontrolleinrichtung entsprechend Fig. 1 mit einem Dosierelement eines Zweileitersystems zusammengebaut ist. Dieses Dosierelement besteht in bekannter Weise aus einem Gehäuse 26, in welchem ein Förderkolben 27 und ein Steuerkolben 28 geführt sind. Die beiden alternierenden, unter Druck gesetzten Zuführungsleitungen sind mit 29 und 30 bezeichnet. Wenn beispielsweise die Zuführungsleitung 29 unter Druck gesetzt und die Zuführungsleitung 30 entlastet wird, wird der Steuerkolben 28 in die in der Zeichnung dargestellte Stellung gedrückt und der Förderkolben 27 wird aus der in der Zeichnung dargestellten Stellung nach oben gedrückt.
Hiebei fördert der Förderkolben 27 Schmiermittel zum Kanal 4 und über die Kontrolleinrichtung und den Kanal 5 zur Schmierstelle, wobei die Fördermenge durch einen Anschlag 31 einstellbar ist.
Die wieder aus dem Kolben 6, dem Zeiger 9 und der Zylinderbohrung 1 bestehende Kontrolleinrichtung ist an der Niederdruckseite der Dosiereinrichtung angeordnet, u. zw. genügt hier die Anordnung bei einem Auslass, während der andere Auslass 32 nicht kontrolliert ist. Es genügt hier die Kontrolle des einen Auslasses, da bei Funktionieren eines Auslasses zwangsweise auch der andere Auslass in Funktion sein muss.
Fig. 6 zeigt nun eine Ausführungsform ähnlich der Ausführungsform nach Fig. 1. Es ist hier an Stelle des Kolbens 3 ein Stulp 33 vorgesehen, dessen Manschette 34 leicht an der Zylinderwand anliegt. Durch den im Raum 11 auftretenden Zuführungsdruck wird nun der Stulp von der Zylinderwand 1 abgehoben, d. h. der Zuführungsdruck bewirkt eine Undichtheit des Abschlusses des Stulpes 33 im Zylinder 1 und es entsteht zwischen der Manschette 34 des Stulpes und der Zylinderwand l der Drosselspalt 6', welcher den Durchtritt des Schmiermittels ermöglicht. Dies wird dadurch erreicht, dass der freie Rand 35 der Manschette 34 der Zuführungsseite des Schmiermittels (Zuführungsleitung 4) abgewendet ist, d. h. also, dass der Stulp 33 gegenüber einer normalen Stulpdichtung verkehrt angeordnet ist.
Beim Rückgang wird, da der Druck der Feder 7 keine so kräftige Wirkung aufweist, wie der Zuführungsdruck des Schmiermittels, dieser Drosselspalt 6'kleiner werden, d. h. es wird die Undichtheit verringert. Ein solcher Stulp entspricht daher der Bedingung, dass dem Schmiermitteldurchgang wenig Widerstand entgegengesetzt wird, jedoch der Rückgang des Verdrängungsgliedes langsam erfolgt.
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Die Dosiereinrichtung soll in allen Fällen an einer Stelle hinter dem letzten, eine Dosierung oder
Verteilung bewirkenden Organ, also unmittelbar vor der Schmierstelle, in die Schmierleitung einge- schaltet sein, um eben die Verhältnisse an der Schmierstelle zu kontrollieren. Gegebenenfalls kann eine
Kontrolleinrichtung nach Fig. 1 auch ohne weiteres unmittelbar in einen. Auslass 32 eines Dosierelemen- tes, ähnlich wie es-in Fig. 5 dargestellt ist, eingeschraubt sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kontrolleinrichtung für mit pulsierendem bzw. intermittierendem Druck arbeitende Schmieran- lagen mit einem durch das geförderte Schmiermittel bewegten Verdrängungsglied, gekennzeichnet durch die Kombination der an sich bekannten Merkmale, dass das Verdrängungsglied in allen Stellungen nur einen Drosselquerschnitt für den Durchtritt des Schmiermittels freilässt, dass das Verdrängungsglied einer- seits vom Zuftihrungsdruck des Schmiermittels und anderseits vom Gegendruck in der Schmierleitung be- aufschlag ist und dass das Verdrängungsglied mit einem aus der Kontrolleinrichtung herausragenden Zei- ger ausgebildet ist, welcher während der betriebsmässigen Förderintervalle ausserhalb seiner Ruhestellung verbleibt.