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Vorrichtung zum Erzielen einer gleichbleibenden Schütthöhe von Gut, insbesondere von getrockneten Pflanzen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Erzielung einer gleichbleibenden Schütthöhe von Gut, insbesondere von getrockneten Pflanzen, auf dem Weg zu den Weiterverarbeitungsmaschinen.
Es ist bekannt, bei der Belieferung von Weiterverarbeitungsmaschinen das Gut angehäuft auf einem Förderband zuzuführen, wobei das Gut an der Stirnseite des Schichthaufens mittels Kammwa1zen'oder - bänder abgenommen wird. Das Gut wird zu dem Förderband, auf welchem es angehäuft wird, mittels eines weiteren Förderbandes zugeführt, u. zw. in Vliesform. Hiebei wird das Gut von den Zu1iefer- maschinen, z. B. Schneidemaschinen, geliefert. Mehrere Schneidemaschinen oder mehrere Gruppen von Schneidemaschinen beliefern über die Fördervorrichtung mehrere Weiterverarbeitungsmaschinen bzw. mehrere Gruppen von diesen Maschinen.
Die Leistung der Schneidemaschinen, die das Schüttgut erzeugen, ist dem Verbrauch der Weiterverarbeitungsmaschinen im wesentlichen angepasst. Es kommt nun vor, dass sowohl die Weiterverarbeitungsmaschinen als auch die Schneidemaschinen in ihrer Arbeit stocken, teilweise weil die Maschinen kurz kontrolliert werden müssen, teilweise wenn z. B. bei Schneidemaschinen die Messer auszuwechseln sind.
Wenn die Leistung der Schneidemaschinen zeitweilig geringer ist als der Verbrauch an den Weiterverarbeitungsmaschinen, so muss der Fehlbedarf durch das Zwischenpolster, nämlich von dem auf dem Förderband vorgesehenen Guthaufen, gedeckt werden. Dies hat zur Folge, dass der Haufen abnimmt und seine Füllhöhe geringer wird. Wenn anderseits die Weiterverarbeitungsmaschinen zeitweilig einen geringeren Bedarf haben als die Leistung der Schneidemaschinen beträgt, so wächst der zwischengeschaltete Haufen und seine Füllhöhe vergrössert sich. Da ständig Schwankungen in dem Verbrauch bei den Weiterverarbeitungsmaschinen und bei der Leistung der Schneidemaschinen auftreten, ändert sich die Füllhöhe des Haufens ständig.
Dies hat den Nachteil, dass die Abnahme mittels der Kammwalzen bei einer wechselnden Füllhöhe des auf dem Förderband bewegten Haufens stark wechselt und damit das Vlies, welches den Weiterverarbeitungsmaschinen zugeführt wird, sich in der Schichtstärke ständig ändert. Dies wirkt sich ungünstig auf die Arbeit der Weiterverarbeitungsmaschinen aus. Es ist jedoch notwendig, eine gleichmässige Füllhöhe zu haben, unabhängig von den Schwankungen auf der Verbraucherseite oder der Seite der Anlieferung, d. h. seitens der Schneidemaschinen.
Die Erfindung hat eine automatische Regelung und Steuerung der von den Schneidemaschinen zu liefernden Mengen und der von den Verarbeitungsmaschinen anzunehmenden Mengen zum Gegenstand,
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sich dadurch aus, dass bei Änderung der Betriebsbedingungen, etwa bei steigendem Bedarf an Fördergut und damit in Richtung zur Abnahmestelle wanderndem Ende der in vorgeschriebener Schütthöhe gespeicherten Gutmenge, die Zuführstelle des Gutes diesem wandernden Ende selbsttätig nachführbar ist, u. zw. in Abhängigkeit von dem Unterschied der dem Speicher zugeführten und der aus ihm abgeführten Sutmenge. Als Mass für den Unterschied der zugeführten und der abgeführten Menge dient die Anzahl der jeweils in Betrieb stehenden Zuliefermaschinen, z. B. der Schneidemaschinen einerseits und der Weiterverarbeitungsmaschinen, z. B. der Verpackungsmaschinen, anderseits.
Zur Erfassung des Masses dieses Unterschiedes benutzt man zweckmässig elektrische Werte. Da die elektrischen Widerstände im Stromkreis für jede arbeitende Maschine bekannt sind und für gleiche Typen praktisch auch gleichgesetzt werden können, kann die Stromaufnahme der Anzahl der jeweils arbeitenden Maschinen als proportional mgesehen werden. Als Stellgrösse zum Nachführen der Zuführstelle des Gutes wird deshalb vorteilhaft die
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Stromaufnahme dieser Maschinen benutzt. Diese Stellgrösse wirkt sodann mittels entsprechender Über- tragungsglieder elektrischer und mechanischer Art auf die Verschiebung der Zuführstelle mittels des den als Speicher dienenden Guthaufen beliefernden Förderbandes ein.
Auf diese Weise ist es mit Hilfe der erfindungsgemässen Vorrichtung möglich, eine vollautomatische
Mengenregelung durchzuführen und zugleich einen Ausgleich zwischen der zugelieferten Menge und der entnommenen Menge herbeizuführen, wobei die Abnahme an dem zur Speicherung dienenden Guthaufen immer konstant bleibt, was von ausserordentlicher Bedeutung ist.
Die Regelung und Steuerung wird zweckmässig stufenweise durchgeführt. Beispielsweise werden die Verarbeitungsmaschinen in ihrer Leistung oder Anzahl in Gruppen zusammengefasst und stufenweise unterteilt. Der auftretende Unterschied der Gesamtleistung bzw. Gesamtstromaufnahme einander zugeordneter Gruppen wird als Regelgrösse für das stufenweise erfolgende Nachführen der Zuführstelle benutzt. Weiterhin kann man die Änderung der Laufgeschwindigkeit der Förderbänder in die Regelung einbeziehen.
Der Erfindungsgegenstand wird an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.
Die Zeichnung veranschaulicht den Transport des Gutes von den Schneidemaschinen zu den Weiterverarbeitungsmaschinen.
Mehrere Schneidemaschinen bzw. mehrere Gruppen von Schneidemaschinen liefern das geschnittene Gut von der Stelle 1 auf das Förderband 2, welches um die Umlenkrollen 3 und 4 endlos umläuft. Auf dem Wege zu den Weiterverarbeitungsmaschinen an der Stelle 5 ist eine Dosier- und Speichereinrichtung zwischengeschaltet. Diese setzt sich aus einem Förderband 6 zusammen, auf welchem das Gut in einem Haufen 7 aufgetragen wird. Das Förderband 6 ist ebenfalls endlos und wird um die Walzen 8 und 9 geführt. Am Stirnende des Haufens wird das Gut abgetragen, u. zw. mittels einer Reihe übereinander angeordneter Kammwalzen 10, die das Gut von der Stirnfläche abnehmen. Es gelangt auf eine weitere Fördervorrichtung 11 und von dort in Pfeilrichtung mittels weiterer Transporteinrichtungen zu den Schneidemaschinen 5.
Zur Bildung eines gleichmässigen Vlieses auf dem Förderband 11 ist es erforderlich, dass die Füllhöhe h des Haufens 7 stets konstant bleibt.
Um dies auch bei Schwankungen sowohl auf der Seite der Zulieferung als auch auf der Verbraucherseite zu erreichen, wird das Förderband 2 im ganzen längsbeweglich gemacht. Hiezu dient vorteilhaft ein Wagen 12, Schlitten od. dgl., auf dem das Förderband 2 angeordnet ist. Während das Förderband um die Umlenkrollen 3 und 4 umläuft, kann es im ganzen in Richtung der Pfeile 13 hin-und herbewegt werden. Damit die Füllhöhe h stets konstant bleibt, ist darauf zu achten, dass der Anschlusspunkt 14 beim Füllen des Haufens gewahrt bleibt. Wenn mehr verbraucht als zugeliefert wird, wandert der Anschlusspunkt 14 in Richtung zu den Abnahmewalzen 10. Die Nachlieferung mittels des Förderbandes 2 muss nun so erfolgen, dass das jeweils hinzuzuschüttende Gut im Anschluss an den Punkt 14 erfolgt.
In diesem Fall fährt der Wagen 12 mit dem Förderband 2 in Richtung zu den Abnahmewalzen, weil auch der Anschlusspunkt 14 sich dorthin verschoben hat. Wenn dagegen die Zulieferung grösser ist als die Abnahme, so muss der Wagen 12 nach der andern Seite verschoben werden, damit die Füllhöhe h gewahrt wird. Hiebei wird der Haufen 7 mit der Füllhöhe h auf dem Förderband 6 länger. Wenn die Abnahme der Zulieferung gleich ist, so wandert der Anschlusspunkt 14 nicht. Demgemäss bleibt auch der Wagen 12 mit dem Ablaufende der Umlenktrommel 3 in Höhe des Ablaufpunktes 14 stehen.
Die Steuerung der Verschiebung des Wagens 12 erfolgt in Abhängigkeit von der Anzahl der jeweils arbeitenden Maschinen auf der Seite der Zulieferung und des Verbrauches. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, die mögliche Leistung der Maschinen auf beiden Seiten in Stufen zu unterteilen ; z. B. kann man auf der einen Seite je zehn Weiterverarbeitungsmaschinen zu einer Regelstufe zusammenfassen, während auf der Seite der Schneidemaschinen zwei Stück dieser Art dieser Stufe entsprechen würden. Die weitere Unterteilung kann ein Vielfaches dieser Grundstufen betragen. Die Grundstufe ergibt eine bestimmte Stromaufnahme, die als Regelgrösse zur Regelung der Verschiebung des Wagens 12 genutzt werden kann.
Mittels einer entsprechenden elektrischen Schaltung ist man in der Lage, die Verschiebung des Wagens in Abhängigkeit von den zugelieferten und verbrauchten Mengen zu regeln, damit in allen Fällen der Anschlusspunkt gewahrt bleibt und damit die Füllhöhe h im wesentlichen konstant ist. Die stufenweise Unterteilung kann auch in anderer Weise erfolgen.
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