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Vorrichtung zum Klassieren von körnigem Gut, wie Erze, Sand u. dgl. nach der Korngrösse
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B.lage der Hindernisse werden die freien Projektionsflächen so klein, dass einzelne Teilchen, deren Grösse ohne Schwierigkeit einen Durchgang senkrecht zur Hindernisfläche zulassen würde, diese nicht mehr passieren können, so dass nur solche Teilchen durchgelassen werden, die kleiner sind als eine gewisse kritische Grösse. Man hat demnach die Möglichkeit, lediglich durch verschiedene Neigung der einzelnen im wesentlichen ebenen Hindernisflächen eine mehr oder weniger scharfe Klassierung in getrennte Fraktionen zu erreichen, ohne gewöhnliche Siebung benutzen zu müssen.
Diese Möglichkeit lässt sich vorteilhaft verwirklichen, wenn bei der erfindungsgemässen Vorrichtung die Gitter od. dgl. derart gegeneinander geneigt angeordnet sind, dass die in der Durchgangsrichtung vorne liegenden (also von dem zu klassierenden Gut zuerst durchsetzten) Gitter eine grössere und die darauffolgenden Gitter eine kleinere Projektionsfläche der Gitteröffnungen auf eine zu der Durchgangsrichtung senkrechte Ebene aufweisen als eine für die Fraktionierung jeweils gewählte kritische Fläche.
Dies bedeutet, dass die Neigung der Gitter so einzustellen ist, dass bei jenem Gitter, von dem an die durchgelassenen Teilchen kleiner sein sollen als eine gegebene, für die Klassierung jeweils gewählte kritische Korngrösse, die Projektion der Gitteröffnungen auf eine Ebene senkrecht zur Durchgangsrichtung eine solche kritische Fläche haben muss, dass dieser Projektionsfläche höchstens die angestrebte kritische Korngrösse eingeschrieben werden kann. Hiedurch lässt sich eine genaue Unterteilung des körnigen Gutes einerseits in Fraktionen, die im wesentlichen frei von grösseren Teilchen als der gegebenen Korngrösse und anderseits in Fraktionen, die im wesentlichen frei von Teilchen von kleinerer als der gegebenen Korngrösse sind, erzielen.
Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel genauer beschrieben.
Es sei eine Klassiervorrichtung mit fünf parallelen Sieblagen von je 1 mm Maschenweite betrachtet, die in einem Gestell mit einem gegenseitigen Abstand von 4 cm und mit einer Neigung gegen die Horizontalebene von 100 gehaltert sind. Dieser Vorrichtung wird durch einen Vibrator eine Rüttelbewegung erteilt. Sand, der am Einlauf der Vorrichtung aufgegeben wird, wird durch eine unter der untersten Siebfläche quer zu dieser angeordnete Scheidewand in der Weise getrennt, dass auf der einen Seite der Vorrichtung 90 % des Gutes feiner als 0, 4 mm ist, wogegen auf der andern Seite 98 % des Gutes gröber als 0, 4 mm ist.
Wenn man nun die Neigung der Vorrichtung auf 300 erhöht, wird durch die gleiche Scheidewand das Gut in der Weise getrennt, dass auf der einen Seite etwa 98 % feiner als 0, 4 mm und auf der andern Seite 90 % gröber als 0, 4 mm anfallen.
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vierten Siebfläche 25 und die der fünften und untersten Siebfläche 300 beträgt, so trennt die Scheidewand das Gut dermassen, dass etwa auf der einen Seite 98 % feiner als 0, 4 mm und auf der andernSeite 98 % gröber als 0, 4 mm anfallen. Die grobe Fraktion wird also von feinem Material befreit, die feine Fraktion von grobem Material, d. h. die Trennung nach der Korngrösse ist beträchtlich besser.
Wie vorstehend erläutert wurde, beeinflusst die Neigung eines Hindernissystems im Verhältnis zu den Bahnen der Teilchen die Trennschärfe bei der Unterteilung in verschiedene Korngrössen. Diese Neigung ist aber eine durch die räumlichen Verhältnisse bedingte geometrische Beziehung, deren Einfluss auch von der Symmetrie der Hindernisse abhängt.
Wenn z. B. das Hindernis aus einem dünnen Blech mit gleichmässig ausgestanzten, parallel orientier- ten, quadratischen Löchern besteht, die Symmetrierichtungen also parallel zu den Seiten bzw. Diagonalen der Quadrate verlaufen, erscheinen diese Löcher in der Bewegungsrichtung der einzelnen Teilchen wie Rechtecke, wenn die Neigung in Richtung der Quadratseiten erfolgt, aber wie Rhomben, wenn die Neigung in Richtung der Quadratdiagonalen vorgenommen wird. Die Durchlassfähigkeit für gleiche Teilchen ist aber in beiden Fällen verschieden, weil es nicht nur auf den Flächeninhalt der freien Projektionsflächen, sondern auch auf die geometrische Gestalt dieser Flächen ankommt.
Ein Gewebe oder ein Metalldrahtgeflecht ergibt ausserdem, zumal dies kein reines Flächengebilde ist, sondern auch die dritte Dimension eine Rolle spielt, mehr oder weniger unregelmässige Figuren, wenn man sie in analoger Weise betrachtet. Bei gewebtem Drahttuch kann so eine beträchtliche Variation der Trennfähigkeit ein und desselben Tuches erreicht werden, d. h. es ist durch eine entsprechende Neigung und/oder Verdrehung der Tücher möglich. die Trennfähigkeit einer solchen Klassiervorrichtung zu verbessern oder besonderen Bedürfnissen anzupassen.