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Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgcsta]tung der Vorrichtung zum Trocken- - ichlichten gemäss Patent Nr. 19'8687, bei welcher vor der Berührungsstelle der Schlichteauftragwalze mit der laufenden Fadenschar eine sich über. die ganze Breite der Walze erstreckende Rakeldüse angeordnet ist, aus der ein in seiner Menge regelbarer, warmer und gegen die Walze gerichteter Pressluftstrom austritt.
Nach der Erfindung sind bei derartigen Vorrichtungen zum Trockenschlichten die die Düsenlippen tragenden Teile der Rakeldüse mittels Stellschrauben zwangsläufig voneinander bewegbar, deren Führungsmutten an diesen Teilen befestigt-sind.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung tragen die axial fixierten Stellschrauben je ein Zahnrad, das in eine an ortsfesten Platten längsverstellbare Zahnstange eingreift.
Schliesslich ist die Rakeldüsè zweckmässig langs eines mit ihrem Innenraum in Verbindung stehenden Druckluft-Zuführungsrohres angeordnet,. das mindestens einen, Heiz- körper enthält: In der Zeichnung ist in Fig. 1 und 2 ein Ausfuhrungsbeispiel der erfindungsgemässen' Schlicnt-Vorrichtung ih' Seiteiiansicht mitf Querschnitt durch den das Schlichtmedium' enthaltenden Trog bzw. in Draufsicht dargestellt ;
Fig. 3 zeigt die Rakeldüse und das zugehörige Druckluft-Zuführungsrohr vergrössert im Mittelschnitt :
In einem Trog 10 (Fig. 1 und 2) befindet sich geschmolzene Schlichte. mi in welche eine Auftragwalze 12 eintaucht : Eine Zubringerwalze 13 befindet sich'über der Auf-
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ist eine Druckwalze 14 angeordnet. Die Achsen der Walzen 12 bis 14 sindauf nicht dar- gestellte Weise in einem ebenfalls nicht gezeichneten Gestell drehbar gelagert. Das mit dem Schlichtmedium 11 zu behandelnde Gut 15, z.
B. eine Fadenschar für die Kettfäden eines Gewebes, läuft zwischen der Zubringerwalze 13 und der Druckwalze 14 hindurch, wobei mittels der Zubringerwalze 13 Schlichte auf oder in den Fäden des zu-schlichtenden Gutes 15 abgelagert wird, um den Textilfäden eine glattere Oberfläche zu Verleihen.
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Bereich der Zubringerwalze streckenden Luftaustrittsspalt 23 aufweist, welcher gegen die Walze 13 hin gerichtet ist. Die Düsenlippen können z.
B. die voll ausgezogene Querschnittsform oder auch die
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eines Vierkantrohres 25 angeordnet und mit diesem durch Schrauben 26 verbunden, welche in Gewindebohrungen einer im Rohr 2. ? angeordneten Versteifungsplatte 27 eingeschraubt sinS Die Versteifungsplatte 27 und die gegen dieselbe anliegende Wandung des Rohres 25 sind mit mehreren, über die Länge des Rohres 25 verteilten Durchlassoff nungen 28 verseHen, welche den Innenraum des
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die Düsenlippen 22 aufweisenden Teilen der Rakeldüse 21 ist je eine Mutter 33 angelötet,
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in die ein zugehöriger Schraubenbolzen 34 eingeschraubt ist.
Die Schraubenbolzen 34 ragen durch Bohrungen in den Platten 32 mit radialem Spiel hindurch und tragen an der Aussenseite dieser Platten 32 je eine Mutter 35. Durch entsprechende Drehung dieser Muttern 35 lassen sich die Gewindebolzen 34 gegen aussen hin verschieben und damit die Düsenlippen 22 voneinander wegziehen, wodurch die Weite des Spaltes 23 vergrössert wird. Beim Drehen der Muttern 35 im andern Sinn nähern sich die Lippen 22 einander unter dem Einfluss der Elastizität der Düse
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Zwischen der Rakeldüse 21 und jeder der Platten 32 ist ein Heizkörper 36 in Form eines Vierkantrohres vorhanden, durch das Heisswasser, Dampf od. dgl. geleitet werden kann, um die Rakeldüse 21 zu erwärmen.) Die Heizrohre 36 könnten aber ebensogut auch elektrische Heizelemente enthalten. Ein dritter Heizkörper 37, ebenfalls in Form eines Vierkantrohres, befindet sich im Innern des bereits erwähnten Vierkantrohres 25, Auch durch das Heizrohr 37 kann Heisswasser, Dampf od. dgl. geleitet werden, um die im Rohr 25 vorhandene Luft zu erwärmen. Das Heizrohr 37 könnte selbstverständlich auch elektrische Heizelemente enthalten. Auch wäre es möglich, solche Heizelemente unter Weglassung des Rohres 37 direkt ins Innere des Rohres 25 einzubauen.
Sowohl das Vierkantrohr 25 als auch die Düse 21 sind an ihren beiden Stirnenden je durch eine Seitenplatte 38 abgeschlossen, deren eine in Fig. 1 sichtbar ist. Um das Verstellen der Düsenlippen 22 zu ermöglichen, sind die genannten Seitenplatten 38 mit der Düse 21 zweckmässigerweise nicht starr verbunden.
Mit Hilfe einer Rohrleitung 40 ist das Vierkantrohr 25 an eine nicht dargestellte Druckluftquelle, z. B. ein motorisch angetriebenes Gebläse, angeschlossen. Im Zuge der Leitung 40 befindet sich ein Regulierventil 41. Gemäss Fig. 2 ist die Rohrleitung 40 an das eine Stirnende des Vierkantrohres angeschlossen ; mit strichpunktierten Linien ist jedoch gezeigt, dass gegebenenfalls an beide Enden der Rakel 20 Rohrleitungen 40 zum Zuführen von Druckluft angeschlossen sein könnten.
Die Mittel zum Anschluss der Heizrohre 36 und 37 sind in Fig. 1 und 2 der Deutlichkeit wegen nicht dargestellt.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung und das Verfahren zum Schlichten des Gutes 15 sind beispielsweise wie folgt : Wenn das zu behandelnde Gut 15 in Fig. 1 von links nach rechts zwischen der Zubringerwalze 13 und der Druckwalze 14 hindurchgezogen wird, so drehen sich die Walzen
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12 wird Schlichte 11 dem Trog 10 entnommen und an die Zubringerwalze 13 abgegeben, die ihrerseits einen Teil des Schlichtmediums an das Gut 15 überträgt. Durch die Leitung 40 wird Druckluft in das Vierkantrohr 25 der Rakel 20 geleitet und dort mittels des Heizkörpers 37 erwärmt. Durch die öffnungen 28 hindurch strömt die erwärmte Luft in den Innenraum der Rakeldüse 21, welche zur Vermeidung einer Abkühlung der Luft ebenfalls durch die Heizkörper 36 erwärmt wird.
Durch den Spalt 23 hindurch wird ein Warmluftstrom gegen die Zubringerwalze 13 geblasen, wodurch auf dieser überschüssiges Schlichtmedium durch Wegblasen abgerakelt wird, bevor es mit dem zu behandelnden Gut 15 in Berührung tritt.
Durch die Erwärmung der auszublasenden Druckluft und der Düse 21 wird verhindert, dass das geschmolzene Schlichtmedium vorzeitig eindickt und dadurch der Schlichteffekt vermindert wird. Durch Regulierung der Intensität des ausgeblasenen Luftstromes mit Hilfe des Ventils- und/oder durch Ver- änderung der Weite des Luftaustrittsspaltes 23 lässt sich die Menge des dem Gut 15 zugeführten Schlichtmediums kontinuierlich regeln entsprechend den jeweiligen Erfordernissen. Je grösser die Intensität des auf die Walze 13 aufgeblasenen Luftstromes ist, umso weniger Schlichtmedium gelangt an das zu behandelnde Gut 15.
Die Regulierung des Ventils 41 kann von Hand oder mit Hilfe einer nicht dargestellten Regeleinrichtung automatisch erfolgen, z. B. in Abhängigkeit von der Drehzahl der Walze 13. Das Regulierorgan des Ventils 41 kann mit dem Steuerhebel des Geschwindigkeitsreglers der Trockenschlichtmaschine in Verbindung stehen, so dass eine synchrone Schaltung zwischen der Vorschubgeschwindigkeit des zu behandelnden Gutes 15 und der Intensität des Luftstromes der Rakel gewährleistet ist. Es kann somit erreicht werden, dass der mit dem Gut 15 in Berührung' kommende Schlichtfilm auf der Zubringerwalze 13 bei jeder Geschwindigkeit der Schlichtmaschine gleiche Stärke hat und dass das Gut 15 bei jeder Geschwindigkeit stets den gleichen Schlichtauftrag erhält.
An Stelle eines regelbaren Ventils 41 kann auch eine regelbare Druckluftquelle vorge- sehen sein, z. B. ein Gebläse mit veränderlicher Geschwindigkeit oder mit verstellbaren Propellerflügeln.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3 sind nur die Mittel zum Verändern der Weite des Luftaustrittsspaltes 23 anders als bei den vorhergehenden Beispielen. An den beiden die Düsenlippen 22 aufweisenden Teilen der
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Fig. 4 ist gleich wie beim ersten Ausführungsbeispiel nach Fig. 3.
Gegebenenfalls könnte anstatt beider Düsenlippen 22 nur deren eine in bezug auf die andere verstellbar sein, um trotzdem die Weite des Luftaustrittsspaltes 23 verändern zu können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Trockenschlichten nach Patent Nr. 198687, bei welcher vor der Berührungsstelle der Schlichteauftragwalze mit der laufenden Fadenschar eine sich über die ganze Breite der Walze erstreckende Rakeldüse angeordnet ist, aus der ein in seiner Menge regelbarer, warmer und gegen die Walze gerichteter Pressluftstrom austritt, dadurch gekennzeichnet, dass die die Düsen-
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muttern (43) an diesen Teilen (21) befestigt sind.