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Schloss, insbesondere für Kassetten od. dgl.
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tasten l, die, wie bereits erwähnt, auch die Form von Klaviertasten besitzen können und dann ecwa den Umfang einer Oktave aufweisen. Jede Taste wird nach Betätigung mittels einer Feder 9 immer wieder in ihre. Ausgangsstellung zurückgedrückt. Diesen Drucktasten 1 sind nun Betätigungsorgane 2 zugeordnet, die vorzugsweise aus steifem, federnden Draht bestehen. Diese Drähte 2 sind an ihrem einen Ende im Kassettendeckel eingespannt und ihr freies (rechtes) Ende verläuft oberhalb bzw. unterhalb des Riegels.
Der Riegel 4, welcher in Hochkantstellung quer zu den Drähten angeordnet ist, besitzt sowohl an seiner oberen als auch an seiner unteren Kante Rasten 3, die dazu bestimmt sind, mit den freien Drahtenden zu- sammenzuarbeiten, d. h. dass die Drahtenden in die Rasten eingreifen oder aus diesen abgehoben werden und so den Riegel entweder in einer bestimmten Stellung fixieren, freigeben oder verstellen.
Das Öffnen erfolgt derart, dass durch Betätigung einer oder mehrerer Drucktasten 1 die Betätigungsorgane 2 einerseits aus jenen Rasten 3 gehoben werden, die den Riegel 4 bisher in der Schliessstellung festgehalten haben und anderseits durch gleichzeitige Betätigung einer weiteren Taste Betätigungsorgane entlang einer trapez- oder dreieckförmigen Raste 3 in den Riegel 4 eingedrückt wird und dadurch diesen, entgegen einer Federkraft in die Offenstellung, verschiebt.
Das Öffnen kann entweder in einer einzigen, vorzugsweise aber in zwei oder mehreren Stufen erfolgen. Ist die Offenstellung erreicht, rasten an der Riegelunterkante bisher federnd angedrückte Betäti - gungsorgane in den Riegel 4 ein und fixieren ihn in dieser Stellung. Dabei ist der vom Riegel4in Win- kelform nach unten abstehende Schliessriegel 5 ausser Eingriff mit dem haken- oder ösenförmigen Anschlag 6 des Kassettenunterteiles gebracht. Nun kann der Deckel aufgeklappt werden.
Das Schliessen erfolgt nun derart, dass jene Betätigungsorgane 2 aus ihren Rasten 3 gehoben werden, die den Riegel 4 festhalten, so dass das Zurückziehen des Riegels 4 in die Schliessstellung unter Wirkung der Ruckholfeder 7 erfolgen kann.
Ein Sonderfall tritt ein, wenn bei geöffnetem Deckel irrtümlicherweise die für die Schliessung notwendigen Betätigungen durchgeführt wurden. Es müsste nun, um die Reibung zwischen Schliessriegel 5 und Anschlag 6 zu vermeiden, der Deckel gegen die Druckkräfte auf die Tasten offen gehalten und der Riegel 4 wieder in die Offenstellung gebracht werden. Um dies zu vermeiden, ist nach einer Variante der Erfindung ein schwenkbarer Schliessriegel 8 (Fig. 7) vorgesehen, der um eine parallel zur Bewegungsrichtung des Riegels 4 liegende Achse auf-und niederverstellt werden kann. Dadurch wird vermieden, dass der Schliessriegel 8 auf dem Anschlag 6 aufruht, daher die bremsende Reibung ausgeschaltet ist und de Riegel, obwohl in irrtümlicher Schliessstellung, doch bewegt werden kann.
Jedes einzelne Betätigungsorgan steht in Schliessstellung an der Riegeloberkante gegenüber einer Raste, so dass bei Betätigung einer falschen, d. h. nicht zur Tastenfolge gehörigen Taste, sofort ein Betätigungsorgan 2 in Rasten des Riegels 4 einrastet und diesen fixiert. Auf diese Weise ist das Öffnen durch Fremde weiter erschwert.
Das Öffnen des Schlosses erfolgt nach dem dargestellten Ausführungsbeispiel in zwei Stufen, kann aber, wie bereits erwähnt, auch in nur einer oder in mehreren Stufen erfolgen. Der Riegel 4 wird im geschlossenen Zustand in der Fig. 3 gezeigt. Bei dem hier beschriebenen Beispiel schalten durch die Betätigung der ersten Tastengruppe (III, VII, XI) die Tasten III und XI die Betätigungsorgane 4a und 6a aus, wo-
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des letzteren entlang der schiefen Ebene der Trapeznut den Riegel in Richtung des Pfeiles entgegen der Zugkraft der Feder 7 verschiebt. Das Betätigungsorgan 5a verhindert das Weiterbewegen des Riegels 4, wobei dieser in eine in Fig. 4 gezeigte Position gelangt.
Die Taste VII muss man in der betätigten Stellung bis zur Betätigung der nächsten Tastengruppe halten, da sonst die Feder den Riegel 4 wieder in die ursprüngliche Schliessstellung zurückziehen würde.
In ähnlicher Weise schaltet durch die Betätigung der zweiten Tastengruppe (V, IX) die Taste IX das Betätigungsorgan 5a aus, wodurch der Riegel wieder frei beweglich wird und die Taste V mit Hilfe des Betätigungsorganes 8a den Riegel weiter in die Richtung des Pfeiles verschiebt, so dass er in eine Position laut Fig. 5 gelangt. Die Taste VII konnte nach Beginn der Betätigung der Taste V und damit dem Wirksamwerden des Betätigungsorganes 8a ausgelassen werden. Durch diese Handhabung ist das Schloss geöffnet und der Schliessriegel 5 ausser Eingriff mit dem Anschlag 6 gebracht worden, worauf die Betätigungsorgane lOa und lla selbsttätig einrasten und verhindern, dass der Riegel 4 durch die Feder 7 in die Schliessstellung zurückgezogen wird.
Das Schloss bleibt geöffnet, bis durch Betätigung der entsprechenden Tastengruppe (II, X) die Betätigungsorgane 10a und lla den Riegel freigeben und die Feder 7 diesen wieder in die Schliessstellung zurückzieht (Fig. 3).
Es ist selbstverständlich, dass die Erfindung nicht auf die beschriebene Ausführungsform beschränkt
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ist, sondern Abänderungen vorgenommen werden können, soferne disse den Rahmen der Erfindung nicht überschreiten.
So können z. B. die freien Enden der Betätigungsorgane 2 in horizontaler Ebene verbogen sein, so dass sich dadurch eine günstigere Anordnung der Rasten 3 innerhalb des Riegels 4 erreichen lässt. Weiters kann der Riegel 4 nicht nur in der hier beschriebenen Weise durch trapez- oder dreieckförmige Rasten verschoben werden, sondern z. B. auch durch verschiedene andere Mechanismen.
Ein Vorteil des erfindungsgemässen Schlosses gegenüber den mit Schlüsseln zu öffnenden ist der, dass es nicht mehr notwendig ist, einen solchen mit sich herumzutragen und dieser daher nicht in Verlusteraten kann.
Der Vorteil gegenüber den Zahlenschlössern ist der, dass zum Öffnen des erfindungsgemässen Schlo - sses nicht nur das Wissen um die richtigen Taster notwendig ist, sondern dass auch bekannt sein muss, in welcher Reihenfolge einzelne bzw. Gruppen dieser zu betätigen sind. Dadurch wird ein zusätzlicher Schutz gegen das unbefugte Öffnen durch Dritte gewährleistet.
Gegenüber den bekannten Kombinationsschlössern mit aufeinanderfolgendem Niederdrücken von Tastern zeichnet sich das erfindungsgemässe Schloss durch einfache Bauweise und in der Grössenordnung on 103 vervielfachte Kombinationsmöglichkeiten aus.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schloss, insbesondere für Kassetten od. dgl. mit entgegen einer Federkraft zu öffnendem verstellbaren Riegel an dem einen Teil des zu verschliessenden Gegenstandes, der in und ausser Eingriff mit einem ortsfesten Gegenhalter am ändern Teil desselben gebracht werden kann und wobei federbelastete Drucktaster zum Entriegeln und ebensolche Drucktaster zum Verstellen des Riegels vorgesehen sind, welche Drucktaster mit dem Riegel zusammenarbeitende Betätigungsorgane aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass einerseits mindestens eines von den Betätigungsorganen (4a, 6a) in Ruhelage den Riegel (4) gegen Bewegung sperrt und bei Betätigung durch den dazugehörigen Drucktaster (III, XI) freigibt und anderseits durch gleichzeitige Betätigung eines weiteren Drucktasters (VII)
dessen Betätigungsorgan (7a) den Riegel verstellt.