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Vorrichtung zum Antrieb von Küchengeräten aller Art
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Antrieb von Küchengeräten aller Art, wie Misch-und Zerkleinerungsmaschinen.. Bei den bekannten Küchenmaschinen erfolgt der Antrieb durch einen über ein Kabel mit dem Lichtnetz verbundenen Elektromotor.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Küchenmaschine als Zusatzgerät zu Vorrichtungen zur Umwandlung von mechanischer Energie in Wärme, beispielsweise Küchenherden, zu schaffen. Bei derartigen Vorrichtungen erfolgt die Umwandlung der mechanischen Energie in Wärme, vorzugsweise zur Beheizung von Kochtöpfen oder ähnlichen Körpern, durch einen mechanisch angetriebenen, vielpoligen und in axialer, jedoch von Pol zu Pol abwechselnder Richtung polarisierten Magneten, welcher vorzugsweise aus einem
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Rückschlussköfpergesetzten Dauermagneten besteht, der in geringem Abstand unter einer Trägerplatte aus unmagnetischem und elektrisch nicht leitendem Werkstoff um seine senkrecht zur Trägerplattenebene stehende Achse drehbar gelagert ist.
Zwar sind bereits Küchenmaschinen bekanntgeworden, bei denen die Kraftübertragung vom Antriebsmotor auf das Schneidmesser, z. B. bei Zerkleinerungsmaschinen, auf magnetischem Wege erfolgt. Bei derartigen Geräten ist jedoch immer ein besonderer elektrischer Antriebsmotor vorhanden, auf dessen Achse ein Dauermagnet befestigt ist, der das in dem Mixgefäss angeordnete Schneidmesser oder ein anderes Betätigungselement infolge seines magnetischen Feldes ebenfalls in Drehbewegung versetzt.
Bei einer andern bekannten Zerkleinerungs- oder Mixmaschine ist das Schneidmesser gleichzeitig als Rotor ausgebildet. In dem eigentlichen Motorgehäuse befindet sich bei dieser Maschine lediglich der Stator mit den Statorspulen.
Diese bekannten Küchenmaschinen mit magnetischer Kraftübertragung lassen sich jedoch nicht als Zusatzgeräte für die erwähnten Küchenherde verwenden. Die Erfindung löst die Aufgabe, Küchenmaschinen als Zusatzgeräte für Küchenherde mit Erwärmung nach dem Wirbelstrompripzip durch mechanisch bewegte Magnete zu schaffen, dadurch, dass eine oberhalb der Trägerplatte drehbeweglich gelagerte Wirbelstrombahn, z. B. eine Scheibe oder Glocke, aus elektrisch gut leitendem Werkstoff im Feld des umlaufenden Magneten angeordnet ist, die unter der Einwirkung dieses Feldes umläuft und das mit ihr verbundene Gerät antreibt.
Die für den Antrieb der Küchenmaschine erforderlichen Mittel sind so einfach, dass eine Küchenmaschine gemäss der Erfindung mit geringstem Kostenaufwand hergestellt werden kann.
Durch diese Massnahme entfällt die Notwendigkeit, einen besonderen, vollständigen Antriebsmotor mit zugehörigem Anschlusskabel zum Antrieb für diese Küchengeräte vorzusehen. Ausserdem können gleichzeitig mehrere auf die Platte aufgesetzte Geräte betrieben werden. Die Wirkungsweise des Antriebes beruht auf der Rückwirkung der durch die Wirbelströme in der die Wirbelstrombahn bildenden Antriebsscheibe erzeugten magnetischen Gegenfelder auf das bewegte bzw. rotierende Magnetfeld. Dabei ist es gleichgültig, ob die drehbeweglich gelagerte Wirbelstrombahn Scheibenform aufweist und sich um eine Achse dreht, die parallel zur Drehachse der bewegten Magnete liegt, oder ob sie zylindrisch oder glockenartige Form hat und ihre Achse senkrecht zu der Drehachse der Magnete gelagert ist.
Bei der ersteren Ausführungsform sind die Achsen so weit voneinander entfernt und parallel zueinander angeordnet, dass die Wirbelstrombahn nur teilweise von dem bewegten Magnetfeld beaufschlagt wird und tangential in dieses ein-und austritt.
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Bei der zweiten Ausführungsform läuft die Wirbelstrombahn auf einer Kreislinie in das umlaufende antreibende Magnetfeld ein und auf der gleichen Kreisbahn wieder heraus. In beiden Fällen kann die entstehende hohe Drehzahl direkt z. B. für Mischgeräte auf die Achse des Kuchengerätes übertragen werden oder unter Zwischenschaltung \on geeigneten Untersetzungen, wie Schneckentrieben u. dgl., zum Antrieb für Zerkleinerungsmaschinen, wie Kaffeemühlen, Fleischwölfe od. dgL, Verwendung finden.
Die durch das rotierende Magnetfeld in Umdrehung versetzte Scheibe oder Glocke besteht zweckmässig aus einem elektrisch gut leitenden Werkstoff, wie z. B. Kupfer. Zur Verbesserung des Kraftlinienschlusses können diese Körper auch gemäss der Erfindung auf ihrer dem Feldmagneten abgewandten Seite mit einem enganliegenden Rückschlusskörper aus ferromagnetischem Werkstoff versehen sein.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung besteht der Fuss der Küchengeräte ganz oder teilweise aus ferromagnetischem Werkstoff, auf den in die Trägerplatte eingelassene Dauermagnete einwirken, so dass die Geräte an der Stelle, auf die sie gesetzt werden, festgehalten sind. Ihre Einschaltung ist auf diese Weise denkbar einfach und ohne jede Gefahr für den Benutzer des Gerätes, da keinerlei bewegte Übertragungselemente berührt zu werden brauchen, die die Gefahr einer Verletzung in sich tragen, und an dem Gerät keine stromführenden Teile mehr erforderlich sind.
In der Zeichnung ist ein Beispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung veranschaulicht. Sie zeigt einen Ausschnitt aus einem Wirbelstrom-Kochherd mit einem aufgesetzten Zerkleinerungsgerät. Der kreisscheibenförmige Rückschlusskörper 1 aus ferromagnetischem Werkstoff ist mit radial angeordneten Dauermagneten 2 versehen, welche mit der Welle 3 umlaufen. Oberhalb der Platte 4 aus isolierendem Werkstoff, in welche mit Polschuhen 5,6, 7 bzw. 8 versehene radial magnetisierte Dauermagnetringe 9 bzw. 10 eingelassen sind, befindet sich ein Zerkleinerungsgerät, welches lediglich aus einem Fuss 11, der an seinem unteren Ende eine Platte 12 aus ferromagnetischem Werkstoff trägt, der Welle 13 mit dem Messerkopf 14 und dem becherförmigen Gehäuse 15 besteht.
An ihrem unteren Ende trägt die Welle 13 eine Scheibe 16, welche sich im Feld der umlaufenden Magnete 2 befindet. Die Scheibe 16 besteht aus elektrisch gut leitendem Werkstoff und kann auf ihrer, dem umlaufenden Magnetrad abgewandten Seite zur Verbesserung des Kraftlinienschlusses mit einer Schicht aus ferromagnetischem Werkstoff 16a belegt sein. Die Welle 13 ist gegenüber der Welle 3 parallel so weit versetzt, dass die Scheibe 16 nur zum Teil derart vom Feld der umlaufenden Magnetpole 2 beaufschlagt wird, dass sie tangential in dieses Feld einund austritt. Zum Betrieb des Gerätes wird die am unteren Ende des Fusses 11 angebrachte Platte 12 aus ferromagnetischem Werkstoff auf die Polschuhe 5, 6 bzw. 7,8 der in die Platte 4 eingelassenen Dauermagnetringe 9 bzw. 10 aufgesetzt, wodurch das aufgesetzte Gerät örtlich lösbar fixiert ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Antrieb von Küchengeräten aller Art, wie Misch-und Zerkleinerungsmaschinen, zur Verwendung an Vorrichtungen zur Umwandlung mechanischer Energie in Wärme, vorzugsweise zur Beheizung von Kochtöpfen oder ähnlichen Körpern, bei welchen ein mechanisch angetriebener, vielpoliger und in axialer, jedoch von Pol zu Pol abwechselnder Richtung polarisierter Magnet, welcher vorzugsweise aus einem kreisscheibenförmigen Rückschlusskörper aus ferromagnetischem Werkstoff mit
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aus unmagnetischem und elektrisch nicht leitendem Werkstoff um seine senkrecht zur Trägerplattenebene stehende Achse drehbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine oberhalb der Trägerplatte drehbeweglich gelagerte Wirbelstrombahn, z.
B. eine Scheibe oder Glocke, aus elektrisch gut leitendem Werkstoff im Feld des umlaufenden Magneten angeordnet ist, die unter der Einwirkung dieses Feldes umläuft und das mit ihr verbundene Gerät antreibt.