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Flüssigkeitszumessvorrichtung für Betomnisschmaschinen
Die Erfindung betrifft eine Flüssigkeitszumessvorrichtung für Betonmischmaschinen mit in einen höhenbeweglichen Messbehälter zentral mündendem Tauchrohr, das in der Höhe unverschieblich gehalten ist und an seinem unteren Ende mit einem den Flüssigkeitszu- und -ablauf steuernden Ventil verbunden ist. Gegenüber sonstigen Bauarten, wie sie in grosser Zahl bekannt sind, hat diese Ausführung den Vorzug, gegen Schwingungen unempfindlich und den rauhen Anforderungen des Baubetriebes gegenüber entsprechend widerstandsfähig zu sein.
Eine bekannte Ausführung dieser Art ist so ausgebildet, dass an dem Messbehältermantel zwei Zahnstangen befestigt sind, die in stehender Anordnung nach abwärts ragen, wo sie in Längsnuten je eines Führungsständers geführt sind, und die mit Zahnritzeln kämmen, die mit je einer Welle mit je einem Schneckenrad verbunden sind. Über eine gemeinsame Querwelle sind beide Schneckenräder durch Schnecken von einer Handkurbel gemeinsam und gleichzeitig verdrehbar. Dieses Hubwerk erfordert ein genaues Zusammenspiel aller seiner Glieder, wenn ein gegenseitiges Verklemmen der beiden sich diametral gegenüberliegenden Zahnstangen ausgeschlossen werden soll, was zum betriebssicheren Heben und Senken des Messbehälters aber notwendig ist. Diese bekannte Einrichtung ist umständlich und teuer und erfordert viel Platz.
Die beiden im Verhältnis zum Tauchrohr sich diametral gegen- überliegenden Führungsständer und Zahnstangen lassen nur eine bestimmte Zuspeiserichtung des dem Flüssigkeitsablauf dienenden Rohrbogens im Verhältnis zur Mischtrommelöffnung zu. Bei Kipptrommelmischern ist aber erwünscht, je nach den Gegebenheiten, sowohl auf der einen als auch auf der andern Seite der Längsmittelebene der Maschine zuspeisen zu können.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, die bekannte Zumessvorrichtung so zu verbessern, dass die aufgezeigten Mängel behoben werden. Sie besteht darin, dass an der Unterseite des Messbehälters eine Gewindehohlspindel befestigt ist, die das Tauchrohr axial verschiebbar umschliesst und in einem Gewinde eines auf der Mischmaschine befestigten Ständers auf-und niederschraubbar ist. Die das Mass bestimmende Tauchtiefe wird also bei der Erfindung durch Drehen des Messbehälters eingestellt, was bei dem grossen Durchmesser des Messgefässes so leicht ist, dass eine besondere Handkurbel und damit verbundene Bewegungsübertragungsglieder entfallen.
Das als Hubwerk dienende Gewinde liegt unter dem Schutz des Messbehälters ; es bleibt in jeder eingestellten Lage von selbst stehen ; es ist einfach herzustellen und bedarf keiner besonderen Genauigkeit. Damit wird die neue Einrichtung einfach, billig und gedrängt.
Die neue Halterung der Zumesseinrichtung in einem Gewinde schafft zugleich Freiheit für den dem Flüssigkeitsablauf dienenden Rohrbogen, der von dem am unteren Ende des Tauchrohrs befindlichen Ventil abzweigt. In Weiterbildung des Erfindungsgedankens ist daher der Ständer unterhalb des Gewindes so ausgebildet, dass ein für den Flüssigkeitsablauf dienender starrer Rohrbogen, der zugleich als HahnkükenSchlüssel eines Zweiwegehahnes mit Anschluss für den Flüssigkeitszulauf am Hahngehäuse und Anschluss für den Flüssigkeitsablauf im Hahnküken dient, zusammen mit dem Tauchrohr um die Tauchrohr-Längsachse um wenigstens 1800 verdrehbar ist.
(Die genannte Ausbildung hat zugleich noch den Vorteil, dass das Ein- und Ausschwenken des Speiserohrs in den bzw. aus dem Bereich der Mischtrommel-Öffnung um 90 zugleich den Hahn stellt, so dass die Handhabung denkbar einfach, bequem und narrensicher ist.) Damit wird nämlich der Rohrbogen auch noch um die Hahnküken-Achse um 180 drehbar, so dass seine
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Mündung nach Drehung um die Tauchrohr-Längsachse um 1800 wahlweise auf der einen oder andern Seite der Längsmittelebene der Maschine vor der Mischtrommelöffnung stehen kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen Fig. 1 den Flüssigkeitsmesser im Aufriss-Längsschnitt, Fig. 2 die räumliche Anordnung an einem Kipptrommelmischer.
Auf einem Ständer der Betonmischmaschine, bei einem Kipptrommelmischer zweckmässig auf dem zwischen Mischtrommel und Motor liegenden Ständer, ist ein zum Teil mit Durchbrechungen versehener Ständer 1 befestigt. Dieser trägt oben einen Gewinde-Einsatz 2 und unten einen Halte-Einsatz 3. In dem Gewinde-Einsatz 2 ist das Gewinde einer Hohlspindel 4 auf-und niederschraubbar, die an der Unterseite eines Messbehälters 5 mit Schnfiffelventil 6 befestigt ist. In der Hohlspindel 4 sitzt unter Zwischenschaltung einer Dichtungsmuffe 7 ein Tauchrohr 8, an dessen unterem Ende ein Hahngehäuse 9 befestigt
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Einsatz 3 des Ständers 1 axial unverschiebbar, aber um die Längsachse des Tauchrohres 8 drehbar gehalten ist.
Das Hahnküken 12 kann mithin um etwa 1800 um die Längsachse des Tauchrohres verschwenkt werden, was die Ausnehmung in dem Mantel des Ständers 1 zulässt. In Richtung der Hahnküken-Längsachse ist ein Speiserohrbogen 13 angeschlossen, dessen Mündung somit, wie Fig. 2 in zwei angedeuteten Stellungen erkennen lässt, einmal auf der einen Seite der Längsmittelebene der Maschine oder auf der andern Seite in die Mischtrommel-Öffnung speisen kann. In der Speisestellung des Kükens ist ein im Anschluss an den Rohrbogen 13 befindlicher Kanal 14 des Kükens über den radialen Kanal 15 mit dem Tauchrohr 8 in Verbindung, wobei die in dem Messbehälter 5 befindliche Flüssigkeit bis zum Überlaufrand des Tauchrohres 8 abläuft.
Danach wird der Speiserohrbogen 13 nach ober geschwenkt, wodurch die erwähnte Kanalverbindung unterbrochen wird und eine Kanalverbindung 16 zwischen dem Zulaufschlauch 11 und dem Tauchrohr 8 hergestellt wird. Der Messbehälter 5 wird wieder bis oben gefüllt, bis das Schnüffelventil 6 selbsttätig schliesst. Die Einrichtung steht danach wieder zur erneuten Speisung bereit. Die jeweils gespeiste Menge ist bestimmt durch die Eintauchtiefe des Tauchrohres 8 in den Messbehälter 5 und lässt sich durch Auf-oder Niederschrauben des Messbehälters 5 an dem Gewinde-Einsatz 2 einstellen. Die Einstellung kann nach aussen durch eine Skala markiert sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Flüssigkeitszumessvorrichtung für Betonmischmaschinen mit in einen höhenbeweglichen Messbehälter zentral mündendem Tauchrohr, das in der Höhe unverschieblich gehalten ist und an seinem unteren Ende mit einem den Flüssigkeitszu- und -ablauf steuernden Ventil verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Messbehälters (5) eine Gewindehohlspindel (4) befestigt ist, die das Tauchrohr (8) axial verschiebbar umschliesst und in einem Gewinde (2) eines auf der Mischmaschine befestigten Ständers (1) auf-und niederschraubbar ist.
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