AT205273B - Verfahren und Vorrichtung zur Bodenbehandlung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Bodenbehandlung

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AT205273B
AT205273B AT305557A AT305557A AT205273B AT 205273 B AT205273 B AT 205273B AT 305557 A AT305557 A AT 305557A AT 305557 A AT305557 A AT 305557A AT 205273 B AT205273 B AT 205273B
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soil
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optionally
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AT305557A
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Fisons Pest Control Ltd
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Description


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  Verfahren und Vorrichtung zur Bodenbehandlung 'Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das mechanische Besprühen von Feldern und Feldfrüchten, beispielsweise mit   Schädlingsbekämp-   fungs-oderDüngeflüssigkeiten. 



   Das mechanische Besprühen wird üblicherweise mit   Sprühmaschinen     durchgeführt,   welche entweder selbst als Fahrzeug. ausgebildet sind oder von einem Traktor in Bewegung gesetzt werden und welche als wesentliche Teile einen Tank zur Aufnahme der Sprühflüssigkeit, eine Pumpe, ein   stangenförmiges. Sprühgerät   mit Sprühdüsen und Verbindungs- und Kontrolleinrichtungen zwischen diesen wichtigen Teilen aufweisen. Das Besprühen eines Feldes mit. derartigen Maschinen stellt eine der wichtigeren Arbeiten dar, welche während des Wachsen der Frucht oftmalig durchgeführt werden müssen. 



   Andere derartige Arbeiten wie Säen, Pflanzen, Behacken, Kultivieren und Jäten, werden gewöhnlich durch   Spezial geräte   durchgeführt, welche mit einem Traktor verbunden werden können, der sie   über   den Erdboden trägt, zieht oder schiebt. 



   Es wurde nun gefunden, dass das Besprühen mit einem vorbeugenden Unkrautvertilgungsmittel unmittelbar nach dem Säen manchmal die Saaten beschädigt und ihre Keimung verhütet oder behindert. Es wurde weiterhin gefunden, dass dieser unerwünschte Effekt dadurch verhindert werden kann, dass ein Schutzmaterial derart aufgebracht wird, dass das Schutzmaterial sich in Schichten zwischen Lagen von Erde befindet, welche die Saat bedecken. 



   Gemäss der vorliegenden Erfindung wird somit ein Verfahren zur Bodenbehandlung vorgesehen, welches darin besteht, dass in die mit Saatgut versehene Rinne vorzugsweise nach teilweiser Auffüllung derselben mit Erde und gege-   ibenenfal1s Verfestigung   des eingebrachten Erdreiches ein Absorptionsmaterial eingebracht und erst hierauf die Rinne vollständig mit Erdreich gefüllt und das Erdreich gegebenenfalls verfestigt wird,   worauf'schliesslich   der so behandelte Boden in an sich bekannter Weise mit einem Un-   krautvernichtungsmittel   besprüht wird.

   
Es soll darauf hingewiesen werden, dass der   wesentliche erfindungsgemässe   Verfahrensschritt in dem   Aufsprühen   der Schutzschicht vor oder nach der teilweisen Füllung der Furche und vor dem Aufsprühen des Unkrautvertilgungsmittels liegt. Die übrigen Schritte und irgendwelche zu- 
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Der Effekt dieses neuen Verfahrens ist folgender :
Wenn nach vollständiger Füllung der Furchen und gegebenenfalls Verfestigung des Bodens der Streifen mit einem vorbeugenden Unkrautvertilgungsmittelbesprühtwird, wirddieLösungin die Oberschicht des Bodens eindringen, wird aber durch die Schutzschichte aufgehalten, durch welche sie adsorbiert wird und nicht tiefer sinken kann.

   Da die Erdschicht, in welcher die Unkrautsamen gewöhnlich keimen, nur ungefähr   12mm   stark ist, werden die   Un ! krauts. amen durch   das Unkrautvertilgungsmittel erreicht und zerstört. Die Fruchtsamen hingegen liegen tiefer und sind geschützt durch die   schützende   Zwischenlage, mit welcher sie vorzugsweise nicht in Berührung sind, und liegen in einer Umgebung, welche frei von Unkrautvertilgungsmittel ist. Die Schicht, welche mit dem Unkrautvertilgungsmittel versetzt ist, wird von den jungen Schösslingen erst erreicht, wenn sie schon in ihrer Entwicklung weiter fortgeschritten und dadurch stark genug sind, um der Einwirkung dieser Mittel zu widerstehen. 



   Das Adsorptionsmaterial kann beispielsweise Holzkohle, Silikagel od. dgl. sein und es kann als Staub oder in Form einer flüssigen Suspension aufgebracht werden. Es wurde als sehr günstig gefunden, Holzkohle als Adsorptionsmaterial zu verwenden und diese als wässerige Suspension aufzubringen. Das Unkrautvertilgungsmittel kann ebenfalls als Staub oder vorzugsweise als Flüssigkeit aufgebracht werden und kann als aktive Komponenten irgendwelche der bekannten un-   kr, autvernichtenden Stoffe,   wie z. B. Pentachlorphenol,   a, a-Dichlorpropionsäure, Trichloressig-   säure, oder durch Unkrautvertilgungsmittel auf   Hormonbasis,   wie z. B. 2-Methyl-4-Chlorphen- 

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 ausserdem irgendwelche der üblichen   Verdun-   nungs- oder Hilfsmittel enthalten. 



   Erfindungsgemäss wird weiterhin zur Durch-   führung dieses   Verfahrens eine Vorrichtung vorgesehen, welche eine Sämaschine und eine Sprühvorrichtung zum Versprühen eines Unkrautvernichtungsmittels aufweist und dadurch gekennzeichnet ist, dass zwischen diesen beiden Geräten zur Behandlung jeder von der Sämaschine gezogenen und mit Saatgut versehenen Rinne vorzugsweise eine Kratzvorrichtung zum teilweisen Wiederauffüllen der Rinne, gegebenenfalls eine Verfestigungsrolle, eine Abgabevorrichtung für ein Absorptionsmittel, eine Kratzvorrichtung zum vollständigen Wiederauffüllen der Rinne und gegebenenfalls eine Verfestigungsrolle vorgesehen sind. 



   Die Einrichtung zum Aufsprühen der Schutzschicht kann für das Versprühen von Staub oder von Flüssigkeiten eingerichtet sein. Es wurde als sehr   zweckmässig   befunden, das Schutzmaterial in Form einer wässerigen Suspension aufzubringen und in solchen Fällen besteht die Vorrichtung ge-   wöhnlich   aus einem Tank für das zu versprühende Material, welcher vorzugsweise mit einem   rührer   ausgerüstet ist, einer Pumpe, einer Düse bzw. Düsen und der notwendigen Träger, Verbindungsleitungen und Regeleinrichtungen, um das Material vom Tank zu den Düsen zu bringen.

   Das Gerät zum Aufsprühen der Schutzschicht kann mit Vorrichtungen versehen werden, welche dem Fahrer automatisch visuell oder hörbar anzeigen, wenn die Sprühdüse verstopft ist, beispielsweise mit Hilfe eines Federventiles im Zubringersystem der Flüssigkeit, welches eine elektrische Einrichtung betätigt, wenn der Strom nachlässt. 



   Die beigeschlossene Zeichnung illustriert beispielsweise eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Maschine, ohne dass der Gegenstand der vorliegenden Erfindung jedoch hierauf beschränkt sein soll. 



   Die Zeichnung stellt eine Seitenansicht hievon dar. Hiebei bedeutet 1 einen gewöhnlichen Rahmen, welcher an die Verbindungsstange eines Traktors mit Hilfe eines einzigen Zapfens befestigt werden kann. 2 bedeutet das Kontrollrad zur Festlegung des Abstandes vom Boden. 3 ist eine Schar zum Auswerfen einer engen Furche. 



    J   ist ein Saatkorb, von welchem ein Kanal das Saatgut in einen Kasten   5   bringt, in welchem es durchmischt wird und durch ein endloses Gummiband (nicht gezeigt) mit Löchern für die einzelnen Samen aufgenommen wird, welches sich in Gegenrichtung zur Fahrtrichtung bewegt und welches die Saatkörner einzeln unmittelbar hinter den Kasten in die Spur der Schar 4 in einstellbaren   Abständen bringt. 6   ist eine Zinke, welche einstellbar am Rahmen mit Hilfe eines federnden Gebers angebracht ist, so dass die Tiefe, 
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 Tank und einer Pumpeinrichtung gebracht wird, welche nicht gezeigt sind.

   9 ist ein vorzugsweise entsprechend geformter Kratzer, 10 ist ein be-   lastetes Rad   und 11 eine   Sprühdüse   zum   Aufspr1-   hen von Unkrautvertilgungsmittel, welches aus einem Tank und einer nicht gezeichneten Pumpeinrichtung hingebracht wird. 



   Die Arbeit, welche durch jede dieser Einrichtungen geleistet wird, wenn die Maschine sich über dem Boden bewegt, ist im Bodenprofil am unteren Teil der Zeichnung gezeigt. Wenn sich das Gerät vorwärts bewegt, macht zunächst das Rad 2 einen seichten Eindruck (a), die Schar 3 wirft eine enge Furche   (b)   aus, das Band im Kasten 5 dreht sich und wirft einzelne Samen in, die Spur der Schar (c), die Zinke   6,   deren Tiefe eingestellt ist, schaufelt einen Teil der losen Erde über die Samen (d) ; die Düse 8 bringt einen schützenden Staub oder eine Sprühflüssig-   keit   auf und formt so eine Schicht auf der Erde (e).

   Der Kratzer 9 füllt die übrige Erde in die Furche ,, das belastete Rad 10 verfestigt die   Reihe (g)   und die Düse 11 sprüht ein Unkrautvertilgungsmittel darauf aus   (h).   



   Die beispielsweise beschriebene Einheit kann für sich verwendet werden oder in Paaren oder in Aggregaten von drei, vier oder mehr parallelen Einheiten, welche von der Zahl der Reihen abhängt, welche gleichzeitig bearbeitet werden sollen. Die Einheit oder die Einheiten können am Traktor in irgendeiner üblichen Art befestigt werden und es können Einrichtungen vorgesehen sein, um die Einheiten vom Boden abzuheben, beispielsweise auf hydraulischem Wege. 



   PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Bodenbehandlung, wobei durch eine Sämaschine eine Rinne gezogen und in diese Saatgut eingebracht wird, worauf die mit Saatgut versehene Rinne mit Erde wieder aufgefüllt und das eingebrachte Erdreich gegebenenfalls verfestigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass in die mit Saatgut versehene Rinne vorzugsweise nach   teilweiser Wiederauffüllung   derselben mit Erde und gegebenenfalls Verfestigung des eingebrachten Erdreiches'ein Absorptionsmaterial eingebracht und erst hierauf die Rinne vollständig 
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Claims (1)

  1. falls verfestigt wird, worauf schliesslich der so behandelte Boden in an sich bekannter Weise mit einem Unkrautvernichtungsmittel besprüht wird. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Absorptionsmaterial in Pulverform aufgebracht wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Absorptionsmaterial in Form einer Suspension aufgebracht wird. <Desc/Clms Page number 3>
    4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, welche eine Sämaschine und eine Sprühvorrichtung zum Versprühen eines Unkrauivernichtungsmittels aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen diesen beiden Geräten zur Behandlung jeder von der Sämaschine gezogenen und mit Saatgut versehenen Rinne vorzugsweise eine Kr, tzvorrichtung (6) zum teil- weisen-Wiederauffüllen der Rinne, gegebenenfalls eine Verfestigungsrolle, eine Abgabevorrich- tung (8) für ein Absorptionsmittel, eine Kratzvorrichtung (9) zum vollständigen Wiederauf- füllen der Rinne und gegebenenfalls eine Verfestigungsrolle (10)vorgesehensind.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, da# die Abgabevorrichtung (8) für das Absorptionsmaterial in an sich bekannter Weise mit einer Warnvorrichtung versehen ist, welche in Tätigkeit tritt, wenn der Auslauf des Absorptionsmaterials nachlässt.
AT305557A 1956-07-06 1957-05-09 Verfahren und Vorrichtung zur Bodenbehandlung AT205273B (de)

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GB205273X 1956-07-06

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AT205273B true AT205273B (de) 1959-09-10

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ID=10147338

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AT305557A AT205273B (de) 1956-07-06 1957-05-09 Verfahren und Vorrichtung zur Bodenbehandlung

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3110275A (en) * 1961-03-03 1963-11-12 David W Bonney Combined planting machine
US3220368A (en) * 1962-09-13 1965-11-30 Gandy Co Method and apparatus for planting and treating a seed bed
US3330070A (en) * 1965-12-29 1967-07-11 Chevron Res Method of applying mulch
US3348505A (en) * 1965-03-22 1967-10-24 Donald D Smith Earth working and planting apparatus
DE3644767A1 (de) * 1986-12-30 1988-07-14 Friedrich Fischer Verfahren und vorrichtung zum ausbringen von saatgut oder dergleichen materialien

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