<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zur kontinuierlichen Beimischung eines bestimmten Anteiles einer niederviscosen
Zusatzflüssigkeit zu einer Spinnlösung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur automatischen und kontinuierlichen Beimischung eines bestimmten Anteiles einer niederviskosen ZusaLzflüssigkeit, wie z. B. einer ein Pigment enthaltenden Dispersion, zu einem aus einer viskosen Spinnlösung bestehenden Strom, wie z. B. einem Viskosestrom.
Mit Hilfe dieser Vorrichtung sollen die Anteile verschiedener FlUssigkeitsströme, die in einer Mischvorrichtung innig miteinander vermischt werden, genau vorbestimmt werden können, wobei insbesondere eine Vorrichtung geschaffen wird, die es ermöglicht, getrennte Viskoseströme oder einen Zusatz, der dem Viskosestrom zugefügt werden soll, in genau festgelegten Mengenverhältnissen miteinander zu mischen.
In der Herstellung von Kunstfasern, wie z. B. Reyon u. dgl., ist es wichtig, eine grössere Anzahl von Sekundärflüssigkeiten dem Hauptviskosestrom zuzuführen, die Farbstoffe, Entglänzungsmittel oder auch andere Stoffe enthalten können und aus bestimmten Gründen nicht dem Viskosevorrat im Keller beigefügt- werden sollen. Von besonderer Bedeutung ist es, ein ganz konstantes Verhältnis zwischen der t Impfvisko- se" C" seed" -viscose) und der Hauptviskosezuleitung aufrecht zu erhalten. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass bei Zusatz von Farbstoffen gewünschte Schattierungen eingehalten werden können bzw. bei Verwendung anderer Zusatzstoffe die Beschaffenheit des Garns immer die gleiche bleibt.
Die besten Resultate werden dann erzielt, wenn von der Hauptleitung der Viskose zwischen den Tanks und der Spinnmaschine abgezapft und der pastenartige Zusatz mit der so zugeführten Viskose vermischt wird, worauf die auf diese Weise erhaltene"Impfviskose"ihrerseits mit dem Hauptstrom der Viskose vermischt wird.
Schwierigkeiten treten insbesondere dann auf, wenn der Zusatz korrodierend wirkt, wodurch eine Anordnung einer Dosierungspumpe innerhalb der für diesen Zusatz bestimmten Zuleitung unmöglich wird.
Es ist eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Beimischung eines bestimmten Anteiles einer niederviskosen Zusatzftüssigkeit, z. B. einer ein Pigment enthaltenden Dispersion, zu einer viskosen Spinnlösung, z. B. einer Viskoselösung, bekannt geworden, bei welcher zwei in Serie geschaltete, eine Zuführung und eine Absaugung ergebende Pumpeinrichtung von verschiedener Kapazität vorgesehen sind, die Zufuhrleitung des Zusatzes zwischen den beiden Pumpeinrichtungen einmündet und die Zusatzmenge gleich ist der Differenz der Fördermengen der beiden Pumpeinrichtungen. Bei dieser Anordnung wird jedoch eine durch die Zusatzflüssigkeit verursachte Korrosion der Pumpeinrichtungen nicht verhindert.
Erfindungsgemäss wird dieser Nachteil der bekannten Vorrichtung dadurch überwunden, dass zwischen den beiden Pumpeinrichtungen eine Vormischkammer angeordnet ist, die zur Vermischung der viskosen Spinnlösung mit der Zusatz flüssigkeit dient.
Vorliegende Erfindung sieht demnach eine Vorrichtung vor, die eine genaue Dosierung des Zusatzes ermöglicht, wobei dieser mit einer viskosen Spinnlösung vermischt und dann durch eine Pumpe weitergeleitet wird.
In den Zeichnungen wird eine schematische Anordnung einer Ausführungsform der Erfindung gezeigt.
Die Hauptzuleitung 5 bringt die Viskose in der durch Pfeile angezeigten Richtung aus im Viskosekeller befindlichen Tanks zu der Spinnmaschine. Von der Hauptleitung 5 wird eine Nebenleitung 6 abgezweigt und durch diese ständig die gleiche Menge der Klar- oder Stammviskose durch eine Dosierungs-
<Desc/Clms Page number 2>
pumpe 7 abgezogen, die von der Welle 8 der Spinnmaschine über Stirnzahnräder 9, 10 angetrieben wird. Diese bestimmte gleichbleibende Viskosemenge wird durch die Leitung 12 in eine Kammer oder einen Mischraum 11 gepumpt. Der der Stammviskose hinzuzufügende Zusatz wird in einem Tank 13 aufbewahrt, der mit einem geeigneten von einem Motor 15 angetriebenen Rührer 14 ausgestattet seir kann.
Der Tank 13 ist an seinem Einführungsende durch die Leitung 16 mit der Kammer 11 verbunden. Der Mischer kann die übliche Konstruktion aufweisen, nach welcher innerhalb einer Kammer verschiedene Mischvorrichtungen durch einen Motor 17 angetrieben werden. Die Ableitung 18 von der Kammer ist mit zwei Dosierungspumpen 19, 20 über die Leitungen 21 bzw. 22 parallelgeschaltet. Die Pumpen 19,20 werden von der Welle 8 über die Stirnzahnräder 23,23 und 24,24 angetrieben. Die Ableitungen 25,25 von den Pumpen 19, 20 sind mit der Leitung 26 verbunden, die die"Impfviskose"in die von dem Motor 28 angetriebene Mischvorrlch : ung 27 bringt, wodurch die Einführung des pastenartigen Zusatzes zu der Klarviskoseleitung 5 vollführt ist.
In der Zeichnung sind die üblicherweise verwendeten Viskose-Dosierungspumpen 7, 19, 20 gezeigt, die alle dieselbe Kapazität haben können. Wenn dies zutrifft, wird der Zufluss der"Impfviskose"in die Ableitung 18 genau doppelt so gross sein, als der Zufluss der Klarviskose in die Leitung 12. Der Unterschied in der Kapazität ist durch den aus dem Tank 13 durch die Leitung 16 in die Kammer 11 eingeführten Zusatz bedingt. Wenn sich die Geschwindigkeit der Welle 8 aus irgendeinem Grunde ändert, wird das Verhältnis der durch die Leitungen 12 bzw. 18 fliessenden Ströme immer 2 : 1 bleiben. und es wird daher in dem vorliegenden System die Menge des aus dem Tank 13 abgezweigten Zusatzes immer genau der Menge der mit Hilfe der Pumpe 7 zugeführten Klarviskose entsprechen. Dieses Verhältnis kann natürlich nach Wunsch geändert werden. So können z.
B. zusätzliche Pumpen mit der Ableitung 18 in Verbindung gebracht oder auch nur eine zusätzliche Pumpe, die eine grössere Kapazität hat als die Pumpe 7, verwendet werden. Auf diese Weise wird indirekt eine genaue Dosierung des Zusatzes erreicht und dabei die Verwendung einer Pumpe oder von Dosierungsvorrichtungen in der Leitung 16 vermieden. Dadurch wird verhindert, dass korrodierende Zusätze unvermischt in genauestens arbeitende Dosierungspumpen eingeführt werden, wodurch die Pumpen bald abgenützt werden und ihre Dosierungsgenauigkeit verlieren.
Die vorliegende Anordnung ist einfach, ermöglicht genaues Arbeiten und eine Aufarbeitung verhältnismässig grosser Flüssigkeitsmengen. Bei Verwendung gebräuchlicher DosierungsDumpen können 136 kg Viskose pro Minute aufgearbeitet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur kontinuierlichen Beimischung eines bestimmten Anteiles einer niederviskosen Zu- satzflüssigkeit zu einer viskosen Spinnlösung, z. B. einer Viskoselösung, wobei zwei in Serie geschaltete, eine Zuführung und ein Absaugung ergebende Pumpeinrichtungen von verschiedener Kapazität vorgesehen sind, die Zufuhrleitung des Zusatzes zwischen den beiden Pumpeinrichtungen einmündet und die Zusatzmenge gleich ist der Differenz der Fördermengen der beiden Pumpeinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Pumpeinrichtungen (7 ; 19, 20) eine Vormischkammer (11) angeordnet ist, die zur Vermischung der viskosen Spinnlöstmg mit der Zusatzflüssigkeit dient.