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Vergasungsbrenner für flüssige Brennstoffe.
Vergasungsbrenner, d. h. solche Brenner, bei welchen der Brennstoff vorher vergast wird und der austretende Gasstrom nach entsprechender Mischung mit Luft zur Ver- brennung gelangt, benötigen einen Prallkörper, an welchem das brennbare Gemisch an- prallt, um durch eine innige Vermischung mit Luft zu einer vollständigen Verbrennung zu gelangen. Bekanntlich soll die Entfernung des Prallkörpers-der zur Erfüllung seines
Zweckes am besten eben und kreisrund ist-von der Austrittsstelle des Gases um so grösser sein, je grösser die Austrittsgeschwindigkeit des Gases ist und ist demgemäss die
Prallplatte bei grossen Gasspannungen von der Düse weiter entfernt, bei geringeren Gas- spannungen näher an die Düse gerückt.
Ist die Prallplatte zu weit entfernt, so tritt bei niedrigeren Gasspannungen ein Abreissen"des Gasstrahles ein, während eine zu geringe
Entfernung die ungenügende Mischung des vergasten Brennstoffes mit Verbrennungsluft und demzufolge ein Entweichen unverbrannten Gases bewirkt.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Vergasungsbrenner, welcher eine vollständige
Verbrennung des vergasten Brennstoffes auch bei sehr hohen Spannungen (über 12 Atm.) gewährleistet und der trotzdem auch bei äusserst niedrigen Gasdrücken (von nur 0-1 Atm.) kontinuierlich brennt, ohne dass ein Abreissen"des Gasstromes zu befürchten ist.
In umstehender Zeichnung ist ein gemäss vorliegender Erfindung konstruierter Brenner im Schnitt veranschaulicht.
Der flüssige Brennstoff tritt in der Richtung des Pfeiles in das Vergasungsrohr a t ein, um bei b in vergastem Zustand aus demselben in die Vordüse c einzutreten. Dif Vordüse c ist im Vergleich zur Austrittsöffnung b so klein bemessen, dass die Menge der daselbst mitgerissenen Luft zu gering ist, um in der Vordüse c auch bei kleinen Drücken ein brennbares Gasgemisch zu bilden. Diese Vordüse c mündet in die mit Öffnungen o
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durch den aus der Vordüse c austretenden Gasgemischstrahl eingesogen wird. Das aus der Mischdüse d austretende, brennbare Gasgemisch trifft auf die Prallplatte g, woselbst die vollständige Verbrennung dieses Gemisches stattfindet.
Da die Entfernung der Prall- platte 9 von der Mündung der Mischdüse d so gross ist, als dem höchsten Betriebsdruck entspricht, so würde, wie erwähnt, bei geringen Drücken der Gasstrahl auf seinem Wege nach der Prall platte 9 abreissen. Um dies zu verhindern, ist in der Achsenrichtung des
Brenners ein Zwischenrohr e, welches ebenso wie die Prallplatte 9 an einem Bügel f be- festigt ist, angeordnet. Gemäss vorliegender Erfindung ist der Durchmesser der Öffnung dieses Zwischonrohres, welches zweckmässig zylindrisch oder schwach konisch geformt ist, um eine übermässige Ablenkung des Gasstrahles aus der Achsenrichtung des Brenners zu vermeiden, an dem der Prallplatte zugekehrten Ende kleiner, als der Durchmesser der
Prallplatte 9 selbst.
Auch bei geringem Drucke als jenem, für welchen die Entfernung der Prallplatte bestimmt ist, wird infolge dieser Anordnung das gegen die Prallp ! atte 9 strömende Gasgemisch von seiner Richtung nicht abgelenkt, so dass wenigstens das durch dieses Zwischenrohr e durchtretende Gasgemisch die Prallplatte g unbedingt treffen muss, durch welches sodann eine Entzündung und Verbrennung des ganzen Gasgemisches bewirkt wird. Bei grösseren oder normalen Drücken trifft jedoch das ganze, aus der Mischdüse d austretende Gemisch die Prallplatte, ohne dass dasselbe durch das Zwischenrohr von derselben abgelenkt würde.