AT20343B - Verfahren zur Ausfütterung schmiedeiserner Hohlkörper mit Gußmetall, z. B. Gußeisen. - Google Patents

Verfahren zur Ausfütterung schmiedeiserner Hohlkörper mit Gußmetall, z. B. Gußeisen.

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AT20343B
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  Verfahren zur Ausfütterung schmiedeiserner Hohlkörper mit Gussmetall, z. B. Gusseisen. 



   Da in chemischen Fabriken verschiedene Stoffe nur in   gusseisernen Gefässen   unter hohem Druck verarbeitet werden können, so liegt das Bedürfnis vor, gusseiserne Gefässe zu schaffen, welche einem hohen Innendruck Widerstand leisten können. Zu diesem Zwecke bekleidet man die gusseisernen Gefässe mit einem schmiedeisernen Mantel, weiche Massnahme jedoch insofern den Erwartungen nicht entsprach, als es niemals gelang, den schmiereisernen Mantel so um die Wandung des gusseisernen Gefässes herumzulegen, dass er sich der   Oberfliiche   des letzteren innig anschmiegte und jeder kleine Hohlraum zwischen Mantel und Gusseisenwandung die Verstärkung des gusseisernen Gefässes zum Teil wieder aufhebt. 



    Bestrebungen, welche darauf gerichtet waren, den schmiedeisernen Mantel mit Gussmetall, z B. Gusseisen auszufüttern, indem man in den schmiedeisernen Mantel einen Kern   einsetzte und in den Raum zwischen ersteren und letzteren das flüssige Gusseisen eingoss, führten ebenfalls nicht zu einem befriedigenden Ergebnis, weil durch die bedeutende Ausdehnung, weiche der   schmiedeiserno   Mantel infolge der Erhitzung seitens des flüssigen Gusseisens erfährt, nicht allein eine Zerstörung der Form in den meisten   Fällen eintritt,   sondern auch infolge jener Ausdehnung eine sehr   ungleichmässige Wandstärke   der gusseisernen   Ausfütterung   erzielt wurde, solche wiederum zu bedenklichen Spannungen in dem 
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist.

   nun ein Verfahren, bei welchem den gekennzeichneten Übelständen in jeder Beziehung entgegengetreten wird. Dasselbe besteht darin, dass dem einen Teil der Gussform bildenden,   schmiedeisernen   Mantel die Möglichkeit 
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 metall erfährt, auszudehnen, ohne den ihn   umgebenden   Teil der Form zu verletzen. 



   Um das soeben angedeutete Verfahren möglichst klar und unzweideutig   zum     Ausdruck   zu bringen, ist in Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung die Lage des schmiedeisernen Mantels in der   zum Einguss   dienenden Form veranschaulicht worden. Hier ist 1 der   schmiedeiserne   
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 trichter 4 und Einguss 5 versehene   Korn, welcher zwischen sich   und dem   schmiedeiserner   Mantel einen   Hohlraum   6 zur Aufnahme des flüssigen Gusseisens bildet. Das durch den   Einguss   5 in jenen   Hohlraum   hineinfliessende Gusseisen füllt von unten den Hohlraum 6 allmählich an, wobei die Luft an den glatten Wandungen des schmiedeisernen Mantels 1 leicht entweichen kann.

   Durch die Wärme, welche von dem Gusseisen auf den schmiedeisernen Mantel übertragen wird, wird letzterer veranlasst, sich auszudehnen, zu welchem Zwecke die   Hohlräume 7, 8 vorgesehen   sind, so dass der   Ausdehnung des schmiedeisernen   Mantels in jeder Beziehung Rechnung getragen und einer Zerstörung der Form infolge der Ausdehnung des Mantels vorgebeugt wird. 



   Nachdem die Arbeit des Giessens beendet und das Gussmetall in der Form erstarrt ist, beginnt sowohl das Gusseisen als auch der schmiedeiserne Mantel sich zusammenzuziehen. 



    Da jedoch Schmiedeisen mehr schwindet   als Gusseisen, so wird dadurch das   gusseiserne   Futter im Inneren zusammengedrückt, so dass der schmiedeiserne Mantel wie eine auf- 
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Da ferner bei dem Auftreffen des flüssigen Metalles auf den kalten schmiedeisernen Mantel ein Abschrecken des Guss metalles hervorgerufen wird, so wird gerade an den Stellen, an welchen die Ausfütterung auf dem schmiedeisernen Mantel aufruht, eine dichte Oberfläche der   Allsfütterung   erzielt, so dass dieselbe   als Hartguss   angesehen werden kann. 



   Nach einer besonderen   Ausführungsform   des soeben gekennzeichneten Verfahrens wird (vgl. Fig. 2) der Kern 3 exzentrisch in die Form eingelegt, d. h. er wird so eingelegt, dass er vor dem Giessen so viel näher an der schmiedeisernen Wand des Mantels liegt, als später die Wand sich ausdehnt, wodurch die Erzielung einer möglichst gleichmässigen Wandstärke gewährleistet wird. 



   Diese exzentrische Lagerung des   liernes   3 lässt der Querschnitt der in Fig. 2 veranschaulichten Form erkennen, woselbst der schmiedeiserne Behälter 1 exentrisch in der Formmasse 2 und der Korn 3 wiederum exzentrisch zum schmiedeisernen Mantel   1   gelagert wird, so dass der letztere sich nach links durch den Raum 7 hindurch auszudehnen vermag und dann sein Abstand vom Kern an der Stelle 10 ebenso gross ist wie an der Stelle 9. 



   Die soeben angedeutete   Ausführungsform   des angemeldeten Verfahrens gestattet, wie bereits bemerkt, die Erzielung einer vollständig gleichmässigen Wandstärke in allen Teilen des Futters, so dass man die Futterdicke auf das denkbar geringste Mass herabmindern kann. Dieses hat wiederum zur Folge, dass das beim Auftreffen auf den kalten Mantel abgeschreckte flüssige Gussmetall auf der Oberfläche des gusseisernen Futters, welches zur Aufnahme des betreffenden chemischen Stoffes dient, eine Art Hartguss wird, welcher den betreffenden Chemikalien eine noch weit grössere Widerstandsfähigkeit als das gewöhnliche Gusseisen entgegensetzt. 



   Nach einer dritten Ausführungsform des angemeldeten Verfahrens kann man selbst auch bei starker Wandung des gusseisernen Futters den erwünschten Hartguss dadurch erzielen, dass man während des Giessens den schmiedeisernen Mantel an seiner   Aussenfläche   einer besonderen Kühlung unterwirft, so dass derselbe diejenige Wärme, welche er bei Berührung mit dem   Gussmetall   aufnimmt, stets sogleich wieder an das ihn umgebende gasförmige, flüssige oder feste Kühlmittel abzugeben vermag. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Ausfütterung schmiedeiserner Hohlkörper mit Gussmetall, z. B. Guss- eisen, dadurch gekennzeichnet, dass dem in der Form lagernden, schmiedeisernen Mantel die
Möglichkeit geboten wird, sich bei der Erwärmung, welche er durch das die Form an- füllende Gussmetall erfährt, auszudehnen, ohne den ihn umgebenden Teil der Form zu verletzen.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern in dem auszufütternden schmiedeisernen Mantel so eingelegt wird, dass er vor EMI2.1
    3. Ausführungsform des Verfahrens gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der schmiedeiserne Mantel während des Giessens einer Abkühlung unterworfen wird.
AT20343D 1904-07-30 1904-07-30 Verfahren zur Ausfütterung schmiedeiserner Hohlkörper mit Gußmetall, z. B. Gußeisen. AT20343B (de)

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