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Elektrohydraulische Verstellvorrichtung Für. die Verstellung von Bremsen, Kupplungen,
Schiebern, Ventilen, Drosselklappen. u. dgl. kom- men mit Vorteil elektrohydraulische Verstellvor- richtungen zur Anwendung, die im wesentlichen aus einem elektrischen Antriebsmotor, einer von ! diesem angetriebenen Pumpe und einem von der Druckflüssigkeit dieser Pumpe beaufschlagten
Stellkolben mit zentral nach aussen geführter Kolbenstange bestehen, wobei der Antriebsmotor, die auf dessen Welle fliegend gelagerte Pumpe und der Stellkolben mit der Kolbenstange gleichachsig in einem zylindrischen Gehäuse angeordnet sind, das durch eine zur Lagerung der Pumpenwelle dienende Zwischenwand quer unterteilt ist.
Die Erfindung erstrebt eine bauliche Vereinfachung umd'damit im Zusammenhang eine einfachere Montage und Bedienung einer solchen elektrohydraulischen Verstellvorrichtung. Zu diesem Zwecke wird erfindungsgemäss die Zwischenwand mit dem Gehäuse oder einem Gehäuseteil aus einem Stück gegossen. Das sonst schwierige Einpassen dieser Zwischenwand in das Gehäuse wird hiedurch vermieden und so die Fertigung vereinfacht.
Eine weitere Verbesserung einer solchen Verstellvorrichtung wird nach der Erfindung dadurch erzielt, dass das gemeinsame Gehäuse in Richtung zum Antriebsmotor hinter der Zwischenwand geteilt ist und zwischen dem den An- triebsmotor enthaltenden Gehäuseteil und dem die Pumpe, das hydraulische Mittel und den Stellkolben enthaltenden Gehäuseteil eine Schicht mit gegenüber Metall geringerer Wärmeleitfähigkeit angeordnet ist.
Da bei einer solchen Verstellvorrichtung die grösste Wärmemenge in dem die Pumpe, das hydraulische Mittel und den Stellkolben enthaltenden Gehäuseteil erzeugt wird, wird so ein Wärme- übergang von diesem Gehäuseteil zum Antriebsmotor und damit eine Oberhitzung dieses Motors weitgehend vermieden.
Die Zeichnung zeigt an zwei Beispielen die Erfindungsmerkmale, wobei Fig. 1 und 2 das eine Beispiel und Fig. 3 und 4 das andere Bei- spiel darstellen. Im einzelnen zeigen : Fig. 1 und
3 je eine Draufsicht, Fig. 2 einen Längsschnitt nach der Linie Il-Il, der Fig. 1, Fig. 4 einen Längsschnitt der Fig. 3.
Bei der Ausführung der Fig. 1 und 2 ist mit
10 das Gehäuse bezeichnet, das an einem Ende durch den flaschenhalsförmigen Deckel 11 und dem andern Ende durch den Deckel 12 abge- schlossen wird, der gleichzeitig als Lagerschild des Antriebsmotors 13 dient. Das Gehäuse 10 ist durch die mit ihm aus einem Stück gegossene Zwischenwand 14 quer unterteilt. In der Zwischenwand 14 ist die Motorwelle 15 gelagert, auf der das Pumpenrad 16 fliegend befestigt ist.
Die Lagerstelle in der Zwischenwand 14 kann ge- gen die vom Pumpenrad 16 geförderte Druck- flüssigkeit abgedichtet sein, falls die Antriebsmotor 13 in Luft oder in einem besonderen Kühlmittel laufen soll. Soll die vom Pumpenrad 16 geförderte Druckflüssigkeit gleichzeitig zur Kühlung des Antriebsmotors 13 verwendet werden, so kann die Abdichtung der Zwischenwand 14 entfallen.
Das mit dem Leitapparat 77 des Pumpenrades 16 aus einem Stück. gegossene zentrale Führungsrohr 18 des Stellkolbens 19 dient gleichzeitig als Ansaugrohr der Druckflüssigkeit zum Pumpenrad 16. Der ringförmige Stellkolben 19 ist mit der Brücke 20 aus einem Stück gegossen und wird durch die Feder 21 bei abgeschaltetem Antriebsmotor 13 in der gezeichneten Lage gehalten.
Die Brücke 20 nimmt in ihrem Mittelteil die zentrale Kolbenstange 22 auf, die durch den flaschenhalsförmigen Deckel 11 nach aussen geführt ist und eine Glocke 23 trägt, die zum Schutz der Abdich- tung 24 dient und vorzugsweise zumindest teilweise doppelwandig ausgeführt ist, wobei die innere Wand 25 an dem flaschenhalsförmigen Deckel 11 anliegt und die äussere'Wand 26 zumindest angenähert den Durchmesser des übrigen Gehäuses 10 aufweist.
Die elektrohydraulische Verstellvorrichtung ist mit einem Senkventil ausgerüstet, das von einer
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ringförmigen Platte 27 gebildet wird, welche die Öffnungen des Leitapparates 17 mehr oder weniger abdeckt und durch den kegelförmig zulaufenden Gewindestift 28 gehoben und gesenkt werden kann. Ist beispielsweise der Antriebsmotor 13 eingeschaltet, so wird durch das Pumpenrad 16 das in dem Gehäuse 10 befindliche hydraulische Mittel durch den Leitapparat 17 hindurch unter den Stellkolben 19 gedrückt, wobei die ringför- mige Platte 27 angehoben wird und somit die öffnungen des Leitapparates 17 freigegeben werden und dadurch der Stellkolben 19 verschoben sowie die Feder 21 gespannt wird.
Wird der An-
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ben 19 durch die Kraft der Feder 21 wieder in seine Ausgangslage zurückgedrückt, wobei das hydraulische Mittel durch den Leitapparat 17 und das Pumpenrad 16 zurückströmt. Mit Hilfe des kegelförmig zulaufenden Gewindestiftes 28 in Verbindung mit der ringförmigen Platte 27 kann nun der öffnungsquerschnitt des Leitapparates 17 geändert werden, wodurch auch die Senkzeit des Stellkolbens 19, das heisst die Zeit bis zur Erreichung der Ausgangslage des Stellkolbens 19, entsprechend geändert wird.
Der Gewindestift 28 durchdringt quer das Gehäuse 10 und ist durch eine dem Klemmenkasten 31 benachbarte öffnung 32 auch während des Betriebes der elektrohydraulischen Verstellvorrichtung zugänglich.
Durch eine weitere dem Klemmenkasten 31 benachbarte Öffnung 33 sind den Antriebsmotor 13 schützende temperaturabhängige Schalter 34 zugänglich. Diese temperaturabhängigen Schalter 34 werden von dem Kühlmittel des Motors (Luft, 01 u. dgl. ) umspült. Um die temperaturabhängi- gen Schalter 34 leicht erreichen zu können, sind diese mit dem die Uffnung verschliessenden Dekkel durch einen Steg 35 verbunden und werden so beim öffnen des Deckels aus der Öffnung 33 herausgezogen.
Das Gehäues 10 ist mit Kühlrippen 36 versehen, die in zwei aufeinander senkrecht stehenden Ebenen jeweils parallel zueinander angeordnet sind, um so einen Kokillenguss des Gehäuses zu ermöglichen. 37 ist eine Schraube zum Verschliessen der Olablassöffnung.
Bei der Ausführung nach Fig. 3 und 4 besteht das Gehäuse der elektrohydraulischen Verstellvorrichtung aus dem den Antriebsmotor enthaltenden Gehäuseteil 38 und dem die Pumpe 39, 40, das hydraulische Mittel und den Stellkolben 41 enthaltende Gehäuse 42, das mit der zur Lagerung der Welle 43 des Antriebsmotors 44 dienenden Zwischenwand 45 aus einem Stück besteht. Zwischen den beiden Gehäuseteilen 38 und 42 ist eine Schicht mit gegenüber Metall geringerer Wärmeleitfähigkeit angeordnet, die hier aus einer Dichtung 46 besteht. Die Dichtflächen zwischen den Gehäusen 38 und 42 sind vorzugsweise kleiner als 50 lo der die Wärme leitenden Querschnitts- fläche der Gehäuse, um einen Wärmeübergang weitgehend zu vermeiden.
Natürlich kann statt der Dichtung eine andere Massnahme zur Verhinderung eines Wärmeüberganges ergriffen werden. So kann beispielsweise die Berührungsfläche zwischen den Gehäuseteilen 38 und 42 so klein gehalten werden, dass praktisch ein Luftraum zwischen ihnen entsteht. Auch die Anordnung des den Antriebsmotor 44 enthaltenden Gehäuseteils 38 unterhalb des Gehäuseteils 42 trägt mit zur
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häuseteil 42 zum Gehäuseteil 38 bei.
Die beiden Gehäuseteile 38 und 42, die jeder aus einem Stück gegossen sind, sind mit flanschenartigen Vorsprüngen 47 und 48 versehen und werden durch Zuganker 49 zusammengehalten, die im wesentlichen ausserhalb der Gehäuseteile 38 und 42 verlaufen, die zur Kühlung mit gleichartigen, radial gerichteten und in Längsrichtung der Gehäuse verlaufenden Kühlrippen 50 und 51 versehen sind. Der Gehäuseteil 42 wird an einem Ende durch die flaschenhalsförmigen Deckel 52 abgeschlossen. Die Lagerstelle der Motorwelle 43 in der Zwischenwand 45 ist gegen das von dem Pumpenrad 40 geförderte hydrau- lische Mittel abgedichtet, um so einen Wärme- übergang vom hydraulischen Mittel zum Antriebsmotor zu vermeiden. Auf der Welle 43 ist das Pumpenrad 40 fliegend befestigt.
Das mit dem Leitapparat 39 des Pumpenrades 40 aus einem Stück gegossene zentrale Führungsrohr 53 des Stellkolbens 41 dient gleichzeitig als Ansaugrohr der Druckflüssigkeit zum Pumpenrad 40. Der ringförmige Stellkolben 41 ist mit einer Brücke 54 aus einem Stück gegossen und wird durch die Feder 55 bei abgeschaltetem Antriebsmotor 44 in der gezeichneten Lage gehalten.
Die Brücke 54 nimmt mit ihrem Mittelteil die zentrale Kolbenstange 56 auf, die durch den fla- schenhalaförmigen Deckel 52 nach aussen geführt ist, und eine Glocke 57, die zum Schutz der Abdichtung 58 dient und vorzugsweise zumindest teilweise doppelwandig ausgeführt ist, wobei die innere Wand 59 an dem flaschenhalsförmigen Deckel 52 anliegt und die äussere Wand 60 zumindest angenähert den Durchmesser des übrigen Gehäuses 38, 42 aufweist.
In der ringförmigen Platte 65 ist eine Öffnung 64 vorgesehen, die mit Hilfe des Gewindestiftes 67 in ihrem Querschnitt veränderbar ist. Hiedurch ist die Senkzeit der elektrohydraulischen
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kann nach dem Lösen des Deckels 68 erfolgen, der sich neben dem Klemmenkasten 69 befindet.
In dem zugleich als zentrales Führungsrohr für den Stellkolben 41-dienenden Ansaugrohr 53 ist ein Körper 70 angeordnet, der dieses Ansaugrohr in mehrere in Längsrichtung verlaufende Kammern unterteilt, durch welche eine Rotation des hydraulischen Mittels im Ansaugrohr vermieden wird.
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. Statt mit der in der Zeichnung dargestellten einstufigen Pumpe kann das Verstellgerät auch mit einer mehrstufigen Pumpe ausgerüstet sein, wodurch eine erhöhte Stellkraft erreicht wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektrohydraulische Verstellvorrichtung mit einem elektrischen Antriebsmotor, einer von diesem angetriebenen Pumpe und einem von der Druckflüssigkeit dieser Pumpe beaufschlagten Stellkolben mit zentraler nach aussen geführter Kolbenstange, wobei der Antriebsmotor, die auf dessen Welle fliegend gelagerte Pumpe und der Stellkolben mit der Kolbenstange gleichachsig in einem zylindrischen Gehäuse angeordnet sind, das durch eine zur Lagerung der Pumpenwelle dienende Zwischenwand quer unterteilt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenwand mit dem Gehäuse oder mit einem Gehäuseteil aus einem Stück gegossen ist.