AT202706B - Verfahren und Gerät zur Nachbehandlung von durch Dauerwellmittel verformten Haaren - Google Patents
Verfahren und Gerät zur Nachbehandlung von durch Dauerwellmittel verformten HaarenInfo
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Description
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Verfahren und Gerät zur Nachbehandlung von durch Dauerwellmittel verformten Haaren
Für das auf Basis von Thioglykolsäure beruhende Kaltwellverfahren ist es charakteristisch, dass die zur Verformung der Haare dienenden Chemikalien in einem zweiten Prozesse zur Gänze neutralisiert werden müssen.
Nachdem die Kaltwellpräparate im Prinzipe aus der stark reduzierenden Thioglykolsäure in einem alkalischen Medium bestehen, setzt sich die Nachbehandlung aus zwei Prozessen zusammen. Zur Aufhebung der Reduktionswirkung der Thioglykolsäure werden Oxydationsmittel verwendet, während das überschüssige Alkali. durch organische Säuren, vorzugsweise Wein-oder Zitronensäure, zerstört wird.
Als moderne Oxydationsmittel werden an Stelle von dem sonst üblichen Wasserstoffperoxyd wässerige Lösungen von Persalzen, Bromaten usw. verwendet, die aber wiederum den Nachteil haben, in saurer Lösung nicht beständig zu sein, sondern sich unter Verlust der oxydativen Wirkung zu zersetzen. Es muss daher statt einer Operation eine saure Spülung der Haare noch zusätzlich vorgenommen werden.
Die Heranbringung dieser Chemikalien an die über Wickler gerollten Haare erfolgt meist durch Übergiessen mit stark verdünnten Lösungen dieser Chemikalien. Es sind auch schon Verfahren bekannt, durch Betupfen der Wickler mit konzentrierten Lösungen die Neutralisation zu erzielen oder diese zugleich mit einem stark schäumenden Präparat in Form einer Schaumdecke auf die Wickler einwirken zu lassen.
Es wurde gefunden, dass sich eine ganz hervorragende Neutralisierung in einer Operation erzielen lässt, wenn die erwähnten wässerigen Lösungen von Persalzen, Bromaten usw. in einem dünnen, scharfen Strahl auf und in die Wickler gesprüht werden, wobei durch das tieferstehend beschriebene Verfahren erst im Momente des Versprühen die saure Einstellung der Oxydationsmittel erfolgt, wodurch die Oxydationskraft voll ausgenützt wird.
Ferner wurde gefunden, dass die Erzeugung dieses scharfen Strahles sich mit Hilfe von elastischen Plastikflaschen erzeugen lässt, wenn im Innem ein entsprechender Druck hervorgerufen wird.
Es ist schon bekannt, durch Vermischen einer Säure mit einer alkalischen Flüssigkeit, die Kohlensäure entwickelt, Gas und in weiterer Folge bei-Verschluss des Behälters Druck zu erzeugen, aber die Gasentwicklung erfolgt zuerst zu stgrmisch und lässt dann bald nach.
Es wurde ferner gefunden, dass sich diese Übelstände vermeiden lassen, wenn ein Bestandteil, z. B. die Weinsäure, in Form von Tabletten in eine bikarbonathältige Lösung der oben angeführten Oxydationsmittel eingebracht wird, wodurch eine verzögerte und gleichmässige Gasentwicklung erfolgt. Der Zusatz von Bikarbonat zu den Oxydationsmitteln wirkt stabilisierend und macht die Lösungen unbeschränkt haltbar.
Die bei diesem Verfahren auftretende Schwierigkeit, dass die Tabletten beim Zerfall das Sprührohr verstopfen könnten, wird durch Zwischenschalten eines Siebes zwischen Plastikflasche und Sprührohr : vermieden. Durch das Verschliessen des Sprührohre mit einer festsitzenden Gummikappe lässt sich der Druck im Innern der Plastikflasche so weit regulieren, dass die Intensität des Strahles nach dem Öffnen bis zum Aussprühen des Inhaltes konstant bleibt.
Durch den genau festgelegten Überschuss an Säuretabletten ist der Strahl sauer und die Zersetzung der. Bromatlösung erfolgt im Momente der Anwendung, wodurch eine besonders günstige und nicht vorauszusehende Wirkung erzielt wird.
Nach diesem Verfahren lassen sich der Neutralisationsflüssigkeit ohne weiteres auch noch besondere
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Verbesserungs-, Schaummittel sowie Mittel zur leichteren Kämmbarkeit und zur Erhöhung der Elastizität der Haare beimischen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Nachbehandlung von durch Dauerwellmittel verformten Haaren unter Verwendung saurer Oxydationsmittellösungen, dadurch gekennzeichnet, dass wässerige Lösungen von Oxydationsmitteln, wie Persalzen, Bromaten usw., in ein Druckgefäss gefüllt und unmittelbar vor Gebrauch mit Druckgas entwickelnden Substanzen so versetzt werden, dass die Lösung schwach sauer wird und nach Erreichung des entsprechenden Druckes durch ein Sprührohr auf das zu behandelnde Haar versprüht werden kann.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Druckerzeugung Bikarbonate und in Tablettenform gepresste organische Säuren verwendet werden.3. Gerät zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer elastischen Plastikflasche und aus einem durch eine Siebplatte vor Verstopfung gesicherten Sprührohr besteht, das mit einer Gummikappe verschlossen ist, welche nach Erreichen eines zur Verspruhung der sauren Bromatlösung ausreichenden Druckes in der Flasche abgenommen werden kann.
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