<Desc/Clms Page number 1>
Magnetische Ablenkanordnung für Kathodenstrahlröhren, insbesondere für die Bildröhre von Fernsehempfängern
Bei den modernen Fernsehempfängern werden bekanntlich zwei Arten von Ablenkspulen benutzt ; einerseits die sogenannten Sattelspulen, bei denen jede Spule aus zwei parallel zur Strahlachse der Fernsehbildröhre verlaufendenLängsleiterbündeln besteht, deren Enden durch von der Röhrenachse weggebogene Stimleiterbündel verbunden sind und anderseits die sogenannten Toroidspulen, bei denen ein den Strahl umschliessendes, kreisringförmiges, ferromagnetisches Joch vorgesehen ist, um welches die Wicklungen der Ablenkspulen gewickelt sind.
Für die Horizontalablenkung haben sich Sattelspulen als günstig erwiesen, bei denen der Strombelag der zu jeder Spule gehörenden, sich über einen Winkel von maximal je 900 erstreckenden beiden Längsleiterbündel in azimutaler Richtung durch eine Kosinusfunktion dargestellt ist (Kosinusspulen). Gegenüber den gewöhnlichen Sattelspulen, bei denen der Querschnitt der Längsleiterbündel rechteckig ausgebildet ist, haben diese sogenannten Kosinusspulen den Vorteil, dass bei sonst gleichen geometrischen Eigenschaften des Bildes die Randschärfe besser ist.
Für die Vertikalablenkung des Kathodenstrahles sind die sogenannten Toroid-Spulen wegen ihres geringeren Leistungsverbrauches und ihrer wirtschaftlichen Herstellungsart vorteilhafter als die genannten Sattelspulen. Zur Erzielung einer guten Randschärfe bei solchen toroidförmigen Vertikalablenkspulen war. es bisher üblich, jede der beiden Vertikalablenkspulen in zwei kurze Teilspulen aufzuteilen und diese Teilspulen jeweils am Rande des für die Vertikalablenkspulen zur Verfügung stehenden Bereiches anzuordnen.
Vertikalablenkspulen, die in der beschriebenen Weise aus Teilspulen zusammengesetzt sind, haben jedoch den Nachteil, dass jede dieser Spulen von einem in jeweils entgegengesetzter Richtung verlaufenden, von der Horizontal-Ablenkung herrührenden magnetischen Fluss durchsetzt werden, der zwischen den oberen und unteren Lagen jeder Teilspule eine relativ grosse Spannung hervorruft. Zur Vermeidung von Beschädigungen muss in solchen Spulen daher eine gute Isolation für die Spulen vorgesehen werden. Durch diese Isolation und wegen des durch die notwendig ? Ampere-Windungszahl bedingten Kupferquerschnittes haben diese Spulen daher eine relativ grosse Wicklungshöhe.
Bei ungeteilten toroidförmigen Vertikalablenkspulen treten solche grossen Spannungen nicht auf, weil sich die entsprechenden Teilspannungen in jeder Lage der Wicklung durch den entgegengesetzten Fluss kompensieren, so dass man an Isolationsmitteln sparen kann.
Es. sind ferner magnetische Ablenkanordnungen für Kathodenstrahlröhren mit einem den Strahl umschliessenden, kreisringförmigen, magnetischen Joch bekannt geworden,-bei denen die Horizontalablenkspulen als Sattelspulen mit einem rechteckförmigen Querschnitt der Längsleiterbündel und die Vertikalablenkspulen als aufgeteilte Toroidspulen ausgebildet sind, die längs eines Kreisumfanges betrachtet zwischen den Längsleiterbündeln jeder einzelnen Sattelspule angeordnet sind ("Plessey deflector coil for 90 degree tube", Wireless World, Juni 1955, Seite 260).
Es ist insbesondere auch bekannt, die Vertikal-Ablenkspulen als ungeteilte Toroidspulen zwischen rechteckförmige Sattelspulen zu legen, doch ergibt sich bei einer solchen kombinierten Anordnung sowohl hinsichtlich der Horizontalablenkung als auch hinsichtlich der Vertikalablenkung eine relativ schlechte Randschärfe.
<Desc/Clms Page number 2>
DieErfindung zeigt, wie die Vorteile der sattelförmigen Horizontalablenkspulen mit denen der toroidförmigen Vertikalablenkspulen in einfacherer und günstigerer Weise kombiniert werden können.
Eine erfindungsgemässe magnetische Ablenkanordnung für Kathodenstrahlröhren, die ein den Strahl mit gleichbleibendem Querschnitt umschliessendes, kreisringförmiges ferromagnetisches Joch enthält und bei der der Horizontalablenkspulensatz aus zwei Sattelspulen und der Vertikalablenkspulensatz aus das Joch umschliessenden Toroidspulen, die zwei in durchgehenden Lagen gewickelte Teilspulen aufweisen, besteht, ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass die Längsleiterbündel jeder Horizontalablenkspule einen über den Umfang derart unterschiedlichen Querschnitt haben, dass die Spulendicke an der Innenseite der Spule kleiner ist als an der Aussenseite, und dass die beiden Teilspulen des Vertikalablenkspulensatzes eine solche Länge, gemessen längs des Umfanges des ferromagnetischen Jochs, haben,
dass sie die Längsleiterbündel der Horizontalablenkspulen an den Stellen kleiner Spulendicke überlappen".
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass die Horizontalablenkspulen der
EMI2.1
messers des ferromagnetischen Joches (die eine Verminderung der Empfindlichkeit zur Folge hätte) eine Kombination aus Kosinusspulen für die Horizontalablenkung und Toroidspulen für die Vertikalablenkung erzielt werden kann, bei der die Vorteile beider Ablenkspulenarten voll ausgenutzt werden können.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung soll im folgenden ein Ausführungsbeispiel an Hand der Abbildungen beschrieben werden. Fig. 1 zeigt einen Schnitt senkrecht zur Strahlachse einer Femsehbildröhre, deren Hals durch einen Kreis 1 dargestellt sein soll. Zur Horizontalablenkung des Elektronenstrahles in dieser Röhre dienen die als Sattelspulen ausgebildeten Horizontalablenkspulen 2 und 3, die hier als Kosinusspulen dargestellt sind. Solche Kosinusspulen sind bekanntlich, wie bereits erwähnt, so ausgebildet, dass
EMI2.2
tet in azimutaler Richtung durch eine Kosinusfunktion dargestellt wird.
Die parallel zur Strahlachse der Bildröhre verlaufenden Längsleiterbündel der Horizontaal :'spulen, die hier im Querschnitt dargestellt sind, werden von einem ferromagnetischen, kreisringförmigen Joch 4 umschlossen, auf welches zwei einander gegenüberliegende, toroidförmige Vertikalablenkspulen 5 und 6 so gewickelt sind, dass sie die Sattelspulen 2 und 3 überlappen.
Durch die Verteilung der Windungen über einen grossen Azimutalwinkel, der grösser als 900 ist, erfordert der für die notwendige Ampere-Windungszahl erforderliche'Kupferquerschnitt nur eine geringe Wickelhöhe. Dadurch und durch die Wahl von Kosinusspulen für die Horizontalablenkung, die in dem überlappten Bereich ebenfalls nur eine geringe Wickelhöhe haben, ist es möglich, dem kreisringförmigen Joch einen Durchmesser zu geben, der nicht grösser als der Durchmesser eines entsprechenden Jochs bei Verwendung von Sattelspulen mit rechteckförmigem Querschnitt und dazwischenliegenden unterteilten Vertikalablenkspulen ist. Dadurch wird bei gleicher Empfindlichkeit eine verbesserte Randschärfe gegen- über den vorbekannten Ablenkeinheiten erzielt.
Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung besteht darin, dass die ungeteilten Vertikalablenkspulen durch
EMI2.3
geren Aufwand bei der Montage gegenüber den bekannten Vertikalablenkspulen mit Teilspulen eine Verbilligung bewirken.
Die Horizontalablenkspulen sind so geschaltet, dass im Innern der Röhre 1 ein magnetisches Feld mit parallel zur Zeichnungsachse 7 verlaufenden Feldlinien erzielt wird, während die Vertikalablenkspulen so geschaltet sind, dass die aus dem Joch austretenden Feldlinien innerhalb des Rohres 1 in waagrechter Richtung, d. h. parallel zur Zeichnungsachse. 8, verlaufen. Die Wicklungslänge der beiden Vertikalab-
EMI2.4
erstreckt.
Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform nÅach Fig. l. bsi der die Längsleiter- bündel der Sattelspulen 2 und 3 für die Horizontalablenkung auf der Innenseite eines aus Kunststoff be-
EMI2.5
sparungen 10 vorgesehen sind, in die das ringförmige, ferromagnetische Joch 4 mit den vorher aufgewickelten bzw. aufgeschobenen Vertikalablenkspulen 6 eingesteckt wird. Die einzelnen Teile des Joches, welches z. B. aus zwei bzw. aus vier Teilen bestehen kann, sind mit einer Isolierschicht überzogen und werden durch ein Metallband 11, welches unter der Isolierschicht um den ringförmigen Kern gelegt ist, zusammengehalten.
Diese Isolierschicht besteht vorzugsweise aus einem sogenannten Schrumpfschlauch, der zunächst eine so grosse lichte Weite hat, dass alle Jochteile nacheinander hineingeschoben werden
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1