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Anordnung zur Aufschaltung einer von verschiedenen Störungsursachen abhängigen Grösse auf zwei Regeleinrichtungen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung zur Aufschaltung einer von verschiedenen Störungsursachen abhängigen Grösse auf zwei Regeleinrichtungen, deren jeweilige Regelgrössen wenigstens annähernd in einem vorgegebenen Verhältnis gehalten werden. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die aufzuschaltende Grösse in der einen Regeleinrichtung der Messeinrichtung unter Einwirkung auf ein, die Messung der Regel- abweichung vermittelndes Organ und in der anderen Regeleinrichtung unmittelbar dem die
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ändeEung veranlassenden Ongan amleitung und zwar insbesondere an der Stelle, an der die Verbraucher angeschlossen sind, prak- tisch konstant zu halten, ohne dass die Regelanlage von Hand aus durch Nachstellen von Schal- tern an geänderte Betriebsbedingungen angepasst werden muss, die sich z.
B. infolge von Heizwertschwankungen des Brennstoffes oder bei Be- lastungsänderungen ergeben. Die Erfindung bietet diese Vorteile der selbsttätigen Ausregelung der Abweichung einer von mehreren Störungsursachen abhängigen Grösse an Stelle eines Eingriffes von Hand aus, nicht nur bei Kesselregelanlagen, sondem auch bei anderen Mehrfachregelanlagen wie z. B. bei der Ofenregelung.
Die Erfindung und weitere Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels, das sich auf eine Kesselregelung bezieht, näher erläutert. Mit 1 ist in der Zeichnung ein Brennstoffmengenregler in Brückenschaltung und mit 2 ein Luftmengenregler ebenfalls in Brückenschaltung bezeichnet. Die veränderbaren Widerstände 3 und 4 in diesen Brückenschaltungen werden gemeinsam, wie durch 5 angedeutet, in Übereinstimmung mit der aus dem Kessel entnommenen Dampfmenge verstellt. Der Widerstand 6 bildet den Istwert der Brennstoffmenge und der Widerstand 7 den Istwert der Luftmenge ab.
Das Regelsystem 8 regelt mittels eines nicht dargestellten Stellgliedes die zugeführte Menge des Brennstoffes für die Kesselfeuerung iUnd das Rege1system 9 steuert über ein Stellglied die der Feuerung zuströmende Luftmenge. Die Brennstoffmenge und'die Luftmenge werden somit von der Dampfmenge als gemeinsame Führungsgrösse wenigstens annähernd in einem vorgegebenen Verhältnis gehalten. Das Verhältnis der Dampfmenge zur Luftmenge wird im Hinblick auf die gewünschte Luftüberschusszahl oder auf den Sauerstoffgehalt des Abgases mittels eines Widerstandes 10, der von Hand aus betätigt werden kann, eingestellt.
Es ist weiters eine Brückenschaltung II vorge- sehen, die die Druckänderung in der Dampfleitung, insbesondere an der Stelle erfasst, an der die Verbraucher angeschlossen sind. Der Istwert des Dampfdruckes wird vom Widerstand 12 abgebil- det, während mit dem Widerstand 13 der Drucksollwert eingestellt werden kann. An die Diagonale der Brückensehaltung H ist ein Nachlaufmotor 14 angeschlossen, der den Abgriff eines Widerstandes 15 in der Regelbrücke 1 und den Abgriff eines Widerstandes 16 in der eigenen Brückenschaltung 11 verstellt.
Durch Verstellung'aes Widerstandes 15 wird eine Druckänderung in die Regeleinrichtung 1 für die Brennstoffmenge nach Art einer Messgrösse eingeführt. In der Brückendiagonale der Brückenschaltung 11 ist weiters ein Kopplung element, z. B. ein Potentiometerwiderstand 17 vorgesehen, dessen Ausgangsspannung an die Diagonale der Brückenschaltung 2 zur Regelung der Luftmenge angelegt ist, wodurch eine Druck- änderung der Regelbrücke für die Luftmenge nach Art einer Regelabweichung eingeführt ist.
Die erfindungsgemässe Regeleinrichtung arbeitet wie folgt :
Die Menge des zugeführten Brennstoffes und
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der Brennstoffmenge oder bei Änderung des Druckabfalles am Überhitzer bei schwankender Last tritt eine DrucksdhwanikurLg in der DampSieferleitung auf. Diese Druckschwankung führt zu einer Ver- stemming der Bnückenschaltung II, so dass in der Brüekendiagonale Spannung auftritt. Diese Spannung bringt den Nachlaufmotor M zum Laufen,
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der den Abgriff des Widerstandes 15 verstellt und dadurch die Druckänderung auf den Brennstoffmengenregler verzögert aufschaltet.
Solange die Brückenschaltung H nicht im Gleichgewicht ist, fällt auch am Widerstand 17 die Diagonalspannung oder ein Teil der Diagonalspannung ab, so dass das Reglersystem 9 der Regeleinrichtung 2 für die Luftmenge vorübergehend zum Ansprechen gebracht wird.
Die Zeit, die verstreicht, bis die Stellung des Widerstandes 15 der eingetretenen Druckänderung entspricht, ist mittels des Widerstandes 18 einstellbar. Durch diese verzögerte Aufschaltung einer Druckänderung auf den Brennstoffmengenregler erfolgt eine Anderung der zugeführten Brennstoffmenge verhältnismässig langsam. Ein plötzliches Auftreten eines Luftüberschusses oder Luftmangels ist dadurch weitgehend verhindert. Durch die vor- übergehende Aufschaltung einer Druckänderung auf den Luftmengenregler 2 werden jedoch ein Luftmangel oder-Überschuss praktisch vollkommen beseitigt. Ist die Ursache der Druckänderung verschwunden, so stellen sich die anfangs herrschen- den Betriebsverhältnisse selbsttätig wieder her.
Bleibt hingegen die Ursache der Druckänderung längere Zeit bestehen, so stellt sich ein neuer
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den Proportionalbereich des Reglers 1 gegebenen geringen Abweichung erreicht. Die Elemente der Regeleinrichtung lassen sich so abstimmen, dass in diesem neuen Gleichgewichtszustand kein unwirtschaftlicher Luftüberschuss oder-unterschuss
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verändernder Widerstand 10 für das Dampf-Luft- Verhältnis vorgesehen. Die Notwendigkeit, diesen
Widerstand zu verstellen, tritt selten ein, so dass
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ist weiters der5 wird, während die andern für unveränderliche Be- lastung eingerichtet sind, so ausgebildet werden, dass alle Kessel für eine Druckerhöhung oder Druck- absenkung zwecks Ausregelung einer Druckschwankung herangezogen werden.
Dazu wird in den diesen Kesseln zugeordneten Brennstoffmengenreglern je ein Potentiometer 15 eingeschaltet, während die Diagonalen der zugeordneten Luftmengenregler in Brückenschaltung mit dem Kopp-
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bunden werden. Die Brückenschaltung 11 mit dem Nachlaufmotor 14 ist dabei nur einmal vorzusehen. Es werden dadurch sämtliche Kessel zur
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netz herangezogen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur Aufschaltung einer von verschiedenen Störungsursachen abhängigen Grösse auf zwei Regeleinrichtungen, deren Regelgrössen wenigstens annähernd in einem vorgegebenen Verhältnis gehalten werden, dadurch gekennzeichnet, dass die aufzuschaltende Grösse in der einen Regeleinrichtung der Messeinrichtung unter Einwirkung auf ein die Messung der Regelabweichung vermittelndes Organ und in der andern Regeleinrichtung unmittelbar dem die Stellgrössenänderung veranlassende Organ am Ausgang der Messein- richtung zugeführt ist.