AT201213B - Verfahren zur Vergasung von festen oder flüssigen Brennstoffen bzw. zur Spaltung von gasförmigen Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Vergasung von festen oder flüssigen Brennstoffen bzw. zur Spaltung von gasförmigen Kohlenwasserstoffen

Info

Publication number
AT201213B
AT201213B AT201213DA AT201213B AT 201213 B AT201213 B AT 201213B AT 201213D A AT201213D A AT 201213DA AT 201213 B AT201213 B AT 201213B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
slag
gasification
produced
oxides
fuels
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Roman Rummel
Original Assignee
Roman Rummel
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Roman Rummel filed Critical Roman Rummel
Application granted granted Critical
Publication of AT201213B publication Critical patent/AT201213B/de

Links

Landscapes

  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren zur Vergasung von festen oder flüssigen Brennstoffen bzw. zur Spaltung von gasförmigen Kohlenwasserstoffen   
 EMI1.1 
 crzeuger mit einem Gemisch von Sauerstoff und Wasserdampf zu betreiben, um wertvolle Gase herzustellen. Mit dem Koks wurden auch Erze, 
 EMI1.2 
 Gaserzeugung durch Schmelz- und Reduktionsarbeit Metalle zu gewinnen. Ferner wurde vorgeschlagen, durch geeignete Zuschläge zum Koks 
 EMI1.3 
 alle Produkte, die vorher nur im Elektroofen hergestellt wurden, zu erzeugen. Andere bekannte Verfahren erzeugen durch Einsatz von Brennstoffen und Zuschlägen mit Hilfe von Sauerstoff und Wasserdampf neben Wassergas Carbide, die bei hoher Temperatur in stark reduzierender 
 EMI1.4 
 Verfahren erfolgt in einem Schachtofen, der ähnlich wie ein Hochofen ausgebildet ist.

   In eine hohe Schicht von   grobstückigen   Brennstoffen, Erzen 
 EMI1.5 
 dampf eingeblasen, wobei die erwähnte Schmelzund Reduktionsarbeit geleistet wird und ein hochwertige Gas entsteht. 



   Diese Verfahren verlangen für einen einwand- 
 EMI1.6 
 die nicht backen und im Feuer bei hoher Temperatur standfest sind. Auch die Erze und Zu- 
 EMI1.7 
 angereicherten Wind, der z. B. in einer Linde-   Fränkl-Anlage erzeugt   werden muss und dessen Kosten die Produktion erheblich belasten. 



   Bei der Vergasung von Brennstoffen in einem flüssigen Schlackenbad, das durch die Einführung der Vergasungsmittel und gegebenenfalls des 
 EMI1.8 
 versetztReaktionsvermittler die Vergasungsreaktion beschleunigt oder fördert, indem nämlich der Brennstoff und die Vergasungsmittel wechselweise mit Bestandteilen der Schlacke reagieren und damit die Basis der Vergasungsreaktionen erweitern. 



   Gemäss der Erfindung, die insbesondere eine weitere Ausgestaltung des Verfahrens nach der deutschen Patentschrift Nr. 897 310 darstellt, werden nun die Reaktionsmöglichkeiten von Bestandteilen der Schlacke weitergehend ausgenutzt, indem man sie als Vergasungsmittelträger oder/und zur Zersetzung von Gasen oder Dämpfen heranzieht. Man geht dabei so vor, dass die Vergasung bzw. Spaltung ganz oder in überwiegendem Masse durch Reaktion des Einsatzgutes mit oxydischen Bestandteilen der hocherhitzte Schlacke, vorzug- 
 EMI1.9 
 Luft oder/und Wasserdampf und gegebenenfalls Brennstoffe, wieder aufgeheizt wird. 



   An einigen grundlegenden Beispielen, die beliebig erweitert werden können, soll der Erfindungsgedanke näher erläutert werden. 



   Bringt man eine eisenoxydhaltige flüssige Schlacke bei hoher Temperatur mit einem kohlenstoffhaltigen Brennstoff   in Berührung,   so setzt sich das Eisenoxyd um nach den Gleichungen : 
 EMI1.10 
 
 EMI1.11 
 Eisen umgesetzt : 
 EMI1.12 
 
Durch Einwirkung von Sauerstoff, z. B. aus   Luft, können   bei hohen Temperaturen die Reduktionsstufen des Eisenoxyds wieder in umgekehrter 
 EMI1.13 
 dem Schema : 
 EMI1.14 
 
 EMI1.15 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Eisen gehen, sondern sich auf den Bereich zwischen Fe203 und   FeO   beschränken. 
 EMI2.1 
 duzierte Schlacke sind folgende Reaktionen zwischen den Eisenoxyden und Wasserdampf möglich :

   
 EMI2.2 
   I   Kombiniert man die Reaktionen l bis 3 mit den vorstehenden 7 bis 9, so entsteht Wassergas, wobei naturgemäss auch   dia Wassergasreaktion   
 EMI2.3 
 ne ben herläuft. 



   Methan lässt sich z. B. mit Eisenoxyd bei hohen Temperaturen nach folgenden Gleichungen umsetzen : 
 EMI2.4 
   Das Eisenoxydul lässt   sich dann wieder mit Sauerstoff, z. B. Luft, zu Eisenoxyd oxydieren. 



   Komplizierter, jedoch grundsätzlich ähnlich wie bei Methan, laufen die Reaktionen bei der Umsetzung von höheren Kohlenwasserstoffen ab. Sorgt 
 EMI2.5 
 Kohlenwasserstoffen und dem Eisenoxyd und für rasche Abführung der gasförmigen Produkte aus der Einflusssphäre des Eisenoxyds mit darauffol- 
 EMI2.6 
 schen den zunächst sich durch Erhitzung zu niedri- geren Kohlenwasserstoffen mehr oder weniger auf- gespaltenen Brennstoffen und dem Eisenoxyd nur unvollkommen ab und es entstehen Gase, deren
Heizwert in weiten Grenzen einstellbar ist. Bei sehr kurzen Berührungszeiten mit darauffolgender rascher Abkühlung entstehen ungesättigte Kohlenwasserstoffe neben geringen Mengen Kohlenoxyd und Wasserstoff. 



   Auch andere Oxyde reagieren in ähnlicher Weise wie das Eisenoxyd. Es kann in gewissen Fällen vorteilhaft sein, reine Oxydschmelzen für die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens zu benutzen. Hierzu kann man in der Natur vorkommende Mineralien oder synthetisch hergestellte Oxyde verwenden, oder man stellt aus den Metallen die Oxyde durch Einwirkung von Sauerstoff, z. B. Luft, bei hohen Temperaturen her. Verunreinigungen solcher Oxyde sind meist belanglos, da sie sich in der Schmelze gewöhnlich neutral verhalten. Im allgemeinen wird man jedoch die Schlacke von festen Brennstoffen wegen ihrer billigen Beschaffung heranziehen, die immer Oxyde enthalten, die mit den umzusetzenden Brennstoffen und   Vergasungsmitteln reagieren.   Auch Schlacken, die z. B. in Hüttenindustrien anfallen, können geeignet sein. 



   Am einfachsten liegen die Verhältnisse bei der Vergasung von festen Brennstoffen, die ihre Schlacke mitbringen. Sollten bei diesen oder fremden Schlacken die reagierenden Oxyde in zu geringer Konzentration vorhanden sein, so können sie durch Zuschläge solcher Oxyde verbessert werden. Hat die Schlacke einen zu hohen Schmelzpunkt oder/und eine zu hohe Viskosität, können Zuschläge, wie sie anderweitig bekannt sind, diese Eigenschaften in den erforderlichen Grenzen ver- ändern. 



   Treibt man die Reaktion der Oxyde noch weiter, dann entstehen Carbide, z. B. 
 EMI2.7 
 Calciumcarbid reagiert bei hohen Temperaturen mit Wasserdampf : 
 EMI2.8 
 
Bei. niedrigen Temperaturen, etwa 100-300'C, setzt sich Wasserdampf über Calciumcarbid zu Acetylen   um :   
 EMI2.9 
 Lässt man daher die sich ständig neu bildende Schlacke ablaufen und kühlt sie auf   100-3000 C   ab, so kann man durch Wasserdampfeinwirkung Acetylen erzeugen. Die umgesetzte Schlacke kann wieder in das Schlackenbad   zurückgeführt   werden. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt z. B. darin, dass in der Schlacke andere Stoffe, z. B. Kieselsäure und   Calciumoxyd,   enthalten sein können, die ihren Schmelzpunkt und ihre Viskosität herabsetzen. 
 EMI2.10 
 gen. 



   Beim periodischen Verfahren heizt man die Schlacke bis zu hoher Temperatur auf unter gleichzeitiger Oxydation der in ihr enthaltenen Oxyde. 



  Dann wird die Beheizung abgestellt und die zu 
 EMI2.11 
 führt. Anschliessend wird die Schlacke wieder heiss geblasen und die beschriebenen Vorgänge wiederholen sich. 



   Beim kontinuierlichen Verfahren kreist die Schlacke zwischen zwei oder mehreren Räumen, die voneinander gasdicht getrennt sind (vgl. die deutsche   Patentschrift Nr. 897310, Fig.   2 bis 10). Im allgemeinen findet in einem Raum der Oxyda- 
 EMI2.12 
    dampfförmigen ProdukteStrömungsenergie.   Diese Stoffe werden mit hoher Geschwindigkeit in das Schlackenbad geblasen, wobei sie in innige Berührung mit der Schlacke 
 EMI2.13 
 übertragen,Bewegung gerät. 



   Die mit der Schlacke oder einzelnen Bestandteilen in ihr reagierenden Stoffe können vom Boden bzw. den seitlichen Begrenzungswänden des 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 vorzugsweise eine kreisende Bewegung ausführt. 



   Beim kontinuierlichen Verfahren ist die durch   dis Einführung der   mit der Schlacke reagierenden 
 EMI3.2 
 
Strömungsenergiemit der Schlacke in den anderen Reaktionsraum   mitgeführt werden.    



   Die der Schlacke zur Reaktion zugeführten Stoffe, insbesondere   die gasförmigen,   wie Luft, Sauerstoff, sauerstoffangereicherte Luft, Wasserdampf, Kohlensäure, Kohlenwasserstoffe usw., wird man zweckmässig weitgehend vorerhitzen. Dies kann vorteilhaft durch Wärmeaustausch mit 
 EMI3.3 
 peratur den Reaktionsraum verlassen. 



   Bei der Vergasung von   aschehaltigen   Brennstoffen bildet sich ständig neue Schlacke, die in bekannte. Weise periodisch oder kontinuierlich 
 EMI3.4 
 z. B. zu Metallen   reduzierte Eissnoxyde   der Schlacke, werden in flüssiger Form abgezogen. 



   Das Schlackenbad befindet sich in einem oder menreren Schächten, die mit   wärmeisolierenden   
 EMI3.5 
 man die Schachtwände in bekannter Weise, wodurch sich eine feste Schlackenkruste bildet, die einen zu hohen Wärmeentzug durch das Kühlmittel verhindert. Auch eine Kombination dieser beiden Möglichkeiten kann vorteilhaft sein. 



     Die durch die Wanne   und durch die abfliessende   Schlacke abgeführte   Wärme sowie die fühlbare Wärme der erzeugten   gas-oder/und dampfförmigen     Produkte,   soweit sie nicht zur Vorerhitzung der Vergasungsmittel oder Reaktionsteilnehmer dient, wird zweckmässig weitgehend ausgenutzt, z. B. 
 EMI3.6 
 
Gemäss der Erfindung dienen die Schlacke oder Bestandteile derselben   als Vergasungs-oder   Umsetzungsmittel. Wie oben ausführlich dargelegt wurde, findet hiebei eine chemische Umsetzung statt, indem zwischen Schlacke oder Schlackenbestandteilen und   Einsatz'Zut   ein Stoffaustausch oder ein-übergang erfolgt. 
 EMI3.7 
    dampfförmi-tet   werden, wenn Gasgemische bestimmter   Zusam-   mensetzung gefordert werden.

   Dann wird also die Vergasung oder Umsetzung der Stoffe nicht allein durch die Schlacke bewirkt. 



   In manchen Fällen, wo Begleitstoffe der Schlacke 
 EMI3.8 
 weise bei hoher Temperatur verdampfen, z. B. 



  Alkalien, oder zu Metallen reduziert werden, die sich durch ihr höheres spezifisches Gewicht von der Schlacke trennen und als Nebenprodukt entfernt werden, z. B. Eisen. 



   Die Vergasungs- oder Umsetzungsreaktionen gemäss der Erfindung können unter normalem Druck durchgeführt werden, aber auch bei höheren Drukken, wenn Vorteile damit verbunden sind. Bekanntlich wird die Gleichgewichtslage verschiedener Reaktionen ausser durch die Temperatur auch noch durch den Druck   beeinflusst,   so dass die Anwendung eines höheren oder niedrigeren Druckes als dem atmosphärischen in besonderen Fällen angebracht ist. 



   An zwei Beispielen soll die Durchführung des 
 EMI3.9 
 von Calciumcarbid enthaltender Schlacke zur Erzeugung von Kohlenoxyd und Acetylen. 



     I.     Beispiel :   Aus einer   Gasflammkohle   mit 
 EMI3.10 
 
2%hält   20%   ; Eisenoxyd. Zwischen einem Verbrennungsschacht und einem   Vergasungsschacht   wird durch die   Strömungsenergie   der in den Verbren- 
 EMI3.11 
 Verbrennen von Kohle   und ! Einschmelzen von   Schlacke hergestellte und auf eine Temperatur von   17000 C   erhitzt.

   Nunmehr wird je 75 kg umlau- 
 EMI3.12 
 in das Schlackenbad eingeführt, wobei durch Ent-   gasung   der Kohle in der heissen Schlacke und Ver- 
 EMI3.13 
 standes durch Reduktion von rund 50% des in der Schlacke enthaltenen Eisenoxyds zu Eisenoxydul 1,652 Nm2 Wassergas erhalten werden, das fol- 
 EMI3.14 
 
 EMI3.15 
 
<tb> 
<tb> :ca. <SEP> 5, <SEP> 0% <SEP> 
<tb> 00'68, <SEP> 3% <SEP> 
<tb> H" <SEP> 25, <SEP> 6% <SEP> 
<tb> N2 <SEP> 1, <SEP> 1% <SEP> 
<tb> 
 
 EMI3.16 
 
C  bge-kühlt und tritt mit dieser Temperatur in den Verbrennungsschacht über.

   Hier werden nun durch Einblasen von   3, 53 Nm"auf 800"C   vorerhitzte Luft und 0, 13 kg Kohle, bezogen auf je 1 kg auf der Vergasungsseite eingeführte Kohle, die vorher in der Schlacke reduzierten Eisenoxvde wieder oxvdiert sowie die Kohle verbrannt, wobei die Schlacke wieder auf eine Temperatur von 1700  C erhitzt wird. In dem Masse, als sich durch die Vergasung und Verbrennung der Kohle neue Schlacke bildet, läuft sie durch einen im   Verbrennungsschacht   vorgesehenen überlauf ab. Nach Übertritt der auf   17000   C erhitzten Schlacke in den Vergasungs- 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 
WärmeWasserdampferzeugung ausgenutzt werden kann. Nach Kühlung und Reinigung des Gases in bekannter Weise wird es seinem Verwendungszweck zugeführt. 



   Das im Verbrennungsschacht durch Oxydieren des Eisenoxyduls und Verbrennung der dort eingeführten Kohle entstandene heisse Rauchgas dient zur Vorerhitzung der Luft in einem Wärmeaustauscher und zur Dampferzeugung. Neben dem erzeugten Wassergas fallen 1, 77 kg Wasserdampf mit einem Druck von 24 atü und einer Temperatur von   350" C   an. 



   Es kann auch höher gespannter Dampf mit höherer Überhitzung erzeugt werden, oder ein Teil 
 EMI4.2 
 



   2.   Beispiel :   Aus feinkörnigem oder staubförmigem Koks aus rheinischer Braunkohle mit einem Aschegehalt von etwa 15% sollen Kohlenoxyd und Acetylen hergestellt werden. Auf beiliegender Zeichnung ist schematisch die Durchführung des Verfahrens   dargestellt.'Die   Asche des Kokses enthält etwa 50% Calcium oxyd und 15% Eisenoxyd. In das vorher durch Schmelzen dieser Asche hergestellte Schlackenbad 1 wird Koks durch Leitungen 2 und Sauerstoff durch Leitungen 3   eingeführt.   Aus einem Teil des Kokses entsteht Kohlenoxyd, wobei Wärme frei wird. Ein weiterer Teil des Kokses reagiert mit dem   Calciumoxyd,   
 EMI4.3 
 bad noch Koks mit dem Eisenoxyd in der Schlacke, das zu Rohstahl und Kohlenoxyd umgesetzt wird. 



   Der Rohstahl sinkt im Schlackenbad infolge seines hohen spezifischen Gewichtes zu Boden und wird periodisch oder kontinuierlich durch   Abstichöff-   nung 4 abgezogen. Das nunmehr aus dem. Cal- ciumoxyd der Asche gebildete Calciumcarbid läuft mit den anderen sich neutral verhaltenen Aschen- bestandteilen, z. B. Siliciumoxyd, durch einen Überlauf   5     ah.   Das Kohlenoxydgas und die bis zu einer Temperatur von etwa 1800 bis   1900  C   ver- dampfenden Bestandteile der Schlacke, z. B. Alka- lien, werden aus dem Reaktionsraum 6 durch Leitung 7 einer Kühl- und Reinigungsvorrichtung bekannter Bauart zugeführt. 



   Die endothermen Reaktionswärmen der Calciumcarbidbildung und der Reduktion des Eisenoxyds werden durch die exotherme Reaktionswärme der Koksvergasung mit Sauerstoff gedeckt. 



   Die ablaufende Calciumcarbid enthaltende Schlacke wird gekühlt und durch ein Brechwalzwerk 8 in feinkörnige Form gebracht. Sie fällt in den Bunker 9, wo sie durch Kühlelemente auf etwa   100''C gekühlt   wird. Das Zellenrad 10 gibt die Schlacke einer Fördereinrichtung 11 bekannter Bauart auf. die sie in den Bunker 12 abwirft. 
 EMI4.4 
 
14 gelangt die Schlacke in den Acetylenentwickler 15, in dem sie in einem Wirbelbett mit Dampf behandelt wird. Der Dampf tritt durch Leitung 17 unter dem Rost 18 des Wirbelbettes ein und strömt gleichmässig verteilt durch die Wirbelschicht. Er setzt sich in'bekannter Weise mit dem Calciumcarbid der Schlacke zu Acetylen um, das den Entwickler durch Leitung 19 verlässt. Mitgerissene Schlackenteilchen werden im   Zyldon   20 abgeschieden und fallen in den Bunker 21.

   Das Acetylengas wird über Leitung 22 einer nicht dargestellten bekannten   Kühl- und Reinigungseinrichtung   zugeführt. 



   Da die Reaktion im Acetylenentwickler exotherm abläuft, sind Kühlelemente vorgesehen, die die ganze oder einen Teil der Reaktionswärme abführen. Auch durch einen Wasserdampfüberschuss oder zusätzliche   Einführung   kalter Schlacke in das Wirbelbett kann die Reaktionswärme ganz oder zum Teil aufgenommen werden. Das AcetylenDampf-Gemisch und das Schlackenwirbelbett er-   reichen dann eine Temperatur von höchstens 300'C.   
Die im Wirbelbett umgesetzte Schlacke läuft in den Bunker 23, ebenso die Schlacke aus Bunker 21 über das Zellenrad 24. Sie wird aus Bunker 23 kontinuierlich durch das Zellenrad 25 ausgetragen und zum Teil wieder in das Schlackenbad 1 pneu- 
 EMI4.5 
 lauf entfernt. 



   Der Anteil der dem Acetylenentwickler zugeführten Schlacke an Calciumcarbid   beträgt   etwa 50%. Der Rest besteht im wesentlichen aus Calciumoxyd und Kieselsäure und verringert die Viskosität der Schlacke. Die Temperatur im Vergaser 6 beträgt etwa 1700 bis   19000 C.   
 EMI4.6 
 stoff entstehen 1420 Nm3 Kohlenoxyd mit einem geringen Gehalt an Kohlensäure und Wasserstoff sowie 92 kg Acetylen. Als Nebenprodukte fallen durch Reduktion des Eisenoxyds der Brennstoff- asche etwa 16 kg Rohstahl und durch Ausnutzung der Abhitze 1, 3 t Wasserdampf, 80 atü, 450'C, an. 



   Auf die gleiche Art kann Wassergas und   Ace-j   tylen aus Trockenbraunkohle hergestellt werden. 



   Bei Brennstoffen, deren Asche nur wenig Kalk enthält, kann durch Kalkzuschlag die erforderliche Zusammensetzung der Schlacke erreicht werden.
Ein besonderer Vorteil des    erhndungsgemässen 11   Verfahrens zur Acetylenherstellung ist darin zu sehen, dass kein hochprozentiges Calciumcarbid erforderlich ist. Seine Begleitstoffe setzen den Schmelzpunkt und die Viskosität der Schlacke herab, wodurch das Verfahren gegenüber der   Cal-   
 EMI4.7 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
 EMI5.1 
 nehmen. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Vergasung von festen oder flüssigen Brennstoffen bzw. zur Spaltung von gasförmigen Kohlenwasserstoffen mittels eines durch die Strömungsenergie der Vergasungsmittel oder bzw. und der zu spaltenden Stoffe in Bewegung gehaltenen Schlackenbades, dadurch gekennzeichnet, dass die Vergasung bzw. Spaltung ganz oder in überwiegendem Masse durch Reaktion des Einsatzgutes mit oxydischen Bestandteilen der hocherhitzten Schlacke, vorzugsweise mit Metalloxyden erfolgt, wobei gegebenenfalls aus der Schlacke gebildete Nebenprodukte, wie z. B. Eisen oder andere Metalle, kontinuierlich oder periodisch abgezogen werden, wonach die Schlacke räumlich oder zeitlich getrennt davon unter gleichzeitiger Oxydation mit Hilfe von sauerstoffenthaltenden Gasen oder Dämpfen, z. B. Luft oder/und Wasserdampf und gegebenenfalls Brennstoffe, wieder aufgeheizt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlacke kontinuierlich über zwei oder mehrere Räume im Kreislauf geführt wird, in denen die chemische oder/und physika- EMI5.2 kennzeichnet, dass im Wechselbetrieb in einem Schacht gearbeitet wird.
    4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Oxyde ganz oder zum Teil durch Brennstoffe zu Carbiden umgesetzt werden, die im zweiten Arbeitsgang in üblicher Weise durch Einwirkung von Wasser bzw. Wasserdampf in ihre ursprüngliche Oxydform zu. rückgebi ! det und sodann wieder dem Schlackenbad zugeführt werden.
    5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass neben der Schlacke oder einzelnen Bestandteilen dersel- EMI5.3 spielsweise Sauerstoff, Wasserdampf, Kohlensäure, benutzt werden.
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle eines zur Schlackenbildung nicht ausreichenden Aschengehaltes des Einsatzgutes die Schlacke aus einem reinen Stoff oder einem Gemisch reiner Stoffe, z. B. Metalloxyden oder Metallcarbide, hergestellt wird.
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Schlacke aus Metallen hergestellt wird.
    8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Schlacke die Asche des Brennstoffes benutzt wird, der zur Vergasung dient, wenn seine reaktionsfähigen Bestandteile in ausreichendem Masse vorhanden sind.
    9. Verfahren nach einem der Ansprüche l bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Schlacken der Hüttenindustrie benutzt werden.
    10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Eigenschaften der Schlacke, insbesondere ihr Schmelzpunkt und ihre Viskosität, durch Zuschläge verbessert werden.
    H. Verfahren nach einem der vorhergehenden EMI5.4 höherem oder niedrigerem Druck als dem atmosphärischen gearbeitet wird.
AT201213D 1955-08-11 1956-08-03 Verfahren zur Vergasung von festen oder flüssigen Brennstoffen bzw. zur Spaltung von gasförmigen Kohlenwasserstoffen AT201213B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE201213T 1955-08-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT201213B true AT201213B (de) 1958-12-10

Family

ID=29556499

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT201213D AT201213B (de) 1955-08-11 1956-08-03 Verfahren zur Vergasung von festen oder flüssigen Brennstoffen bzw. zur Spaltung von gasförmigen Kohlenwasserstoffen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT201213B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT372702B (de) Verfahren zur herstellung von stahl aus eisenoxid
DE3438487C2 (de)
DE2361808A1 (de) Verfahren zur herstellung von aktivkohle
DE2316002A1 (de) Verfahren zur herstellung von reduktionsgas hoher qualitaet durch ein zweistufiges reformierungsverfahren
DE2244851B2 (de) Verfahren zur herstellung eines zur erzreduktion verwendbaren reduktionsgases
DE3544792C2 (de)
DE2520938C3 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines im wesentlichen aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff bestehenden Reduktionsgases
DE3132506A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von synthesegas
DE1086256B (de) Verfahren und Einrichtung zur Eisengewinnung aus staubfoermigen bzw. feinkoernigen Eisenerzen mittels Brennstoffen in feinem Verteilungsgrad oberhalb des Schmelzpunktes der nicht gasfoermigen Reaktionsprodukte
AT201213B (de) Verfahren zur Vergasung von festen oder flüssigen Brennstoffen bzw. zur Spaltung von gasförmigen Kohlenwasserstoffen
DE2133860A1 (en) Direct reduction of iron ore - using cyclone furnace and electric arc or induction furnace
DE1433376A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von fluessigem Eisen durch Reduktion von Eisenoxyderz
DE905974C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Gasen mit einem bestimmten Kohlenoxyd-Wasserstoff-Verhaeltnis, insbesondere fuer die Erzreduktion
DE680238C (de) Verfahren zur Verringerung des Schmelzkoksverbrauches beim Verhuetten von mit Zuschlaegen vermischten Eisenerzen im Hochofen
DE872952C (de) Verfahren zur Herstellung von Eisenschwamm
DE580566C (de) Verfahren zur Gewinnung von Gasen mit hohem Kohlenoxydgehalt durch Vergasung eines festen Brennstoffs mittels Sauerstoffs und Wasserdampfs bzw. Kohlensaeure
DE1965366C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Synthesegases mit einem Mindestmolverhältnis (H&amp;darr;2&amp;darr; + CO) / (H&amp;darr;2&amp;darr;O + CO&amp;darr;2&amp;darr;) von 15
DE2916908A1 (de) Verfahren zur erzeugung von roheisen im hochofen unter verminderung des spezifischen kokseinsatzes durch verwendung von gasfoermigen austauschbrennstoffen
CH379542A (de) Verfahren zur Herstellung von Eisen aus Eisenoxyd enthaltenden Materialien
EP0020957A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Calciumcarbid
CH274479A (de) Verfahren zur Erzeugung von methanhaltigen brennbaren Gasen aus fein verteilten festen Brennstoffen.
AT214464B (de) Verfahren zur Reduktion von Eisenoxyderz
DE69624819T2 (de) Verfahren zur direkten gewinning von eisen und stahl
DE4210003A1 (de) Kombiniertes Verfahren zur Erzeugung von metallurgischem Koks und Eisenschwamm
US1858220A (en) Production of metal carbonyls