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Verstärkerschaltung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verstärkerschaltung mit einer Vorverstärkerstufe und mit einer
Phasenumkehrstufe zur Aussteuerung einer Gegentaktstufe, die zwei in Reihe vom Speisestrom durchflos- sene Endverstärker enthält, wobei die Ausgangselektrode der Phasenumkehrstufe über einen Widerstand zur Erzeugung der Aussteuerspannung des einen Endverstärker mit dem Verbindungspunkt zwischen den beiden Endverstärkern verbunden ist. Eine derartige Schaltung eignet sich z. B. zur Aussteuerung eines
Lautsprechers, der dann ohne Zwischenschaltung eines Anpassungsübertragers an den Verbindungspunkt der beiden Endverstärker gelegt werden kann. (s. z. B.
Electronics, Feber [1954], S. 177 ff.)
Die Erfindung beabsichtigt, durch Gegenkoppelung eine wesentliche Verzerrungsverminderung der Schaltung zu erzielen, ohne dass dabei die Verstärkung der Schaltung herabgesetzt wird. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelektrode der Phasenumkehrstufe mit der Anzapfung eines Spannungstei- lers verbunden ist, der zwischen die Ausgangselektrode der Vorverstärkerstufe und dem Verbindungspunkt der beiden Endverstärker geschaltet ist.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung und Fig. 2 einige Vereinfachungen der Schaltung nach Fig. 1. In Fig. 1 werden die zu verstärkenden Schwingungen dem Gitter einer Vorverstärkerstufe 1 zugeführt. Die Anode dieser Stufe 1 ist über einem Widerstand 9 mit dem Gitter einer Phasenumkehrstufe 2 verbunden, so dass Gegentaktspannungen zur Aussteuerung einer Gegentaktstufe erzeugt werden. Letztere Stufe enthält zwei in Reihe vom Speisestrom durchflossene Endverstärker 3 bzw. 4. Ihr Verbindungspunkt 12 ist über Lautsprecher 5 und einen Trennkondensator 6 mit Masse verbunden.
Zur Aussteuerung des unteren Verstärkers 3 der Gegentaktstufe ist eine Verbindung von der Anode der Vorstufe 1 über den Trennkondensator 7 zum Gitter des Verstärkers 3 vorgesehen. Der obere Verstärker 4 derGegentaktstufe erhält seine Steuerspannung von einem Widerstand 8, der über den Trennkondensator 11 wechselstrommässig zwischen dem Verbindungspunkt 12 der Verstärker 3 und 4 undder Anode der Umkehrstufe 2 angeordnet ist.
Nach der Erfindung wird dadurch eine starke Verzerrungsherabsetzung ohne Verstärkungsverlust erzielt, dass das Steuergitter der Umkehrstufe 2 mit der Anzapfung 13 eines Spannungsteilers 9-10 verbunden ist, der zwischen die Anode der Vorstufe 1 und den Verbindungspunkt 12 der Endverstärker 3 und 4 geschaltet ist.
Da die Spannungen an diesen beiden Punkten gegenphasig sind, kann durch geeignete Bemessung des Spannungsteilers 9 - 10 erzielt werden, dass die Steuerspannung der Stufe 2 gerade gleich gross ist wie die der Stufe 1, aber überdies einen grossen Anteil der Verzerrungen am Punkt 12 enthält Die Stufe 2 braucht aber, wegen der wechselstrommässigen Verbindung des Widerstandes 8 zum Punkt 12 keine grössere Verstärkung zu liefern als die Stufe 1, so dass also die fragliche Steuerspannung ausreicht.
Anderseits ist die Schaltung sehr stabil, weil die unterschiedlichen Trennkondensatoren 7, 14 und 15 in der Gegenkopplungsschleife einander teilweise behebende Phasendrehungen herbeiführen.
In der vereinfachten Schaltung nach Fig. 2, wo die Stufen 1 und 2 einen gemeinsamen Kathodenwiderstand 20 aufweisen, über den nur Gleichspannung erzeugt wird, ist durch kleinere Wahl des Widerstandes 9'zu erreichen, dass eine Anzahl der angegebenen Kondensatoren weggelassen werden können.
Selbstverständlich können auch Transistoren anstatt den veranschaulichten Röhren zur Anwendung kommen.
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Geeignete Werte für die veranschaulichten Schaltelemente sind-
EMI2.1
<tb>
<tb> Widerstand <SEP> 8 <SEP> = <SEP> 100 <SEP> kOhm <SEP> Kondensator <SEP> 6 <SEP> = <SEP> 50 <SEP> #F
<tb> 9 <SEP> = <SEP> 330 <SEP> kOhm <SEP> " <SEP> 7 <SEP> = <SEP> 47 <SEP> nF
<tb> 9' <SEP> = <SEP> 33 <SEP> kOhm <SEP> " <SEP> 11 <SEP> = <SEP> 8 <SEP> #F
<tb> 11 <SEP> = <SEP> 470 <SEP> kOhm <SEP> " <SEP> 14 <SEP> = <SEP> 820pF
<tb> " <SEP> 16 <SEP> MO <SEP> kOtun <SEP> 15 <SEP> = <SEP> 10 <SEP> nF <SEP>
<tb> " <SEP> 17 <SEP> = <SEP> 22 <SEP> kOhm
<tb> 20 <SEP> = <SEP> 1 <SEP> kOhm <SEP>
<tb>
Falls überdies getrennte Speisequellen für die Röhren 3 bzw. 4 in Fig.
1 vorgesehen werden, kann die ganze gleichstrommässige Trennung zwischen den Stufen 2,3 und 4 beseitigt werden, so dass sich auch eine ausserordentlich gute Gleichstromstabilität der Verstärkerschaltung erzielen lässt.
PATENTANSPRÜCHE ;
1. Verstärkerschaltung mit einer Vorverstärkerstufe (1) und mit einer Phasenumkehrstufe (2) zur Aussteuerung einer Gegentaktstufe, die zwei in Reihe vom Speisestrom durchflossene Endverstärker (3 und 4) enthält, wobei die Ausgangselektrode der Phasenumkehrstufe (2) über einen Widerstand (8) zur Erzeugung der Aussteuerspannung des einen Endverstärkers (4) mit dem Verbindungspunkt (12) zwischen den beiden Endverstärkern (3 und 4) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelektrode der Phasenumkehrstufe (2) mit der Anzapfung eines Spannungsteilers (9 - 10 - 16) verbunden ist, der zwischen die Ausgangselektrode der Vorverstärkerstufe (1) und den Verbindungspunkt (12) der beidenEndverstärker (3 und 4) geschaltet ist.