AT200869B - Rohr und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Rohr und Verfahren zu seiner Herstellung

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AT200869B
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AT
Austria
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sep
pipe
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thermoplastic material
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Inventor
Achille Bosoni
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Montedison Spa
Ziegler Karl
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Rohr und Verfahren zu seiner Herstellung 
Die vorliegende Erfindung. bezieht sich auf ein Rohr und seine Herstellung und hat zum Gegenstand die Schaffung eines neuen Röhrentypus, welcher aus einem thermoplastischen Material gebildet ist. 



   Die   erfindungsgemässen   Röhren aus thermoplastischem Material bestehen mindestens vorwiegend aus einem kristallinen linearen Propylenpolymer mit hohem Molekulargewicht. Die erfindungsgemässen Röh- ren besitzen beträchtliche mechanische und chemische Festigkeit, u. zw. selbst bei Temperaturen von über   100OC.   Somit lassen sie sich für die Förderung von Flüssigkeiten bei Temperaturen von über   1000C   verwenden. Für eine bestimmte mechanische Festigkeit können sie dünnwandiger ausgeführt werden als
Röhren aus andern thermoplastischen Materialien, wodurch sich die   Installatonskosten   erheblich vermindern. Sie sind biegsam und können in vielen Fällen je nach ihrem Durchmesser und ihrer Dicke, auf Spulen aufgewickelt werden.

   Sie lassen sich gewünschtenfalls zum Auskleiden oder Umhüllen von Metallröhren verwenden, welche sie lose umschliessen, um das Metall vor korrosiven Flüssigkeiten zu schützen. 



   Da die physikalischen Eigenschaften von Polypropylen umso besser werden, je höher sein mittleres Molekulargewicht und je grösser der Anteil an kristallinem Polymer ist, wäre es am günstigsten, ein völlig oder fast völlig kristallines Polymer von sehr hohem Molekulargewicht zu verwenden. Ein solches Polymer ist jedoch schwierig zu verarbeiten, und so verwendet man praktisch am besten ein Polymer mit einem Molekulargewicht von bis zu 250000 mit einem solchen amorphen Anteil, wie er bei der speziellen Verwendung, welcher das Rohr zugeführt werden soll, tolerierbar ist. 



   Ein   erfindungsgemässes   Rohr lässt sich unter-Verwendung der gleichen Verfahren und derselben Aus-   rüstung   herstellen, wie sie zur Herstellung von Röhren aus gebräuchlichen thermoplastischen Materialien benützt werden, z. B. mit Hilfe einer Strangpressvorrichtung mit ringförmigem Mundstück, aus welchem das Polymer beispielsweise mit einer Schneckenpresse ausgepresst werden kann.

   Das Polymer wird vorzugsweise auf eine Temperatur erhitzt, welche wesentlich über der Minimaltemperatur liegt, bei welcher ein Strangpressen möglich ist, und ein Merkmal des   erfindungsgemässen   Verfahrens besteht darin, dass die Düse an einer Schnecke angeschlossen ist, die bei einer niedrigeren Temperatur gehalten wird als die Düse, und dass das thermoplastische Material mit einer Temperatur aus der ringförmigen Öffnung austritt, die um bis zu   1000C   über seinem Schmelzpunkt liegt. (Als Schmelzpunkt wird die Temperatur bezeichnet, bei welcher die kristalline Struktur verschwindet ; bei kristallinem Polypropylen liegt sie bei etwa   1700C).   Vorzugsweise liegt die Temperatur der Presse um 35-550C tiefer als die Temperatur der Düse. 



   Beim Austritt aus der ringförmigen   Mündung kann   man   das schlauchförmige thermoplastische Material   mit Luft oder Wasser kühlen, wobei die Verwendung von Domlehren nicht erforderlich ist, da   das Polypro-   pylen die ihm erteilte Form sofort behält. Besonders im Falle von dickwandigen Röhren erfolgt jedoch das Abkühlen des thermoplastischen Materials vorzugsweise beim Übergang über eine wassergekühlte Dornlehre nach dem Austritt aus der ringförmigen Öffnung. 



   Der Durchmesser des Rohres, welcher durch den Durchmesser der ringförmigen Öffnung gegeben ist, kann beibehalten werden, oder er kann vergrössert werden mit Hilfe eines Stromes von Luft oder eines Gases, demgegenüber das Material inert ist   (z. B.   Stickstoff oder Kohlendioxyd), welcher unter passendem Druck durch die Mitte der Düse eingeblasen wird. Die Wanddicke des Rohres wird festgelegt durch den 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Abstand zwischen den Teilen, welche den inneren bzw. den äusseren Umfang der ringförmigen Öffnung bestimmen, und gegebenenfalls auch durch das Ausmass, in welchem das aus der ringförmigen Öffnung austretende Rohr gestreckt wird, wobei sich die Wanddicke vermindert. 



     Beispiel l :   Unter Verwendung von Polypropylen mit einem Molekulargewicht von 600000, welches 79   Gew.-o   kristallines lineares Polymer enthielt, wurde durch Strangpressen ein Rohr mit einem inneren Durchmesser von 25 mm und einem   äusserenDurchmesservon   32 mm hergestellt unter Verwendung   einer Düse,   die an eine Doppelschneckenpresse von 50 mm Durchmesser angeschlossen war. Die Schnecke wurde bei einer Temperatur von   225-2350C   und die Düse bei einer solchen von 260-280 C gehalten. 



   Das gebildete Rohr wurde durch Durchleiten durch Wasser gekühlt, und es wurde in mechanisch einwandfreiem Zustand mit glatter innerer und äusserer Oberfläche und durchscheinendem Aussehen erhalten. 



     Beispiel 2 :   Unter Verwendung der gleichen Schnecke wie im vorhergehenden Beispiel wurde ein Rohr mit einem inneren Durchmesser von 25 mm und einem äusseren Durchmesser von 32 mm gespritzt unter Verwendung von Polypropylen mit einem Molekulargewicht von 200000, welches 85   Gew.-%   kristallines Polymer enthielt. Die Schnecke wurde bei 200-2100C und die Düse bei   240-2500C gehalten. Das   Rohr wurde gekühlt, indem man es über einen wassergekühlten Dorn leitete, wobei ein schwacher innerer Überdruck aufrechterhalten wurde. Das erhaltene Rohr war wiederum mechanisch einwandfrei und innen wie aussen glatt. Seine Eigenschaften werden in der folgenden Tabelle mit denjenigen eines gleichen Rohres verglichen, welches aus Polyäthylen mit einem Molekulargewicht von 25000 hergestellt wurde. 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Polyäthylen <SEP> Polypropylen
<tb> Spezifisches <SEP> Gewicht <SEP> 0,92 <SEP> 0, <SEP> 90
<tb> Schmelzpunkt <SEP> 107,-1120C <SEP> 164-168 C <SEP> 
<tb> Streckgrenze <SEP> kg/cm2 <SEP> 105 <SEP> 380
<tb> Dehnung <SEP> % <SEP> 400 <SEP> 500
<tb> Erweichungspunkt <SEP> (Vicat) <SEP> g <SEP> g
<tb> Belastung <SEP> 1 <SEP> kg
<tb> Erweichungspunkt <SEP> (Vicat) <SEP> 80  <SEP> 1100
<tb> Belastung <SEP> 5 <SEP> kg
<tb> 
   PATENTANSPRÜCHE :    l. Rohr aus thermoplastischem Material, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens vorwiegend aus einem kristallinen linearen Propylenpolymer mit hohem Molekulargewicht besteht.

Claims (1)

  1. 2. Rohr nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das thermoplastische Material amorphes Propylenpolymer mit hohem Molekulargewicht enthält.
    3. Verfahren zur Herstellung eines Rohres gemäss Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man ein mindestens vorwiegend aus einem kristallinen linearen Propylenpolymer mit hohem Molekulargewicht bestehendes thermoplastisches Material nach dem Strangpressverfahren verarbeitet, wobei die Schnecke der Presse bei einer niedrigeren Temperatur gehalten wird als die Düse und diese bei'einer Temperatur gehalten wird, die um bis zu 1000C über dem Schmelzpunkt des thermoplastischen Materials liegt.
    4. Verfahren nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur der Schnecke um 35-550C unterhalb derjenigen der Düse liegt.
AT200869D 1956-09-21 1957-09-20 Rohr und Verfahren zu seiner Herstellung AT200869B (de)

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