AT200818B - Vorrichtung zur Ermittlung der topographischen Reduktion von Schweremessungen - Google Patents

Vorrichtung zur Ermittlung der topographischen Reduktion von Schweremessungen

Info

Publication number
AT200818B
AT200818B AT200818DA AT200818B AT 200818 B AT200818 B AT 200818B AT 200818D A AT200818D A AT 200818DA AT 200818 B AT200818 B AT 200818B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
topographical
reduction
terrain
determining
axis
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Johann Dipl Ing Dr Sattlegger
Original Assignee
Johann Dipl Ing Dr Sattlegger
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Johann Dipl Ing Dr Sattlegger filed Critical Johann Dipl Ing Dr Sattlegger
Application granted granted Critical
Publication of AT200818B publication Critical patent/AT200818B/de

Links

Landscapes

  • Length Measuring Devices With Unspecified Measuring Means (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung zur Ermittlung der topographischen Reduktion von Schweremessungen 
Unter der topographischen Reduktion (im folgenden abgekürzt   mit "T. R.")   einer Schweremessung (Gravimetermessung oder Pendelmessung) versteht man den Unterschied zwischen dem gemessenen Schwerewert und jenem, den man nach Einebnung aller Berge und Auffüllung aller Täler auf das Niveau des Standpunktes des Schweremessinstrumentes messen würde. Zur Berechnung der T. R. muss das den Standpunkt des Schweremessinstrumentes umgebende Gelände in irgendeiner Form erfasst sein, u. zw. bis zu jener Entfernung, bis zu der die T. R. berücksichtigt werden soll.

   Für den im folgenden beschriebenen Zweck wird angenommen, dass das Gelände in Form von stereophotogrammetrischen Luftaufnahmen, die das gesamte Gebiet überdecken, erfasst sei, und dass diese Luftaufnahmen in einem Auswertegerät mit direkter Projektion gegenseitig und absolut orientiert seien, so dass also ein massstäbliches Modell des betreffenden Geländes sichtbar ist und mit Hilfe einer Messmarke in bekannter Weise abgetastet werden kann. 



   Die erfindungsgemässe Vorrichtung besteht im wesentlichen darin, dass eine in Zylinderprofilen bewegliche Messmarke auf dem Stereomodell geführt wird, wobei diese Bewegungen der Messmarke durch einen beliebigen Steuermechanismus unter Berücksichtigung der Ringbreite und der Dichte derart auf eine Integrierrolle übertragen werden, dass sich auf dieser ein einem Näherungswert der T. R. proportionalen Wert abwälzt. 



   Bisher war es bei derartigen Arbeiten notwendig, pro Schweremesspunkt etwa 250 mittlere Höhen aus einem Schichtenplan zu schätzen, von jeder Höhe die Standpunktshöhe zu subtrahieren, 250 Tabellenwerte zu entnehmen und diese mit den entsprechenden Dichten zu multiplizieren und zu addieren. Das vorliegende Gerät garantiert durch die Verwendung eines photogrammetrischen Stereomodells und durch die mechanische Integration für eine wesentlich genauere, vor allem aber raschere Ermittlung der T. R. 



   In den beiliegenden Zeichnungen (Fig. 1 : vertikaler Schnitt durch die Mitte der Stehachse   30 ;   Fig.   2 : Aufriss ; Fig : 3 :   Grundriss, oberer Teil weggelassen) ist eine Vorrichtung dargestellt, mit der der Erfindungsgedanke verwirklicht werden kann. Es sei aber an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Erfindung nicht nur mit diesem beispielsweise beschriebenen Mechanismus realisiert werden kann. So ist zum Beispiel eine Vielzahl von Steuermechanismen denkbar, die die Bewegungen der Messmarke entsprechend auf die   Integrierrolle übertragen.   



   Das Gerät, das zur Bestimmung der T. R. dienen soll, sitzt mit seiner lotrechten Stehachse 9, deren unteres Ende als Schraubenspindel ausgebildet ist, in einem Fuss 10. Mit Hilfe der Schraube 11 kann es der Höhe nach verstellt werden, ohne dass sich die Stehachse und der mit ihr fest verbundene, horizontale Tisch 12 dabei verdrehen können (Rille in der Schraubenspindel, Feder im Fuss   10).   Die Stehachse 9 ist von dem Zylinder 13 umgeben, der den Grundrahmen 14 trägt ; dieser und die gesamten auf ihm montierten Mechanismen können um die Stehachse 9 gedreht werden. Auf dem Grundrahmen 14 sitzt eine vertikale Säule 15. Der Schlitten 18 kann der Höhe nach verschoben werden. Längs der horizontalen Schiene 20, die am Schlitten 18 befestigt ist, ist der Schlitten 21 verschieblich.

   Auf diesem sitzt das Tischchen   22,   welches die Messmarke 23 zum Abtasten des Geländemodelles trägt und der Stab 24. 



  Der Stab 24 ist über das längs 25 verschiebliche Gelenk 1 mit diesem Stab 25 verbunden, und dreht diesen bei Bewegung von 22 um seinen Drehpunkt 2. 



   Der Stab 25 ist im Punkt 4 mit dem Stab 26 gelenkig verbunden, und ändert so, sobald er gedreht wird, die Gestalt des parallelogrammförmigen Gelenkvierecks 2,3, 4,5. Der im Punkt 7 in einer horizontalen Ebene   drehbai   und seiner Länge nach verschieblich montierte Stab 27 ist mit dem Stab 26 in 6 drehbar und längs 26 verschieblich verbunden. Es bewirken somit Änderungen der Gestalt des Parallelogramms 2,3, 4,5 Drehungen des Stabes 27 um den Punkt 7. In 8 ist der Stab 27 drehbar und seiner Länge nach verschieblich mit dem Wagen 28 der Integrierrolle 34 verbunden und verschiebt also bei seiner Drehung den Wagen und ! die Integrierrolle längs der Achse 29.

   Das System Achse 29, Wagen 28 und Integrierrolle 34 ist so montiert, dass sich die Integrierrolle 34 radial zur Stehachsenmitte 30 bewegt und sich bei einer Drehung des Instrumentes um die Stehachse 9 auf dem Tisch   12,   der ja fest bleibt, abwälzt. Irgendeiner Lage des Tisch- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 chens 22 (der Messmarke 23) entspricht über die eben beschriebenen Mechanismen ein ganz bestimmter Abstand der Integrierrolle von der
Drehachse 30 des Instrumentes. 



   Das Gelenkviereck 2, 3, 4, 5 ist mit dem Stab
31 am Grundrahmen 14 montiert. Das Gelenk
7 ist am Schlitten 32 montiert, der längs 31 verschoben werden kann. 



   Das System Grundrahmen 14, Säule 15,
Schiene 20, Tischchen 22 mit Marke 23 und Achse der Integrierrolle 34 liegt in einer vertikalen Ebene durch die Stehachsenmitte 30, das Gelenkviereck 2,3, 4,5 mit den Stäben 25 und 26 in einer dazu parallelen Ebene. Die Schiene 31 ist zu diesen beiden Ebenen normal. 



   Zur Bestimmung der T. R. eines ringförmigen   Geländeausschnittes   wird zunächst das beschriebene Gerät in Nullstellung (Messmarke 23 in der Achse 30, Stab 25 frei drehbar, 1 in Höhe von 2) der Lage nach und mit Hilfe der Schraube   11   der Höhe nach so verschoben, dass die Marke 23 auf dem Tischchen 22 sich in dem im eingangs beschriebenen photogrammetrischen Stereomodell sichtbaren Standpunkt des SchweremessInstrumentes befindet. Nun ist das Gerät arbeitsbereit. Um die T. R. für einen ringförmigen Geländestreifen von der Breite A R und dem   Radius R   zu bestimmen, wird die Messmarke 23 durch Verschieben des Schlittens 21 längs der Schiene 20 in den Abstand R (im Massstab des Stereomodelles) von der Achse 30 gebracht.

   Der Schlitten 32 wird so verschoben, dass sich die Strecken 6,7 und 7, 8 so verhalten, wie 1 zu   /AR,   wozu man natürlich auf der Schiene 31 eine Teilung anbringen wird. Nun wird das   Gerät um 3600 um   die Stehachse gedreht, wo- bei durch entsprechendes dauerndes Verschieben des Schlittens 18 längs der Schiene   IF   die Messmarke 23 dauernd der Geländeoberfläche entlanggeführt wird. Der auf der Integrierrolle 34 abgewälzte Betrag ist der T. R. für diesen ringförmigen   Geländeausschnitt   proportional. 



   Der Proportionalitätsfaktor ist von den Dimensionen des Gerätes bzw. seinen Teilungen und vom Modellmassstab abhängig, daher für Modelle desselben Massstabes derselbe. 



   Fährt man das Geländemodell Ring für Ring ab, so ist der am Ende abgewälzte Betrag der T. R. für den gesamten abgefahrenen Bereich proportional. 



   Treten in einem Ring Zonen verschiedener Dichte auf, so kann dem durch entsprechende Änderung des Verhältnisses 6,7 zu 7, 8 Rechnung getragen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Vorrichtung zur Ermittlung der topographischen Reduktion von Schweremessungen, dadurch gekennzeichnet, dass ein stereophotogrammetrisches Geländemodell benutzt wird, auf welchem eine in Zylinderprofilen bewegliche Messmarke geführt wird, wobei die Bewegungen dieser Messmarke durch einen beliebigen Steuermechanismus unter Berücksichtigung der Breite des jeweils abgefahrenen Geländestreifens und der Dichte derart auf eine Integrierrolle übertragen werden, dass sich auf dieser ein einem Näherungswert der topographischen Reduktion proportionaler Wert für den abgefahrenen Bereich abwälzt.
AT200818D 1957-04-09 1957-04-09 Vorrichtung zur Ermittlung der topographischen Reduktion von Schweremessungen AT200818B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT200818T 1957-04-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT200818B true AT200818B (de) 1958-11-25

Family

ID=3669088

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT200818D AT200818B (de) 1957-04-09 1957-04-09 Vorrichtung zur Ermittlung der topographischen Reduktion von Schweremessungen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT200818B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2460618C2 (de) Fahrbares Gerät zur Messung der Gleislage
DE2357470B2 (de) Vorrichtung zum lotrechten ausrichten der hochachse eines hoehenveraenderlichen arbeitsgeraetes, z.b. einer mehrteiligen feuerwehrleiter
AT200818B (de) Vorrichtung zur Ermittlung der topographischen Reduktion von Schweremessungen
DD206402A5 (de) Gleisbettungs-reinigungsmaschine mit mess-, registrier- und gegebenenfalls anzeigeeinrichtung
DE633512C (de) Lehre zum Messen von Schweissnaehten
DE853824C (de) Geraet zur Pruefung der Schaufelprofile von Kreiselmaschinen
DE3134246A1 (de) Messgeraet zum pruefen des zahnflankenprofils und ggf. der zahnschraege
DE155909C (de)
DE361155C (de) Auftrageapparat in Verbindung mit zwei Bildmesstheodoliten
DE455436C (de) Integrator zur schnelleren Berechnung im Strassenbau
DE639111C (de) Messvorrichtung fuer den Spitzenteil von Schuhleisten
DE903372C (de) Vorrichtung zum Feststellen und Ablesen von Spurveraenderungen an Kranbahnen
DE219276C (de)
DE575627C (de) Vorrichtung zur Bestimmung der Gelaendekorrektion bei Messungen des horizontalen Schweregradienten und der Kruemmungsgroessen der Potentialflaechen
DE668703C (de) Wasserwaage zur Bestimmung und Festlegung von Hoehenunterschieden
DE63620C (de) Instrument zur direkten, selbstthätigen Aufnahme einer Zeichnung des Geländes
DE881786C (de) Vorrichtung zum Messen einer Figur fuer die Bekleidungsmassanfertigung
DE949889C (de) Drehgestell-Messstand
DE953301C (de) Roentgenuntersuchungsgeraet mit Einrichtungen fuer die direkte Roentgenfotografie
DE862907C (de) Tunnelmessgeraet
DE2103266B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung der räumlichen Lage von geologischen Kleinfaltenschichten od.dgl
DE1455334C3 (de) Einrichtung zum Ermitteln der Hochpunkte eines Gleises
DE591706C (de) Setzwaage
DE925681C (de) Geodaetisches Instrument
DE1230236B (de) Ebenheitspruefgeraet fuer Strassen- und Flugplatz-befestigungen