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Einrichtung zur Individualdosismessung und Identifizierung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Individualdosimeter, worunter ein Behältnis mit einer strahlungsempfindlichen Einlage verstanden wird, zur Registrierung der Bestrahlungsdosis, z. B. für Röntgen- oderGammabestrahlung oder Korpuskularbestrahlung und ferner auf eine Einrichtung zur Identifizierung in
Form eines Trägers für mindestens ein Dosimeter und Mittel am Träger zur Übertragung von Inhaberanga- ben auf die zur Auswertung bestimmten Dosimeterteile.
Es sind Vorrichtungen bekannt, welche der Überprüfung des Strahlenschutzes dienen und mit strahlen- empfindlichem Material, wie photographischen Filmen, versehen sind. Sie erlauben Qualität und Menge einer auf den menschlichen Körper auftreffenden ionisierenden Strahlung gleichzeitig zu bestimmen. Um die beabsichtigte Kontrolle ausüben zu können, ist es aber notwendig, die Vorrichtungen so zukenn- zeichnen, dass eine einwandfreie Zuordnung zu der Person des Trägers gewährleistet ist. Es ist bekannt, eine derartige Kennzeichnung mittels Zahlen oder Namen vorzusehen. Das bedeutet aber, dass die Per- sonen, welche dem Einfluss von Strahlungen ausgesetzt sind, eine Strahlenschutzplakette zur Registrierung der Bestrahlungsdosis einerseits und eine Erkennungsmarke als Mittel zur Identifizierung anderseits, tragen müssten.
Dieses Tragen von zwei Vorrichtungen, nämlich einer Einrichtung zur Strahlungsmessung und einer Einrichtung zur Identifizierung, hat aber den Nachteil, dass bei einer Abgabe dieser beiden Einrichtungen zum Zwecke der Kontrolle an eine Auswertungsstelle, z. B. nach einem erfolgten Bestrahlungsfall, eine Verwechslung in der Auswertung derart erfolgen kann, dass beispielsweise die Strahlenschutzplakette von der Person A mit der Erkennungsmarke der Person B gemeinsam ausgewertet werden, was natürlich zu grossen Irrtümern führen kann und somit eine ordnungsgemässe Kontrolle ausschliesst.
Diese Nachteile werden erfindungsgemäss dadurch behoben, dass der Gegenstand der vorliegenden Erfindung eine Zusammenfassung von Dosimeter und Erkennungsmarke darstellt, wobei die Kombination in ihrer Konstruktion so ausgebildet ist, dass Dosimeter und Erkennungsmarke zu einer Einheit verschmelzen. Für diese Einheit ist die Art der Verbindung des Dosimeters mit der Erkennungsmarke kennzeichnend, wobei diese Verbindung darin besteht, dass die Erkennungsmarke dem Dosimeter als Träger dient.
Die Einrichtung zur Individualmessung und Identifizierung ist gemäss der Erfindung dadurch gekenn- zeichnet, dass der Träger als eine trennbare Erkennungsmarke ausgebildet ist, die offene oder chiffrierte oder zu durchlochende Identifizierungsangaben für den Inhaber enthält, die so ausgebildet sind, dass die gewünschten Inhaberangaben zur Identifizierung und Auswertung der Dosimeterteile geeignet sind und dass das oder die Dosimeter durch lösbare Verbindungsmittel, wie Niete mit dem abtrennbaren Teil der Erken- nungsmarke'verbunden sind.
Auf einem gemeinsamen Träger, z. B. auf einer durch besonders ausgebildete Bruchlinien teilbaren Erkennungsmarke aus Stahlblech od. dgl. sind Identifizierungsangaben, wie Angaben für die wichtigsten persönlichen Daten der Erkennungsmarke, sowie Blutgruppe, Rhesusfaktor, Tetanusimmunisierung u. dgl.. gegebenenfalls auch noch über die nächsten Familienangehörigen angebracht.
Diese Identifizierungsangaben können in Form einer offenen, d. h. sofort auswertbaren Identifizierung vorgesehen sein. Zu diesem Zweck wird auf die Erkennungsmarke eine Mikrofotokopie der Personalkarte des Inhabers entweder aufgeklebt, aufgeschoben oder durch Nieten auf dem Träger befestigt oder in einer Kapsel untergebracht. Es empfiehlt sich, die Mikrofotokopie durch wieder lösbare Mittel mit der Erkennungsmarke zusammenzuhalten, damit der Inhaber diese offenen Identifizierungsangaben wieder entfernen kann, falls eine geheime, d. h. chiffrierte Identifizierung erfolgen soll.
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Zur Erleichterung der Feststellung und Ablesbarkeit dieser offenen Identifizierungsangaben auf dem Träger hat es sich als vorteilhaft erwiesen, den Deckel eines Behälters entweder vollkommen als Vergrösserungselement, z. B. als Lupe, auszubilden oder mit einem Lupeneinsatz auszustatten.
Eine weitere Art der Kennzeichnung über den Inhaber einer Erkennungsmarke sind die chiffrierten Identifizierungsangaben, wobei diese Angaben nur aus Zahlen und/oder Buchstaben bestehen, unter welchen die persönlichen Daten des Inhabers, wie Name, Wohnort u. dgl. in einer zentralen Auskunftskartei eingetragen sind, also nicht direkt abgelesen werden können, wie dies bei den offenen Identifizierungsangaben der Fall ist.
Diejenigen Mittel, die zur Übertragung von Hinweisen über den Inhaber der Erkennungsmarke auf die Registratoren - worunter Mittel zur Dosismessung von Bestrahlungen verstanden werden-dienen, können folgende sein :
Der Träger kann an einer bestimmten Stelle als Schablone ausgebildet sein, Beispielsweise durch verschieden angeordnete Lochungen. Die Form und die Anordnung dieser Löcher kann nach irgend einem System, d. h. Geheimschlüssel, Auskunft über den Inhaber und sonstige Verhältnisse vermitteln. Mit Hilfe dieser Schablone lassen sich die unter diesem Teil der Schablone liegenden Teile der Registratoren entsprechend kennzeichnen.
Bei Filmdosimetern genügt beispielsweise ein Durchstechen der Löcher mit einer Nadel, um damit sämtliche Filme, die an dieser Stelle unter oder über dem Träger angebracht sind, mit entsprechenden Lochungen zu versehen.
Zur Kontrolle, ob alle im Träger vorhandenen Löcher tatsächlich durchstochen sind, werden die Lochungen zweckmässig mit einer Masse ausgefüllt, die vom Träger etwa durch ihre Farbe leicht zu unterscheiden ist und dadurch nach Durchstechen leicht erkennen lässt, ob sämtliche Löcher durchstochen sind.
Die Übertragung von Inhaberangaben der Erkennungsmarke auf die Registratoren, bzw. deren zur Auswertung dienenden Teile, kann weiterhin durch Mittel erreicht werden, die bei Strahlungseinwirkungen eine entsprechende Markierung auf den zur Auswertung gelangenden Teilen des Dosimeters hervorrufen. Solche Mittel bestehen beispielsweise darin, dass bestimmte Stellen des Trägers aus einem Material hergestellt sind, das sich bezüglich der Strahlungsabsorption anders verhält als die benachbarten Teile des Trägers, so dass die zur Auswertung gelangenden Einlagen des Dosimeters nach einer Strahlungseinwirkung vorbestimmte Markierungen aufweisen.
Ebenso kann man Teile des Trägers in bestimmter Anordnung aus Stoffen herstellen, oder Aussparungen, wie die oben erwähnten Lochungen mit Stoffen ausfüllen, die sich fotochemisch oder radiographisch anders verhalten als die übrigen Teile des Trägers oder chemisch auf die zur Auswertung gelangenden Teile des Dosimeters einwirken.
Es kommen auch Anordnungen am Träger in Betracht, die durch Druckwirkung eine Kennzeichnung der Registratoren hervorzurufen erlauben. Mittels Zähnen oder Warzen können beispielsweise die auf dem Träger gehaltenen Filme od. dgl. mit entsprechenden Lochungen versehen werden oder durch Druck kann die Sensibilität der reaktiven Schicht an der Stelle der Druckeinwirkung so beeinflusst werden, dass sich bei der Entwicklung entsprechende Markierungen herausbilden.
In allen diesen Fällen werden auf den auszuwertenden Filmen od. dgl. Zeichen zur Entstehung gebracht, die entweder allgemein verständliche Hinweise auf den Inhaber der Erkennungsmarke darstellen oder chiffrierte bzw. zu durchlochende Angaben, die an Hand. einer Kartei entsprechend ausgewertet werden können.
In weiterer Ausbildung der Einrichtung gemäss der Erfindung, die aus einem Träger mit Identifizierungshinweisen und einer Einrichtung zur Übertragung der Identifizierungsangaben oder einzelner bestimmter Identifizierungszeichen auf die Registratoren besteht, kann man auch mehrere Registratoren als Bestrahlungsausweise vorsehen. In diesem Fall kann man entweder solche Registratoren verwenden, die eine beliebige häufige Ablesung gestatten und die Bestrahlungsdosen akkumulativ registrieren-d. h. sogenannte Dauerregistratoren - oder man kann solche Registratoren versehen, die nur eine einmalige Auswertung ermöglichen-d. h. sogenannte Intervallregistratoren. Dauerregistratoren sind z. B. Phosphorgläser, und Intervallregistratoren, z. B. Filme.
Es ist zweckmässig, als Dosimeter an der Erkennungsmarke entweder beide Arten von Registratoren zu vereinigen oder mindestens zwei Intervallregistratoren mit einmaliger Auswertbarkeit anzubringen. Bei Verwendung nur eines Dosisregistrierungsmittels der einen wie der andern Art, würde nämlich die Folge sein, dass bei einer Abgabe des Registrierungsmittels seitens des Inhabers zum Zwecke der Auswertung an eine geeignete Auswertungsstelle, die betreffende Person während der Auswertungszeit ungesichert wäre.
Verwendet man dagegen eine Einrichtung mit mindestens einem Dauerregistrator zur Feststellung der insgesamt aufgenommenen Bestrahlungsdosis und mit mindestens einem Intervallregistrator zur Bestimmung
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einer Bestrahlung innerhalb eines gewissen Zeitraumes, so kann der Intervallregistrator zur Auswertung von der Erkennungsmarke ohne Bedenken gelöst werden, da der Inhaber trotzdem in dem Zeitraum zwischen der Abgabe des Intervallregistrators und dem Empfang eines neuen Intervallregistrators durch das Verbleiben des Dauerregistrators an der Erkennungsmarke kontrollierbar bleibt. Die Feststellung einer eventuellen Bestrahlung in der Zwischenzeit kann durch Vergleich der totalen Bestrahlungsdosen mit Hilfe einer entsprechenden Aufzeichnung an einer Überwachungsstelle und durch Auswertung des Dauerregistrators erfolgen.
Vorteilhafterweise ist jedoch die Einrichtung so geschaffen, dass zwei oder mehrere Intervallregistratoren mit der Erkennungsmarke, z. B. jeweils in Kassetten für sich lösbar befestigt, angebracht sind. Die Anbringung erfolgt dabei derart, dass auf dem abtrennbaren Teil der Erkennungsmarke mindestens zwei nach aussen abgeschlossene Dosimeter durch lösbare Verbindungsmittel, wie Niete, Plombe od. dgl. so befestigt sind, dass nur durch Zerstörung des Verbindungsmittels eine Abnahme eines Dosimeters möglich ist.
Als Verbindung zwischen den Dosimetern und der Erkennungsmarke dient hiebei eine zweiteilige Nietplombe, deren Schaft, zweckmässig aus schneidbarem Material, mehrere die übereinanderliegende Dosimeter bzw. deren Kassetten getrennt haltende Flansche aufweist, wobei die Nietplombe hohl ist und von einem Kernschaft durchsetzt wird, der durch eine Kopfniete die zusammengehaltenen Teile auf dem Träger festlegt.
Man kann natürlich auch statt nur eines Dauerregistrators an der Einrichtung gemäss der Erfindung mehrere Dauerregistratoren anbringen, damit auch solche Dauerregistratoren zu bestimmten Zeitpunkten zum Zwecke einer zentralen Auswertung über einen gewissen Zeitabschnitt zur Verfügung stehen. Der Dauerregistrator kann ein Teil des Trägers sein oder der Träger als Ganzes kann als Dauerregistrator ausgebildet sein.
DieIntervalldosis wird mittels ständig ersetzter und unbestrahlterIntervallregistratoren nach gewissen Zeiträumen bzw. nach einem vermuteten gefährlichen Bestrahlungsfall gemessen, die Summendosis dagegen durch Auswertung eines Dauerregistrators ermittelt, den der Inhaber der Erkennungsmarke seit der Ausstattung mit der Einrichtung besitzt. In diesem Fall ist allerdings die Zahl der Totalmessungen durch die begrenzte Zahl der mitgeführten Intervallregistratoren begrenzt.
Bei Verwendung von Einrichtungen mit mehreren Dauerregistratoren und/oder mehreren Intervallregistratoren empfiehlt es sich, die Registratoren durch auffallende Merkmale zu unterscheiden, z. B. durch verschiedene Farben ihrer Umhüllung oder durch Markierungen, um Verwechslungen vorzubeugen.
Die als Registratoren bezeichneten Elemente, die selbst zur Auswertung hinsichtlich der aufgenommenen Bestrahlungsdosis dienen, oder solche auswertbare Teile enthalten, werden von dem Inhaber an der Erkennungsmarke, vorteilhaft in einem kassettenartigen Behälter, angebracht. Da die Auswertung dieser Registratoren eine eindeutige Kenntlichmachung des Inhabers der Erkennungsmarke ermöglichen muss, ist besonders bei der Anordnung von mehreren gleichartigen, bzw. verschiedenartigen Registratoren besonders zu beachten, dass sämtliche mit einem Träger, d. h. einer Erkennungsmarke eines bestimmten Inhabers zusammengehörigen Registratoren auch einwandfrei für diesen Inhaber gekennzeichnet sind.
Es ist deshalb hiebei wesentlich, dass eine gleichartige Kennzeichnung sämtlicher Registratoren mit Hinweisen auf den Inhaber zwangsläufig in einem Arbeitsgang erfolgt. Vorteilhaft ordnet man dazu eine Mehrheit von Registratoren so an dem Träger an, dass durch eine einzige Markierungsmassnahme sämtliche ablösbare Registratoren zugleich übereinstimmend markiert werden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Träger Aussparungen in Klarschrift oder in hollerithartiger Lochschrift aufweist, so dass mittels einer Nadel sämtliche Registratoren gleichzeitig durchstochen werden können.
Ebenso eignen sich die bereits erwähnten Anordnungen zur mechanischen Übertragung, wie Zähne oder Warzen zur lokalen Beeinflussung der Sensibilität darunter liegender Filme oder Einlagen bzw. auch Auflagen auf dem Träger aus Material abweichender Strahlenabsorption, um Markierungen am Träger auf die Registratoren zu übertragen.
In weiterer Ausbildung des Erfindungsgegenstandes wird für solche Fälle, in denen mehrere Registratoren übereinander auf einem gemeinsamen Träger angeordnet sind, vorgeschlagen, die Umgebung der Registratoren hinsichtlich der Neigung zur Sekundär-Elektronenemission gleichartig auszubilden, bzw. durch die Wahl entsprechender Abstände der Registratoren von denEmissionsflächen, die Reichweite der Sekundärelektronen zu begrenzen.
Diese Weiterbildung beruht auf der Überlegung, dass eine harte Strahlung bei Durchdringung einer schichtweisen Anordnung auf dem Träger mit den Identifizierungsangaben, z. B. einer Erkennungsmarke aus Stahlblech, und mehreren durch Kassettendeckel getrennten Registratoren, z. B. Filmen, in den Metallteilen dieser Anordnung eine Sekundär-Elektronenemission hervorruft, die ihrerseits weiche Strahlungs-
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qualität hat und damit auch bei geringer Intensität eine relativ starke Beeinflussung (z. B. Schwärzung) der auszuwertenden Filme hervorruft.
Wenn bei einer solchenSchichtenanordnung die Kassetten für die Registratoren aus Nichtmetall, z. B.
Kunststoff, bestehen und somit keine nennenswerte Emission veranlassen, so würde ein Intervallregistrator, der unmittelbar neben der Erkennungsmarke angeordnet ist, durch diese weiche Strahlung zusätzlich be- einflusst, z. B. geschwärzt, dagegen der darüberliegende, ebenfalls in einer Kunststoffkassette unterge- brachte Intervallregistrator, nicht zusätzlich beeinflusst. Hiedurch würden sich Fehlerquellen bei der Aus- wertung ergeben, die unter Umständen von entscheidender Bedeutung sein könnten.
Die zur Vermeidung dieser Nachteile sich bietenden Ausführungsmöglichkeiten hängen im einzelnen von der Materialwahl für den Träger und für die Kassetten der Registratoren ab. Die Erkennungsmarke und die Kassetten können beispielsweise aus Metall bestehen oder die Erkennungsmarke, wie üblich aus Metall, dagegen die Kassetten aus einem Kunststoff.
Wenn beispielsweise der Träger aus Metall besteht und auch Kassetten aus Metall verwendet werden sollen, so wählt man für die Kassetten solche Metalle aus, dass die Sekundär-Elektronenemission nicht zu unterschiedlichen Einwirkungen auf die Registratoren führt. Durch Vorversuche kann im einzelnen leicht festgestellt werden, welche Metalle für die Kassettenwände geeignet sind und welche Abstände von der Erkennungsmarke, bzw. mehrerer Kassettendeckel voneinander erforderlich sind. Bei Verwendung einer Erkennungsmarke aus Metall, z. B. Stahlblech einerseits und von Kassetten aus Kunststoff anderseits, kann man jeweils zwischen Registratoren und die benachbarten Flächen der sie einschliessenden Kassetten Metallfolien anordnen, wie Aluminium- oder Bleifolien.
Es können beispielsweise schmale Bleifolienstreifen an den zur Auswertung gelangenden Filmen oder ihren Umhüllungen angebracht werden, um dadurch bei einer Einwirkung weicher Strahlen diese von einer harten Strahlung bei der Auswertung kenntlich zu machen.
Bei der Verwendung einer Erkennungsmarke aus Metall- und Kunststoffkassetten kann man aber auch zur Ausgleichung der erhöhten Sekundär-Elektronenemission zwischen Erkennungsmarke und dem zunächst liegenden Registrator einen nicht oder wenig emittierenden Körper als Abstandhalter, z. B. eine Kunststoffolie, anbringen.
Den Registratoren können auch, diese nur teilweise bedeckend, Mittel zugegeben werden, die in Abhängigkeit von der Strahlungsqualität verschieden sekundär emittieren. Solche Mittel sind beispielsweise Folien aus verschiedenen Metallen oder in verschiedenen wirksamen Abständen.
Die Zeichnung veranschaulicht Ausführungsformen von Einrichtungen gemäss der Erfindung. Diese Ausführungsformen sind lediglich Beispiele und sollen die Erfindung nicht auf die dargestellten Einzelheiten beschränken. Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung werden an Hand der dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert.
Es zeigen : Fig. 1 eine Ausführungsform einer Einrichtung mit einem Registrator in Vorderansicht ; Fig. 2 eine Rückenansicht gemäss Fig. l ; Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III - III gemäss Fig. 1 ; Fig. 4 eine andere Ausführungsform der Einrichtung mit mehreren Registratoren zur Dosismessung in Vorderansicht ; Fig. 5 eine Rückenansicht gemäss Fig. 4 ; Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI - VI gemäss Fig. 4 ; Fig. 7 die Einzeldarstellung einer Nietplombe für Doppelkassetten (vergrössert) gemäss Fig. 4-6 ; Fig. 8 eine schematische Darstellung einer Anordnung mehrerer Registratoren mit Enrichtungen zur Vermeidung einer bevorzugten Sekundär-Elektronenemission durch den Metallträger ;
Fig. 9 eine andere Anordnung zur Vermeidung einer Sekundär-Elektronenemission.
Nach den Fig. 1 - 3 wird mit 1 der Träger m Form einer Erkennungsmarke aus Stahlblech bezeichnet, die durch die ausgestanzten Öffnungen 2 durch Brechen im Bedarfsfall leicht zu trennen ist. Der Kassettendeckel 3, beispielsweise aus Kunststoff, umgreift seitlich mit seinen Randleiste 4 den Träger 1, nachdem er auf dessen Unterteil aufgeschoben ist.
Durch eineplombe 5 wird der Kassettendeckel 3 lösbar mit dem Träger 1 verbunden. In den vertieftenRaum desKassettendeckels 3 ist ein Intervallregistrator 6 eingelegt. Der Film liegt dabei in dem kassettenartigenDeckel einer entsprechenden Vertiefung und ist durch eine Kunststoffolie 6a abgedeckt, die den vertieften. Deckelteil nach aussen abschliesst, jedoch von Hand leicht abgelöst werden kann.
Auf der Vorderseite der Erkennungsmarke sind im oberen Teil Identifizierungsangaben in Form von Zahlen 7 eingeprägt. Ausserdem können durch Prägung 8 weitere Angaben, z. B. der Ausgabestelle, vorgesehen sein.
Auf der durch den Kassettendeckel 3 verdeckten Fläche des Trägers 1 können weitere Identifizierungsangaben enthalten sein. 9 ist eine nach Art einer Notenschrift verteilte Anzahl von Lochungen, die mit Hilfe einer Nadel 19a ein entsprechendes Durchstechen des Filmes 6 erlauben, um damit die auf dem Träger 1 in Form der Notenschrift 9 angebrachten Angaben über die Inhaberschaft auf den Intervallregi-
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strator 6 zu übertragen. 10 ist eine verkleinerte Wiedergabe der Personalkarte des Inhabers auf einem Metallblättchen, die auf der Rückseite des Trägers befestigt ist. 11 ist eine Zylinderlinse zur Erleichterung der Ablesbarkeit.
Nach den Fig. 4-6 ist die als Träger dienende Erkennungsmarke 12 mit Aussparungen 13 zur Erleichterung der Trennbarkeit versehen. An diesem Träger sind durch einen noch näher zu beschreibenden Niet
14 zwei Kassettendeckel 15 für sich jeweils lösbar befestigt. Die Erkennungsmarke trägt ausserdem eine Auflage 16, die als Dauerregistrator aus licht-und wasserunempfindlichem Material ausgebildet ist. 17 soll die in den beiden Kassetten untergebrachten Intervall-Registratoren bezeichnen, die beispielsweise jeweils in eine (nicht dargestellte) Kunststoffolie licht- und wasserdicht zusätzlich eingeschweisst sind.
Entsprechend der Abschrägung an der rechten oberen Ecke der Deckel 15 sind die Registratoren 17 an der rechten oberen Ecke ebenfalls abgeschrägt, so dass dadurch eine Seitenverwechslung beim Einlegen ausgeschlossen wird. 18 sind schmale Metallstreifen als Filter, z. B. aus Bleifolie, um dadurch eine Feststellung der Strahlungsqualität bei der Auswertung zu ermöglichen. 19 sind in einer Art Notenschrift, wie gemäss Fig. 1-2 ausgeführte Angaben über die Inhaberschaft. Die Lochungen dieser Notenschrift sind mit einer radiographisch wirksamen Masse ausgefüllt.
19a ist eine Nadel zum Durchstechen der Lochungen. 20 sind übliche Einprägungen als Identifizierungsangaben. 21 ist eine aufgedruckte Bedienungsanweisung.
Der in den Fig. 4 - 6 dargestellte Niet 14 besteht aus den beiden Teilen 22 und 23 (Fig. 7). Hiedurch ist es möglich, dass der Niet die beiden Kassetten 15 vor dem Aufbringen auf die Erkennungsmarke sicher zusammenhalten kann und diese Kassetten nicht ohne Zerstörung des Nietes zu trennen sind. Die Kassetten sind mit dem Niet auch leicht auf die Erkennungsmarke aufzudrücken. Beide Teile des Nietes können zu gleicher Zeit mit einem Werkzeug, z. B. einer Plombenzange, sicher verformt werden. Zum Zwecke einer Auswertung eines in der obersten Kassette 15 enthaltenen Intervall-Registrators 17 kann diese durch Ab schneiden z. B. durch Trennung mittels eines Messers, in der Richtung des Pfeiles 24 abgetrennt werden, wobei die zweite Kassette trotzdem fest vernietet an dem Träger bleibt.
Nach den Fig. 8 und 9 ist in Vergrösserung und ohne Rücksicht auf die tatsächlichen Zwischenräume, d. h. nur schematisch, mit 25 ein Träger, z. B. aus Stahlblech dargestellt, mit 26 ein Distanzstück aus Kunststoff, dessen Dicke dem zu überwindenden schädlichen Wirkungsbereich einer möglichen SekundärElektronenemission entspricht. 27 bezeichnet Dosimeterfilme, 28 die anliegenden Teile von Kassettendeckeln aus Kunststoff - ohne Rücksicht auf die Form der Kassette und deren Halterung - und 29 Metallfolien.
PATENTANSPRÜCHE :
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