AT200635B - Verfahren zur Herstellung einer Glasdurchführung mit unmagnetischem, weichlötbarem zentralem Leiter - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Glasdurchführung mit unmagnetischem, weichlötbarem zentralem LeiterInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung einer Glasdurchführung mit unmagnetischem, weichlötbarem zentralem Leiter Es ist eine wichtige Forderung der Trägerfrequenz-Nachrichtentechnik, dass keine gegenseitige Mo- dulation zwischen den einzelnen Nachrichtenkanälen erfolgt. Diese schädliche Modulation erfolgt durch nicht-lineare Elemente im Zuge von Leitungen, die von mehrwelligen Strömen durchflossen sind. Auch bei mit Glas isolierten Leiterdurchführungen, wie sie für den hermetischen Abschluss von Bauteilen ver- wendet werden, tritt diese Schwierigkeit dann auf, wenn die Durchführungselektrode aus einer magneti- sierbaren Legierung besteht. Es gibt nur wenige Metalle, die nicht magnetisierbar sind und sich dabei mit Glas verschmelzen lassen, so z. B. Platin, Molybdän und Wolfram. Aus technologischen Gründen der Glas- verschmelzung und aus Gründen der mechanischen Bearbeitbarkeit, aber auch wegen des relativ niedrigen Preises, eignet sich hiefür besonders Molybdän. Bei Verwendung von Molybdän tritt allerdings der Nachteil auf, dass sich Molybdän nicht gut verzinnen lässt, was jedoch erwünscht wäre, um an der Elektrode in gewohnter Weise die Schaltdrähte anlöten zu können. Galvanische Überzüge blättern sehr leicht von Molybdän ab, oder lassen sich bei geringer mechanischer Beanspruchung losreissen. Die vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren zur Herstellung einer Glasdurchführung mit unmagnetischem, weichlötbarem zentralem Leiter aus kupferüberzogenem Molybdän, insbesondere für Geräte der Trägerfrequenztechnik, welches sich dadurch kennzeichnet, dass der zweckmässig auf galvanischem Wege aufgebrachte Kupferüberzug durch eine anschliessende Wärmebehandlung, bis knapp unter den Schmelzpunkt des Kupfers, mit dem Molybdän innig und festhaftend verbunden und der so erhaltene Leiterkörper anschliessend in bekannter Weise mit einem Druckglaskörper verschmolzen wird. Es ist bekannt, Molybdän mit einem Kupferüberzug zu versehen und solche Leiter in eine Glasdurchführung einzuschmelzen. Dabei haben sich aber Schwierigkeiten ergeben, die darauf zurückgeführt werden, dass das Überzugsmetall in das Grundmetall eindiffundiert. Im Gegensatz dazu wird vorliegendenfalls zuerst die Diffusion des Kupfers in das Molybdän herbeigeführt und erst der so vorbehandelte Molybdändraht eingeschmolzen. Es wäre vorstellbar, dass in diesem Unterschied die Ursache dafür liegt, dass das vorliegende Verfahren einwandfrei funktioniert, nach der vorbeschriebenen Methode aber Misserfolge eintreten. Wie dem aber auch sein mag, so steht jedenfalls fest, dass das vorliegende Verfahren einwandfreie Resultate liefert. In der praktischen Durchführung des vorliegenden Verfahrens geht man am besten so vor, dass die Molybdän-Elektrode vor dem Einschmelzen galvanisch verkupfert wird. Dieser Kupferbelag haftet schlecht ; wenn man aber diesen galvanisch verkupfertên Molybdän-Teil einer Wärmebehandlung in Schutzgas aussetzt, bei der das Kupfer durch eine Erwärmung, die bis knapp unter den Schmelzpunkt des Kupfers getrieben wird, so diffundiert ein Teil des Kupfers in das Molybdän ein. Der so erhaltene Kupferüberzug geht eine einwandfreie, feste Bindung mit dem Molybdän ein, so dass dann auch eine festhaftende Verzinnung der in Glas eingeschmolzenen Elektrode möglich ist. Der Kupferüberzug ist der Glasverschmelzung durchaus förderlich, wie man dies aus der Einschmelzung von Kupfermanteldraht aus der Glühlampenherstellung her weiss. Die vorliegende Art der Behandlung von Molybdänelektroden ist natürlich auch auf alle andern Arten von Molybdän-Glas-Verschmelzungen anwendbar, bei denen es auf eine gute Lötbatkeit des Molybdäns ankommt. Obgleich es zweckmässig ist, den Kupferüberzug auf den Molybdänkörper auf galvanischem Wege aufzubringen, versteht es sich, dass auch andere Auftragungsarten angewendet werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung einer Glasdurchführung mit unmagnetischem, weichlötbarem zentralem Leiter aus kupferüberzogenem Molybdän, insbesondere für Geräte der Trägerfrequenztechnik, dadurch gekennzeichnet. dass der zweckmässig auf galvanischem Wege aufgebrachte Kupferüberzug durch eine anschliessende Wärmebehandlung, bis knapp unter den Schmelzpunkt des Kupfers, mit dem Molybdän innig und festhaftend verbunden und der so erhaltene Leiterkörper anschliessend in bekannter Weise mit einem Druckglaskörper verschmolzen wird.
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| AT200635T | 1957-01-12 |
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