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Kühleinrichtung für Führung-uni Spurlager
Die bei grossen Maschinen, wie Wasserturbinen, elektrischen Generatoren usw. mit vertikaler
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nicht immer durch die verhältnismässig grosse Oberfläche der ölbehälter an die Umgebung abgestrahlt werden. In den meisten Fällen ergibt sich dadurch eine unzulässig hohe Beharrungstemperatur im Lager, die auf die Dauer für einen klaglosen Betrieb nicht tragbar ist. Es muss daher durch zusätzliche Kühlung soviel Wärme abgeführt werden, dass die Lagertemperatur auf zulässig tragbare Werte herabgesetzt, d. h. gehalten wird.
Bei einer bekannten Ausführung (schwedische Patentschrift Nr. 120. 100), eines vertikalen Axiallagers wird das öl durch die Zentrifugalkraft der Welle in einen ringförmigen Druckraum gepresst, wo es in weiterer Folge durch einen Kühler zu den Gleitflächen des Lagers zurück zu den inneren Mündungen der Pumpkanäle geleitet werden kann. Die Kühlung des öles wird dabei auf verhältnismässig umständliche Art erreicht.
Ferner ist auch bereits eine Lager-Schmier- und Kühlanodrnung bekannt, bei der die Kühlrohre in geschlossener Art kreisförmig angeordnet sind.
(USA-Patentschrift Nr. 1, 760, 904.)
Die erfindungsgemässe Kühleinrichtung für an vertikale Maschinenwellen angeordnete, selbstschmierende, bzw. selbstkühlende Führungs- oder Spurlager zeichnet sich gegenüber diesen bekannten Ausführungen dadurch aus, dass im Lager- ölbehälter mehrere voneinander getrennte Kühlrohre oder Kühlrohrsysteme je für sich angeordnet sind, durch welche das von einem oder mehreren insbesondere direkt an der Hauptwelle angeordneten Lüfter geförderte, gasförmige Kühlmittel als Frisch- oder Umluft durchfliesst bzw. zur Durchpressung kommt. Bei der Kühleinrich- tung führen vom Lüftersystem mehrere Zuleitungsrohre, insbesondere Kühlleitungen zu dem Lagerölbehälter.
Vorteilhaft sind kreisrund ausgeführte Lagerölbehälter, die für sich getrennte Kühlrohre oder Kühlsysteme aufweisen, die am Umfang symmetrisch angeordnet sein können.
Die erfindungsgemässe Anordnung auf elektrische Maschinen vorteilhaft abgestimmt, bringt die notwendige Kühlluftmenge im Generatorlüfter durch entsprechende Auffangklappen zur Lieferung. Die Kühlrohre werden im Lagerölbe-
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Kühleinrichtung kann so beschaffen werden, dass die abgeführte Wärmemenge in den Kühlkreislauf eines Vertikalgenerators gelangt, wobei vorteilhaft die erforderliche Kühlluftmenge nur durch das thermische Gefälle durch die Kühlrohre strömt.
Hiemit ist es möglich, selbstschmierende und selbstkühlende Lager für vertikale Wellen auszuführen, deren Kühlsystem gegen keinerlei Störungen irgendwelcher Art anfällig ist. Dieses Kühlsystem bedarf auch keiner besonderen Wartung und erreicht ein Höchstmass an Betriebssicherheit. Die dem Generatorkühlkreislauf entnommene Kühlluftmenge beeinflusst die Kühlung des Generators bzw. Motors in keiner Weise.
An einer schematischen Skizze wird die Funktion der Erfindung beschrieben. Zur Beschreibung der erfindungsgemässen Lagerkühlanordnung wird beispielsweise ein selbstschmierendes GeneratorFührungslager herangezogen. Die Erfindung selbst ist jedoch auf das Beispiel nicht beschränkt.
Der Lagerkörper 5 und die Gleithülse 7 sind im untersten Teil vom Lageröl umgeben.
Das Lageröl wird durch radiale Bohrungen 8 in der Gleithülse 7 unter dem Einfluss der Fliehkraft durch die Schmiernuten 9 in den Gleitflächen gedrückt und somit die notwendige Schmier- ölmenge durch das Lager gefördert. Durch eine derartig kräftige ölförderung bzw. ölumwälzung entsteht im ölbehälter 1 eine für die erfindungsgemässe Kühlanordnung äusserst günstige ölströ- mung. Dieser öl-umlauf im Lagerölbehälter 1 ist durch kleine Pfeile angedeutet.
Durch die im ölbehälter 1 in entsprechender Anzahl eingeschweissten, gleichmässig verteilten Kühlrohre 2 wird Generatorkühlluft hindurchgedrückt. Die erforderliche Kühlluftmenge wird an einer oder mehreren Stellen am Umfang des Generatorlüfters 10 durch Auffangklappen 4 abgenommen und mittels der Zuleitungsrohre 3 den Kühlrohren 2 zugeführt. Der vom Generatorlüf-
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Kühlluftmenge durch die Kühlrohre 2 und damit durch das Lageröl. Auf diese Weise wird die Lagerreibungswärme im Ölbehälter 1 vom Lagerkörper abgeführt und in den Kühlkreislauf des Generators abgegeben. Diese Art der Lagerküh- Jung kann sowohl bei Umlaufkühlung als auch
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bei Frischluftkühlung des Generators in gleicher
Weise angewandt werden.
Sind für Generator- lager grössere Kühlluftmengen erforderlich, so ist es zweckmässig, hiefür eigene Lüfter anzuordnen. Diese selbstkühlende Führungslageranord- nung ist gegen keinerlei Störungen anfällig und bedarf auch keiner besonderen Wartung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kühleinrichtung für an vertikalen Maschi- nenwellen angeordnete, selbstschmierende'bzw. selbstkühlende Führungs- oder Spurlager, da-
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durch welche das von einem oder mehreren insbesondere direkt an der Hauptwelle angeordne-
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Lüfter (n) geförderte, gasförmige Kühlmittel(Frisch- oder Umluft) durchfliesst, bzw. zur Durchpressung kommt.