<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zum Verbinden von Kunstharz- mit Metallteilen
Die Verbindung von Kunstharz-Teilen mit
Teilen aus Metall erfolgt zur Zeit üblicherweise auf zwei Arten, soferne von der Verbindung durch Aufdampfen oder Elektroplattieren abge- sehen wird : a) durch die üblichen mechanischen Verbin- dungsmittel wie Schrauben, Nieten u. dgl. b) durch Verkleben mit einem geeigneten
Kleber.
Die Verbindung nach a) hat den Nachteil, dass die Verbindungselemente auf beiden, also sowohl auf der Kunstharz- als auch auf der
Metallseite sichtbar sind und nicht nur den optischen Eindruck des Gegenstandes, sondern oft auch dessen Anwendbarkeit beeinträchtigen.
Die Verbindung nach b) ergibt nur dann ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis, wenn sie nicht nur auf Adhäsion beruht, sondern der
Kleber beide porenlosen Materialien-das Me- tall und das Kunstharz-chemisch anspricht.
Die verschiedene chemische Natur der Metalle und der Kunstharze sowie die Vielfalt der letz- teren macht jede Auswahl eines wirklich voll entsprechenden Klebers ausserordentlich schwer bzw. engt die Zahl der zur Verfügung stehen- den Kleber ein.
Wenn es nun auch eine Anzahl von Klebern gibt, deren Anwendung hier befriedigt, so lie- gen doch über die Lebensdauer und Beanspruch- barkeit derartiger Verklebungen noch keine aus- reichenden Ergebnisse vor.
Die Erfindung ermöglicht es nun, Teile aus Kunstharz mit solchen aus Metall zu verbinden, wobei zumindest die eine Fläche des kombi- nierten Gegenstandes (Schaufläche) vollkommen einheitlich gestaltet werden kann, ohne dass Verbindungselemente sichtbar sind.
Aber auch auf der zweiten Seite der Verbindung kann die Sichtbarkeit im Aussehen verschiedener Materialien vermieden werden.
Ausserdem vermeidet die Erfindung, dass Kunstharze mit Metallen verklebt werden, was, wie oben geschildert, auf gewisse Schwierigkeiten stösst.
Die Erfindung beruht darauf, dass nur Kunstharz-Teil mit Kunstharz-Teil verklebt wird, was natürlich wesentlich leichter mit ausreichender Festigkeit und dauerhafter zu erreichen ist als die Verklebung von Kunststoff und Metall.
Es ist wohl ein Verfahren zum Verbinden von Kunstharz mit Metall-Teilen bekannt, wie es die deutsche Patentschrift Nr. 846915 be- schreibt, bei dem der Metall-Teil durch zapfen- artig wirkende Kunstharz-Verbindungsteile, wel- che durch passende Öffnungen im Metall-Teil reichen und mit dem Kunstharz-Teil verbunden sind, an diesem festgehalten wird. Dabei ent- steht die zapfenartige Verbindung durch
Schweissen unter Druck und Wärme.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung unterscheidet sich davon im wesentlichen da- durch, dass die Kunstharz-Verbindungsteile, die mit einem verdickten Ende vorgeformt werden, in die Öffnungen des Metall-Teiles eingelegt und am Grunde dieser Öffnungen mit einem dünneren Ende durch Verkleben mit dem
Kunstharzkörper verbunden werden.
Dabei kann der Kunstharz-Verbindungsteil auf seinem erweiterten Ende mit einem MetallTeil fix verbunden sein, der ihn im Einbau auf der Metallseite überdeckt und die Öffnung im Metall-Teil schliesst.
Die Zeichnung stellt in den einzelnen Figuren Verbindungen von Kunstharz-Teilen mit ver- schiedenen geformten Metall-Teilen dar, wobei auch die Kunstharz-Verbindungsteile verschieden geformt sind : In Fig. 1 als zweiteilige zylindrische Platte mit verschiedenem Durchmesser, wobei die grössere Platte über die Oberfläche des zu befestigenden Metall-Teiles hinausragt.
In Fig. 2 ist der Verbindungsteil konisch geformt, in Fig. 3 wieder als zweiteilige Platte ähnlich wie bei Fig. 1, wobei jedoch in beiden Fällen die Verbindungsteile nicht über den Metall-Teil hinausragen. Fig. 4 und 5 zeigen Verbindungen zwischen Kunstharz- und MetallTeilen, wobei der Kunstharz-Verbindungsteil eine Metallplatte trägt, die dem zu befestigenden Metall-Teil entspricht.
In Fig. 1 bezeichnet 1 einen Kunstharz-Teil, der an und für sich beliebig geformt sein kann, hier jedoch als Platte dargestellt ist. Dieser Kunstharz-Teil 1 soll nun mit einem MetallTeil 2 fest und unlösbar verbunden werden.
Auch dieser Metall-Teil 2, der hier als Winkel dargestellt ist, kann beliebig geformt sein, wesentlich ist nur, dass er an der Auflagestelle auf den Kunstharz-Teil zwischen den Punkten 5 und 6 die gleiche Gestalt wie die KunstharzPlatte hat. Diese Berührungsfläche ist in der
<Desc/Clms Page number 2>
vorliegenden Skizze als eine Ebene dargestellt, kann jedoch jede beliebige sonstige Gestalt haben. Auf den Kunstharz-Teil 1 wird nun,
EMI2.1
stelle 4 aufgeklebt. In der vorliegenden Skizze ist der Verbindungs-Teil 3 als Zylinder mit einer Platte grösseren Durchmessers, durch die der Metall-Teil 2 am Kunstharz-Teil 1 gehalten wird, dargestellt. In diesem Falle liegt die
Platte, die im übrigen mit dem Verbindungs-
Teil 3 einen einzigen Teil bildet, oberhalb der
Oberfläche des Metall-Teiles 2.
Es sind jedoch, wie in den Fig. 2-4 darge- stellt, auch andere Ausführungen des Verbin- dungsteiles 3 möglich.
Fig. 2 stellt wieder einen Kunstharz-Teil 1 und einen Metall-Teil 2 dar. Der Metall-Teil 2 weist eine konusförmige Öffnung auf, in die der Verbindungs-Teil 3 eingelegt und an der
Stelle 4 mit dem Kunstharz-Teil 1 verklebt wird.
In Fig. 3 ist der Verbindungsteil 3 als ein abgestufter Zylinder wie in Fig. 1 ausgebildet, der Metall-Teil 2 weist jedoch eine dem Zylinderteil mit dem grösseren Durchmesser des Teiles 3 entsprechende vergrösserte Ausnehmung auf. Der Teil 3 wird wieder bei 4 mit dem Teil 1 verklebt ; durch das Oberteil von 3 wird der Metall-Teil 2 an den Kunstharz-Teil 1 fest angepresst.
In Fig. 4 ist nun ein Beispiel dargestellt, aus dem zu ersehen ist, dass man nicht nur die durch den Kunstharz-Teil dargestellte Schaufläche einheitlich gestalten kann, sondern dass dies auch auf der Metallseite möglich ist. Der nach Fig. 2 oder 3 geformte Verbindungsteil 3 wird mit einem metallenen Einpressteil 7 versehen, der auf der Oberfläche eine Metallplatte 7 a trägt, die aus dem gleichen Metall besteht wie der mit dem Kunstharz-Teil 1 zu verbindende Metall-Teil 2. Auf diese Art kann hier eine dem Aussehen nach einheitliche MetallOberfläche hergestellt werden, die nur den beliebig geformten Rand des Teiles 7 a zeigt.
Zu den Fig. 1, 2 und 4 wird noch bemerkt, dass die dort gezeichneten Verbindungsteile keineswegs Rotationskörper sein müssen, son- dern beliebig, also auch drei-, vier-, oder mehr- flächig ausgebildet sein können (Pyramiden oder
Prismen).
Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsmöglich- keit.
Der mit dem Kunstharz-Verbindungsteil 3 durch Einpressen oder Einschrauben verbundene
Metall-Teil 7 trägt eine Scheibe 7 a, deren
Durchmesser grösser ist als der Durchmesser des Teiles 3. Sie kommt in eine passende Ver- tiefung des Metall-Teiles 2 zu liegen.
Nach den Fig. 4 und 5 ist es möglich, dort wo es durch den Anwendungszweck verlangt wird, eine einheitliche und dichte Metall-Ober- fläche zu erzielen.
Die Verbindung des Kunstharz-Verbindungs- teiles 3 mit dem Metall-Teil 7 und der Metall- scheibe 7 a wird zweckmässigerweise dort durch
Einschrauben erfolgen, wo die Oberfläche der
Metallscheibe 7 a durch die beim Pressen des
Kunstharz-Teiles entstehende Wärme bzw. durch Chemikalien in ihrem Aussehen Schaden erleiden könnte.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Verbinden von Kunstharzmit Metallteilen, bei dem der Metallteil durch zapfenartig wirkende Kunstharz-Verbindungs- teile, die durch passende Öffnungen im Metallteil reichen und mit dem Kunstharzteil verbunden sind, an diesem festgehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunstharz - Verbin- dungsteile (3), die mit einem verdickten Ende vorgeformt werden, in die Öffnungen des Metallteiles (2) eingelegt und am Grunde dieser Öffnungen mit ihrem dünneren Ende (4) durch Verkleben mit dem Kunstharzkörper (1) verbunden werden.