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Abgewinkelter Trochanternagel
Zur Heilung der Trochanterfrakturen auf operativem Wege sind verschiedene Fixiernägel bekannt, die am oberen Schenkelknochen in mannigfacher Weise befestigt werden. Bei dem zur Zeit meistge- bräuchlichen System besteht das Gerät aus einem Schenkelhalsnagel und einer Schiene, deren Kopfteil kreisbogenförmig ausgebildet und mit einer länglichen Durchbrechung für die Feststellschraube des Schen- kelhalsnagels versehen ist. Die Aussenfläche des Bogens ist verzahnt und arbeitet mit einer ähnlich ver- zahnten Unterlage zusammen. Diese Unterlage soll zusammen mit der Feststellschraube auf diejenige
Partie des Bogens verstellt werden, welche dem gerade gewünschten Stellwinkel des Schenkelhalsnagels entspricht.
Der geschilderte abgewinkelte Trochanternagel nach Mac Laughin hat den wesentlichen Nachteil, dass die Schiene auf dem Patienten während der Operation durch wiederholtes Probieren eingestellt werden muss, was nicht selten zu Eingriffsfehlern der Verzahnung führt. Ausserdem erfordert die Herstellung der verzahnten Teile eine kostspielige Präzisionsarbeit.
Gemäss der vorliegenden Erfindung besitzt die Schiene einen abgewinkelten geraden Kopfteil mit ebenen Flächen. Dieser Kopfteil schliesst mit dem Schenkelteil der Schiene einen Winkel von 1400 ein.
Dieser Winkel kann durch zwischen dem Schenkelhalsnagel und dem Schienenkopf eingefügte keilförmige Einsatzstücke in mehreren Stufen geändert werden. Um diese Einstellungen zu ermöglichen hat die Feststellschraube nach ihrem Schaft hin einen halbkugelförmigen Kopf und die Löcher in den Einsatzstücken und im Schienenkopf zumDurchlassen der Feststellschraube sind in der Winkeleinstellebene länglich ausgearbeitet. Jedes Einsatzstück weist zwei Passstifte und der Schienenkopf zwei entsprechende Passlöcher auf, die es ermöglichen das jeweilige Einsatzstück, das den aus vorherigen Röntgenaufnahmen festgestellten Einstellwinkel entspricht, ausserhalb des Patienten durch einen Assistenten auf den Schienenkopf aufpassen zu lassen, so dass der Operateur nichts mit Ausprobierungen in der Wunde zu tun hat.
Die Herstellung der Schiene und der Einsatzstücke ist sehr einfach und billig.
Die Zeichnung lässt einen Trochanternagel gemäss der vorliegenden Erfindung an Hand eines Aus- führungsbeispiels erkennen.
Fig. 1 zeigt den Trochanternagel in zusammengebautem Zustand ; Fig. 2 ist eine Draufsicht des Schienenkopfes ; Fig. 3 ist ein Schnitt durch das Schraubenloch des Schienenkopfes ; Fig. 4 zeigt ein Ein- satzstück von der Stiftseite her in Perspektive ; Fig. 5 zeigt die Feststellschraube.
Der Schienenschenkel l schliesst mit dem Schienenkopf 2 einen Winkel a= 140 ein. Zwischen dem Schienenkopf 2 und der einen Stirnfläche des Schenkelhalsnagels 4 befindet sich ein Einsatzstück oder ein Keil 3, wodurch die Längsmittellinie des Nagels 4 mit einer Senkrechten auf die der Auflagefläche des Schienenkopfes 2 einen den jeweiligen Erfordernissen entsprechenden Winkel ss einschliesst. Ein Satz von solchen Einsatzstücken enthält vier verschiedene Keile, was für die Praxis vollkommen ausreicht. Die einzelnen Einsatzstücke haben den Keilwinkel 00, 50, 100 bzw. 150. In jedem Einsatzstück 3 sind zwei Passstifte 6 befestigt (Fig. 4), denen im Schienenkopf 2 zwei Löcher 7 zugeordnet sind (Fig. 2). Stifte und Löcher sind so angeordnet, dass die Einsatzstücke 3 in zwei Stellungen aufgesteckt werden können.
Von der einen Stellung geht man in die andere durch Umdrehen des Einsatzstückes um 1800 in seiner Ebene über. Hiedurch kann man ausser den drei positiven Winkeln ss, die den Winkel oc vergrössern, auch drei negative Winkel ss erhalten, die den Winkel vermindern. Es sind daher mit den vier Einsatzstücken 3
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insgesamt sieben verschiedene Stellungen des Nagels 4 erreichbar. (ss = Oc) ist die siebente Stellung).
Die dem Schraubenschaft zugewendete Seite des Feststellschraubenkopfes 5 ist halbkugelförmig ausgebildet (Fig. 5) um auch bei Abweichungen vom Winkel a = 1400 eine gute Auflage desselben und eine starre Verbindung zu sichern. Die Bohrung 9 des Schienenkopfes 2 wird auf der Nagelseite durch Ausfräsungen 10 erweitert, (Fig. 2 und 3) und auch das Loch 8 in den einzelnen Einsatzstücken 3 wird oval ausgearbeitet (Fig. 4), um die verschiedenen Winkelstellungen der mit der Längsmittellinie des Nagels 4 jeweils fluchtenden Feststellschraube zu ermöglichen. Die Passungder Stifte 6 in den Löchern 7 muss so ge-wählt werden, dass die Reibung zwischen ihnen ausreicht um einem ungewollten Herabfallen des jeweiligen Einsatzstückes 3 vom Schienenkopf 2 vor dem Aufmontieren der Schiene auf den Nagel 4 entgegen- zuwirken.
Die neuartigen Feststellmittel werden zweckmässig aus dem selben Baustoff wie der Nagel 4 hergestellt (Vitallium, VA,usw.).
PATENTANSPRÜCHE :
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aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der mit ebenen Flächen versehene, gerade Kopfteil (2) der Schiene einen Winkel von 1400 mit dem Schienenschenkel einschliesst und dem Trochanternagel ein Satz von keilförmigenEinsatzstücken (3) zugeordnet ist, die verschiedene Keilwinkel haben und von denen jeweils ein Stück mit dem durch vorherige Röntgenaufnahmen bestimmten Keilwinkel zwischen eine Stirnfläche
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setzt wird.