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Erdungsanzeiger für elektrische Leitungsanlagen.
Vorliegende Erfindung betrifft Erdungsanzeiger, d. i. Vorrichtungen, um Erdungen oder mangelhafte Isolation elektrischer Leiter in Stromverteilungsanlagen anzuzeigeu und bezweckt derlei Vorrichtungen so auszugestalten, dass sie für Verteilungsanlagen für Dreiphasenstrom geeignet werden.
Vorrichtungen, welche die Erdung eines Einphasenstromleiters anzeigen und deren Wirkung auf den elektrostatischen Beziehungen zwischen im gegenseitigen Wirkungs- bereich hegenden Flügfln beruht, sind bekannt. Diese Vorrichtungen sind jedoch für Vortoilungsanlagon fiir Dreiphasenstrom nicht verwendbar und der Hauptzweck der vor-
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in ähnìicher Weise wirkt, jedoch für Dreiphasenstromleitungsanlagen geeignet ist.
In den Zeichnungen ist Fig. l eine Draufsicht einer Vorrichtung nach vorliegender
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Pfeiles (Fig. 1) gesehen, wobei die Stromverteilungsleiter schematisch angedeutet sind und das Gehäuse der Vorrichtung im Schnitt dargestellt ist. Fig. 3 ist ein Aufriss des be-
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gesehen.
Die arbeitenden Teile der Vorrichtung sind in einem Gehäuse 1 mit Glasdeckel 2 und isolierendem Hoden 3 angcordnot. Drei feststf'hendo Ftügt't aus geeignetem Blech welche angenähert die Gestalt gleichschenkeligor sphärischer Dreiecke mit abgeschnittener Spitze aufweisen, sind durch geeignete Stutzen 5 am Boden 3 in angenähert gleichf-n Ab- ständen voneinander befestigt und mit der konvexen Seite nach aussen gerichtet.
Am Boden 3 ist durch Schrauben 6 ein U-förmiger Bügels 7 befestigt und 8 sind stellbare Schrauben, die in der Nähe der freien Enden der Bügelarme eingeschraubt sind.
Die inneren Enden der Schrauben 5 tragen die Körnerlager 9 zur Aufnahme der Körnerspitzen 10 einer Welle 11, in deren Mitte eine zweite Welle 12 starr befestigt ist, wobei die beiden Wellen sich unter rechtem Winkel schneiden. An einem Ende der Welle 11 ist ein Ring 13 durch eine Klemmschraube 14 starr befestigt und an diesem Ring ist wieder das innere Ende einer Spiralfeder 15 festgemacht, deren äusseres Ende im gespaltenen Ende eines am benachbarten Arm des Bügels 7 befestigten Stiftes 16 fest-
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angebracht, um das Gewicht des Ringes 13 und Welle 15 auszubalancieren.
Die Körnerspitzen 18 der Welle 12 ruhen in den Körnerlagern 19 der Schrauben 20, die in den Armen eines Bügels 21 sitzen. Ein Ring 141, eine Spiralfeder 151, deren inneres Ende an diesem Ring befestigt ist und ein Stift 161, an dem das. äussere Ende der Feder festgemacht ist und ein Gegengewicht 171 sind der Anordnung und Wirkung nach den gleichartigen Organen an der Welle 11 durchaus ähnlich. Eine Stellschraube 22 im unteren Teil des HÜgels 21 dient zur Ausbalancierung der beweglichen Teile.
An den freien Enden der Bügel 21 sind Stangen 23 befestigt, an deren äusseren Enden ein beweglicher Flügel 24 festgemacht ist. Dieser Ftüge) hat die Gestalt eines Kugelabschnittes und trägt in der Mitte eine Marke 25, welche durch ihre Lage gegeniiber konzentrischen, Kreisen 26 und 27 und radialen Teilstrichen 28 auf den Deckel 2 angibt, weicher der Speiseieiter geerdet ist.
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Die feststehenden Flügel 4 sind mit Metallzylindern 29 verbunden, welche die Speiseleiter 80 umgeben, jedoch davon isoliert sind und der bewegliche Flügel 24 ist in irgendeiner geeigneten Weise mit der Erde verbunden.
Wenn die Speiseleiter gehörig voneinander und von der Erde isoliert sind, so ist die Potentialdifferenz zwischen dem beweglichen Flügel 24 und den festen Flügeln 4 praktisch genommen stets dieselbe, so dass die Marke 25 im Normalzustand sich konzentrisch zum Kreise 26 bezw. in dessen Mittelpunkt'stellt.
Wird aber irgendeiner der Speiseleiter geerdet, oder wird die Isolation zwischen zweien dieser Leiter erheblich beschädigt, so sind die Potentialdifferenzen zwischen dem beweglichen Flügel und den feststehenden Flügeln nicht mehr gleich und der bewegliche Flügel stellt sich entsprechend der resultierenden elektrostatischen Wirkung der vorhandenen elektromotorischen Kräfte ein, d. h. wenn ein einzelner Speiseleiter geerdet ist, so wird die Potentialdifferenz zwischen dem mit diesem verbundenen feststehenden Flügel und dem beweglichen Flügel gleich Null und der bewegliche Flügel wird durch die resultierende elektrostatische Wirkung der beiden anderen festen Flügel von dem geerdeten Flügel abgezogen. Der Aufsichtsmann kann hieraus entnehmen, welcher Speiseleiter geerdet ist oder eine Beschädigung der Isolation erfahren hat.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Erdungsanzeiger für elektrische Leitungsanlagen für Dreiphasenstrom, welcher auf elektrostatischem Wege wirkt, gekennzeichnet durch drei feststehende Flügel, die mittelbar oder unmittelbar mit den Speiseleitern verbunden sind, und einen beweglichen
Flügel, der mit der Erde verbunden und im Fornwirkungsbereich der drei feststehenden Flügel derart gelegen und angeordnet ist, dass er sich in allen Richtungen bewegen kann.