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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 19823.
EDWARD DENEGRE IN CHICAGO.
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Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Staubschutzvorrichtung für Achsbüchsen ist in der Zeichnung veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung teilweise im Längsschnitt. teilweise in Ansicht. Fig. 2 ist ein Querschnitt in Richtung der Linie x2-x2 der Fig. 1. Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt in Richtung der Linie. r3-x3 der Fig. 2. Fig. 4 ist ein Schnitt in Richtung der Linie x4-x4 der Fig. 2 und zeigt einen Teil der Büchse mit dem Schutzring und dem Dichtungsring, beide abgenommen und voneinander getrennt. Fig. 5 ist eine Ansicht des abgenommenen Abdichtungsringes, wobei dessen Teile voneinander getrennt sind. Fig. U zeigt die Innenseite des Schutzringes, die Feder abgenommen und ein Teil des einen Hakens weggebrochen.
Fig. 7 ist ein vergrösserter Schnitt in Richtung der Linie Xi-xi der Fig. 2 und Fig. 8 zeigt eine Einzelheit im Schnitt, nach Linie a- : r8 der Fig. 2 gezeichnet, und zeigt die schrägen Flächen des Abdichtungsringes und eine der dazu gehörigen schrägen Scheiben, von dem Ring abgenommen.
Die Achse besteht aus dem Hauptteil a, dem Zapfen a2 und dem Zwischenteil al. an wo) ch letzterem die Staubscbutzvorricbtung angebracht ist. Die Büchse b hat die gewöhnliche oder eine sonstige geeignete Bauart und ist mit einem Ansatz bl versehen, welcher rund um die hintere l. ndöfnung der Büchse herumgeht und mit einer bearbeiteten ebenen Fläche versehen ist, welche als Abdichtungsfläche dient. Die Büchse b ist ferner
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stellen die Lagerschale und das Füllstück dar. Der Schutzring besteht aus einem Haupt- teil c und den seitlichen Ansätzen cl, welche vertieft sind, so dass sie feste Sitze oder
Taschen c2 für Federn bilden, wie dies am besten aus Fig. 2,3, 6 und 7 hervorgeht.
Die
Ansätze cl sind mit hakenartigen Vorsprüngen c3 (Fig. 3 und 6) versehen, welche über die Verschlussflanschen b2 der Büchse greifen (Fig. 2 und 3). Der Schutzring ist mit der gewöhnlichen mittleren Öffnung für den Durchgang der Achse ausgestattet und zwischen den seitlichen Ansätzen cl ist er noch am Umfang mit segmentförmigen Flanschen c4 ver- sehen, welche den Abdichtungsring d umfassen. Der Abdichtungsring d ist in zwei halbkreis- förmige Teile zerlegt und mit Nasen dl und seitlich vorstehenden abgeschrägten Ansätzen d2 (Fig. 5, 7 und 8) versehen. Der Nabenteil des Abdichtungsringes d stimmt genau mit der Öffnung in dem Schutzring übcrein und der radiale verlängerte Teil des Abdichtungsringes ruht innerhalb des Schutzringes (Fig. 1, 2 und 3).
Die schrägen Ansätze d2 des Abdichtungs- ringes d liegen in den Taschen c2 der Ansätze c'des Schutzringes.
Gekrümmte Federn e und keilförmige Zwischeulagen f sind in den Taschen c2. des
Schutzringes gelagert, wobei die schrägen Flächen der Zwischenlage f die schrägen Flächen der Ansätze d2 des Abdichtungsringes berühren. Die Federn e liegen zwischen den Zwischen- lagen f und dem Schutzring. Die Federn e sind zusammengedrückt, wenn die Vorrichtung an der Büchse befestigt ist, d. h. wenn die hakenförmigen Ansätze c3 :''3 des Schutzriuges mit den Verschlussflanschen b2 der Büchse in Eingriff stehen.
Die Federn klemmen in Verbindung mit den Zwischenlagen f und Ansätzen d2 des Abdichtungsringes den Schutzring und damit die ganze Vorrichtung auf der Büchse nachgiebig fest, so dass der Abdichtungsring d stets
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gegen den vorstehenden Ansatz bl der Büchse gepresst wird und gleichzeitig die beiden Teile des Abdichtungsringes soweit gegeneinander gepresst werden, als es die Achse zulässt.
Auf diese Weise werden die einzelnen Teile des Abdichtungsringes, sobald sie beim Gebrauch abgenutzt werden, immer fest zusammengepresst und dadurch auch gegen die abzudichtende Achsenfläche, während die Stirnfläche des A} dichtungsringes immer fest gegen die abzudichtende Fläche bl gedrückt wird. Bei dieser einfachen Bauart wird der Abdichtungsring stets in entsprechender Stellung gehalten, sowohl in bezug auf die Büchse als auch in bezug auf die Achse, während gleichzeitig die ganze Staubschutzvorrichtung sich frei mit der Achse in bezug auf die Büchse bewegen kann. Die Federn e sind so stark, dass bei der für die Befestigung des Schutzringes an der Büchse erforderlichen Zusammendrückung das Gewicht des ganzen Schutzringes durch die Büchse getragen wird, infolge der durch die Klemmwirkung der Federn entstehenden Reibung.
Auf diese Weise ist die Achse frei von der Last der einzelnen Teile der Schutzvorrichtung, nichtsdestoweniger kann sich aber die letztere in bezug auf die. Büchse bewegen.
Der Abdichtungsring d ist bei d abgeschnitten, so dass die Zwischen lage f mit den schrägen Ansätzen d2 des Ringes zusammenarbeiten kann. Der Abdichtungsring d besteht vorteilhaft aus Gusseisen, da sich dieses in der Praxis als das beste Material erwiesen hat, er kann jedoch auch selbstverständlich ans anderem geeigneten Material bestehen.
Bei der Anordnung der beschriebenen Staubschutzvorrichtung ist es ersichtlich, dass keiner der Teile derart gelagert ist, dass er verschoben werden oder verloren gehen könnte. Die Zwischenlage f und die Federn e werden in den Taschen cs des Schutzringes festgehalten, während der Abdichtungsring durch den Schutzring gehalten wird, sobald alle Teile in ent- . sprechender Stellung sind. Es soll noch bemerkt werden, dass die Zwischenlage f und die Federn e sich zusammen mit dem Schutzring und dem Abdichtungsring bewegen, so dass durch Gleiten eine Abnutzung der Federn nicht stattfinden kann.
Als wesentlich für vorliegende Erfindung wird das Merkmal betrachtet, dass die Federn und die Zwischenlage so angeordnet sind, dass die Schutzvorrichtung nachgiebig auf der Büchse festgeklemmt wird und dass der Druck der Federn auf den Abdichtungsring sowohl in achsialer als auch in radialer Richtung erfolgt. Die gezeichnete Stellung und Form der Zwischenlage f bilden die vorteilhafteste Bauart. Aus der Zeichnung ist jedoch noch eine Änderung ersichtlich. Z. B. kann der Abdichtungsring d auf seiner Aussenseite eine schräge Fläche besitzen, welche zu einer schrägen Fläche des Schutzringes c
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geht.
Es folgt hieraus, dass, wenn die gekrümmten Blattfedern d in anderer Weise angebracht werden, nämlich wenn sie beispielsweise zwischen die hakenförmigen Ansätze c3 des Schutzringes und die Verschlussflanschon b2 der Büchse gelegt werden, die dreifache Wirkung der Federn noch vorhanden ist, indem nämlich die gegeneinander gedrückten schrägen Flächen des Abdichtungsringes und des Schutzringes den Druck der Federn auf
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übermitteln würden, wobei gleichzeitig auch eine nachgiebige Befestigung des Schutzringes c an der Büchse stattfinden würde.
Bei einer derartigen Abänderung können die Zwischen- lagen f selbstverständlich wegfallen und ebenso würden auch die schrägen Ansätze d2 des Abdichtungsringee überflüssig sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Eine Staubschutzvorrichtung für Achsbüchsen, gekennzeichnet durch einen über die Achsbüchse greifenden Schutzring, welcher unter Vermittlung von Federn einesteils auf der Achsbüchse festgeklemmt wird und anderenteils einen geteilten, zwischen Schutzring und Achsbüchse liegenden Abdichtungsring sowohl in achsialer, als auch in radialer Richtung gegen die abzudichtende Büchsen-und Achsenfläche andrückt.