AT1972U1 - Balkonrand-abdeckprofil - Google Patents

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AT1972U1
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Stiglmayr Josef
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Abstract

Um den freien Rand von auf Balkonen verlegten Boden-Belagsplatten (4) abzudecken, wird ein Balkonrand-Abdeckprofil (1) vorgeschlagen. Das Balkonrand-Abdeckprofil (1) besteht aus zwei zueinander senkrecht stehenden Schenkeln (2 und 3), von der in der Gebrauchslage horizontale Schenkel (2) in einem Mörtel- oder Kleberbett (6), das auf der Balkonplatte (5) aufgebracht ist, aufgenommen ist. Hiezu kann der Schenkel (2) Durchbrechungen beliebiger Form aufweisen. Vom Stoßbereich (15) zwischen den Schenkeln (2 und 3) ragt eine Leiste (20) nach oben, deren freier Rand (7) über dem Schenkel (2) endet. Balkon-Belagsplatten (4) werden so verlegt, daß der im Bereich des Randes der Balkonplatte (5) zu liegende Kante unmittelbar neben dem freien Ende (21) der Leiste (20) abgeordnet und mit dieser oberseitig bündig ist. Der Spalt zwischen den randseitigen Boden-Belagsplatten (4) und dem freien Rand (21) der Leiste (20) kann mit Hilfe einer dauerelastischen Masse (7) versiegelt sein. Durch die hochstehende Leiste (20) wird ein zuverlässiger mechanischer Schutz der Schmalseiten von Boden-Belagsplatten und auch ein Schutz vor Witterungseinflüssen erreicht. Im übrigen ergibt sich eine optisch ansprechende Randgestaltung von Balkonen.

Description

AT 001 972 Ul
Die Erfindung betrifft ein Balkonrand-Abdeckprofil mit einem in der Gebrauchslage horizontalen Schenkel und einem in der Gebrauchslage lotrechten Schenkel.
Derartige Betonrand-Abdeckprof ile sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. Bei vielen bekannten Ausführungsformen stehen die oberste Schicht des Balkons bildenden, keramischen Beläge über die nach unten weisenden Schenkel der bekannten Balkonrand-Abdeckprofile vor oder sind mit diesen bündig angeordnet. Dadurch sind die empfindlichen Ränder von keramischen Belägen (Fliesen, od.dgl.) ungeschützt, so daß diese leicht absplittem. Weiters ergibt sich ein optischer Nachteil, da die Schmalränder von keramischen Belägen in der Regel nicht mit einem Überzug (z.B. einer Glasur) versehen sind. Dies hat auch den Nachteil, daß insbesondere bei porösen, keramischen Belägen Feuchtigkeit eindringen kann und vornehmlich unter Frosteinwirkung zur Beschädigung der keramischen Beläge führen kann.
Die bekannten Balkonrand-Abdeckprofile sind in der Regel einfach gewinkelte Metallprofilschienen, von welchen ein Schenkel auf der Oberseite des Balkonunterbaus, gegebenenfalls über eine Mörtel- oder Kleber schichte, auf liegt. Der andere Schenkel ragt neben dem Außenrand des Balkons nach unten und kann an seinem freien Ende eine Tropf kante auf weisen.
Es ist auch eine Ausführungsform von Balkonrand-Abdeckpro-filen bekannt, bei welchen die Winkelschiene eine mit ihr einstückig ausgebildete, nach oben ragende Erhebung in Form einer Rippe auf weist, die jedoch nur so hoch ist, daß ihr oberer Rand mit dem Mörtelbett, auf dem die keramischen Beläge des Balkons zu verlegen sind, bündig ist. Auch bei diesem bekannten Balkonrand-Abdeckprofil liegen die balkonrandseitigen Ränder der keramischen Platten, mit welchen der Balkon abgedeckt wird, frei und sind häufig mit dem nach unten weisenden Schenkel des bekannten Balkonrand-Abdeckprofils bündig angeordnet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Balkonrand-Abdeckprofil der eingangs genannten Gattung anzugeben, das die geschilderten Nachteile nicht aufweist und balkonrandseitig die Ränder der Beläge schützt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einem Balkonrand-Abdeckprofil mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungs- 2 AT 001 972 Ul gemäßen Balkonrand-Abdeckprofils sind Gegenstand der Unteransprüche .
Durch die nach oben abstehende, insbesondere nach innen gekrümmte, Leiste des erfindungsgemäBen Balkonrand-Abdeckprofils wird die im Bereich des Balkonrandes liegende Kante der keramischen Beläge verdeckt und es ergibt sich ein sauberer Abschluß von Balkonbodenbelägen im Bereich des Balkonrandes. Überdies ist durch die nach oben stehende Leiste des erfindungsgemäßen Balkonrand-Abdeckprofils auch ein mechanischer Schutz der im Bereich des Balkonrandes liegenden Kanten von Balkonbelägen gewährleistet.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung des in den Zeichnungen wiedergegebenen Ausführungsbeispiels. Es zeigt: Fig. 1 im Querschnitt ein Balkonrand-Abdeckprofil, Fig. 2 eine Einzelheit im Bereich der nach oben stehenden Leiste, Fig. 3 eine Einzelheit im Bereich der Tropf kante, Fig. 4 ein Balkonrand-Abdeckprofil im Einbauzustand und Fig. 5 eine andere Ausführungsform.
Das erfindungsgemäße Balkonrand-Abdeckprofil 1 besteht aus zwei zueinander rechtwinkelig ausgerichteten Schenkeln 2 und 3. ln dem in der Gebrauchslage horizontalen Schenkel 2 sind (nicht gezeigte) Ausnehmungen vorgesehen, die im einfachsten Ausführungsbeispiel rechteckige Ausnehmungen sind, damit der den keramischen Belag 4 festlegende, auf der Balkonplatte 5 aufgebrachte Kleber oder Mörtel 6 auch im Bereich dieses horizontalen Schenkels 2 zum Festlegen von keramischen Belägen 4 wirksam ist.
An der Unterseite des horizontalen Schenkels 2 sind im Bereich von dessen Übergang 15 zum lotrechten Schenkel 3 und in dessen freien Randbereich 10 Verdickungen 11 und 12 vorgesehen, so daß sich an der Unterseite des horizontalen Schenkels 2 eine längslaufende
Der in der Gebrauchslage lotrecht nach unten weisende Schenkel 3 trägt an seinem freien Rand beispielsweise eine Tropfnase 14, die beispielsweise die in Fig. 3 gezeigte, im wesentlichen dreieckförmige Querschnittsform mit abgerundeten Kanten bzw. Ecken 15, 16 besitzen kann. Der nach unten weisende Schenkel 3 ist für gewöhnlich ohne Unterbrechungen, d.h. ohne Löcher od.dgl. ausgebildet.
In dem horizontal ausgerichteten Schenkel 2 können neben den erwähnten Aussparungen für die Wirksamkeit des Verlegehilfs 3 AT 001 972 Ul mittels (Mörtel oder Kleber) dienenden Ausnehmungen (Löchern) auch Angaben über den Hersteller, die Abmessungen und den Verwendungszweck der erfindungsgemäßen Balkonrand-Abdeckprofile eingestanzt oder als Lochschrift ausgebildet sein.
Von dem Eckbereich 15 des erfindungsgemäßen Balkonrand-Abdeckprofils 1 ragt eine Leiste 20 nach oben, die im gezeigten Ausführungsbeispiel etwa viertelkreisförmig gebogen ist. Der obere, über den Schenkel 2 ragende Rand 21 der Leiste 20 weist von der Oberseite 22 des horizontal ausgerichteten Schenkels 2 des Balkonrand-Abdeckprofils 1 einen Abstand auf, der der Stärke der zu verlegenden Balkon-Belagsplatten 4 entspricht (siehe Fig. 4).
Wie in den Zeichnungen und insbesondere in Fig. 2 gezeigt, kann am freien Rand 21 der viertelkreisförmig gebogenen Leiste 20 eine nach unten weisende Rippe 23 und lotrecht unter ihr am horizontalen Schenkel 2 eine nach oben weisende Rippe 24 vorgesehen sein. Zusätzlich kann unter der Leiste 20 neben der unteren Rippe 24 in der Oberseite 22 des horizontalen Schenkels 2 eine längslaufende, flache Nut 25 vorgesehen sein.
Der Zweck der Rippen 23, 24 ist es, die Schenkel von Eckverbindungswinkeln aufzunehmen, wenn das erfindungsgemäße Bal-konrand-Abdeckprofil 1 um eine Balkonecke herum geführt werden soll.
Die Länge des horizontalen und/oder des lotrechten Schenkels 2, 3 des erfindungsgemäßen Balkonrand-Abdeckprofils 1 kann entsprechend den Erfordernissen und den Abmessungen des Balkons, an dem eine Belagsfläche aus keramischen Platten 4 od. dgl. zu erzeugen ist, gewählt werden.
Ebenso kann die Form der nach oben stehenden Leiste 20 von der gezeigten viertelkreisbogenförmigen Form abweichen und es können ein- oder mehrfach gewinkelte Querschnittsformen für diese Leiste 20 gewählt werden. Auch die Höhe der Leiste 20, nämlich der Abstand ihres freien Endes 21 von der Oberseite 22 des horizontalen Schenkels 2 kann entsprechend der Dicke der zu verlegenden Balkon-Belagsplatten 4 gewählt werden.
Die längslaufende Nut fasf an der Unterseite des horizontalen Schenkels 2 hat den Zweck, die Verankerung der erfindungsgemäßen Balkonrand-Abdeckprofile 1 im Mörtel- oder Kleberbett 6 zu verbessern.
Die im Bereich unter der abgebogenen oder abgewinkelten, 4 AT 001 972 Ul nach oben stehenden Leiste 20 vorgesehene nach oben offene, flache Nut 25 in der Oberseite 22 des horizontalen Schenkels 2 hat den Zweck eventuell auftretendes Kondens- oder Sickerwasser abzuleiten.
Bei Verwendung des erfindungsgemäßen Balkonrand-Abdeckpro-fils 1 wird dieses auf den auf dem Balkonboden 5 aufgebrachten Kleber 6 aufgelegt und leicht angedrückt. Dann werden nach der üblichen Arbeitstechnik die keramischen Fliesen, Platten 4 od.dgl. verlegt, wobei die Platten 4 so verlegt werden, daß die balkonrandseitigen Ränder der Platten 4 bis unmittelbar vor das über den horizontalen Schenkel 2 weisende freie Ende 21 (freier Rand) der hochstehenden Leiste 20 zu liegen kommen (Fig. 4). Zur endgültigen Versiegelung kann der Spalt zwischen den Platten 4 und dem nach innen weisenden Rand 21 der nach oben stehenden Leiste 20 mit einem dauerelastischen Kleber 7 oder einer dauerelastischen Kittmasse 7 versiegelt werden.
Es ist ersichtlich, daß durch die hochstehende Leiste 20 des erfindungsgemäßen Balkonrand-Abdeckprofils 1 ein zuverlässiger und optisch ansprechender Schutz der balkonrandseitigen Ränder von Balkonbelägen 4, ganz gleich welcher Art, erzielt wird.
Die in Fig. 5 gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich von der gemäß den Fig. 1 bis 4 vornehmlich dadurch, daß vom freien Rand 21 der Leiste 20 eine Wand 26 nach unten ragt, die unten in den Schenkel 2 übergeht, so daß der Raum 27 unter der Leiste 20 geschlossen ist.
Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt dargestellt werden:
Um den freien Rand von auf Baikonen verlegten Boden-Belagsplatten 4 abzudecken, wird ein Balkonrand-Abdeckprofil 1 vorgeschlagen. Das Balkonrand-Abdeckprofil 1 besteht aus zwei zueinander senkrecht stehenden Schenkeln 2 und 3, von der in der Gebrauchslage horizontale Schenkel 2 in einem Mörtel- oder Kleberbett 6, das auf der Balkonplatte 5 aufgebracht ist, aufgenommen ist. Hiezu kann der Schenkel 2 Durchbrechungen beliebiger Form aufweisen. Vom Stoßbereich 15 zwischen den Schenkeln 2 und 3 ragt eine Leiste 20 nach oben, deren freier Rand 7 über dem Schenkel 2 endet. Balkon-Belagsplatten 4 werden so verlegt, daß der im Bereich des Randes der Balkonplatte 5 zu liegende Kante unmittelbar neben dem freien Ende 21 der Leiste 20 abgeordnet 5 AT 001 972 Ul und mit dieser oberseitig bündig ist. Der Spalt zwischen den randseitigen Boden-Belagsplatten 4 und dem freien Rand 21 der Leiste 20 kann mit Hilfe einer dauerelastischen Masse 7 versiegelt sein. Durch die hochstehende Leiste 20 wird ein zuverlässiger mechanischer Schutz der Schmalseiten von Boden-Belagsplatten und auch ein Schutz vor Witterungseinflüssen erreicht. Im übrigen ergibt siche eine optisch ansprechende Randgestaltung von Baikonen. 6

Claims (13)

  1. AT 001 972 Ul Ansprüche: 1. Balkonrand-Abdeckprofil (1) mit einem in der Gebrauchslage horizontalen Schenkel (2) und einem in der Gebrauchslage lotrechten Schenkel (3), dadurch gekennzeichnet, daß von der Ecke (15) zwischen den Schenkeln (2, 3) eine Leiste (20) nach oben absteht, deren freier Rand (21) parallel zum horizontalen Schenkel (2) ausläuft.
  2. 2. Profil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die hochstehende Leiste (20) in ihrem von dem horizontalen Schenkel (2) ausgehenden Wurzelbereich mit der lotrechten Leiste (3) fluchtet.
  3. 3. Profil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die hochstehende Leiste (20) im Querschnitt gesehen viertelkreisbogenförmig gekrümmt ist.
  4. 4. Profil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die hochstehende Leiste wenigstens einfach gewinkelt ist.
  5. 5. Profil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Rand (21) der hochstehenden Leiste (20) von der Oberseite (22) des horizontalen Schenkels (2) einen der Dicke eines aufzubringenden Balkonbelages (4) im wesentlichen entsprechenden Abstand auf weist.
  6. 6. Profil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß am freien Rand (21) der hochstehenden Leiste (20) eine nach unten weisende Rippe (23) und lotrecht unter ihr auf der Oberseite (22) des horizontalen Schenkels (2) eine nach oben weisende Rippe (24) vorgesehen ist.
  7. 7. Profil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich unter der hochstehenden Leiste (20) an der Oberseite (22) des horizontalen Schenkels (2) eine längs-laufende Nut (25) vorgesehen ist.
  8. 8. Profil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite des horizontalen Schenkels (2) eine längslaufende Nut vorgesehen ist.
  9. 9. Profil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an 7 AT 001 972 Ul der Unterseite des horizontalen Schenkels (2) eine flache Vertiefung (13) vorgesehen ist, die vorzugsweise etwa bis unterhalb des freien Endes (21) der hochstehenden Leiste (20) reicht.
  10. 10. Profil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an dem freien unteren Rand des lotrechten Schenkels (3) eine Tropfnase (14) mit einer Rippe zur Abstandhaltung vom Balkonrand im verlegten Zustand ausgebildet ist.
  11. 11. Profil nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Tropfnase (14) eine im wesentlichen dreieckförmige Querschnittsform besitzt.
  12. 12. Profil nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Tropfnase (14) durch eine vom lotrechten Schenkel (3) auf die gleiche Seite wie die horizontale Schenkel (2) weisende, im Querschnitt dreieckförmige Nase gebildet ist.
  13. 13. Profil nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanten (15, 16) der dreieckförmigen Tropfnase (14) abgerundet sind. 8
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