AT19643B - Galvanisches Element. - Google Patents
Galvanisches Element.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 19643. ISIDOR GUGG IN MAUTERNDORF. Galvanisches Element. Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein galvanisches Element. Die wesentliche Eigenart dieses in der Zeichnung dargestellten Elementes besteht darin, dass durch ein Gefäss aus Ton (Steingut oder ähnlichem Materiale) T in einer Art von MeidingerElement beide Elektroden voneinander geschieden sind und nur eine der Grösse des Elementes EMI1.1 die Bleielektrode B in Form einer runden Platte die darunter liegenden Kupfervitriolkristalle deckt und so den Verbrauch an Kupfervitriol günstig beeinflusst. Durch diese Anordnung wird ein dauernd gleichmässiger Strom bei sehr geringem Materialverbrauche erzielt. In das Gtasgefass G, welches einen oberen weiteren und einen unteren engeren Teil hat, an deren Übergang ineinander die Gefässwand wagerecht verläuft, wird das Tongefäss 7' so eingelegt, dass es auf dem wagerechten Teile der Gefässwand rundherum gut aufiiegt und das Innere des Glases derart in zwei Teile teilt, dass die Verbindung im Glasinnern ober-und unterhalb des Tongafässes nur durch die im letzteren angebrachte Offnung her- EMI1.2 Form ersetzt werden, weil es nicht porös zu sein braucht wie andere sogenannte Tonzellen. Der Raum unterhalb des Tongefässes wird zum grössten Teil mit Kupfervitriolkristallen EMI1.3 Diese Anordnung der einzelnen Bestandteile des Elementes hat folgenden Zweck : Das Tongefäss scheidet die Elektrolyten voneinander und gestattet durch seine Öffnung EMI1.4 decken, so dass die von der Zinkelektrode herahkommende Flüssigkeit nicht die ganze oberfläche der Kristalle erreicht ; dadurch wird der Verbrauch an Kupfervitriol gleichmässig erhalten. Auch wird damit erreicht, dass bei allfälliger Erschütterung des Elementes die Kupfervitriollösung nicht in zu bedeutendem Masse nach oben wallen und den Zinkzylinder unnötig angreifen kann, wodurch auch an Zinkverbrauch gespart wird. Das Aufstellen der Zinkelcktrodo auf den starken, erhabenen Rand des Tongefässes hat den Zweck, dass dieselbe immer eine möglichst freie Oberfläche behalten soll, weil die sich bildenden Krusten EMI1.5 auch das Kupfervitriol durch die Abfälle vom Zink nicht verunreinigt werden. Endlich wird durch diese Anordnung die Bildung von Kupferablagerungen am Zink verhindert. Durch die auseinander gesetzte Anordnung des Tongefässes, der Blei- und Zinkelektrode wird ferner erreicht, dass man in ein Element zwei gleiche Pole einlegen kann, wie z. B. einen doppelten Bleipol oder zwei Zinkzylinder, von weich letzteren der erste auf den EMI1.6 Pole ermöglichen die Bildung zweier Stromkreise in einer Batterie. Die beiden Elektroden sind mit isolierten Leitungsdrähten in allgemein bekannter Form versehen und es wird der EMI1.7 <Desc/Clms Page number 2> Die einzelnen Bestandteile des hier geschilderten Elementes sind zwar schon-mit Ausnahme des doppelten Bleipoles-za Bau von Elementen verwendet worden, doch ist die Art der Zusammenstellung, wieie hier vorgeschlagen wird, noch nicht bekannt Dieses Element erfordert keinerlei Wartung bis zum gänzitchen Verbranche des Kupfervitrioles. Die Stromentwicklung bleibt die ganze Gebrauchszeit hindurch, 6-18 Monate, je nach der Grösse des Elementes, nahezu gleich. Die Schaltung bei Verwendung des doppelten Bleipoles ist folgende : Eine Batterie, bestehend z. B. aus 20 Elementen, welche in einer Mittelstation als Verstärkungsbatterie für eine lange Telegraphenleitung mit Ruhestromschaltung eingeschaltet ist, soll gleichzeitig als sogenannte Lokalbatterie zum Betriebe des Morse verwendet werden, und zwar für alle Linien, für welche ein Morse gemeinsam aufgestellt ist. Man stellt nun z. B. beim 5. und beim 16. Elemente je einen zweiten Pol, nämlich einen doppelten Bleipol und einen zweiten Zinkpol ein und schaltet diese 12 Elemente als Lokalbatterie ein. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Galvanisches Element nach Art der Meidinger-Elemente, dadurch gekennzeichnet. dass sowohl der Zinkpol M als auch die mit einer Öffnung in der Mitte versehene Trennung- scheibe aus Ton (oder Steingut, Porzellan etc. ) T von dem wagerechten Teil der Wand des Elementgefässes getragen werden, der den Übergang des weiteren oberen Teiles dieses Gefässes in den unteren engeren bildet, wobei der Zinkpol auf einem senkrechten Ansatz an dem Rande der Scheibe aufliegt und die negative, scheibenförmige Bleielektrode B die Kupfersulfatkristalle bedeckt, während ihr Ableiter durch die Öffnung der Trennungsscheibe hindurchtritt.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform der negativen Pol elektrode für das Element nach Anspruch l, bestehend aus zwei übereinander angeordneten und miteinander durch ein isolierendes Mittel verbundenen Bleischeiben mit voneinander getrennt angeordneten Ableiter, deren oberer durch eine Öffnung den Ableiter der unteren Scheibe durchtreten lässt und seitlich zur Erleichterung der Diffusion der Flüssigkeiten einen Ausschnitt hat.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT19643T | 1902-01-27 |
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| AT19643B true AT19643B (de) | 1905-03-27 |
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