AT19533B - Flammofen zur Fabrikation von Stahl. - Google Patents

Flammofen zur Fabrikation von Stahl.

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AT19533B
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  Flammofen zur Fabrikation von Stahl. 
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 einen oder anderen der Luftkanäle die chemischen Eigenschaften der Flamme und insbesondere die untere Seite der Flamme, die sich mit der Oberfläche des Bades in Berührung befindet, direkt beeinflussen kann. 



   Auf den anliegenden Zeichnungen ist beispielsweise ein nach dieser Erfindung eingerichteter Flammofen veranschaulicht. Fig. 1 ist ein Längsschnitt des Ofens nach der Linie   A-A   der Fig. 2. Fig. 2 ist ein Horizontalschnitt nach der Linie B-B der Fig. 1. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie   C-C   der Fig. 1. Fig. 4 zeigt den Herdraum des Ofens und die Verbrennungskammern ; diese Figur veranschaulicht die Wirkung der Flamme auf das Bad, wobei der Gasstrom in starken unterbrochenen Linien und die Luftströme in feinen Linien dargestellt sind. Fig. 5 zeigt vergleichsweise die Wirkung, welche bei einer Anordnung der bisher gebräuchlichen Art hervorgebracht wird, bei der man nur eine über der Gasschicht befindliche Luftschicht verwendet. 



   Wie Fig. 1 bis 3 zeigen, sind an jedem Ende der grossen Achse des Ofens in bekannter Weise   Verbrennungskammern J ! angeordnet,   die vorzugsweise unabhängig vom Ofen und auswechselbar sind. Der vorliegenden Erfindung gemäss münden in jede dieser Verbrennungskammern drei   Kanäle   2, 3 und   4,   von denen der Kanal 2 in halber Höhe der Verbrennungskammer 1 mündet und zum Eintritt des Gases dient, während die zwei anderen Kanäle 3 und 4 zur Einführung von Luft dienen und oberhalb und unterhalb des   Gaszuftihrungskanales   2 angeordnet sind. Die Achsen dieser drei   Kanäle   laufen zweckmässig auf einen Punkt zu, um nach Möglichkeit den gebräuchlichen Anordnungen gemäss eine innige Mischung der Luft und des Gases zu gewährleisten.

   Einem jeden der drei Kanäle, welche, wie beschrieben, in die   Verbrennungskammer 1 münden,   entspricht eine   Wärmespeicherkaminer   mit doppelter Zirkulation. In der Zeichnung sind die Gaskammern mit 5 und die Luftkammern mit 6 und 7 bezeichnet. Jede Gruppe von zwei einander gegenüber gelegenen Kammern an jedem Ende des Ofens besitzt ein Umkehrventil 8, 9 und 10, das zwischen den beiden Wandungen der Kammern angebracht iEt. 



   Ausserdem ist der Ofen mit dem gewöhnlichen Zubehör,    nament'"' it siner Klappe   zum Regeln des Gases und zwei Klappen zum Regeln der Luft versehen. Diese in der
Zeichnung nicht dargestellten Klappen ermöglichen das richtige Verhältnis zwischen den
Gas-und Luftmengen herzustellen, die in die Kammer treten sollen, welche die vor der
Umkehrung der Ventile aufgenommene Wärme wieder zurückgeben. Jede Kammer ist noch mit einer Schornsteinklappe 11 und 12 (z. B. Fig.   I)   ausgestaltet, wodurch man die aus dem Ofen tretende Flamme passend zwischen den verschiedenen Kammern, welche wieder geheizt werden, verteilen kann.

   Eine allgemeine Rauchklappe (nicht dargestellt) ist in dem nach dem Schornstein führenden Hauptkanal angebracht. 
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Bei der Betrachtung der Fig. 4 hingegen sieht man, dass sich infolge der Anordnung dos Luftkanals unterhalb der Gasschicht (ob das Gemisch ein vollkommen inniges ist oder nicht) durch eine'geeignete Regulierung dieses   Heissluftkanal   die chemischen Eigenschaften der Flamme stets modifizieren lassen. Man erkennt sofort, dass unter diesen Umständen und entgegen dem, was bisher der Fall war, die Energie der Reaktionen nach Belieben durch ein einfaches Regulieren der Luftkanäle stattfinden kann. 



   Wenn beispielsweise dem Ofen flüssiges Roheisen direkt von einem Hochofen zugeführt wird, so ist die Temperatur zu Anfang ungefähr 1200 bis   14000     C.   Da aber die Entkohlung und die Entphosphorung bei Temperaturen zwischen 1650 und   17000   C stattfinden, so muss man vor allem das Bad auf diese Temperatur bringen. Zu Anfang des Vorganges beschäftigt man sich nur mit dem Heizen und nicht mit dem Frischen. Dies wird erzielt, indem man eine nahezu gleiche Luftmenge unter das Gas und über das Gas durch die Kanäle 3 und 4 eintreten lässt, um die Flamme möglichst heiss zu erhalten. Sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist, beginnt die Entkohlung und die Entphosphorung. Zu diesem Zwecke lässt man weniger über den Gasstrom und andererseits einen Überschuss an stark erhitzter Luft unter den Gasstrom treten.

   Man erhält auf diese Weise, was bei den bisher bekannten Anordnungen unmöglich war, einen Überschuss 
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 dem Bad ; die oxydierende Wirkung der Flamme wird mithin in der oben beschriebenen und in Fig. 4 gezeigten Weise modifiziert und geregelt. 



   Wenn die Oxydation des Kohlenstoffes und des Phosphors sich genügend vollzogen hat, unterdrückt oder vermindert man durch Betätigung der Klappe den Luftstrom am unteren Teile der Flamme ; diese wird mithin so wenig oxydierend als möglich und man vermeidet auf diese Weise die nutzlos Oxydation des Eisens des Bades, welche zur Folge haben würde, den Abfall zu vergrössern und die Qualität des Metalls zu verringern.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Flammofen zur Fabrikation von Stahl mit einem zwischen zwei Heissluftkanälen angeordneten Gaskanal, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Luftkanal unter und der andere über dem Gaskanal angebracht ist, um durch Regulierung der Luftkanäle eine r. ach Belieben sehr oxydierende oder mehr oder weniger reduzierende Flamme auf die Oberfläche des Bades einwirken lassen zu können.
AT19533D 1904-03-28 1904-03-28 Flammofen zur Fabrikation von Stahl. AT19533B (de)

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