AT19423B - Asynchroner Wechselstrommotor bezw. -erzeuger. - Google Patents

Asynchroner Wechselstrommotor bezw. -erzeuger.

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AT19423B
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Franz Hasslacher
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Franz Hasslacher
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  Asynchroner Wechselstrommotor   bezw.-erzeuger.   



   Es ist bekannt, dass die asynchronen Wechselstrommeteren für ein- oder mehrphasigen Wechselstrom zu ihrer Feldorregung dem Stromkreis, an den sie angeschlossen smd. immer einen gewissen   wattlosen   Magnetisierungsstrom entnehmen und hiedurch eine Phasen-   verschiebung   des Stromes gegen die Spannung, einen Mehrverbrauch an Strom und Spannungsabfall im Netze hervorrufen, welcher die unangenchmste Eigenschaft dieser Motoren ist. 



   Gegenstand der Neuerung, die hier beschrieben werden soll, ist das interessante und erwünschte   Resnttat, diese Phasenverschiebung,   die wattlosen   Magnctisierangs-und   Leerströme und alle die bekannten Folgen des Luftzwischenraumes zwischen Stator und Rotor dieserMotorenzukompensieren. 
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   Eine Bestrebung, die Phasenverschiebung zu kompensieren, ist schon von Leblane ausgegeangen. Er benützt hiezu einen Hilfsmotor, welchen er in den Stromkreis des Kurz- 
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 auf dem Umfange verteilten Kupferstäben, die an jeder der beiden Stirnflächen des Ankers dun' a einen Schlussring K unter sich geschlossen sind.

   Ein dreiphasiger Wechselstrom erzeugt dann in bekannter Weise in dem Stator   A   ein Drehfeld, welches beide Anker, den Stator A und Rotor B, gleichmässig durchsetzt und zwischen den Statorwinduugen und der geschlossenen Ankerwicklung des Rotors ein Drehmoment ausübt.   t) as Feld wird vom Stator aus erzeugt   (im Gegensatze zum Synchronmotor. den man 
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 ströme des Stators, die das Feld erzeugen, sind Wechselströme der vollen   Poriodenzahl     um ! entsprechen deshalb   nicht wie bei Gleichstrom oder auch bei Wechselstrom niederer   Poriodenzabl   der erforderlichen Felderregung, sondern sind bedeutend grösser.

   Bekanntlich tritt in Stromkreisen höherer Wechselzahl eine bedeutende sogenannte gegenelektromotorische
Kraft auf und   der Magnetisierungsstrom   wird erzeugt durch das kleine Restglied, welches die Differenz bildet zwischen der Klemmenspannung und dieser gegenelektromotorischen Kraft. 



   Diese Ströme erhalten dadurch die bekannte grosse Phasenverschiebung gegen die Spannung. 



   Die im Kupfer wirklich in Wärme umgesetzte Arbeit dieser   Ströme hingegen ist aühr klein.   



   Sie liegt in der Regel noch weit unter   10/0   ihres scheinbaren Wertes. 



   Alles dieses wird vermieden, wenn wir das Drehfeld nicht im Stator, sondern im   Kurzschll1ssanlcer   direkt erzeugen. Im   Kurzschluss-Sekundäranker,   dem Rotor B, existiert   @ die gegenelektromotorische Kraft   nicht oder doch nur in ganz untergeordnetem Masse. 

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 Die Wechselzahl des Feldes ist hier nur sehr klein und direkt gegeben durch die Schltlpfung les Motors. Der Anker rotiert bekanntlich mit dem Drehfelde. Seine Geschwindigkeit gegen das   Drehfeld   differiert nur um einen kleinen Betrag, die Schlüpfung, weiche gerade genügt, die zur Drehung nötigen Ströme im Anker zu induzieren.

   Im Gegensatze zu der hohen olektromotorischen Kraft des Stators ist deshalb die elektromotorische Kraft des Rotors sehr klein und deckt gerade die im Kupfer in   Witrme   umgesetzten Ohmschen Verluste der induzierten   Kurzschlussströme.   Schicken wir nun die zur Erzeugung des gemeinsamen Drehfeldes nötigen Magnetisierungsströme anstatt durch den   Primäranker   durch den Sekundäranker, so umgehen wir die unangenehme   gegenelektromotorische   Kraft, die sich ihnen im Stator entgegenstellte. Die ganze für die Magnetisierungsströme erforderliche Spannung fällt auf den kleinen Betrag, der zur Deckung der Ohmschen Verluste im Kupfer erforderlic ist.

   Die einzige Aufabe ist nur die, die Ströme in die in sich geschlosseno Wicklung des Rotors hinein zu lancieren, und zwar so, dass sie genau die gleiche Richtung und Phase erhalten, wie die Magnetisierungsströme des Stators. die sie kom-   pensieren   sollen. 



   Dies geschieht hier in einfachster Weise, wie die Figur schematisch darstellt, durch drei   Bürsten   b, b, b, welche auf dem Scbhhlussring K des Ankers schleifen und deren Stellung 
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 in niedere   Periodcnzaht (Kurxscb) ussanker)   statt, jedoch haben wir zu dieser Umrichtung nicht einen Kommutator in   gewöhnlichem   Sinne nötig, sondern die Umrichtung kann, wie 
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 in diesem Ringe nur gering zu sein, zweitens aber kann man die Verluste in der Wicklung verringern, indem man die Nuten tiefer macht und etwas mehr Kupfer auf den Anker legt. Die hiedurch etwas grössere Streuung ist unbedenklich, da ja die Phasenverschiebung des Stromes durch die vorliegende Anordnung aufgehoben ist. Nötig ist dies übrigens nicht, wie   untenstehendes Beispiel zeigen wird.   



   Ein   Kinwand,   der naheliegt. ist der, dass ein Teil des   Erregerstrome* : in dem Neben-     Schluss,   der den Ring zur Wicklung   bildet.   verloren gehen muss. Dies ist richtig, jedoch wird durch die beschriebene Anordnung der Erregerstrom an sich bereits so reduziert, dass dieserverlustkeineRollespielt. 
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 beträchtlcher als hier. Trotzdem nimmt man sie gerne in den Kauf und sie werden durch andere Vorteile bei weitem kompensiert. 



   In der praktischen Ausführung ist es zweckmässig, anstatt eines einzigen Ringes aus 
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 an den Bürsten vermieden. 



   Schliesslich kann   man   auch gleichzeitig eine Kurzschlusswicklung und eine zweite Erregerwicklung mit Kommutator anbringen. Die Selbstinduktion der Kommutatorwicklung wird dann durch die   liurzsclilugwicklung   aufgehoben und auch hier würde so ein Feuern an den Bürsten vermieden sein. 



   Die   Ausführungsform   ist nicht zu verwechseln mit einer   äusserlich   ähnlichen Anordnung zur Vermeidung der Funkenbildung an Kommutatoren, wo ein Kommutatoranker gleichzeitig in sich geschlossene Windungen trägt, zu dem Zwecke, die durch die Stromunterbrechungen erzeugten Extraströme in sich aufzunehmen und so die Funkenbildung tun Kommutator zu verhindern. Wenn auch rein äusserliche Merkmale übereinstimmen und die Anordnungen gewisse Wirkungen gemeinsam haben, so erfüllt doch die vorliegende 
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 erstrebt war. 



   Bei Motoren mit gewickeltem Schlussanker und Schleifringen zum Anlassen legt man den   Erregerring   zweckmässig in den neutralen Punkt der drei Ankerphasen (siehe Fig. 2). 

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   Der Vorgang im Betriebe ist folgender : Die momentane Lage und synchrone Drehung des Feldes zum Erregeranker (Stator) ist durch die Stellung der Bürsten fixiert (siehe Fig. 1) and unabhängig von der Geschwindigkeit des Ankers. Der durch die Bürsten zugeführte Strom erzeugt im Korzschlossanker ein mit demselben rotierendes Feld. Rotiert der Anker bei Leerlauf synchron, so ist das Feld   illl   Anker konstant und der Strom vollkommen 
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 immer wieder das Feld und die durch die Schlüpfung induzierten Arbeitsströme suchen es mit einer gewissen Zähigkeit in der jedesmaligen Lage gegen die Drehung festzuhalten und übertragen die Arbeit bezw. das Drehmoment vom Erreger- auf den Kurzschlussanker. 



  Dieselben Arbeits- oder Wattströme, wie im   Kurzschlussanker,     natürlich   entgegengesetzt   ge-   richtet, Hiessen im   l) rimärankor, dagegon   keinerlei Magnetisierungsstrom. 



   Um die Phasenverschiebung genau aufzuheben, muss natürlich der Strom, der zu den Bürsten fliesst, reguliert worden. Dies geschieht   durch Rcguiierwidcrstande,   die man in die Stromzuführungen legt oder durch Bürstenverstellung oder durch sonstige   Régulier-   vorrichtungen. Man kann dann noch weiter gehen und   schliesslich   durch Cbererregung, ähnlich wie bei Synchronmotoren, eine Phasenvoreilung erzeugen. 



   Welche Vorteile beim Motor die Kompensierung der Phasenverschiebung bedeutet, braucht wohl kaum erwähnt zu worden ; die Phasenverschiebung ist die bekannte unangenehme Eigenschaft des sonst in jeder Hinsicht so vorzüglichen asynchronen Drehstrom- 
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 toen Strom liefern können, aber nur dann. wenn   sio   mit   einem anderson   auf Spannung   orrogtot)   Synchrongenerator parallel geschaltet sind. 
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 kann mit anderen Gonoratoren parallel geschaltet werden, ohne vorher genau auf   Syn-   chronismus gebracht zu sein.

   Parallelschaltung und Parallelbetrieb derartiger Generatoren   gestatten   sich genau so einfach wie bei Gleichstrommaschinen und alle die verschiedenen chwierigkeiten, die im Parallelbetrieb an Wechselstrommaschinen bekannt sind, durch Ungleichförmigkeitsgrad der Antriebsmaschine, insbesondere bei Antrieb durch Explosionsund   Gasmotoren, fallen   hier fort. Die Einrichtung eignet sich deshalb auch besonders zur Konstruktion grosser, langsam laufender Maschinen mit direkter Dampfmaschinenkupplung, deren   Ungteichförmigkeitsgrad   bekanntlich grosse Schwierigkeiten im Parallelbetriebe bietet und schwere   Schwungmassen   vorschreibt. 



   Es ist vorauszusehen, dass die Versuche noch weitere Resultate zutage fördern worden. Wahrscheinlich werden derartige Generatoren durch eine ähliche Anordnung auch loicht componndierbar gemacht, werden können auf konstante Spannung bei variabler   Belastung,   wie eine Gleichstrom-Compoundmaschine, und schliesslich gegen Phasenverschiebungen im Netze. 



   Eine   äusserlich   ähnliche Ausführungsform ist in der deutschen Patentschrift Nr. 61951 beschrieben, jedoch ist der Motor nicht von der Type der Induktionsmotoren, sondern ein 

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 Konduktionsmotor von der Gattung der Kollektormotoren, die bekanntlich ähnlich wie Gleichstrommotoren in jeder Drehrichtung und mit ganz variabler Geschwindigkeit arbeiten können, jedoch wegen anderer übler Eigenschaften (Feuern an den   Barsten,     Pn ! sationen   des Feldes ete.) keine nennenswerte praktische Verwendung gefunden haben. 



   PATENT. ANSPRÜCHE : 
1. Asynchroner Wechselstrommotor   bezw.-erzeuger, dessen   mit einer Strom wendevorrichtung verbundener Läuferwicklung mittels Bürsten   Ein-oder Mehrphasenstrom   von der Wechselzahl des Betriebsstromes zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorwicklung eine der bei gewöhnlichen Induktionsmotoren verwendbaren KurzschlussWicklungen ist, zum Zwecke, durch Erregung eines Feldes im Läufer die Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung im   Ständer   zu regeln oder aufzuheben und dabei dem Motor den Charakter eines Induktionsmotor8 zu belassen.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform dos Wechselstrommotors nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürsten nur an eine beschränkte Anzahl Windungen der Ständerwicklung an- EMI4.1 mindern.
    3. Ausführungsform des Wechselstrommotors nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass in die Bürstonstromkroise Regulierungswiderstände, Transformatoren oder dgl. Vorrichtungen geschaltet sind, zum Zwecka, die Burstenspannung zu regeln.
    4. Ausführungsform des Wechselstrommotors nach Anspruch 1, dessen Rotor eine Fhasenwicklung trägt, dadurch gekennzeichnet, dass die I. äuferwicklung mit den einen EMI4.2 EMI4.3
AT19423D 1901-07-13 1903-06-17 Asynchroner Wechselstrommotor bezw. -erzeuger. AT19423B (de)

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