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Österreichische PATENTSCHRIFT Ni. 19042. WILHELM HARTMANN IN OFFENBACH A. M.
Läuterapparat.
Vorliegende Erfindung betrifft eine ganz eigenartige neue Filtereinrichtung, bei welcher die in der Patentschrift Nr. 19043 beschriebenen Filter-oder Läuterelemente verwendet werden. Wie aus genannter Patentschrift ersichtlich, bestehen diese Elemente aus einer grossen Anzahl übereinander gelegter geriefter Platten, welche in der Mitte mit Kanäle bildenden Durchbrechungen versehen sind.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun der, mit Ililfe dieser Elemente Apparate zu schaffen, welche nicht nur ein wesentlieh rascheres und trotzdem vorzügliche Läutern oder Filtrieren gestatten, sondern ausserdem auch ermöglichen, den Filterrückstand gründlich auszulaugen (anzuschwänzen) und welche ausserdem noch so eingerichtet sind, dass die ausgelaugten Rückstände endlich schnell entfernt und die Elemente gründlich gereinigt werden können, ohne dabei ihren Zusammenhang ganz aufzuheben.
Eine Ausführungsform eines solchen Apparates ist auf den anliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigt : Fig. 1 den ganzen Apparat in Vorderansicht bei geöffnetem
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anderen Endes desselben.
Der Apparat besteht im wesentlichen aus einem Behälter a, welcher durch einen Declol b dicht verschliessbar ist und der mittelst hohler Drehzapfen in dem Gestell c drehbar aufgehängt ist. An der Dechel b sitzen die Filterelemente, und zwar derart, dass sie mitsamt dem Deckel durch eine Winde d oder dgl. emporgehoben werden können.
Sie sind auf diese Weise vorzüglich zugängig. Um jedoch die einzelnen Platten, welche entweder im Rahmen e eingepresst oder mittels durchgesteckter Stangen zusammengehalten werden, noch besser reinigen zu können, wird vorteilhaft die Einrichtung getroffen, dass in den Kanälen der Filterplattcn besonders dreiteilige, mit Anschlägen versehene Stangen 9 an-
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platter f weit auseinander gezogen werden können, so dass man bequem zwischen die Platten gelangt.
Die Funktion des neuen Apparates ist eine ganz eigenartige. Mit Hilfe der in den Fig. 8 bis 11 dargestellten Einrichtungen kann man zunächst das Filter-oder Läutergut direkt abläutern. Dasselbe tritt zu diesem Zweck auf der einen (auf der Zeichnung rechten) Seite bei geöffnetem Ventil q ein, umspült sämtliche Elemente und dringt durch dieselben, wie die Pfeile 1 angeben, in die Sammelkanäle k und l. Aus diesen fliesst die geläuterte Flüssigkeit durch den anderen, linken Zapfen nach den Dreiweghähnen m und n. Diese sind so gestellt, dass die filtrierte Flüssigkeit, wie wieder die Pfeile 1 anzeigen, durch das Rohr o abfliesst.
Soll nun der Rückstand ausgelaugt werden (also zum sogenannten Anschwänzen), so werden die Dreiweghähne m und n SO gestellt, dass das durch das Rohr kommende Anschwänzwasser zunächst durch m zu dem Kanal l und von diesem in das erste, dritte, fünfte etc. Element eintritt (siebe die Pfeile 2 bei diesen). Der Austritt erfolgt dann entsprechend durch das zweite, vierte, sechste etc. Element durch den Kanal k nach n.
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Elemente eintritt und durch die ungeraden durch l und m abgeht.
Endlich kann noch von der anderen Seite des Apparates durch'das jetzt geschlossene hohle Ventil q Wasser eingelassen werden, wobei ebenso wie auch beim Eintritt der zu filtrierenden Flüssigkeit von vornherein die Platte r die Verteilung nach allen Seiten besorgt. Wird dazu noch der ganze Apparat während dieser Vorgänge geschwenkt oder gedreht, so ist es klar, dass den Filterrückständen nirgends Gelegenheit geboten ist, sich festzustopfen. Sie müssen im Gegenteil immer in Bewegung bleiben und werden durch die verschiedenartige Zu-und Abführung des Anschwänzwassers in einer Weise ausgelaugt, wie das bisher mit keiner Einrichtung möglich war.
Die ausgelaugten Rückstände können nach Öffnen und Umkehren des ganzen Apparates durch einen Sammelbehälter s mit Transportschnecke t leicht entfernt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Läuterapparat mit in hohlen Drehzapfen gelagertem Behälter, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Filterelemente hängend an dem Deckel b der Filterkammer a derart befestigt sind, dass sie durch Stäbe g oder Rahmen e an dem Deckel gleichzeitig fest zusammengehalten werden, behufs Reinigung mithin mit dem Deckel aus der Kammer herausgehoben werden können.