AT18938B - Verfahren und Apparat zur Bestimmung des Kohlensäuregehaltes der Rauchgase. - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Bestimmung des Kohlensäuregehaltes der Rauchgase.

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AT18938B
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Alfred Schlatter
Ludwig Deutsch
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Alfred Schlatter
Ludwig Deutsch
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  Verfahren und Apparat zur Bestimmung des Kohlensäuregehaltes der Rauchgase. 



   Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren und ein Apparat zum Messen bezw. Anzeigen des   Kohlensäuregehaltes   der Rauchgase und bezweckt, dem Heizer eine verlässliche Angabe über den jeweilige Gang der Heizung durch Andeutung des Kohlensäuregehaltes der eben abziehenden Rauchgase zu geben. 



   Bei den bisherigen Verfahren dieser Art gab das Resultat nicht den momentanen, sondern den vergangenen Zustand der Heizung an, welcher aber inzwischen sich wieder ändert. 



   Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird ein bestimmtes Volumen der Abgase in einen allseitig geschlossenen Raum geführt, in welchem die Gase mit einem die Kohlensäure ahsorbierenden Mittel in innige Berührung gebracht werden, worauf nach Beendigung der Absorption der Druck, welcher in diesem Raum herrscht, gemessen wird.

   Je besser   die     Heizung bpzw.   je mehr Kohlensäure in den Rauchgasen vorhanden, desto grösser wird die   Druckvorminderung.   Nachdem nun die Einführung der Gase und die Absorption bloss einige Sekunden dauert und nachdem ferner durch den nachstehend beschriebenen Apparat der oben angedeutete Vorgang selbsttätig und ununterbrochen wiederholt vor sich geht, wird   der Huixor an dem Stand des auf   dem   Absorptionsgefässe angebrachten Manometers   stets die richtige Arbeitsweise der Heizung beurteilen und immer noch rechtzeitig ein- 
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 Schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt   die Gosamtanordnung   und Fig. 2 den oberen Teil des   Absorptionsgef ! lsses   in grösserem   Massstab.   



   Ein Gefäss a ist teilweise mit einer Absorptionsflüssigkeit b gefüllt, so dass oberhalb dor Flüssigkeit ein bestimmtes Volumen für die Rauchgase freibleibt. Die innige Berührung und Durchmischung der in diesem Räume eingeschlossenen Rauchgase mit der Absorptionsflüssigkeit wird mittelst eines sich stetig bewegenden Schaufelrades c, oder einer anderen entsprechenden Vorrichtung bewirkt. Zur periodischen Zufuhr frischer Gase und Abfuhr   d''r behandelten Gase   ist ein Dampfejektor g angeordnet, welcher die Gase in bekannter   Weise absaugt, d. h.   die Gase in rapide Bewegung setzt, sobald ein System von   Hähnen     das Gefäss   a mit dom Gasraum der Feuerung in Verbindung bringt. 



     Das genannte Hahnsystem besteht   aus den Zähnen d, e, f, welche mittelst eines gemeinsamen Antriebes in steter Umdrehung gehalten werden. Die Bohrung dieser Hähne ist derart ausgeführt, dass die Hähne d und f die Verbindung des Reaktionsraumes mit der Heizung und mit dem Ejektor g gleichzeitig öffnen, dass aber in derselben Zeit der Hahn e die zum Manometer k führende Leitung gegen den Reaktionsraum abschiesst. Der Zweck dieser letzteren Anordnung ist, zu verhindern, dass alle im Verlaufe einer Periode iln Gefäss   a   auftretenden Druckveränderungen angezeigt werden, mit anderen Worten, zu   ermöglichen,   dass das Manometer nur jenen Druck angibt, welcher nach beendeter Absorption   der in den Rauchgasen enthaltenen Kohlensäure im Gefäss a herrscht. 



  Derselbe Zweck ist auch mittelst eines entsprechend bewegten Ventilsystemes oder   Schiebersteuerung zu erreichen, weshaib das in der Zeichnung dargestellte Hahnsystem nur als ein Beispiel zu betrachten ist. 

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 Rohrleitung h verbindet über einem Filter i den ersten Kesselzug mit der Esse, womit in dieser Leitung   A   ein kontinuierlicher Gasstrom erzeugt wird. Von dieser Rohrleitung führt hinter dem Filter anschliessend eine stark verjüngte Abzweigung l in den Gasraum des Apparates und weiter zum Ejektor g. Der Zweck dieser Anordnung ist bei jeder Analyse, immer frisch erzeugte Gase der Feuerung zu entnehmen, ferner die Rohrleitung vor dem Apparate, in welcher ein gewisses Gasquantum während der Dauer der Analyse stillsteht, zu entleeren.

   Diese Bedingung könnte durch die Verbindung des Apparates mit den Feuerzügen mittels möglichst kurzer und enger Leitung erfüllt werden. Würde man aber die Verbindung in dieser Weise direkt mit den Feuerzügen ausführen, so würde sich die enge Leitung in kürzester Zeit mit Flugasche und Russ verlegen und die Funktion des Apparates gestört werden. Dieser unausbleibliche Übelstand ist gänzlich behoben und die Möglichkeit Gasanalysen ohne nennenswerte Phasenverschiebung und ohne   übermässige   Dimensionierung des Saugapparates ausführen zu können, ist dadurch geboten, dass man in einer weiten Leitung   11   einen kontinuierlichen Strom schon gereinigten Gases erzeugt und diesem das nötige Quantum mittels einer kurzen und engen Leitung   l   für die Untersuchung entnimmt. 



   Um das Entfernen der behandelten Gase aus dem Gefäss a, ferner das Einführen frischer Gase, das Absorbieren und Anzeigen der Druckverminderung, im fortwährenden Laufe selbsttätig zu bewirken, werden die Hähne d, e, f mit einem beliebigen Triebwerk verbunden, welches die Hahnkücken dieser Hähne, welche der Verständlichkeit halber in der Zeichnung mit einer gemeinschaftlichen Achse versehen dargestellt sind, ununterbrochen langsam dreht, wodurch der Absorptionsraum abwechselnd einmal mit der Rohrleitung   l   und einmal mit dein Manometer k verbunden wird. Die Umdrehungsgeschwindigkeit wird derart bemessen, dass die Zeit, während welcher die Hahnkücken eine halbe Umdrehung vollführen, für eine Analyse genügt. Das Schaufelrad c kann selbstredend durch dasselbe Triebwerk angetrieben werden, als die Hahnkücken der Hähne d, e, f. 



   Als Absorptionsflüssigkeit wird zweckmässig Kalkwasser oder Kalkmilch verwendet, da dieses Reagenzmittel sehr leicht für längeren Gebrauch auf dem vollen Sättigungsgrade erhalten werden kann, wenn man in das Gefäss a nebst gesättigter Flüssigkeit auch noch gelöschten Kalk (Kalkhydrat) in überschüssiger Menge einführt und dafür sorgt, dass die Masse fortwährend durchgemischt wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum Anzeigen des   Koblensäuregehaltes   von Rauchgasen durch Messen der Druckvermindorung im   Asorptionsraume,   dadurch gekennzeichnet, dass die Messung   bozw.   die Verbindung des Manometers mit dem Absorptionsraum nur nach erfolgter Absorption stattfindet, hingegen während des Absorptionsprozesses unterbrochen wird,   um   bloss den massgebenden Druck des Absorptionsraumes anzuzeigen.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine mechanische Steuerung (Hähne, Ventile, Schieber), durch welche das abwechsf'lnde Verbinden und Abschliessen des Absorptionsraumes mit der Saugvorrichtung und dem Manometer bewirkt wird.
    5. Bei einem Apparate nach Anspruch 2 die Anordnung einer mit einem Rauche liter versehenen weiten Rohrleitung (h), welche einen Feuerzug mit der Esse derart verbindet, dass in der Rohrleitung ein ständiges Durchströmen der Rauchgase stattfindet, aus welcher Leitung die Gasentnahme zur Analyse stattfindet.
AT18938D 1903-12-21 1903-12-21 Verfahren und Apparat zur Bestimmung des Kohlensäuregehaltes der Rauchgase. AT18938B (de)

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