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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr 18833.
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Um stark wallende Flüssigkeiten nach dem Niveaustand in ihren Gefässen genau messen zu können, was namentlich in der Bierbrauerei wichtige Anwendung findet, wird ein mit der Braupfanne an mehreren Stellen kommunizierender, plombierter und mit Thermometer versehener Wasserstandzeiger verwendet, bei welchem die Zirkulation in Verbindung mit Luftgefässen einen ruhigen Flüssigkeitsstand und gleichmässige Temperatur hervorbringt, so dass der Flüssigkeitsspiegel und die Temperatur stets genau al) lesbar und kontrollierbar ist.
In der beiliegenden Zeichnung ist Fig. 1 und 2 die Messvorrichtung in Seiten-und Vorderansicht ; Fig. 3 ist ein Siebkopf im Achsialschnitte, Fig. 4 ist ein Querschnitt durch das Kommnnikationsrohr mit der Ableitung im vergrösserten Massstab ; Fig. 5 ist ein Querschnitt durch das Standglas im vergrösserten Massstab und schliesslich ist Fig. 6 das Windgefäss im Achsialschnitte.
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Kino vertikale U-förmige Metallhülse-1 ist vorne mit einer starken und durchsichtigen Glasplatte 5 gedeckt, welche zu beiden Seiten die Flanschen der Hülse 4 überragt und in
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angezogenen Scharnierbolzen 12 gehalten. Die Skala 18 (Fig. 2) wird dann auf den inneren Hand des Stückes 4 unabnehmbar angebracht und ist durch die Glastafel 5 stets klar unddeutlichablesbar.
Das Thermomter 19, welches am Körper 4 aussen angeordnet ist, kommuniziert innen mit der zu messenden Flüssigkeit, welche an mehreren Stellen mit dem Inneren des
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spiegels, Rohr 21 unter demselben und Rohr 22 an der tiefsten Stelle her, so dass durch di, beiden Rohrverbindungen 21, 22 (Fig. 1 und 2) zugleich eine Zirkulation der zu messenden Flüssigkeit entsteht, welche es ermöglicht, dass durch das Thermometer 19 die wirkliche Temperatur der im Kessel 1 herrschenden Flüssigkeit mit für den Gebrauch vollständig genügender Genauigkeit angezeigt erscheint.
In der Pfanne 1 erhalten die durch Mauerung 3 geführten Kommunikationsrohre 20, 21 mit Sieben 23 versehene nach aussen erweiterte Einströmungsköpfe 26 (Fig. 3), welche innen mit wellbrechenden vertikalen Wechselwänden 24 bis 2S versehen sind. damit die walcndc Flüssigkeit schon im Kommunikationsrohr ruhigen Gang erhält. Ein ähnliches
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die heftigen Bewegungen der Flüssigkeit vollständig zu stillen, sind in den Kommunikations- rohren 20, 21, 22 Windgefässe 31, 32, 33 eingeschaltet.
Die durch das Rohr 22 strömende Flüssigkeit gelangt zuerst durch den Hahn 36 und das bis fast an den Boden des ge- schlossenen Gefässes 33 reichende Rohr nach 33 und schliesst daselbst einen Luftpolster ein, welcher auf die weiter strömende Flüssigkeit beruhigend einwirkt.
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Bei der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsweise des Windgefässes 31 strömt die Flüssigkeit durch das Zuführungsrohr 20 aus dem Kessel 1 durch den Hahn M, falls derselbe'geöffnet ist und durch die am Boden des Windgefässes 31 befindliche Flüssigkeit, über welcher sich ein Luftpolster befindet und ans demselben dann durch die Fortsetzung 20' des Rohres 20 in das Standrohr hinein. Am Hahne 34 sind zu diesem Zwecke zwei bis an den Boden des Gefässes 31 herunter geführte, unten offene senkrechte Leitungen 39 und 40 nebeneinander angebracht, so dass die Flüssigkeit aus 20 zuerst durch 39 herunter in die durch den darüber eingeschlossenen Luftpolster beruhigte Flüssigkeit einströmt und durch das Rohr 40 ruhig aufsteigt.
Die Vorrichtung kann mit Plomben 30 (Fig. 1) gegen Verstellung gesichert werden.
Das Standgefäss 4 ist an mehreren eingemauerten Haken 37 angeschraubt und plombiert.