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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 18769.
THE TOLEDO GLASS COMPANY IN TOLEDO (OHIO, V. ST. A.).
Behälter für flüssige Glasmasse.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abänderung des im Stamm-Patente Nr. 16179 beschriebenen beweglichen Behälters, welcher bei Öfen für schmelzflüssiges Glas zur Anwendung kommt. Es hat sich gezeigt, dass die in Verbindung mit derartigen Öfen verwendeten Maschinen zum Ansaugen und Formen der Glasmengen ausserordentlich kom- pliziert werden, wenn die an der Maschine angebrachten Formen gehoben und gesenkt werden müssen, um sie in die flüssige Glasmasse des Behälters einzutauchen und wieder herauszuheben.
Die vorliegende Erfindung vermeidet nun eine derartige Komplikation dadurch, dass der Behälter für die flüssige Glasmasse so eingerichtet ist, dass er ausser der Drehbewegung
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sangen und Formen werden nicht dadurch kompliziert, dass auch noch eine Auf und Abbewegung der Saugwerkzeuge erforderlich ist.
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Der Ausflusskanal G kann durch einen Schieber H reguliert werden. 1 ist eine die Ofen- mündung und einen Teil des Behälters J überdeckende Haube, wie sie schon im StammPatente veranschaulicht ist.
Der Behälter./sitzt auf dem oberen Ende der vertikalen Welle K, die in einem Rahmengestell gelage@t ist und am unteren Ende mit einem Bund L auf dem oberen Ende 3lner Kolbenstange M aufruht, u. zw. zweckmässig unter Einschaltung einer Kugellagorung. An der Kolbenstange M sitzt in dem Zylinder N ein Kolben Q. Ferner ist mit
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tragt, so dass das Gewicht des Behälters J dadurch ausgeglichen wird.
Auf der längsverschieblichen Welle K sitzt ein Schneckenrad S, das mit einer in der Zeichnung nicht sichtbaren, auf der Welle T angeordneten Schnecke in Eingriff steht.
Die Welle T dient dazu, den Behälter J mittels des Schneckenantriebes zu drehen, was durch eine Nut-und Feder-Verbindung zwischen dem Schneckenrad S und der Welle K ermöglicht wird. In den unteren Teil des Zylinders N führt ein Dampf- oder Luftrohr. U, in das ein Ventil Y eingeschaltet ist. Das Öffnen und Schliessen dieses Ventils erfolgt bei der Drehung des Behälters J durch eine auf der Welle K längsverschieblich angeordnete, aber mit dieser drehbare Kurvenscheibe TV. Der Zylinder N ist mit einer in der Zeichnung nicht dargestellten Öffnung versehen, so dass, wenn das Ventil l'abgeschlossen wird, das Gewicht des Behälters die unter dem Kolben befindliche Luft herausdrückt und der Be-
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hoben.
Die hiezu nötige Kraft ist infolge der Ausbalancierung des Behältergewichtes sehr gering.
X bezeichnet das Gestell einer Glasformmaschine, die eine Reihe von Armen Y besitzt, von denen jeder eine Form oder ein Ausaugewerkzeug Z trägt. Die Arme werden mit diesen Werkzeugen nacheinander über den Behälter J gebracht. Zu diesem Zwecke werden sie von einem Ständer 2 getragen, auf dem ein Schneckenrad 3 sitzt, das durch eine Schnecke 4 auf der Wolle 5 angetrieben wird. Diese Welle erhält ihren Antrieb beispielsweise durch einen Motor 6. Die Maschine ist zweckmässig auf einem Wagen 7 aufgestellt, der an den Ofen gefahren werden kann. Die Wellen T und 5 werden durch eine Kupplung 8 miteinander gekuppelt, so dass auch die Welle T ihren Antrieb von dem
Motor 6 erhält.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende :
Wenn die Maschine durch den Motor 6 angetrieben wird, so gehen die Ar, me Y in einer horizontalen Ebene mit den Formen oder Saugwerkzeugen Z derart über den Be- hälter J hinweg, dass sie nacheinander über den nach aussen ragenden Teil dieses Be- hälters gelangen. Das geschmolzene Glas fliesst durch den Kanal G in den Behälter J, wobei der Behälter sich in der im Stamm-Patente beschriebenen Weise dreht. Hiebei wird das Ventil V durch die Kurvenscheibe W abwechselnd geöffnet und geschlossen, u. zw. ist die Einrichtung so getroffen, dass das Ventil V geöffnet wird, wenn eine Form Z über der Entnahmestelle des Behälters J angekommen ist.
Die Luft dringt dann in den
Zylinder N und hebt den Kolben und somit den Behälter J, so dass die Glasmasse mit , der Form oder dem Saugwerkzeug Z in Berührung kommt. Ist die Füllung der Form vor sich gegangen, so wird das Ventil V durch die Kurvenscheibe W wieder geschlossen und der Behälter senkt sich. Die Form Z kann nun wieder seitlich weiter bewegt werden.