AT17280B - Verfahren und Maschine zur Entfettung von Wolle u. dgl. mittelst bewegter Luft und staubförmiger Saugerde. - Google Patents

Verfahren und Maschine zur Entfettung von Wolle u. dgl. mittelst bewegter Luft und staubförmiger Saugerde.

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AT17280B
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Austria
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dust
dusty
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Alfred Born
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Alfred Born
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Österreichische PATENTSCHRIFT   Nu 17280.   



   ALFRED BORN iN BERLIN. 



  Verfahren und Maschine zur Entfettung von Wolle u. dgl. mittelst bewegter Luft und staubförmiger Saugerde. 



   In neuerer Zeit hat man mehrfach versucht, Wolle durch   Behandlung   mit fett-   sangrndl1n Rubstanzi1n   wie Infusorienerde, Ton, Kreide u. dgl. zu entfetten und zu reinigen. 



  So ist z.   U.   ein Verfahren bekannt geworden, nach welchem die zu entfettenden Stoffe in einem Behälter mit Kieselgur innig gemischt und dann durch direktes Feuer oder durch 
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 staubförmigen, fettaufsaugenden, erdigen Substanz bestimmter Behälter angeordnet, dessen
Boden durch eine Streuwalze gebildet wird. Vermittelst einer geeigneten Einrichtung kann der Austritt der staubförmigen Substanz je nach Bedarf geregelt werden. Durch den in der
Maschine erzeugten Luftstrom bezw. Luftwirbel wird der mit der Wolle u. s. w. über dem
Aufgabetisch in die   Maschine gelangende Erdstaub   fein verteilt und von der Luft getragen und bedeckt infolgedessen die aufgelockerten und durch die Schläger herumgewirbelten
Wollfasern gleichmässig.

   Während des   Durchganges der Wollfasern durch   die   Maschine   findet ein abwechselndes Ein- und Abstäuben der Wollfasern statt, indem der an der Wolle haftende
Staub abgeschlagen und anderer Staub wieder mit ihr in   Berührung   gebracht wird. Die mit   Fett, Feuchtigkeit und   sonstigen Unreinigkeiten beschwerten Staubteilchen werden von den Wollfasern abgoklopft und sinken nach   unten,     während leichterer, schwebender Staub   die   Rohfasern   neuerdings bedeckt. Das Vorfahren ist nicht nur bei Wolle bezw. Woll- abfällen anwendbar, sondern bei allen fetthaltigen Stoffen, welche (wie z. B.

   Federn, Borsten,
Haare) mit Hilfe bewegter Luft so   eingestäubt werden können,   dass ein Aufsaugen des Fettes von der Oberfläche aus möglich ist. 



   Zur Ausführung des vorbeschriebenen Verfahrens dient ein Klopfwolf, der mit einer zum Einstrenen der Saugerde dienenden Vorrichtung und mit einem Exhaustor versehen ist. 



   In Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer vollständigen Anlage mit. Staub-und Erd- abführungskanälen dargestellt. Fig. 2 zeigt einen   Querschnitt durch die Maschine,   in der die Lage der in dieser Figur nicht sichtbaren Vorkappe   k cinpunktiert ist. Fig.   3 ist eine
Oberansicht der gesamten   Einrichtung   nach   Fig. l.   Fig. 4 veranschaulicht einen Querschnitt durch den hinteren Teil der Maschine, um die Austrittsöffnung für die Wolle und den den überschüssigen Staub abführenden, durch ein Sieb verschlossenen \'entilatorkanal zu verdeutlichen. Fig. 5 zeigt   schliesslich   einen Längs-und Querschnitt durch die Vorkappe k. 



    @ Die Einstrenvorrichtung besteht aus einem Aufgabetrichter a, durch dessen   untere, 
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   gelockerte, staubförmige Saugerde mittelst einer Streuwalze d auf die zu entfettende Wolle gestreut wird, welche durch den Aufgabetiscb 6 mit Hilfe dor Schutzwalze f und der Ein-   führungswalzen   9   in den Wolf 'geführt wird.

   Die Einstreuöffnung mündet zwischen der   Schutzwalze f und   den   Einhrungswalzen  
Nachdem durch die   Einfl1hrungswalzen   die aufgestreute Erde mit der Wolle innig zusammengedrückt ist, wird die Mischung bei ihrem Eintritt in den Wolf zunächst von mit scharfen Spitzen besetzten Leisten gefasst und den stock-oder schaufelartig geformten Klopfarmen, die zweckmässig spiralförmig bezw. ventilatorartig angeordnet sind, zugeführt, welche, in schnellen Umdrehungen, den mittelst Exhaustor (oder Ventilator) erzeugten
Luftstrom stetig durchschneidend, die Wolle nach der Ausgangsöffnung i der Maschine bringen und aus derselben herausschleudern (Fig. 1 und 4). Hiebei findet eine äusserst feine und völlig gleichmässige   Einstäubung   der einzelnen Wollfasern statt.

   Die Folge davon ist   eine'durchaus gleichmässige   Befreiung der Wolle von Fett, Schweiss und Feuchtigkeit.
Durch geeignete Stellung des Schiobers b im Einstreutrichter kann die Streuung der Saug- erde auf die den Aufgabetisch passierende Wolle nach Belieben verstärkt werden. 



   Die pressenden Einführungswalzen lassen nur eine bestimmte Menge Saugerde mit der Wolle in die Maschine eintreten und schieben den Überschuss zurück. Dieser Überschuss kanne nun eine lästige Staubentwicklung im Arbeitsraume, welche überdies einen Verlust an Stauberde bedeutet, veranlassen, wenn nicht   e ne besondere   Vorkappe k angeordnet wäre. Diese Kappe k ist neben der gewöhnlichen Haube   t   der Maschine derart angebracht, dass sie an der Stirnseite der Maschine und teilweise über dem Aufgabetisch einen ab- geschlossenen Vorraum bildet (siehe Fig. 1, 2,3 und 5).

   In der   Staubkappe   k wird die
Luft und mit ihr zugleich der durch die   Einführungswalzen zurückgeschobene,   aufsteigende   Saugstaub,   vom Exhaustor erzeugten Luftstrom gezwungen, durch die Öffnung   m     in   in die
Maschine, u. zw. an der Stirnseite wieder eingesaugt nnd so der sonst verloren gegangene
Staub für die Verstärkung des Staubgehaltes in der Maschine nutzbar und für den Arbeiter am   Aufgabetisch   unschädlich gemacht. 



   Der Boden der Arbeitstrommel besteht aus einem ziemlich weitmaschigen Siebe n. 



   Durch dieses fällt der grösste Teil der vollgesogenen Erde in eine Rinne, aus der sie ver- mittelst einer Transportschnecke o in ein   Abfallrohr   und aus der Maschine herausbefördert wird. Der von dem Luftstrom weitergetrageno Erdstaub gelangt durch ein sehr feines Sieb p (Fig. 1 und 4) in eine Rohrleitung'und durch diese in einen Staubfänger. Damit das
Exhaustorsieb p nicht von der mit Fett   gesättigten   Erde verschmiert wird, ist an der
Maschinen welle eine Bürste oder ein   Fäcller q   befestigt, der bei jeder Umdrehung das
Sieb reinigt. Er braucht dasselbe dabei nicht unmittelbar zu berühren, vielmehr genügt schon die von ihm erzeugte Luftbewegung. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   : 
1. Verfahren zur Entfettung von Wolle u. dgl. mittelst bewegter Luft und staub- förmiger Saugerde, dadurch gekennzeichnet, dass das mit der Saugerde bestreute Arbeitsgut in einen Klopfwolf eingeführt wird, in welchem die von dem durchgesaugten Luftstrom geführten Wollfasern und die Saugerde mittelst der Schläger innig gemischt werden bezw. ein wiederholtes Bedecken der Wollfasern mit Saugerde und Abschlagen der letzteren von den Fasern stattfindet. 



   2. Maschine zur   Ausführung   des unter 1 gekennzeichneten Verfahrens, bestehend aus einem Klopfwolf, welcher über dem Aufgabetisch mit einer regelbaren   Einstreuvorrichtung   für die   staubformige Saugorde   und mit einem   Exliaustor   zur Erzeugung eines starken, durch die rotierenden stock-bezw. schaufelartigen Schläger in Wirbelbewegung versetzten
Luftstromes versehen ist.

Claims (1)

  1. 3. Maschine nach Anspruch 2, bei welcher zur Verhinderung von Staubentwicklung über dem Aufgabetisch eine Vorkappe k angeordnet ist, welche die Einstreuungsstelle umfasst und der von der Maschine angesaugten Luft eine derartige Führung gibt, dass der beim Einstrenen über dem Aufgabetisch sich entwickelnde Erdstaub in das Innere der Maschine eingezogen wird.
AT17280D 1901-11-25 1901-11-25 Verfahren und Maschine zur Entfettung von Wolle u. dgl. mittelst bewegter Luft und staubförmiger Saugerde. AT17280B (de)

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