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Österreichische
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RUDOLF PALOTAI UKD ÖDÖN PALOTAI iN BUDAPEST.
Verfahren zur Sicherung der Verschlussvorrichtungen von Flaschenverschlüssen.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Sicherung der Verschlussvorrichtungen von Flaschenverschlüssen. Zu diesem Zwecke werden gegenwärtig allgemein durch die Flaschenverschlüsse durchgezogene, mit Plomben versehene dünne Drähte oder Schnüre, forner aufgeklebte Papierstreifen oder mit einer Zange im kalten Zustande zusammengezwickte, schmale Blechringe verwendet, welche die Drähte zu ersetzen haben, jedoch noch primitiver und leichter nachzuahmen sind als die Plomben. Alle diese Sicherungsweisen entsprachen gar nicht ihrem Zwecke, ein unbefugtes Öffnen'der Flasche sofort bemerkbar zu machen. Mit den gebräuchlichen Sicherungen, z.
B. mittels der Plomben, konnte dies deshalb nicht erreicht werden, weil die Plomben auch während des Transportes leicht zu entfernen und mit nachgeahmten neuen zu ersetzen sind, um so eher, da die an
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an dense ! ben angebrachten Zeichen kaum lesbar und nur nach sorgfältiger Prüfung zu unterscheiden sind, wodurch selbst die gröbsten Nachahmungen unbemerkt bleiben. Überdies kann selbst ein gänzliches Fehlen der Plombe der Aufmerksamkeit des Konsumenten entgehen. Die übrigen bekannten Sicherungen, wie z.
B. die aufgeklebten Papierstreifcn, können ebenfalls leicht entfernt und wieder angebracht werden ; auch können sich diese von selbst und ohne böswillige Absicht leicht loslösen, wie z. B. die aufgeklebten Papicr- streifen beim Einlühlen der Flaschen in Wasser oder Eis. Die Sicherung der Flaschen-
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sei, die entfernten Sicherungen mittels einfacher oder leicht transportablen Mittel von neuem anzubringen oder durch gefälschte zu ersetzen und dass dieselben während des Transportes oder während einer anderen erforderlichen Behandlung sich nicht unbeabsichtigt loslösen können ; ferner aber muss die Sicherung derart auffallend sein. dass das Fehlen derselben sofort bemerkt werden kann.
Diesen vermittels der bisherigen Sicherungen nicht erreichten Anforderungen genügen diejenigen Flaschen, die nach dem den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Verfahren gesichert sind.
Die umstehende Zeichnung veranschaulicht eine nach dem neuen Verfahren gesicherte Flasche mit einer Verschlussvorrichtnng bekannter Konstruktion, doch ist es selbstverständlich, dass Flaschen mit anderen Verschlussvorrichtungen nach dem vorliegenden Verfahren gleichfalls gesichert werden können.
Das Verfahren besteht darin, dass statt der bisher verwendeten dünnen Drähte, der diese ersetzenden dicken, schmalen Blechringe und Schnüre, die für gut lesbare, auffällige Aufschriften nicht geeignet sind, oder statt der sich leicht loslösenden. Papierstreifen ein breites, aber dünnes Metallband durch die Verschlussvorrichtung hindurchgezogen oder um die Verschlussvorrichtung gelegt und, den Flaschenhals umgebend, an denselben angeschmiegt wird, welches Band also eine genügend grosse Fläche zur Anbringung von auffallenden Aufschriften und Schutzmarken bietet und welches mit verschiedenfarbigem Druck ver- sehen werden kann, so dass es als ein am Flaschenhalse angebrachtes auffallendes Erkennungszeichen dient und gleichzeitig auch als Zierde der Flasche dient.
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Der Abschluss des Bandes erfolgt anstatt des bisherigen mechanischen Abschliessen# durch Schweissen oder Löten, u. zw. vorteilhaft im Wege elektrischen Schweissens oder Lötens, welche Verfahren einesteils solche umfangreiche Einrichtungen erfordern, durch welche Fälschungen vorgebeugt wird, umsomehr, als das einmal aufgerissen ? Band nicht mehr wieder zusammengelötet oder zusammengeschweisst werden kann, die Anfertigung nachgeahmter Bänder aber gerade zufolge der am Bande anbringbaren mehrfarbigen und komplizierten Dessins sehr schwierig und kostspielig ist.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Beispiele wird das Verschlussband a zwischen den Armen c, d des Flaschenverschlusshebels b durchgezogen, das Band um den Flaschenhals gelegt und an der Stelle e zusammengelötet oder-geschweisst, so dass sich der Arm c des Hebels b zwischen Band und Flaschenhals eingeschlossen befindet und auf diese Weise die Bewegung des Hebels b, d. h. das Öffnen der Flasche verhindert wird.
Das Band a wird aus einem beliebigen Metalle, am vorteilhaftesten aus dünnem Zinnblech hergestellt, gleich den gebräuchlichen Zinnkappen, doch kann zu diesem Zweck sehr vorteilhaft auch das mit Metall überzogene Papier, das sogenannte Galvanpapier, verwendet werden, welches ebenso, wie das dünne Zinnblatt, leicht mit beliebigen farbigen Aufschriften oder Warenzeichen versehen werden kann und auch lötbar ist.