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Österreichische
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Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zum Bohren von Eisenbahnschwellen, bei welcher die Löcherschablonen auch für Spurerweiterungen einstellbar sind.
Die Vorrichtung ist in der beiliegenden Zeichnung an einem Ausführungsbeispiele veranschaulicht : Fig. 1 ist die Schwellenbohrmaschine in Ansicht, Fig. 2 im Grundriss, Fig. 3 ist die Bohrlöcherschablone im Grundriss, Fig. 4 und Fig. 5 sind Querschnitte nach X-JY in Fig. 1.
1, 2 sind die auf die Schwelle aufzulegenden Grundplatten, die bei schiefer Dechselung mit Keiluntssrlagen versehen oder auch keilförmig ausgebildet sein können. Auf derselben sind senkrechte Ständer 5, ss in Schlittenführungen angeordnet, so dass, wenn die Grundplatten 1 und 2 auf der Schwelle fixiert sind, die Ständer 5,6 näher oder weiter voneinander gestellt werden können. Die beiden Grundplatten 1 und 2 sind dadurch zu einem Gestel ! verbunden, dass an demselben die beiden Vertikalsäulen. 3 und 4 befestigt sind, welche untereinander mittels des horizontalen Trägers 7, 8 zusammenhängen.
An den gegeneinander gekehrten Wänden der Ständer 5 und 6 sind horizontale Zahnstangen 9 nnd 10 befestigt, welche entsprechende Führung im Rahmenteile 8 erhalten und in Zahnräder 11 und 12. eingreifen, die in dem Rahmen 7,8 gelagert sind und mittels Hand- lwrbeln 18 gedreht werden. Diese Kurbcln sind in Kerben 53, 54 (Fig, 1) einstellbar.
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das Gestelle je einer Handbohrmaschine bekannter Konstruktion, deren Drehkurbel in Fig. 2 mit 18 bezeichnet ist, horizontal verschieben lässt. Zu diesem Zwecke ist der Ständer 5 bezw. 6 oben mit einer Zahnstange 19 bezw. 20 versehen, in welche ein mittels einer Kurbel 23 bezw. 24 drehbares Zahnrad 21 bezw. 22 eingreift, durch dessen Drehung die Querverschiebung hervorgebracht wird.
Ausserdem kann durch die Zahnräder 11 bezw. 12 die Bohrmaschine samt den Ständern 5. 6 in den Führungen der Grundplatten verschoben und eingestellt werden.
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) n zueinander entgegengesetzten Richtungen verschoben werden. Zu beiden Seiten der Schwelle sind diese Querstangen mit Haken 45 und 46 versehen, mit denen sie bei horizontaler Lage der Vorrichtung die Schwelle an beiden Seiten umgreifen, so dass sie, wenn die Vorrichtung auf der Schwelle ruht, durch Drehen der Hebel 41 in die Schwelle einbeissen und die ganze Bohrvorrichtung an der Schwelle unverrückbar festhalten..
Behufs genauer Bestimmung der Bohrlage ist unter jedem Bohrer eine horizontale Schablone befestigt. Die Schablone 47 (Fig. 1) ist am äusseren Ende der horizontalen Führungsstange 27 und die Schablone 48 an der Aussenfläche des Ständers 4 angeschraubt.
Die Stange 27 hat im Ständer 3 und im Supporte 28 Führung und ist durch eine
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geführt und verschiebbar ist. Ein in in 33 drehbar gelagerter Zeiger 94 ist mit einem Schlitz versehen, in welchem ein an 28 befestigter Stift geführt ist, so dass der Zeiger an einer auf 8 befestigten Skala die Spurweite bezw. Spurerweiterung anzeigt, welche der jedes- maligen Grundplattenentfernung entspricht. Den in jede Schwelle zu bohrenden Löchern entsprechen Löcher 49,50, 51 (Fig. 3) in den Schablonen 47, 48 ; diese Löcher sind mittels Schlitzen verbunden, welche so breit sein müssen, dass die Bohrer durchlaufen können.
Diese Verbindungsschlitze bestehen in einem Querschlitz 50-51 und in einem hineinmündenden Längsschlitz'49-52, Befindet sich der Bohrer gerade im Loch 49- (Fig. 3), so kann bei sonst richtiger Einstellung durch Drehen an der Kurbel 18 (Fig. 2) das entsprechende Loch in der Schwelle gebohrt werden. Ist es fertig und ist nun auch der
Bohrer aus der Schwelle herausgezogen, so wird durch Drehen der Kurbel 13 (Fig. 1 und 2) der Ständer 5 mit seiner Bohrmaschine bezw. Ständer 6 mit der seinigèn derart heraus- gerückt, dass der Bohrer den Längsschlitz durchläuft und in den Querschlitz 50-51 (Fig. 3) gelangt.
Wird nun die Kurbel 23 bezw. 24 (Fig. l) nach rechts oder nach links gedreht, so dreht sich auch das Zahnrad 21 bezw. 22 und wälzt sich an seiner Zahnstange ab, so dass die Bohrmaschine ebenfalls nach rechts oder links verschoben wird und der Bohrer in das Schablonenloch 51 bezw. 50 gelangt. An den Kurbeln 12, 23, 24 sind federnde
Klinkenstifte bekannter Konstruktion angebracht, welche in Kerben 53,54 oder Löcher 55 eiuspringen, sobald der Bohrer in die richtige Lage bei der Verschiebung angelangt ist, so dass man dieselbe nicht erst suchen oder abmessen muss.
Die Handhabung der Vorrichtung geschieht wie folgt : Vorerst wird dieselbe mit geraden oder keilförmigen Grundplatten bezw. Unterlagen 1, 2 versehen, je nach der
Dechselung, und ebenso mit denjenigen Lochschablonen 47, 48, welche der vorgeschriebenen
Bohrung entsprechen. Nun wird die Mutter 32 so gedreht, dass die Stellung des Zeigers 34 an der Skala 36 der gewünschten Spurweite bezw. Spurerweiterung entspricht. Dann wird mit an beiden Seiten geöffneter Klemmvorrichtung 45, 46 der Apparat in seine richtige Stellung an die zu bohrende Schwelle bezw. in die Dechselung eingelegt und durch die an beiden Enden befindlichen Klemmkurbeln 41 an die Schwelle angeklemmt. Durch Drehen der Kurbeln 13 wird der Bohrer in das Loch 49 gebracht und sobald die Kurbelfeder in ihre betreffende Kerbe bezw.
Einschnitt einklappt, so kann das Bohren durch Drehen der
Kurbeln 18 (Fig. 2) erfolgen. Der Bohrer wird sodann aus dem Holze herausgezogen und man dreht die betreffende Kurbel 13 so, dass der Bohrer durch den Längsschlitz 49-52 der Bohrschablone bis in den Querschlitz 50-51 gelangt (Fig. 3). Nun wird die
Kurbel 23 bezw. 24 gedreht, bis der Bohrer in das Schablonenloch 50 bezw. 51 gelangt, was man ebenfalls am Einschnappen der Kurbelfeder erkennt. Die Einstellung kann auch durch Anschläge erzielt werden. Nun wird auch dieses Loch gebohrt,, der Bohrer aus dem
Holze herausgezogen und die Bohrmaschine in entgegengesetzter Richtung durch Drehen der Kurbel 23 bezw. 24 verschoben uud das dritte Loch gebohrt.