AT166293B - Starre Verbindung zur Verlängerung von Rohrmasten oder Rohrmastpfosten - Google Patents
Starre Verbindung zur Verlängerung von Rohrmasten oder RohrmastpfostenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Starre Verbindung zur Verlängerung von Rohrmasten oder Rohrmastpfosten Es ist bekannt, Rohre, die zur Fortleitung von Flüssigkeiten oder Gasen dienen, durch Muffen zu verbinden, wobei in dem manschettenförmigen Ringraum zwischen der Muffe des einen und dem Ende des anderen Rohres ausser einem schmiegsamen Dichtungsstoff, wie Hanfoder Asbestschnur, noch ein Metallausguss, meis : aus Blei, zum Abschluss der Dichtungsfuge dient. Bei Flanschdichtungen, die speziell zur druckfesten Verbindung von Rohren angewandt werden, ist es bekannt, in eine ringförmige Rille eines oder beider Flanschen einen Rundgummiring einzulegen. Rohre aber, die für Baukonstruktionen, als Maste oder für Gitterwerke benutzt werden und bei denen es auf ihre Festigkeit-sei es Druck-, Zug-, Biegungs-oder Knickfestigkeit- ankommt, pflegt man entweder direkt bzw. unter Benutzung von Fittings zu verschrauben oder zu verschweissen oder, in besonderen Fällen, durch Konusverbindung zusammenzustecken. Die Verbindung mittels Schraubmuffen setzt das Schneiden von Gewinden auf die Rohrenden voraus, wodurch ihr Querschnitt unzulässig geschwächt wird. Auch Schweissverbindungen reduzieren die Festigkeit des Rohrmaterials, so dass man diese beiden Verbindungsarten nicht ohne weiteres anwenden kann. Diese letzt- genannten Verbindungen erfordern also viel Arbeit, sind sehr teuer und befriedigen als Festigkeitsverbindungen für Baukonstruktionen nicht, weder in technischer noch in ästhetischer Hinsicht. Durch die Erfindung dagegen werden alle Anforderungen an eine solche Rohrverbindung erfüllt. Danach besitzt wenigstens eines der beiden teleskopartig ineinander gesteckten Rohrenden mindestens eine dem anderen Rohrende zugekehrte, von ihm verdeckte, in sich geschlossene Querrille, die von aussen her mit einem aus dem flüssigen Zustand in den festen übergegangenen Ringkörper solcher Abmessungen und Materialeigenschaften ausgefüllt ist, dass die für die Konstruktion massgebende Festigkeit der Verbindung mindestens dit Grössenordnung der Festigkeit de"Rohre selbst aufweist. Diese Verbindung wird in der Weise hergestellt, dass wenigstens eines der Rohrenden am Umfang mit mindestens einer umlaufenden Rille versehen und diese nach teleskopartigem Aufstecken des anderen Rohrendes durch eine von aussen her zugängliche Einfüllung mit einer erstarrenden Flüssigkeit ausgefüllt wird. In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele für die Erfindung im Längsschnitt durch die Verbindungsstelle zweier Rohre dargestellt, u. zw. haben die Rohre a und bin Fig. 2,3 und 6 gleichen Durchmesser, während sie in Fig. 1, 4, 5,7 und 8 im Durchmesser voneinander abweichen. Gemäss Fig. 1 ist auch die Wandstärke der beiden Rohre a und b verschieden, indem dasjenige b vom grösseren Durchmesser auch die dickere Wandstärke hat. In dieses Rohr b sind an der Verbindungsstelle innen zwei Ringnuten c eingearbeitet, die an einer Stelle des Rohrumfangs durch einen ebenfalls in die Rohrwand eingearbeiteten, bis an die Stirnwand des Rohres fortgesetzten Eingusstrichter d axial miteinander verbunden sind. Die Nuten c und der Trichter d sind mit einem erstarrten Werkstoff ausgefüllt, der eine möglichst gute Haftfestigkeit an der Rohrwand besitzt. Ein aufgeschweisster Anschlag- ring e hindert bei senkrechter Montage das Hineingleiten des dünneren Rohres a in das dickere b. In vielen Fällen genügt aber die blosse Haft- wirkung zwischen Rohr-und Ausgussmaterial nicht zur Erlangung der geforderten Festigkeit. EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> in denen im Querschnitt rechteckige Ringnuten c an einander entsprechenden Stellen ausgespart sind, so dass das Füllmaterial zwei Ringe mit Rechteckquerschnitt bildet. Zum Eingiessen dient wieder ein axialer, sich nach aussen und oben trichterförmig öffnender Kanal d. Da im Handel gewalzte Rohre mit innen oder aussen verdickten Enden zu haben sind, lassen sich diese mit Vorteil für die beschriebene Verbindungsart verwenden, da ihre Durchmesser so abgestuft sind, dass sie mit nur geringem Spiel, z. B. mit Gleitsitz, ineinander passen. Verbindungen solcher Rohre a und b sind in den Fig. 4 und 5 veranschaulicht, u. zw. in Fig. 4 mit innenseitigen, in Fig. 5 mit aussenseitigen Verdickungen m und n. Die Verdickungen könnten auch aufgeschweisst oder aufgeschrumpft sein. Die Ringnuten c können, wie in Fig. 4, rechteckigen, aber auch, wie in Fig. 5, runden Querschnitt haben, und andere Querschnittsformen, z. B. ovale, wie in Fig. 8, sind möglich. In Fig. 6 ist eine Verbindung von Rohren a und b gleichen Durchmessers mit verdickten Enden m und n gezeigt, bei der ein Hilfsrohrstückk mit zwei inneren Ringnuten c über die Stossstelle geschoben und mit beiden Rohrenden durch Eingussringe verbunden ist. Auch diese Verbindung besitzt die geforderte Festigkeit. Sind die Rohrenden, die man zu verbinden hat, von stark verschiedenem Durchmesser, so kann man sich gemäss Fig. 7 und 8 eines Zwischenrohrstückes o mit Ringnuten c bedienen, die, entweder wie bei Fig. 7, in der Höhe gegeneinander versetzt sind oder, wie bei Fig. 8, auf gleicher Höhe liegen. In der Zeichnung ist angenommen, dass die zu verbindenden Rohre vertikal stehen. Bei horizontaler Anordnung muss natürlich der Einguss d anders ausgebildet werden, z. B. als einfaches Loch am Scheitelpunkt jeder äusseren Ringnut. EMI2.1 oder einzudrehen, können sie auch durch auf das innere Rchrende im axialen Abstand der gewünschen Nutbreite aufgewalzte oder aufgeschweisste Ringe gebildet werden, indem der axiale Zwischenraum zwischen je zwei benachbarten Ringen die Ringnut bildet. Beim äusseren Rohrende können dementsprechend die Ringe eingewalzt oder eingeschweisst sein. Es ist natürlich auch möglich, Ringnuten verschiedener Ausführungsarten miteinander zu kombinieren und z. B. für das innere Rohrende eingedrehte (Fig. 3 oder Fig. 4), für das äussere Rohrende der gleichen Verbindungsstelle eingedrückte Ringnuten (Fig. 2) zu verwenden ; oder durt ; h auf geschweisste Ringe gebildete Nuten am Innenrohrende können mit eingedrehten Ringnuten des Aussenrobrpndes den Hohlraum für den Eingussring bilden, usw. In der Zeichnung ist angenommen, dass es sich um stählerne Rohre handelt. Dann kommt als Eingussmaterial einerseits flüssiger Zementbrei oder ein K'mstharzprodukt in Frage, anderseits wird man aber häufig ein verflüssigtes Metall vorziehen, und hier wieder hat sich Zink oder eine Zinklegierung oder Cadmium als besonders geeignet erwiesen. Zinn und Blei sind zu weich und lassen sich auch nach dem Erkalten zu leicht deformieren. Aluminium, Messing oder Kupfer haben zu hohe Schmelzpunkte, wenigstens für den Bedarf auf dem Bauplatz. Bei Verwendung verhältnismässig leicht schmelzender Metalle und Legierungen ist eine zerstörungsfreie Wiedertrennung der Rohrverbindung durch Erhitzen der Verbindungsstellen möglich. In gewissen Spezialfällen kann auch Gips oder Asphalt als Ausgussmaterial in Frage kommen. Nicht nur Rohre aus Eisen und anderen Metallen lassen sich nach der Erfindung verbinden, sondern auch alle sonstigen Rohre, die der Bearbeitung zugänglich sind, wie Zement-oder Isolierrohre, insbesondere solche aus Kunststoff. Für letztere kommt speziell jener erwähnte Ausguss der Ringnuten mit flüssigem und dann erhärtendem Kunststoff in Betracht. Beim Giessen wird man gewöhnlich die flüssige Giessmasse einfach in den Trichter einfüllen, besonders auf der Baustelle. Doch ist sie auch beim Vorhandensein entsprechender Einrichtungen unter Druck einzugiessen, also nach einem Press-oder Spritzgussverfahren. Bei Verbindung von Eisenröhren mit Zinkringen nach der Erfindung hat sich eine ausserordentliche Scherfestigkeit der angegossenen Ringe ergeben, die in Erscheinung tritt, wenn die Rohrverbindung auf Zug oder Druck beansprucht wird. Die Eingussringe können mit Leichtigkeit so dimensioniert werden, dass ihre Scherfestigkeit grösser ist als die Zug-oder Druckfestigkeit der durch sie verbundenen Rohre. PATENTANSPRÜCHE : 1. Starre Verbindung zur Verlängerung von Rohrmasten oder Rohrmastpfosten, die aus mehreren koaxial und teleskopartig ineinandergesteckten Metall, insbesondere Stahlrohren bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass in für gasoder flüssigkeitsdichte Rohrleitungsverbindungen an sich bekannter Weise wenigstens eines der beiden Rohrenden mindestens eine dem anderen Rohrende zugekehrte, von ihm verdeckte, in sich geschlossene Querrille besitzt, die von aussen her mit einem aus dem flüssigen Zustand in den festen übergegangenen Ringkörper ausgefüllt ist, und dass ferner diese Ringkörper solche Abmessungen und Materialeigenschaften besitzen, dass die Festigkeit der Verbindung mindestens die Grössenordnung der für die Konstruktion massgebenden Festigkeit der Rohre selbst aufweist.
Claims (1)
- 2. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide Rohrenden auf den einander zugekehrten Flächen mit einander gegen- überliegenden Rillen versehen sind, die zusammen den Ringkanal zur Aufnahme des Ringkörpers bilden. <Desc/Clms Page number 3>3. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wand der Rohrenden aussen-oder innenseitig verdickt ist, wobei die Verdickungen an-oder aufgeschweisst, aufgeschrumpft oder angewalzt sind.4. Verbindung nach Anspruch 1 oder 2 für Rohre ungleichen Durchmessers, gekennzeichnet durch eine Zwischenlage (o) zwischen den Rohrenden, die den Rohrrillen gegenüberliegende, umlaufende Rillen enthält (Fig. 7 und 8).5. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein drittes kurzes Rohrstück muffenartig die Enden längerer Rohre bedeckt und mit beiden Enden der längeren Rohre durch Eingussringe verbunden ist (Fig. 7, 8).6. Verbindung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine solche Anzahl und Bemessung der Umlaufrillen und durch solches Material ihrer Eingussringe, dass in Richtung der Rohrachse die Scherfestigkeit aller Eingussringe der Verbindung grösser ist als die Zug-oder Drucktestigkeit der verbundenen Rohre selbst.7. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingussmaterial ein keramisches ist.8. Verbindung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingussmaterial in an sich bekannter Weise Zement ist.9. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingussmaterial ein Metall, vorzugsweise Zink oder eine Legierung von mindestens gleicher Härte wie technisches Zink ist.10. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingussmaterial Kunststoff ist.
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