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Katalytisches Feuerzeug
Die Erfindung bezieht sich auf Feuerzeuge, bei denen man durch Saugen an einem Rauchgut, wie einer Zigarette, Zigarre od. dgl. ein Brennstoff-Luftgemisch durch eine Kontaktmasse streichen lässt, wodurch diese aufglüht und sodann das Rauchgut entzündet. Alle auf diesem Prinzip beruhenden Feuerzeuge, von denen jenes nach der österr. Patentschrift Nr. 153241 ein Beispiel bietet, haben den Nachteil, dass die den Katalysator enthaltende Kontaktmasse in kurzer Zeit verschmutzt und infolgedessen unwirksam wird.
Insbesondere das in der Asche stets vorhandene Kaliumkarbonat ist nämlich äusserst hygroskopisch und bildet bald eine zusammenhängende Schichte über dem Katalysator. Überdies schmilzt auch wasserfreies Kaliumkarbonat bei der Glühtemperatur der Kontaktmasse, wodurch ebenfalls eine Abdeckungsschicht über den Zündpunkten des Katalysators gebildet wird.
Dieser Hauptgrund der Vergiftung der Kontaktmasse wird aber auch noch durch einen zweiten Umstand unterstützt. Der Brennstoff, als welcher gewöhnlich Methanol verwendet wird, befindet sich bei dieser Gattung von Feuerzeugen in aufgesaugter Form an pflanzlichen oder tierischen Fasern. Beim Ansaugen reisst nun der Gasstrom kleine Partikelchen aus diesen Stoffen als Staub mit. Diese Bestandteile gelangen zur Kontaktmasse und zersetzen sich bei Glühhitze in kohlige und schwefelhaltige Produkte, welche Abbaustoffe die Lebensdauer des Katalysators sehr ungünstig beeinflussen.
Alle diese genannten Umstände haben es mit sich gebracht, dass auch die wirksamsten Katalysatoren nicht imstande waren, eine längere Lebensdauer dieser Gattung von Feuerzeugen zu ermöglichen.
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Katalysator zu verhindern, wurde schon vorgeschlagen, diesen durch ein feinmaschiges Metallsieb abzudecken (s. amerikanische Patentschrift Nr. 2286231). Solche Siebe waren jedoch nur zur Abhaltung grösserer Fremdkörper geeignet, den Durchtritt von Asche konnten sie insbesondere dann, wenn die Asche durch den Druck der Zigarette od. dgl. in sie gepresst wurde, nicht verhindern, da die Asche so fein ist, dass sie durch jedes technisch herstellbare Sieb hindurchgeht.
Die Erfindung setzt sich zum Ziel, die Asche vom Katalysator vollkommen fernzuhalten und damit ein Unwirksamwerden der den Katalysator enthaltenden Kontaktmasse zu verhindern. Sie erreicht dies dadurch, dass die dem Rauchgut zugekehrte Seite der Kontaktmasse durch ein Filter aus Asbest abgeschirmt wird, wobei sich überraschenderweise gezeigt hat, dass der Gasstrom nicht behindert wird und auch die Wärmeüber- tragung von der Kontaktmasse auf das Rauchgut durchaus nicht erschwert wird. Dabei filtert schon eine sehr dünne Asbestschicht derart ab, dass keine Asche mehr zum Katalysator gelangen kann.
An Stelle von Asbest kann aber auch ein dem Asbest : n der räumlichen Struktur ähnliches und in der Filterwirkung gleichwertiges Material verwendet werden, wie beispielsweise ein Körper aus entsprechend feinen schwer schmelzbaren Metallfasern.
Vorteilhafterweise wird zwischen Saugkörper und Katalysator ein ähnlich gebautes Filter angeordnet, das staubförmige Bestandteile der pflanzlichen oder tierischen Fasern aus dem den Brennstoff enthaltenden Saugkörper zurückhält.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform eines erfindungsgemäss ausgebildeten Feuerzeuges im Querschnitt schematisch dargestellt.
Die Hülse 1 des Feuerzeuges, die einen durchlöcherten Boden 2 aufweist, ist in üblicher Weise ausgestaltet. Mit 3 ist der Saugkörper bezeichnet, der den Brennstoff in aufgesaugter Form enthält.
Als Brennstoff kann beispielsweise Methanol verwendet werden, doch ist die Erfindung nicht auf die Verwendung dieses Brennstoffes beschränkt.
Gegen die Öffnung der Hülse 1 is ; der Saugkörper 3 mit einem Sieb 4, beispielsweise bestehend aus einem Drahtgeflecht oder einer durchlöcherten Platte, abgedeckt. Hienach ist ein Filter 5 aus einer dünnen Asbestschicht angeordnet, dann kommt die Kontaktmasse 6, die den Katalysator enthält. Als Katalysator kann beispielsweise Platinschwamm oder Platinmoor verwendet werden. Die Vorderseite der Kontaktmasse ist wieder mittels eines Filters 7, zweckmässigerweise aus demselben Stoff wie das Filter 5 abgedeckt und dieses Filter 7 wieder durch ein Sieb 8. Die Anordnung der Siebe ist deshalb zweckmässig, um die Filter gegen das zu zündende Rauchgut bzw. den Saugkörper abzudecken und auch mechanisch zu befestigen.
Sie können ent-
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weder, wie in der Zeichnung angedeutet, an den Filtern unmittelbar anliegen oder auch im Abstand von diesen angeordnet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Katalytisches Feuerzeug, bei dem durch Saugen an dem Rauchgut ein Brennstoff-Luftgemisch durch den Katalysator strömt, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Rauchgut zugekehrte Seite des Katalysators durch ein Filter aus Albeit abgedeckt ist.