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Einrichtung zur Herstellung von Kunststoffzahnfüllungen Es wurde bereits vorgeschlagen, für Zahnfüllungen Kunststoffe zu verwenden, die unter der Einwirkung von Luft mit einer Temperatur von 30 bis 50 C in etwa 15-20 Minuten vollkommen erhärten. Diese Kunststoffe haben den Vorteil, dass sie säurefrei sind und der Farbe des betreffenden Zahnes angepasst werden können, so dass sie dem Zahn ein völlig natürliches Aussehen verleihen. Zur Herstellung solcher Füllungen im Munde des Patienten sind Geräte bekannt geworden (Deutsche Patentschrift Nr. 727586), bei denen an einem Handgriff einedie zu behandelnde Zahnreihe überdeckende Kappe sitzt, der mittels eines Gummiballes und einer Schwachstromheizung die nötige Heissluft zugeführt wird.
Diese Geräte besitzen indessen den Nachteil, dass sie entweder vom Arzt oder vom Patienten während der ganzen Erhärtungsdauer in der richtigen Lage gehalten werden müssen, was sehr ermüdend ist.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Einrichtung zur Herstellung von Kunststoffzahnfüllungen, bei dem diese ebenfalls durch zugeführte Heissluft zur Erhärtung gebracht werden und die den vorerwähnten Nachteil nicht mehr aufweist.
Sie besteht erfindungsgemäss aus einem kleinen topfartigen Gefäss, das mit Mitteln zum Befestigen im Munde des Patienten, z. B. Schraubklemmen, zur Fixierung an dem zu behandelnden Zahn selbst versehen und dazu bestimmt ist, den zu behandelnden Zahn aufzunehmen und der Einwirkung der von aussen zugeführten Heissluft auszusetzen.
Das Gefäss ist vorzugsweise doppelwandig ausgebildet, wobei über die Innenwand verteilte Bohrungen zur gleichmässigen Zufuhr der in den Zwischenraum eingeführten Heissluft dienen. Die vorzugsweise wärmeisolierte Aussenwand bildet den erforderlichen Wärmeschutz gegen das Zahnfleisch.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 das Polymerisiergefäss perspektivisch und Fig. 2 im Schnitt. Fig. 3 zeigt ein Schema der Bedienungsapparatur.
Das Polymerisiergefäss besitzt die Form eines doppelwandigen kleinen Topfes 1 aus Blech, der seitlich Einbuchtungen 2 zur Aufnahme der dem zu behandelnden Zahn benachbarten Zähne besitzt. Durch die Wandungen gehen zwei Schraubspindeln 3 und 3', die aussen Rändelschrauben 4 und innen je eine Klemmbacke 5 zum Festemmen des Gefässes am Hals des zu behandelnden Zahnes Z tragen. Die zugeführte Warmluft gelangt zuerst in einen kleinen Heizraum 7, wo sie durch Schwachstromheizwicklungen 8 auf die richtige Endtemperatur von z. B. 40'gebracht wird, strömt durch den Stutzen 9 in den Raum zwischen Innen-und Aussenwand ein, von wo sie durch die über die Innenwand verteilt angeordneten Bohrungen 10 in das Gefässinnere gelangt und auf die Kunststoff-Füllung einwirkt. Sie strömt dann zwischen Gefässrand und Zahnfleisch wieder ab.
Gegen Berührung des heissen Gefässes mit der Zunge bzw. dem Zahnfleisch, ist dieses aussen mit einer Wärmeisolierschicht 12 versehen. Vorzugsweise werden nicht nur eine sondern mehrere Anschlussstellen für die Zuleitung vorgesehen, um das Gerät bei jeder Zahnstellung links oder rechts sowie auch vorne verwenden zu können. Anderseits können auch etwa drei gesonderte für die erwähnten Zahngruppen passende Geräte vorgesehen werden. Wird nur ein Gefäss mit mehreren
Einlassen verwendet, so werden daran kleine Ver- schluss-Schieber angebracht, um das falsche Ab- strömen der zugeführten Warmluft zu verhindern.
Für die Bedienung dieser Polymerisations- einrichtung diene eine Apparatur nach dem
Schema gemäss Fig. 3. Sie besteht aus einem
Kasten, der einen elektrisch angetnebenen Luft- kompressor 15 enthält, von dem die Druckluft durch ein Douse'rohr 16 über eine Starkstrom- heizung 17 zu den Hähnen 18 geht, mittels welcher die warme Druckluft zu fünf gesonderten Poly- merisationsgefässen geleitet und reguliert werden kann. Ferner ist in dem Kasten noch ein Trans- formator 19 zur Speisung der Schwachstrom-
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Kunststoff-Füllung, wodurch diese in 15-20 Minuten polymerisiert wird und erhärtet.
Der mit Kunststoff gefüllte Zahn wird für den Polymerisiervorgang mit einer dünnen Gipsschicht umgeben, damit die Kunststoffmasse unter einem gewissen Druck steht und nicht aufquillt sowie der Randschluss einwandfrei bleibt. Die Stärke der Luftströmung und der Heizung kann in bekannter Weise regelbar gemacht werden.
Es ist klar, dass die Anordnung in verschiedener Weise abgeändert werden kann, z. B. können auch Gefässe zur Aufnahme mehrerer gleichzeitig
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zu behandelnder Zähne vorgesehen werden oder es kann die Luft auch unmittelbar in das Innere des Gefässes strömen, so dass eine Doppelwandung entfällt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Herstellung von Kunststoff- Zahnfüllungen, bei der diese durch zugeführte Heissluft zum Erhärten gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem topfartigen Gefäss besteht, das mit Mitteln (3, 4, 5) zum Befestigen im Munde des Patienten, z. B. Schraubklemmen zum Fixieren an dem zu behandelnden Zahn, selbst versehen und dazu bestimmt ist, den zu behandelnden Zahn aufzunehmen und der Einwirkung der von aussen zugeführten Heissluft auszusetzen.