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Gestell, insbesondere für Fördereinrichtungen
Bei den bisher üblichen Ausführungen von Förderhaspeln od. dgl. mit in sich geschlossenem Grundrahmen ist es praktisch nicht möglich, Formänderungen, insbesondere Verbiegungen oder Verwindungen des Rahmens zu verhindern, die sich beim Festschrauben auf unebener Unterlage ergeben. Auch eine verstärkte, über die mechanischen Anforderungen des stationären Betriebes wesentlich hinausgehende Ausführung des Grundrahmens kann hier nicht Abhilfe schaffen, weil bei Befestigung des Rahmens auf nicht ebener Unterlage das Auftreten von verformenden Kräften praktisch nicht zu verhindern ist. Dasselbe gilt auch z. B. für Lagergestelle, die aus zwei Wangenteilen aufgebaut sind, welche durch Bolzen, Profileisen usw. anscheinend verwindungssteif miteinander verbunden sind.
Auch hier ergeben sich bei der Befestigung auf nicht ebenem Boden unvermeidlich Verformungen im Gestell, die die gegenseitigen Lagerungsverhältnisse, die Eingriffe zwischen den Getriebsteilen usw. stören.
Gegenstand der Erfindung ist die Ausbildung eines Gestells insbesondere für Fördereinrichtungen, durch die bei äusserlich gleichbleibender Konstruktion und insbesondere ohne Materialmehrbedarf die vorgenannten Schwierigkeiten beseitigt werden. Erfindungsgemäss ist das für die im Betrieb auftretenden Kräfte praktisch verformungssicher ausgebildete Gestell durch nachgiebige Ausführung der zu seiner Befestigung auf der Unterlage dienenden Teile (Füsse) von den beim Aufspannen auf unebener Unterlage auftretenden Formänderungskräften im wesentlichen frei gehalten.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsart der Erfindung wird dadurch erhalten, dass das Gestell wie an sich bekannt aus zwei Wangen besteht, die durch mindestens einen Hohlträger (Rohr) ver- windungssicher verbunden und deren Fussteile so bemessen sind, dass sie bei Befestigen des
Gestells auf unebener Unterlage den hiebei auftretenden Formänderungskräften nachgeben können und dadurch diese Kräfte vom übrigen
Gestell fernhalten.
Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäss ausgebildeten Gestells, wie es z. B. für eine Förderhaspel in Frage kommt, ist in der Zeichnung wiedergegeben. 1 und 2 sind die beiden Wangen des Gestells, die durch die mit ihnen verschweissten Rohrstücke 3 und 4 miteinander verbunden sind. Die Aus- nehmungen 5 und 6 in den Wangen dienen zur Aufnahme von Lagerkörpern der Förderein- richtung. Die Füsse 7 und 8 des Gestells, mit : denen es auf der Unterlage durch Schrauben 9 befestigt werden kann, sind durch rechtwinkeliges Abbiegen der Wangenteile gebildet.
Durch die Verbindung der Gestellwangen durch entsprechend bemessene geschlossene Rohr- ! träger 3 und 4 ist die einwandfreie Verwindungsicherheit des Gestells gegenüber den im Betrieb der Fördereinrichtung auftretenden Kräften gewährleistet. Etwaige durch die Befestigung auf der Unterlage auftretende FormänderuDgskräfte kommen im Gestell nicht zur Auswirkung, wenn die Füsse 7 und 8 erfindungsgemäss so bemessen sind, dass sie diesen Formänderungskräften nachgeben können, wodurch die Fortpflanzung dieser Kräfte auf das übrige Gestell unterbunden ist.
Zur Erhöhung der Nachgiebigkeit der Füsse können wie im Ausführungsbeispiel gezeigt ist, die Fussleisten des Gestells erforderlichenfalls z. B. mit Einschnitten 10 versehen sein, wodurch eine weitere Schwächung des mechanischen Widerstands der Füsse erzielt wird.
Wie das Ausführungsbeispiel erkennen lässt, ist der Erfindungsgedanke im Rahmen der üblichen Konstruktionen ohneweiters anwendbar.
Das Gestell kann hiebei rein nach betriebsmässigen Bedurfnissen der Fördereinrichtung bemessen werden, jede Überdimensionierung mit Rücksicht auf zusätzliche, durch die Befestigung auf der Unterlage sich ergebende Kräfte entfällt.
Die Bemessung der Fusse im Sinn der Erfindung wird in der Regel sogar eine Baustoffersparll1s bedeuten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gestell insbesondere für Fördereinrichtungen z. B. Förderhaspel, dadurch gekennzeichnet, dass das für die im Betrieb auftretenden Kräfte praktisch verformungsfest ausgebildete Gestell mit infolge ihrer Bemessung nachgiebig ver- formbaren Teilen (Füssen) auf seiner Unterlage befestigt ist, die die beim Aufspannen auf der
Unterlage auftretenden Kräfte durch ihre Form- änderung aufnehmen und das Gestell im wesent- lichen hievon freihalten.
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