AT165583B - Ofengewölbe für kippbare Schmelzöfen, insbesondere für kippbare Siemens-Martinöfen - Google Patents
Ofengewölbe für kippbare Schmelzöfen, insbesondere für kippbare Siemens-MartinöfenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Bei Ofengewölben für kippbare Schmelzöfen besteht die Gefahr des Ausknicken desjenigen Teiles des Ofengewölbes, der beim Kippen die Last des hochgeschwenkten Gewölbeteiles zu tragen hat. Um dies zu verhindern, wird dieser Teil des Ofengewölbes von oben unter Druck gesetzt. Insbesondere wenn spezifisch schwere Steine, die sich nicht fest verkitten lassen (Chrom- magnesitsteine), Verwendung zum Bau des Ofengewölbes finden sollen, um die vorzüglichen Eigenschaften (hohe Feuerfestigkeit und längere Halt- barkeit) solcher Steine auszunützen, ergeben sich nun grosse Schwierigkeiten, da mangels der festen Verkittung ein gewisser Gewölbedruck im ganzen Gewölbe stets vorhanden sein muss. Um des zu erzielen, wäre es naheliegend, den übrigen Teil des Ofengewolbes (also das ganze Gewölbe) von oben unter Druck zu setzen, und so auch das Steigen einzelner Gewölbeteile, insbesondere schwach gewordener Stellen, zu verhindern. Diese Bauart ist aber besonders bei grosser Spannweite, wie sie bei modernen Siemens-Martinöfen auftritt, ungünstig, da bei derselben die Gefahr bestehen würde, dass die schwach gewordenen Stellen des Gewölbes durchgedrückt werden. Man konnte nun daran denken, grössere Pfeil- hohen anzuwenden, um ein Einstürzen von Ge- wölbeteilen durch den Druck von oben sicherer auszuschliessen. Aber auch diese Lösung wäre ungünstig, da dieselbe beim fallweisen Kippen eines Ofens das Ausknicken des Gewölbes wesent- lich mitverursachen würde. Es muss also versucht werden, mit möglid1st kleiner Pfeilhöhe auszu- kommen. Diese Aufgabe wird, der Erfindung ent- sprechend, dadurch gelöst, dass das Gewölbe sowohl von oben unter Druck gesetzt als auch auf- gehackt wird. Zur Ausführung des erfindungsgemässen Ofen- gewölbes eignen sich bei Anwendung des ange- führten Erfindungsgedankens verschiedene Bau- arten ; so können beispielsweise an sich bekannte, mittels Feder gespannte Druckbänder verwendet werden, nut welchen die Hängesteine fest ver- bunden sind und die selbst wieder an starren Trägem aufgehängt sind. Oder es kann der Druck auf das aufgehängte Gewölbe durch, gegen starre EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> Hängesteine einer Tragrippe in wenigen Gruppen zusammen (Fig. 1, rechts). Dies ergibt eine besonders einfache und in der Herstellung billige Aufhängung. Durch die Kombination des, infolge seiner Zugbeanspruchung durch die Seitenfedem von oben auf das Gewölbe Druck ausübenden, Druckbandes mit der Aufhängung des Gewölbes am Druckband wird einerseits das Ausknicken des Gewölbes in der gekippten Lage verhindert, anderseits der Aufbau des Gewölbes aus schweren, nicht festverkittbaren Steinen, wie beispielsweise Chrommagnesitsteinen, sicherer ermöglicht, so dass die vorzüglichen Eigenschaften dieser letzteren Steine (hohe Temperaturwechselbeständigkeit und Feuerfestigkeit) für kippbare Öfen ausgenützt werden können. Dadurch, dass bei der, in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform die Drahtschlingen frei am Druckband, bzw. bei der Ausführungsform gemäss den Fig. 3 und 4 am Zwischenträger 10, aufliegen (d. h. nicht um Nasen oder in Löchern des Druckbandes bzw. Zwischenträgers verlegt sind), kann sich das Gewölbe infolge Erhitzung frei in der Länge ausdehnen und es ist damit der voneinander verschiedenen Längsdehnung von Gewölbe und Druckband bzw. Zwischenträger, Rechnung getragen. Die Fig. 3 und 4 zeigen eine andere beispielsweise Ausführungsform eines Gewölbes für kippbare Öfen nach der Erfindung. Dabei werden erfindungsgemäss verformbare eiserne Zwischenträger 10 verwendet, die auf den Tragrippen 1 aufliegen, durch Druckglieder 11 mit Druck- übertragungsgliedern 12, die an starren Trägern 3 abgestützt sind, gegen die Tragrippen gedrückt werden und anderseits die Hängesteine mittels Tragelementen 9 tragen. Die letzteren können, wie beispielsweise dargestellt, aus einer einzigen Drahtschlinge für jede Tragrippe bestehen (Fig. 3, rechts). Wird der Ofen gekippt, so verhindern die Druckglieder 11 mit den Zwischenträger 10 ein Ausknicken des Gewölbes (die in der Kippstellung entstehende wesentlich höhere Belastung des, in dieser Stellung tiefer liegenden Gewölbeteiles wird dadurch aufgefangen). Die Zwischenträger werden so bemessen, dass sie beim Steigen des Gewölbes während der Erhitzung entsprechend verformt werden, also der durch das Steigen des Gewölbes bedingten Verformung des- selben nachgeben und die dabei im Gewölbe entstehenden Spannungen längs des Spannungfeldes jeder Tragrippe ausgleichen, was also zu einem praktisch kontinuierlichen Verlauf der Spannungskurven in den Tragrippen führt. Das Ausmass des Steigens des Gewölbes kann durch entsprechende Einstellung der Widerlagerfeder geregelt werden. Die Druckglieder 11 werden nach dem Steigen des Gewölbes entsprechend einge- stellt, um die Druckwirkung von oben für die Kippstellung zu sichern. So ist dann das Ge- wölbe richtig verspannt, wobei gegebenenfalls eine nachträgliche Regelung durch einfache Ver- Stellung der Druckglieder und der Widerlagerfeder erzielt werden kann. Die Aufhängung der Hängesteine an den Zwischenträgern erfolgt bei der dargestellten Aus- führungsfbrm vorteilhaft mittels einer einzigen durchlaufenden Drahtschlinge (Fig. 3, rechts), die einerseits über die Tragelemente (Nasen) der Hängesteine, anderseits über die Zwischenträger läuft. Dies führt zu einer einfachen und billigen Aufhängung, die leicht an Ort und Stelle durchgeführt werden kann. Es können natürlich statt einer einzigen Drahtschlinge für jede Tragrippe auch andere Ausführungsformen gewählt werden, wie beispielsweise mehrere Drahtschlingen für jede Tragrippe, wobei jede Drahtschlinge einer Gruppe von Hängesteinen gemeinsam ist, oder es kann auch schliesslich jeder Hängestein bzw. jedes Steinpaar mit eigener Drahtschlinge aufgehängt werden (Fig. 3, links). Die Drahtschlingen werden so eingelegt, dass die Hängesteine oben am Zwischenträger anliegen, d. h. die Diuckübertragung auf das Gewölbe von oben unmittelbar vom Zwischenträger auf das Gewölbe erfolgt, so dass keine Lockerung der Aufhängung entsteht. Dadurch entfällt die Notwendigkeit der Verwendung biegungssteifer Hängeeisen für die Hängesteine, da die Hängeeisen bei der beschriebenen Ausführungsform nur zur Aufhängung der Hängesteine und nicht zur Druckübertragung dienen. Daher können eben bei dieser bevorzugten Ausführungsform einfache Drahtschlingen Verwendung finden- PATENTANSPRÜCHE : 1. Ofengewölbe für kippbare Schmelzöfen, insbesondere für kippbare Siemens-Martinöfen, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewölbe sowohl von oben unter Druck gesetzt als auch aufgehängt ist.
Claims (1)
- 2. Ofengewölbe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck auf das Gewölbe durch mittels Federn gespannter Druckbänder (4) ausgeübt wird, mit welchen die Hängesteine (1) fest verbunden sind, wobei die Druckoänder selbst wieder an starren Trägern (3) aufgehängt sind.3. Ofengewölbe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hängesteine mit dem zugehörigen Druckband durch Drahtschlingen (9) verbunden sind.4. Ofengewölbe nach Anspruch l oder folgenden, insbesondere aus Tragrippen mit gruppenweiser Aufhängung der Steine und Zwischenfeldem, dadurch gekennzeichnet, dass Steine (1) der Tragrippen mittels einer aus einem einzigen Drahtstück gebildeten Drahtschlinge aufgehängt sind.5. Ofengewölbe nach Anspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass der auf das ganze Gewölbe oder Teile desselben ausgeübte Druck durch gegen starre Träger (3) abgestützte Druckglieder (11) erfolgt. <Desc/Clms Page number 3>6. Ofengewölbe nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hängesteine mit einem sich mit dem Gewölbe verformenden, ganz oder teilweise unter Druck gesetzten Zwischenträger (10) verbunden sind, der seinerseits aufgehängt ist (Hängeeisen 7). EMI3.1 zugehörigen Zwischenträger (10) durch Drahtschlingen verbunden sind.8. Ofengewölbe nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hängesteine derart mit dem zugehörigen Zwischenträger verbunden sind, dass eine Relativverschiebung zwischen Zwischenträger und Gewölbe in Längsrichtung des Zwischenträgers entsprechend der unterschiedlichen Wärmedehnung erfolgen kann.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT165583T | 1947-05-06 |
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| AT165583B true AT165583B (de) | 1950-03-25 |
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| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT165583B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE938265C (de) * | 1952-04-08 | 1956-01-26 | Veitscher Magnesitwerke Ag | Haengegewoelbe fuer Industrieoefen, insbesondere Siemens-Martin-OEfen |
| DE1052045B (de) * | 1953-10-30 | 1959-03-05 | Oesterr Amerikan Magnesit | Basisches Haengestuetzgewoelbe mit aufgehaengten Rippensteinen und von diesen getragenen Furchensteinen |
| DE1192360B (de) * | 1958-07-25 | 1965-05-06 | Detrick M H Co | Deckengewoelbe fuer Industrieoefen, dessen Gewoelbesteine an den unteren Gurten eines in sich fest verbundenen Traegernetzes befestigt sind |
-
1947
- 1947-05-06 AT AT165583D patent/AT165583B/de active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE938265C (de) * | 1952-04-08 | 1956-01-26 | Veitscher Magnesitwerke Ag | Haengegewoelbe fuer Industrieoefen, insbesondere Siemens-Martin-OEfen |
| DE1052045B (de) * | 1953-10-30 | 1959-03-05 | Oesterr Amerikan Magnesit | Basisches Haengestuetzgewoelbe mit aufgehaengten Rippensteinen und von diesen getragenen Furchensteinen |
| DE1192360B (de) * | 1958-07-25 | 1965-05-06 | Detrick M H Co | Deckengewoelbe fuer Industrieoefen, dessen Gewoelbesteine an den unteren Gurten eines in sich fest verbundenen Traegernetzes befestigt sind |
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