<Desc/Clms Page number 1>
Rohrförmiger Leiter für koaxiale Hohlraumkabel und Verfahren zu seiner Herstellung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf aus einem oder mehreren Bändern aus leitendem Material aufgebaute äussere Leiter von Hochfrequenzkabeln.
Bei der Konstruktion koaxialer Hohlraumkabel für Breitbandübertragung soll dem als Rohr ausgebildeten äusseren Kabelleiter eine hinreichende Biegsamkeit verliehen werden. Es wurde daher vorgeschlagen, diesen aus einem dünnen, gewellten Band bzw. aus Bändern in der Weise herzustellen, dass die Wellungen eine genügende Biegsamkeit des Kabels gewährleisten.
Um eine genaue, im wesentlichen zylindrische Formgebung des äusseren Kabelleiters zu erhalten, war es notwendig, das gewellte Band fortlaufend oder durch nur in kleinen Abständen voneinander vorgesehene Abstandshalter zu unterstützen. Es wurde nun gefunden, dass ein Rohr, das aus einem mit Wellungen geeigneter Dimensionen versehenen Band oder Bändern gebildet ist, dadurch selbsttragend gemacht werden kann, dass ein Übereinandergleiten der aneinanderstossenden Ränder des Bandes oder der Bänder vermieden wird.
Es ist klar, dass bei gleichförmig über die Breite des Bandes und im rechten Winkel zu diesem verlaufenden oder auch schraubenförmig angeordneten Riffeln die aneinanderstossenden Bandränder leicht übereinandergleiten können, wie dies in Fig. l, die vergrössert einen
Teil eines solchen äusseren Leiters darstellt, angedeutet ist.
Bei äusseren rohrförmigen Leitern von Hochfrequenzkabeln, die aus einer Mehrzahl von geraden, ungewellten Bändern aufgebaut sind, ist vorgeschlagen worden, die Verschiebung der
Bänder beim Biegen des Kabels in der Weise zu verhindern, dass die Längsränder jedes Bandes in bestimmten Abständen Ausbuchtungen aufweisen, wobei im fertigen Leiter die Ausbuchtungen aneinanderstossender Ränder von benachbarten Bändern in der Längsrichtung gegeneinander versetzt sind.
Abgesehen davon, dass bei Verwendung ungewe1lter Bänder der rohrförmige Leiter und damit das Kabel nur bei
Unterteilung in eine grosse Zahl von Einzel- bändern die erforderliche Biegsamkeit aufweist, sind infolge der Anordnung der Ausbuchtungen an den Bandrändern seine elektrischen Wider- standsverhältnisse in der Weise geändert, dass diese im Mittelbereich jedes Bandes andere sind als an den Bandrändem.
Die vorliegende Erfindung überwindet diese Schwierigkeiten, indem der rohrförmige äussere Leiter aus einem oder mehreren entlang der Längsachse gebogenen Metallbändern besteht, die mit ihren Rändern aneinanderstossen und durchgehend mit querlaufenden Wellungen versehen sind. Diese Querwellungen sind an den Rändern des Bandes oder der Bänder in der Weise deformiert, dass die aneinanderstossenden Ränder sich nur in einem Winkel überkreuzen können, wobei die Wellenberge gegenüber den Wellentälern zu liegen kommen. Fig. 2 lässt erkennen, dass die Bänder um die gesamte Amplitude der Wellung aus ihrer Lage gebracht werden müssten, um sich verschieben zu können. Infolge der Deformation der Wellungen an den Bandrändern haben letztere einen unsymmetrischen Querschnitt.
Die Formänderungen der Riffeln an gegenüberliegenden, aneinanderstossenden Rändern verlaufen dabei in entgegengesetzten Richtungen. Infolge der sich über die gesamte Breite jedes Bandes erstreckenden Wellungen sind die elektrischen Widerstandswerte in diesem überall gleich.
Der beschriebene rohrförmige Leiter ermöglicht den Aufbau eines koaxialen Luftraum-rabes ohne Verwendung einer inneren, als Dielektrikum dienenden Wand, die das äussere Band trägt.
Zur Fertigung kann eines der bekannten Verfahren herangezogen werden, beispielsweise die Verwendung von in Abständen angebrachten Scheiben, durch welche der innere Leiter im Abstand von dem äusseren Band gehalten wird.
Das äussere Band wird dabei aussen gebunden, um seine zwei Kanten zusammenzuhalten. Auf diese Weise wird ein koaxiales Kabel erhalten, in welchem ein Dielektrikum nur in kleinem Ausmass verwendet ist, da nur der innere Leiter in Abständen unterstützt zu werden braucht ; dabei wird eine grössere Gleichförmigkeit des äusseren Leiters erzielt, da dieser allein durch die Breite des ihn bildenden Originalbandes und durch den Grad der Wellung bestimmt wird, welche beide genau ausgeführt und kontrolliert werden können.
<Desc/Clms Page number 2>
Ein Verfahren zur Herstellung des oben beschriebenen Bandes besteht z. B. darin, dass letzteres zwischen zwei ineinandergreifenden Profilwalze hindurchgeführt wird, wobei der grössere Teil der beiden Walzen dem mittleren Teil des Bandes eine sinusförmige Wellung verleiht, während diese Sinuswelle an dem einen Bandrand in einer Richtung und an dem anderen in entgegengesetzter Richtung um den gleichen Betrag verzogen wird.
Eine bevorzugte Art der Wellung ist in Fig. 3 und 4 zu sehen. Die auf einem flachen Band ausgebildeten Riffeln zeigt Fig. 3, während die Querschnitte längs der Linien AA, BB und CC bei A, B und C in Fig. 4 zu sehen sind.
Beide Figuren sind in stark vergrössertem Massstab gezeichnet.
Es ist klar, dass sich das Verziehen der Riffeln an den Rändern auch auf andere Weise durchführen lässt und die Wellung auch andere Form haben kann, ohne vom Erfindungszweck abzuweichen.
Nach Aufbringung der Wellung werden das Band oder die Bänder zum Kabel geformt und in der üblichen Weise mit Aussenbändern gebunden. Da der äussere Leiter nun selbsttragend gemacht wurde, können verhältnismässig dünne Isol : erungsscheiben verwendet werden, welche den inneren Kabelleiter halten, wie in Fig. 5 und 6 gezeigt. In diesen Figuren ist 1 der gewellte äussere Kabelleiter, dessen Ränder bei 2 aneinanderstossen und welcher mittels eines Metallbandes 3 umbunden ist ; die Isolatoren 4 halten den inneren Leiter 5, der selbst den äusseren Leiter eines weiteren koaxialen Kabels bilden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rohrförmiger Leiter für koaxiale Hohlraumkabel, der mindestens aus einem in Längsrichtung gebogenen Metallband besteht, wobei die Bandränder aneinanderstossen und das Band oder die Bänder durchgehend mit querverlaufenden Wellungen versehen sind, so dass das gebildete Rohr hinreichende Biegsamkeit aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Querwellungen an den Rändern des Bandes oder der Bänder derart deformiert sind, dass die aneinanderstossenden Bandränder sich nur in einem Winkel überkreuzen können, wobei die Wellenberge gegenüber den Wellentälern zu liegen kommen.