AT165092B - - Google Patents

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  • Preparation Of Fruits And Vegetables (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines   alkoholfreien   Haarwuchsmittels 
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines alkoholfreien   Haarwuchs-   mittels welches darin besteht, dass man die in an sich bekannter Weise, unter Berücksichtigung der periodischen jahreszeitlichen Schwankungen der Inhaltsstoffe geernteten ober-und unterirdischen Bestandteile von Kletten (Arctium lappa), Brennesseln (Urtica dioica et U. urens), gelben Enzian (Gentiana lutea) und Johanniskraut   (Hypericum   perforatum) nach Altersklassen getrennt zerkleinert, die einzelnen Anteile mit der 1 bis 4fachen Gewichtsmenge Wasser digeriert, danach 5 Minuten bis 4 Stunden bei Siedetemperatur weiterbehandelt und sodann die Extrakte vereinigt. 



   Es sind wohl bereits alkoholhältige Haarwuchsmittel bekannt, die Extrakte aus Klettenwurzeln   und Brennesseln   sowie Zwiebeln enthalten. 



  Demgegenüber unterscheidet sich das erfindunggemäss herstellbare Mittel durch die besonders erprobte Zusammensetzung und durch die verlässliche Wirkung wie auch die Vermeidung gesundheitlicher Schäden selbst bei längerem Gebrauch. 



   Um stets die gleiche Menge an Wirkstoffen enthaltende Extrakte zu erzielen, wird die Lösungsmittelmenge, die Auslaugezeit und Kochzeit proportional zu den Schwankungen des Wirkstoffgehaltes, entsprechend der Pflanzensammlung unter Berücksichtigung der periodisch jahreszeitlichen Schwankungen, variiert. 



   Die Ursache der individuellen Unterschiede der Pflanzen liegt, abgesehen von der Verschiedenartigkeit der Bodenverhältnisse, vor allen Dingen in der Verschiedenartigkeit der Lichteinwirkung, also der Einwirkung von Sonne und Mond, so dass ein Unterschied besteht, ob die betreffende Pflanze im Schatten oder in freier Lage steht. Selbstverständlich spielt auch das Alter der Pflanzen eine grosse Rolle. 



   Das Wachstum bzw. der Neuaufbau der Pflanze, wie er im Frühjahr und Sommer erfolgt, beansprucht bekanntlich eine grössere Menge von Baustoffen. Für diese Beanspruchung haben die Pflanzen in den Wurzeln Vorsorge getroffen, indem sie im Herbst, wo kaum mehr ein Wachstum eintritt, die Stoffaufnahme aus dem Boden fortsetzen. Es erfolgt also im Herbst in den Wurzeln eine grössere Ansammlung von Stoffen, die dann im   Früher   für die Weiterentwicklung der Pflanze verbraucht wird. 



   Aus diesem Grunde enthalten also die Wurzeln nach   Einstellung des   Wachstums, das ist in der Zeit 7on Anfang September bis Anfang oder   Mitt < "März, f./'deutend   grössere Menge von   ettrahfDaren   Stoffen als in der übrigen 
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 auch periodisch, u. zw. entsprechend den Schwankungen des Wirkstoffgehaltes der Pflanzen erhöht bzw. verringert werden. 



   Allen diesen Umständen wird beim erfindungsgemässen Verfahren durch die Berücksichtigung der Wachstumsverhältnisse sowohl durch entsprechende Sortierung der gesammelten Pflanzenteile, als auch durch Varüerung der Lösungsmittelmengen, Auslaug-und Kochzeiten Rechnung getragen. 



   Nachstehend wird ein Beispiel der Gruppeneinteilung der zu verarbeitenden Pflanzen gegeben, wobei vorausgeschickt sei, dass das Kraut nur im frischem Zustand, also etwa zwischen Anfang März und Anfang September verwendbar ist, die Wurzeln hingegen am vorteilhaftesten in der Zeit von Anfang September bis Anfang März zur Auslaugung geeignet sind. 



   Gruppe I.   -lOjährige   Wurzeln bester Entwicklung. 



  Lösungsmittelmenge : 1 kg   Wurzeln - 4 1 Wasser.   



  Auslaugungsdauer :   14-16 Stunden   bei    90 - C.   



  Kochdauer : 80-120 Minuten. 



   Gruppe   II.     1,--10jährige   Wurzeln aber von schlechter Entwicklung. 



  Lösungsmittelmenge : 1   kgWurzeln-3t 1 Wasser.   



  Auslaugungsdauer : 14-16 Stunden bei 90  C. 



  Kochdauer : 80-120 Minuten. 



   Gruppe III. Stengel und Blätter von bester Entwicklung (mit Ausnahme der Stengel und Blätter der Kletten). 



  Lösungsmittelmenge : 1   kg Kraut - 31 Wasser.   
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  Kochdauer : 20-30 Minuten. 



   Gruppe IV. Stengel und Blätter von schlechter Entwicklung (mit Ausnahme von Kletten). 



  Lösungsmittelmenge : 1   kg Kraut - 21 Wasser.   



  Auslaugungsdauer : 8-10 Stunden bei 80   C.   



  Kochdauer : 20-30 Minuten. 



   Gruppe V. Wurzeln mittleren Alters und guter Entwicklung. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



  Losungsmittelmenge : 1 kg   Wurzeln - 3/Wasser.   



  Auslaugungsdauer : 8-12 Stunden bei 70  C. 



  Kochdauer : 20-40 Minuten. 



     Gruppe VI.   Wurzeln mittleren Alters und schlechterer Entwicklung. 



    Lösungsmittelmenge   : 1 kg   Wurzeln - 2/Wasser.   



  Auslaugungsdauer : 8-12 Stunden bei 70  C. 



  Kochdauer : 20-40 Minuten. 



   Gruppe VII. Jungwurzeln und Neutriebe (Junge Stengel und Blätter) bester Entwicklung. 



  Lösungsmittelmenge : 1 kg   Wurzeln - 2/Wasser.   



  Auslaugungsdauer : 4-8 Stunden bei 60  C. 



    Kochdauer : 10-15   Minuten. 



   Gruppe VIII. Jungwurzeln und   Nel1trie   von schlechterer Entwicklung. 



  Lösungsmittelmenge :   l     kg Wurzeln-111 Wasser.   



  Auslaugungsdauer : 4-8 Stunden bei 60  C. 



  Kochdauer : 10-15 Minuten. 



   Beispielsweise Gruppeneinteilung für März bis September :
Märzgruppe A : Wurzeln höchsten Alters, guter Entwicklung. 



  Lösungsmittelmenge : 1 kg   Wurzeln - 3t/Wasser.   



  Auslaugungsdauer : 12-14 Stunden bei 80'C. 



    Kochdauer : 40-60   Minuten. 



   Märzgruppe B : Wurzeln mittleren Alters und bester Entwicklung. 



  Lösungsmittelmenge : 1 kg   Wurzeln # 3 l Wasser.   



  Auslaugungsdauer :   8- : 0 Stunden   bei 70  C. 



    Kochdauer : 20-40   Minuten. 



   Aprilgruppe A : Wurzeln höchstens und höheren Alters, guter Entwicklung. 



  Lösungsmittelmenge : 1 kg   Wurzeln # 2# l Wasser.   



  Auslaugungsdauer : 12-14 Stunden bei 80  C. 



   Kochdauer : 40-60 Minuten. 



   Aprilgruppe B : Wurzeln jüngeren Alters und guter Entwicklung. 



   Lösungsmittelmenge : 1 kg   Wurzeln # 2 l Wasser.   



   Auslaugungsdauer : 8-10 Stunden bei 70  C. 



   Kochdauer : 20-40 Minuten. 



   Maigruppe A : Wurzeln höchsten und höheren
Alters, guter Entwicklung. 



   Losungsmittelmenge : 1 kg   Wurzeln # 2 l Wasser.   



   Auslaugungsdauer : 12-14 Stunden bei   80  C.   



   Kochdauer : 40-60 Minuten. 



   Maigruppe B : Wurzeln jüngeren Alters und guter Entwicklung. 



     Lösungsmittelmenge   : 1 kg   Wurzeln # 1# l Wasser.   



   Auslaugungsdauer : 8-10 Stunden bei   700 C.   



   Kochdauer : 20-40 Minuten. 



   Junigruppe entspricht genau der Maigruppe.
Juligruppe A : Wurzeln hohen Alters und guter Entwicklung. 
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  Auslaugungsdauer : 13-15 Stunden bei 90  C. 



  Kochdauer : 50-70 Minuten. 



   Juligruppe B : Wurzeln jüngeren Alters und guter Entwicklung. 



  Lösungsmittelmenge : 1 kg   Wurzeln - 21 Wasser.   



  Auslaugungsdauer : 9-11 Stunden bei 80  C. 



  Kochdauer : 30-50 Minuten. 



   Augustgruppe A : Wurzeln hohen Alters und guter Entwicklung. 



  Lösungsmittelmenge :   1 kg Wurzeln - 3t 1 Wasser.   



  Auslaugungsdauer : 13-15 Stunden bei 90  C. 



    Kochdauer : 50-70   Minuten. 



   Augustgruppe B : Wurzeln jüngeren Alters und guter Entwicklung. 
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    Kochdauer: @0#50 Minuten.   



     Mostvcrsländhch   kann die vorstehende angeführte Gruppierung noch weiter unterteilt werden, um noch feinere Unterscheidungen wahrnehmen zu können. 



   Bei den Gruppen VII und VIII wird man vorteilhafter Weise den Auszug zur nochmaligen Auslaugung der gleichen Gruppe verwenden.
Die so gewonnenen Auszüge aus den einzelnen Pflanzen werden schliesslich in gleichen oder zu verschiedenen Teilen miteinander vermischt. Vor der Vermischung werden sie durch benzoesaures 
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 sowie etwas Duftstoff beigefügt. 



   Der Zwiebelauszug wird durch 5 Minuten langes Kochen   (1   kg   Zwiebel # 2 l Wasser)   hergestellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines alkoholfreien Haarwuchsmittels, dadurch gekennzeichnet, dass man die in an sich bekannter Weise, unter Berücksichtigung der periodischen jahreszeitlichen Schwankungen der Inhaltsstoffe geernteten oberund unterirdischen Bestandteile von Kletten (Arctium lappa), Brennesseln (Urtica dioica et U. urens), gelben Enzian (Gentiana lutea) und Johanniskraut (Hypericum perforatum) nach Altersklassen getrennt zerkleinert, die einzelnen Anteile mit der 1 bis 4fachen Gewichtsmenge Wasser digeriert, danach 5 Minuten bis 4 Stunden bei Siedetemperatur weiterbehandelt und sodann die Extrakte vereinigt.
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