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Österreichische PATENTSCHRIFT Nu-"16468.
BALDUIN HELLER's SÖHNE m TEPLITZ (BÖHMEN).
Leuchtertülle mit verstellbarem Verschluss.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Leuchtertüllen, welche mit einem verstellbaren Verschluss versehen sind, um Kerzen von verschiedener Stärke in denselben befestigen zu können, und besteht darin, dass am Oberrande der kegelstutzförmigen Leuchtertülle, deren Wandung durch Schlitze von oben nach unten in federnde Streifen geteilt ist, eine verdrehbar angeordnete hohle Lichtmanschette angeordnet ist, wobei zum Zwecke der Verstellung der federnden Streifen je nach der Dicke der in den Trichter eingesetzten Kerze die nach aussen abgebogenen Enden der Streifen von zunehmender Länge in eine in der Manschettenplatte angebrachte Spiralnut eingreifen,
so dass die Streifen bei Drehung der Manschette in dem einen oder anderen Sinne zufolge ihrer Führung in der Nut bogenförmig gegen den Kerzenschaft oder von demselben wegbewegt werden und sich infolge der Federung an dessen Umfang seitlich anlegen, so dass sie den eingesteckten Teil der
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Die Zeichnung veranschaulicht in den Fig. 1-4 eine solche Leuchtertülle im Vortikalscllnitt bezw. Seitenansicht und in zugehörigen Draufsichten bei abgenommener Manschettendeckplatte in beiden Grenzstellungen der Tüllenstreifen. Fig. 5 zeigt schematisch einen Vertikalschnitt durch die Tülle nach den Linien A-A.
Die Fig. fi8, sowie 9 veranschaulichen zwei verschiedene Arten von Werkstücken, aus welchen der Tüllentrichter geformt werden kann.
Die Tülle kann, wie aus Fig. G -8 ersichtlich, aus federndem Blech in Form eines Trapezes a (Fig. 6) ausgeschnitten und von der schrägen Kante aus durch Schlitze in schmale Streifen b geteilt werden, deren Enden in gleichem Abstande von der gegenüberliegenden (unteren) Kante zu nahezu wagerechten, schwach gewölbten Lappen c abgebogen werden. Die Enden dieser dadurch der Reihe nach grössere Länge besitzenden Lappen werden wieder rechtwinklig abgekrempt und bilden die zur Führung in der spiralförmigen Nut der Lichtmanschette dienenden Zapfen d.
Der untere die Streifen b verbindende Rand erhält eine Wulst ('eingepresst. Das so erhaltene Werkstück wird zu einem steilen Trichter eingerollt, wobei die ungleich langen Lappen c nach aussen gerichtet sind, während die Trichtorwandung eine schwache Biegung nach einwärts erhalt. Die Tülle wird alsdann in eine Kapsel/ (Fig. 1) eingepresst, bis der Wulst e unter den nach innen gebördelten Rand
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schüsselförmigen Blechkappe y, welche mit der Höhlung nach oben in den Trichter eingetrieben wird und hiebei den unteren Teil der Titllenwandung gegen die Innenseite der Kapsel I presst, so dass die Kappe das Herausspringen des Wulstes über den Rand der Kapsel f verhindert, gleichzeitig aber auch den Boden der Tülle bildet.
Die Tülle kann auch, wie Fig. 9 zeigt, aus einer Scheibe al durch radiale Ausschnitte hergestellt werden, so dass die von dem nach einer Spirale ausgeschnittenen Scheibenumfang einwärts gehenden Streifen b strahlenförmig von dem den Tüllenboden bildenden vollen Mittelteil ausgehen und durch sektorförmige Ausschnitte voneinander getrennt sind. Die Streifen werden an ihren Enden, wie früher beschrieben, zu den verschieden langen Lappen c mit den Führungszapfen d ausgeformt und durch Pressen schliesslich in die Form des die Tülle bildenden steilen Trichters gebracht. Die Kapsel und die Kappe g kommen hiebei in Wegfall.
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Die mit derartigen Tu ! ton zu verbindenden Lichtmanschetten bostohon aus zwei durch Umbördolung oder dgl. miteinander verbundenen Metallmänteln t und i, von denen der obere die Deckplatte bildende die Lappen c der Streifen b überdeckt, während der untere Mantel (die Bodenplatte) eine spiralförmige Nut k eingepresst hat, in welcher die Zapfen o ! der Tüllenstreifen Führung finden.
Je nach der Drehrichtung der Manschette gelangen demnach die Zapfen d aus engeren Windungen der Spiralnut in weitere oder umgekehrt und dementsprechend öffnet bezw.
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wegungen radial nach aus-oder einwärts und ihre abgebogenen Enden c verstellen sich unterhalb der Manschettendeckplatte h.
Dünne Kerzen lassen sich bei geöffneter Tülle bis auf den Boden derselben hinunterschieben. Wird die Tülle geschlossen, so schmiegen sich die federnden Streifen an die Kerze seitlich an und umfassen den eingesteckten Teil des Kerzenschaftes konzentrisch auf dessen ganze Länge, indem sie einen denselben fest umschliessenden Zylinder bilden.
Starke Kerzen stossen in verschieden grossem Abstande vom Tüllenboden an die federnden Streifen, lassen sich aber noch etwas herunterdrücken, da die letzteren nachgeben. Bei entsprechender Verdrehung der Manschette werden alsdann die Streifen stramm an den Kerzenstumpf angedrückt, so dass sie ihn ebenfalls wieder zylindrisch umschliessen. Beim Öffnen des Verschlusses federn die Metallstreifen der Tülle in ihre frühere Lage zurück und die Tülle nimmt wieder die ursprüngliche Form eines steilen Kegelstutzes an
PATENT-ANSPRÜCHE :
1.
Kegelstutzförmige Leuchtertül1e mit einer Wendung aus durch Vertikalschlitzc getrennten, an den unteren Enden miteinander in Verbindung stehenden, elastischen Lamellen (h), dadurch gekennzeichnet, dass deren obere Enden zweimal winkelförmig abgebogen sind, wobei die horizontalen Teile (c) verschieden lang sind, so dass die zweiten vertikalen nach abwärts gehenden Abbiegungen (d) in eine mehrmals herumgehende spiralförmige Nut mit geringer Steigung (k) einer an der Unterseite der Leuchtermanschette (7 befestigten Scheibe (i) eingreifen können, zu dem Zwecke, durch Drehung der Leuchtermanschette die Lamellen (b) auf ihre ganze Länge oder einen grösseren Teil derselben an Kerzen von verschiedener Stärke anzupressen.